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Kolumne: Geschmacksfragen - Beliebte Spiele, die wir nicht verstehen

PortableGaming-Redaktion, am 31.01.2016, Seite 1 von 1

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Egal wieviele Menschen eine bestimmte Sache feiern und wie sehr es deren Leben verändert hat, sie wirkt nicht zwangsläufig gleich auf jede einzelne Person. Das ist schließlich das Schöne am Leben: Wir alle sind Individuen mit ganz eigenen Vorlieben und Abneigungen. Das trifft auf Speisen und Kleidung ebenso zu wie auf Videospiele. Wer hatte denn nicht schon mal ehrliche Freude mit einem Titel gehabt, der von aller Welt in kleine Fetzen zerrissen wurde? Oder andersherum dem superbeliebten Überhit des Jahres kein Bisschen Spaß entnehmen können? Auf letzteren Fall wollen wir in dieser Kolumne Bezug nehmen und euch einige Spielereihen vorstellen, deren Faszination sich uns schlichtweg entzieht. Dabei sei darauf hingewiesen, dass es sich hier um rein persönliche Eindrücke handelt und keines der genannten Spiele deswegen zwangsläufig miserabel ist oder ihr keinen Spaß mit ihnen haben dürft. Ihr kennt ja das alte Sprichwort: Geschmäcker sind unterschiedlich!


Denis Wewetzer [Azure] denkt, dass Spiele wirklich mehr als ein Jahr brauchen:
Assassin's Creed (nach Teil 2)


Manchmal ist es wirklich nicht schwer, sich über ein Spiel lustig zu machen und es deshalb nicht zu mögen. Am Anfang haben mich deswegen vermutlich noch einige Gesichter skeptisch angesehen, als ich ihnen erzählt habe, dass es mit der Assassin's Creed-Reihe für mich nach dem zweiten Teil steil bergab ging. Inzwischen fällt es den Leuten leichter, besonders wenn man sich so manche PC-Versionen zum Launch ansieht, die vor Bugs schlichtweg gewimmelt haben. Aber eigentlich fing es ja schon davor an. Für mich ist es eher eine Geschichte von einem Entwickler, der einfach nicht von einer erfolgreichen Reihe weggehen wollte – mit allen möglichen Mitteln, unter jedem verdammten Umstand, den man sich ausdenken konnte. Und wenn es eben ein wenig Wortklauberei war. Aber ich schweife ab.

Grundsätzlich war ich tatsächlich erstmal ein Fan von der Reihe. Der erste Teil war großartig und der zweite hat auf diesem stark aufgebaut, um das Erlebnis auf die Spitze zu treiben. Und dann ging plötzlich das Ausschlachten los. Der Plan war: Jedes Jahr ein neues Assassin's Creed. Praktischerweise sogar immer am 31. Oktober oder zumindest in nächster Nähe dieses Datums. So folgte nach dem zweiten Teil nicht der ersehnte dritte, der die Story um Desmond zu Ende bringen und für viele das angekündigte Ende der Reihe bedeuten sollte. Oh nein, da hat man die Rechnung ohne Ubisoft gemacht. Nach dem zweiten Teil folgte Brotherhood, um Ezio noch weiter zu beleuchten. Und dann kam Revelations, was einfach nicht mehr wirklich was Neues war – bis auf die Stadt, in der es gespielt hat. Um die Kurve doch noch zu kriegen, kam endlich der ersehnte dritte Teil. Desmond war bereits in der Lage, in der echten Welt diverse Assassinen-Manöver auszuführen und das ganze Animus-Training hat sich tatsächlich ausgezahlt. Die Geschichte hätte beendet werden können. Sie hätte es, verdammt nochmal, werden SOLLEN.

Aber, wie immer, hat man die Rechnung ohne Ubisoft gemacht. Assassin's Creed war inzwischen eine zu große Marke und es musste mehr her – mit allen Mitteln. Und wie erreicht man das? Bringt Desmond um! Ignoriert die ganze Arbeit, alles was man in den fünf Spielen geleistet hat, um an diesen einen Punkt zu kommen und bringt den verdammten Protagonisten um, nur um sich damit rauszureden, dass "die drei (nummerierten) Teile lediglich Desmonds Saga beenden sollten". Nun muss ich zugeben, dass ich mich nach dieser Information vollkommen von dem Reihe abgekapselt habe – es interessierte mich nicht mehr, wie die Geschichte der echten Welt weiter geht, es interessierte mich nicht, was in der Vergangenheit so passiert ist. Jedes Interesse, das ich überhaupt an der Reihe gehabt haben könnte, nachdem Revelations einfach nur scheiße langweilig war, war weggeblasen. Gute Arbeit, Ubisoft. Das hatte davor noch keiner geschafft. Aber die Qualität der Titel hat ja offensichtlich sowieso gelitten wie sonst was, also trauere ich auch nicht gerade um das verpasste "Erlebnis".


