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Interview: Gemma Kim von Etter Studio im Interview über das Vita-Spiel Drei

Lisa Spitzer, am 07.08.2015, Seite 1 von 1

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Für’s Smartphone und Tablet gibt es das Spiel Drei schon eine Weile, doch nun bringt Etter Studio den Titel auch auf andere Plattformen, so auch auf die Vita. Das war Grund genug, uns für ein Interview mit Gemma Kim zu treffen, die für die Animation des Spiels zuständig ist.

PlanetVita: Ich habe schon ein paar Fragen vorbereitet, aber Sie können auch einfach etwas über das Spiel erzählen, wenn Sie möchten.

Gemma Kim: Ja, ich erzähle dann gerne etwas über das Spiel. Es ist eigentlich ein physikalisches Puzzle-Game sozusagen. Man kann es mit mehreren Spielern spielen und natürlich auch im Netzwerk, also im Internet. Man weiß aber nie, mit wem man zusammen spielen wird. Also, man kann maximal ein Level zu dritt spielen und je nachdem werden die Spieler wild zusammengewürfelt. Also ganz zufallsmäßig. Das ist es sozusagen.

PlanetVita: Sehr cool. Haben Sie sich deswegen für den Titel Drei entschieden? Weil es immer drei Spieler sind, die zusammenarbeiten müssen?

Gemma Kim: Genau, ja.

PlanetVita: Und diesen Namen nehmen Sie auch in allen anderen Sprachen? Oder haben Sie ihn dann in zum Beispiel „Three“ übersetzt?

Gemma Kim: Nein, eigentlich nur in Deutsch.

PlanetVita: Aber an sich ist Ihnen das sehr wichtig, dass sich die Spieler gut untereinander verstehen, oder? Weil auf Ihrer Internetseite steht zum Beispiel, dass Sie dieses universelle Übersetzungsprogramm haben.

Gemma Kim: Genau, ja. Also, wir haben Standardwörter und die werden dann in die jeweilige Sprache umgesetzt, des anderen Spielers.

PlanetVita: Wie wichtig würden Sie denn sagen, ist es, dass man mit den anderen Spielern zusammenarbeitet? Oder ist es mehr so, dass man gegeneinander spielt?



Gemma Kim: Also, die Idee ist es schon, dass man zusammen arbeitet, aber wenn man halt eher Lust hat, der Rebell zu sein, kann man natürlich auch in ein Spiel eintreten, wo bereits andere Spieler sind, und versuchen, die Türme zu manipulieren.

PlanetVita: Ah, also man kann das so oder so spielen, aber es ist eigentlich grundsätzlich auf Co-Op ausgelegt?

Gemma Kim: Genau, eigentlich schon.

PlanetVita: Ah, okay. Sie machen das (Spiel) ja schon auf dem Smartphone, wie ich das verstanden habe, aber haben es jetzt noch für andere Plattformen und Konsolen umgesetzt, auch für die Vita. Nehmen Sie denn da nur das Touchscreen praktisch als Kontrollsystem, oder nehmen Sie zum Beispiel auch das Rücken-Touchpad?

Gemma Kim: Eigentlich alles. Also, man sowohl als auch.

PlanetVita: Ah, also auch mit den Knöpfen?

Gemma Kim: Genau.

PlanetVita: Ja, das hört sich ja gut an. Wie wichtig würden Sie denn sagen, ist Ihnen die Musik? Weil ich habe mich jetzt schon ein bisschen auf Ihrer Internetseite umgesehen, und da stand ja auch, dass Sie alle Instrumente von professionellen Musikern haben einspielen lassen. Also, es ist schon sehr wichtig für Sie?

Gemma Kim: Ja, also es war auf jeden Fall einerseits wichtig, aber auch sehr experimentell und- ja, es ist natürlich schon schön, wenn man dann ein Klangfeedback hat. Und wenn dann drei Spieler zusammen spielen und drei verschiedene Instrumente zusammenkommen, dann ist das natürlich schön.

PlanetVita: Ja, klar. Ist es denn immer unterschiedlich? Also, je nachdem, welche Spieler gerade zusammen spielen? Hat jeder sein eigenes Instrument sozusagen?