Altin Bujupaj [Ailtin] ist kein großer Fan von radioaktivem Zeug:
Fallout


Die Fallout-Reihe war für mich seit jeher ein etwas seltsames Spiel. In der Bethesda-Ära waren die Gegensätze zwischen Fallout und The Elder Scrolls nicht oft weit voneinander entfernt. Zugegebenermaßen ziehen mich die Fantasy-Elemente etwas stärker in ihren Bann als postapokalyptische Spiele, sei es nur wegen der Umgebungen oder den Waffen - Fallout wirkt für mich einfach zu trocken und es lässt die Frage in mir aufkommen: Was macht die Serie so beliebt?

Während die ersten beiden Ableger der Reihe mehr mit klassischen Rollenspielen à la Neverwinter Nights oder Icewind Dale zu tun hatten, sprang Bethesda mit dem dritten Teil auf einen Shooter-Rollenspiel Hybrid um. Das Erstellen eines eigenen Charakters mit Attributen und Fertigkeiten sowie die Dialogoptionen waren immer noch im Spiel vorhanden, doch es war bemerkbar, wie sehr die Vermischung der Gameplay-Elemente mit Action das Spiel mehr und mehr wie einen Shooter erscheinen ließ. Auch die Umgebungen selbst wirkten sehr monoton und die Story war nicht so gelungen. Mit Fallout: New Vegas blieb das Grundgerüst im Vergleich zum Vorgänger nahezu identisch, doch wurde beispielsweise das Setting leicht verbessert, die Story und die Rollenspielelemente wie die "Survivalist"-Einstellung gaben dem Spiel noch mehr Tiefgang. Zu blöd, dass das Spiel zu Beginn verbuggt und verglitcht war wie kein anderes Spiel!

Und schlussendlich kam just im vergangenen Jahr der vierte Fallout-Titel. Wieder in Bethesdas Händen, überzeugte das Spiel mit einer zufriedenstellenden Grafik, dem Tragen einer Power Armor und dem Feature, eine eigene Siedlung zu errichten. Die Folge: Die Dialogoptionen sind noch ärmlicher geworden, weil der Spieler nun nur noch vier Antwortmöglichkeiten besitzt, das Kampfsystem blieb nahezu unverändert. Auch die ersten Leaks zeigten, dass zahlreiche Charaktermodelle leicht verglitcht sind und auch die Story ist recht mager und leicht vorhersehbar. Hasse ich die Fallout-Reihe für all diese Makel? Nicht wirklich, aber bleibt für mich wie bei vielen anderen Franchises die Frage offen, weswegen diese Spiele so angesagt sind. Viele andere Spiele wie Wasteland oder S.T.A.L.K.E.R. sind im betreffenden Genre deutlich unterhaltsamer, zudem bleiben sie in einem Genre und setzen dieses perfekt um.


Nicola Hahn [501.legion] hetzt sich durch das futuristische Schlachtfeld:
StarCraft


Dass ich StarCraft nicht ausstehen kann, liegt wohl ziemlich sicher an meinen Schulfreunden. Als ich mit 15 Jahren endlich zum ersten Mal daheim im Internet über DSL surfen durfte, war der Bedarf an Online-Spielen plötzlich riesig: "Hey Nicola, lad dir mal StarCraft herunter, wir brauchen noch einen Mitspieler". So weit, so gut, dank einer kostenlosen Version von StarCraft 2 war ich am nächsten Tag am Start und musste mir ein Blitztutorial über das Spiel ergehen lassen. Der gemütliche Basenbau wie ich ihn schon Jahre lang aus Age of Empires und Command & Conquer kannte, wurde plötzlich zum Sport modifiziert: Schnell, hier eine Kaserne, da diese Technologie! Schnell, die Gegner kommen schon und es steht nichtmal deine Verteidigung! Während meine Freunde Spaß daran hatten, gegen mich zu spielen und ihren Sieg zu feiern, verzweifelte ich an der Steuerung, den Einheiten- und Gebäudenamen sowie am halbwegs schnellen Gameplay.

Seitdem begleitet mich eine Skepsis, wenn es um Echtzeitstrategie geht, im Besonderen bei StarCraft. Jahrelang musste ich mir irgendwelche krassen Taktiken anhören, die sich meine Freunde für ihren nächsten Liga-Kampf ausgedacht haben und immer zustimmend nicken, sobald ich dazu irgendwas gefragt wurde. Das Spiel habe ich bis heute nicht ganz begriffen, ein bisschen Hass ist immer noch da. Doch inzwischen sehe ich, was die eSportler aus dem Spiel gemacht haben: Die Baureihenfolge ist für bestimmte Taktiken immer gleich, im neusten Addon hat Entwickler und Publisher Blizzard sogar die Anzahl der Starteinheiten erhöht, um den Einstieg leichter und variantenreicher zu gestalten. Aber seitdem der eSport Einzug in die Echtzeitstrategie gehalten hat, werden die Spiele schneller. Egal wo man spielt: Auf einer LAN oder mit Freunden, es geht nur noch um die Schnelligkeit beim Bauen, um den Gegner dann mit Einheiten zu überrennen. Strategie und Taktik suche ich da meist vergebens.

Inzwischen schaue ich sogar das ein oder andere StarCraft-Match, um mich abzulenken und lasse mich von dieser neuen Professionalität unterhalten, aber am Ende sind mir persönlich die Kommentatoren doch wichtiger als das Spiel selbst. Und auch in Age of Empires habe ich plötzlich eine Baureihenfolge, die mir ins Hirn gebrannt wurde. Klar, sie macht Sinn und beschleunigt den Start, aber der Spaß bleibt weiterhin auf der Strecke. Dann bin ich doch noch heilfroh, dass es Counter Strike gibt. Leicht zu erlernen und jedes Mal mit einem neuen taktischen Tiefgang. Natürlich ist ein Vergleich zwischen Echtzeitstrategie und einem Shooter nicht wirklich gut, aber hier habe ich zumindest Spaß, egal wie schnell und professionell ich spiele.


Marcel Laser [One] ist genervt vom "Ruf des Nichts-neues":
Call of Duty


Als Gaming-Journalist der letzten 13 Jahre hat mich kein Spiel so sehr genervt wie Call of Duty... Warum? Jeder spielt es, jeder scheint es auch zu lieben und ich versuche zwanghaft jedes Jahr etwas Neues an dem Spiel zu finden, dass mich mal bei der Stange hält. Ganz ehrlich: Ich bin wirklich genervt vom Hype einer jeden neuen Version des immer gleichen Spiels. Dabei beschränken sich die meisten Neuerungen oft nur auf immer mehr abgefreaktere Rüstungen oder Waffen, welche zusammengemixt in einer immer gleichbleibenden Storyauswuchtung enden, in denen man sich die Kugeln um die Ohren ballert. Auch wenn der Multiplayer oftmals ganz spaßig wirkt, so bleibt Call of Duty für mich die Innovationsbremse des gesamten Genres.

Sehr subtil in der Activision-Innovationsfabrik wurde es dann, als Call of Duty den Zombie-Hype für sich entdeckte und noch einmal weitere Versionen veröffentlicht wurden, um nicht nur kurz nach dem Release der Hauptversionen den Namen zu melken, sondern abseits der sonst schon brutal am Alltagsgeschehen vorbei inszenierten "Realität" dem Spieler auch noch den Hauch von Zombie-Splatterei zu geben. Natürlich alles wiederum mit Kosten verbunden. DLC, DLC, DLC, DLC... Natürlich trifft das derzeit auf fast alle Spiele zu und die meisten Spieler regen sich zwar auf, aber lassen es dennoch über sich ergehen: "Was bleibt einem schon übrig?", aber das ist am Ende auch ein ganz anderes Thema. Call of Duty treibt es allerdings gerne auf die Spitze und ist für mich der Versions- und DLC-King unter den Shootern. Bestes Beispiel ist der nächste DLC für CoD: Black Ops 3, welcher euch auf Nazi-Zombies schiessen lässt, einen echten Drachen zu bekämpfen gibt und in dem das Schloss, in dem ihr umherwandelt, auch noch eine V2-Raketenabschussrampe hat. Innovativer geht's jedenfalls nicht mehr. Aber hey: Hauptsache die Menschen, die einen Season Pass gekauft haben, werden bis heute nie alle Funktionen und Episoden bekommen. Activision weiß, wie man euch an den Tropf pinnt.