Gemma Kim: Ja, also, jeder Charakter hat eigentlich sein eigenes Instrument, jede Figur.



PlanetVita: Wie viele Charaktere gibt es denn insgesamt?

Gemma Kim: Momentan sind es ungefähr sieben.

PlanetVita: Wollen Sie das denn noch erweitern?

Gemma Kim: Ja, natürlich, ja. Wir haben auch vor, die Levels zu erweitern, das haben wir jetzt bei diesem neuen Drei auch schon gemacht.

PlanetVita: Hat sich das denn jetzt irgendwie verändert von der Smartphone-Version auf das andere? Oder ist es eigentlich so, wenn man das schon kennt vom Smartphone, dann weiß man auch, was jetzt auf den anderen Plattformen passiert?

Gemma Kim: Ja, also, eigentlich ist es schon dasselbe, also von der Steuerung her auf jeden Fall und auch vom Optischen her. Was sich aber geändert hat, sind halt die Levels. Es hat neue Sprachen, neue Figuren und auch das Level-Menü hat sich geändert.

PlanetVita: Okay, wie viele Levels gibt es den ungefähr?

Gemma Kim: Ich glaube, momentan sind es 30.

PlanetVita: Wollen Sie das denn auch noch erweitern?

Gemma Kim: Ja, auf jeden Fall.



PlanetVita: Also, wenn man jetzt die Version kauft, kann man sich darauf gefasst machen, noch mehr Levels zu bekommen? Oder wollen Sie so etwas wie einen zweiten Teil machen?

Gemma Kim: Da bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob wir einen zweiten Teil machen werden oder ob wir einfach Updates zur Verfügung stellen werden.

PlanetVita: Ah, okay. Sie haben sich ja, glaube ich, auch dafür entschieden, dass jeder Spieler sozusagen als eine Figur „geboren“ wird und man diese nicht mehr ändern kann. Warum haben Sie sich dafür entschieden und nicht einfach für eine Auswahl-Sektion?

Gemma Kim: Das war aus der Idee, dass man so geboren wird, wie man ist, eigentlich. Also, dass man, wenn man sich entscheidet, eine andere Figur spielen zu wollen, muss man reinkarnieren.

PlanetVita: Hat ja fast schon was Spirituelles. – Also, auch von der Atmosphäre her wirkt es auch eher sehr harmonisch, oder? Oder soll es eher in Richtung Action gehen und man soll möglichst schnell alles machen? Oder ist es eher so, dass man versucht, das Ganze zusammen strategisch zu meistern.

Gemma Kim: Also, die Idee ist schon, dass man zusammen versucht, eine Lösung zu finden. Mit beschränkten kommunikativen Mitteln.

PlanetVita: Okay, ja, und auch das Design finde ich sehr schön. Sie haben das ja sehr minimalistisch gehalten, aber die Figuren springen einen ja praktisch noch so an, was sehr besonderes. Gefällt mir gut. Haben Sie denn irgendein besonderes Vorbild gehabt, besondere Formen, was Sie inspiriert hat?

Gemma Kim: Also, die Inspiration war ursprünglich von Volkloren, also Volkart. Vor allem aus dem afrikanischen Bereich, afrikanische traditionelle Trachten. Die sind alle eigentlich gestrickt. Und wir fanden es sehr spannend, dass durch das Stricken die Kleidung einen Algorithmus hat, ein algorithmisches Muster. Aber dennoch, weil es ja alles handgemacht ist, ist es trotzdem imperfekt. Und das wollten wir in unseren Figuren rüberbringen.

PlanetVita: Haben Sie das nur in den Figuren eingebunden? Oder hat das auch ein bisschen mit der Soundkulisse und den Landschaften zu tun?

Gemma Kim: Also, es hat natürlich auch einen Einfluss auf die Soundkulisse gehabt. Und die Landschaft, ja, wir wollten einfach das so minimalistisch wie möglich halten.

PlanetVita: Ja, sieht gut aus. Man merkt aber auch trotzdem, obwohl es so minimalistisch ist, dass da Können hinter steckt, finde ich. Auch wegen der ganzen Physik-Engine. Wie fanden Sie es denn jetzt, etwas für die Vita zu entwickeln? Hat sich das irgendwie herausgehoben oder haben sie das nur schnell noch nebenbei gemacht?

Gemma Kim: Nein, eigentlich war es so, dass wir die Version, die wir vorher auf dem iOS hatten, weiterentwickelt haben, auch für die PS Vita. Und deswegen kommt jetzt eigentlich auch eine neue Version.

PlanetVita: Haben Sie den vor, noch weitere Spiele auf die Vita zu bringen? Oder war das erst einmal ein Experiment, um zu gucken, was passiert?

Gemma Kim: Ja, erst mal gucken und dann weiterschauen.

PlanetVita: Ja klar, kann ich verstehen. Wissen Sie denn vielleicht, wie teuer das sein wird auf der Vita?

Gemma Kim: Weiß ich jetzt ehrlich gesagt nicht. Aber die Version, die zurzeit erhältlich ist für’s iOS, liegt momentan bei 4 Dollar.

PlanetVita: Ach, das geht ja. Wissen Sie denn schon, wann das ungefähr erscheinen wird?

Gemma Kim: Wahrscheinlich Ende September, Herbst eher.



PlanetVita: Das hört sich sehr gut an. Was würden Sie denn sagen, wenn ich das nachher auf PlanetVita stelle, was sind denn die Details, die dieses Spiel so besonders machen? Also Kaufgründe für PlanetVita-Spieler?

Gemma Kim: Also, auf jeden Fall, wer mal mit jemandem zusammen spielen möchte, den man überhaupt nicht kennt, dann ist das auf jeden Fall auch ein cooles Experiment zum Schauen, wie man mit anderen Leuten interagieren kann. Und, ja, natürlich auch die Rätsel, die sind auch spannend. Und ich denke auch, dass das Optische für sich spricht eigentlich.

PlanetVita: Wie viel Spielzeit kann man denn ungefähr einrechnen? Im Moment – Sie wollen ja vielleicht noch etwas hinzufügen?

Gemma Kim: Reine Spielzeit vielleicht 24 Stunden.

PlanetVita: Das ist ja schon relativ viel, vor allem für den Preis. Gibt es denn so eine Art Geschichte dahinter oder ist es wirklich so, dass man reingeworfen wird, und man soll jetzt einfach Türme bauen?

Gemma Kim: Man wird eigentlich reingeworfen, und man soll den Turm bauen. Aber es hat natürlich auch eine Hintergrundgeschichte für uns Designer und Entwickler. Und zwar war die ursprüngliche Idee aus der Geschichte vom Turm zu Babylon. Eigentlich kommt die Idee von dort. Wobei, in der Geschichte ist es ja so, dass ein Volk versucht, einen Turm zu bauen, und Gott bestraft sie, indem alle plötzlich eine andere Sprache sprechen.

PlanetVita: Man erwartet das auf den ersten Blick gar nicht, dass das so tiefgründig ist. Hört sich wirklich gut an, muss ich sagen. Dann gucke ich noch mal kurz in meine Fragen rein, aber das war ja bisher schon sehr informativ, danke dafür. – Würden Sie denn sagen, dass es schon durch die Gestaltung und auch durch die Musik eine Art Kunstspiel ist? Also war Ihnen der künstlerische Aspekt wichtig?

Gemma Kim: Ja, sehr. Ich würde schon sagen, dass es uns auf jeden Fall wichtig war, dass es auch aus Designer-Hinsicht sehr ansprechend ist.

PlanetVita: Ja, das kommt auch so rüber. Haben Sie denn noch irgendwas, was Sie gerne den Lesern mitteilen möchten?

Gemma Kim: Eigentlich nicht, danke sehr.

PlanetVita: Ja, dann danke ich Ihnen.


Na, was sagt ihr? Hat euch das Interview überzeugt oder seid ihr noch etwas misstrauisch? Verratet es uns in den Kommentaren!

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1 Kommentar

profil 711 comments
[07.08.2015 - 23:56 Uhr]
heubergen:
Wolltest du das Interview nicht auf Schweizerdeutsch führen? :D

Die Idee des Spieles wird zwar recht gut erklärt, da aber später auch noch Wetter-Effekte z.B. hinzugefügt werden, wäre es für mich zu frustrierend da es zum Teil schon recht viel Trial & Error ist.
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