Mein persönliches Highlight der Serie gab es allerdings zur Vorstellung der Microsoft-Konsole Xbox One. Das Glänzen in den Augen des Activison Mitarbeiters, der das neue Call of Duty: Ghost für die Xbox One vorstellen durfte, werde ich nie vergessen, als er das überragende Feature des Spiels vorstellte: Ein total fluffig animierter... Hund... Es war der Höhepunkt meiner persönlichen Fehde mit dem Mainstream-Spiel, welches wirklich JEDER spielt und anscheinend auch haben muss (meine Freundeslisten in allen Netzwerken scheinen das wohl zu belegen). Jeder? Nein, nicht jeder. Der Hund hat es am Ende für mich aber auch nicht mehr rausgerissen und da kann er noch so kuschlig animiert sein! Ich sag alles auch gerne noch einmal in kurz: Mich wird das Spiel in diesem Leben nicht mehr an Land ziehen. Weder mit Zombies und Dämonen noch mit Crysis-Rüstungen und V2-Raktenwerferschlössern mit eingebauten Wachhunddrachen, die fluffig animiert sind. Ich bleib dem Spiel auch weiterhin fern.


Alexander Schneider [Gardevoir ex] spricht Ballerei auch in der virtuellen Welt ihren Sinn ab:
Battlefield


Eigentlich hätte ich an dieser Stelle auch Call of Duty, Wolfenstein: The New Order oder auch Homefront: The Revolution bearbeiten können, doch Call of Duty wurde bereits von meinem Kollegen Marcel verrissen und so erschien mir die Wahl von Battlefield am passendsten, immerhin steht die Reihe recht exemplarisch für das Ego Shooter-Genre. Okay, zugegebenermaßen bin ich der Allerletzte, den man als Freund des Genres bezeichnen könnte, und ich werde wohl auch künftig kein Anhänger der betreffenden Games werden, doch musste ich für diesen schmucken Artikel ja eine Entscheidung treffen. Was liegt also näher, als über ein im eigenen gedanklichen Kosmos verhasstes Genre bzw. ein dazugehöriges Spiel zu schreiben? Man sieht also, die Entscheidung ist wohlüberlegt. Anders als Denis, der sich irgendwann von meiner geliebten Assassin's Creed-Reihe entzweit hat, bin ich nicht so plötzlich zum Ufer der Shooter-Gegner übergelaufen, ich konnte von Anbeginn an rein gar nichts mit ihnen anfangen.

Fraglos spreche ich Ego Shootern wie Battlefield nicht ihre spielerische Qualität ab und ich ziehe auch nicht die Tatsache in Zweifel, dass sie sicherlich viele Spieler für sich begeistern können, dass sie manch einem vielleicht sogar großen Spaß bereiten können. Nein, es geht hier nur um meine persönliche Sicht der Dinge. Das Totschlagargument (wie passend!) für mich: Das reine Gameplay turnt mich sowas von ab, dass ich mich nach einigen widerwilligen Versuchen, die mir nicht in allzu guter Erinnerung geblieben sind, gar nicht erst für Titel wie den hier kritisierten interessiere. Sie sind für mich generell bedeutungslos, ganz gleich, wie hoch ihre Popularität auch sein mag. Einen weiteren Grund für meine ablehnende Grundhaltung findet man in der Realität wieder, obgleich ich beileibe nicht zu der Fraktion gehöre, die in Shootern die Verantwortung für Amokläufe sucht. Nein, die Verantwortung für eben diese liegt in der gestörten Psyche der Täter und im gesellschaftlichen Umgang, den sie im Laufe ihres Lebens erfahren haben - Spiele, egal welcher Art, können hier nie und nimmer als Ursache herangezogen werden.

Nein, es ist die pazifistische Ader in mir, die mich zusätzlich zum für mich uninteressanten Gameplay auf Distanz zu Titeln wie Battlefield gehen lässt. Ich habe mich nicht nur ein Mal gefragt: Was bringt es mir, in einem Spiel den "mutigen" Soldaten zu spielen und auf andere Menschen zu schießen? Mich persönlich würde es nur an Kriege wie im Irak, in Syrien oder in Vietnam erinnern, und ich könnte auch nichts dagegen tun, dass diese Bilder andauernd in meinen Kopf erscheinen. Angesichts der kriegerischen Akte in aller Welt erscheint es mir - und ich spreche hier nur meine Wenigkeit - zudem unangemessen, in eine derartige virtuelle Rolle zu schlüpfen. Ich kann schlicht keinen Spielspaß daraus ziehen, auf animierte Menschen zu schießen, weil es mich weder inhaltlich noch atmosphärisch reizt, zumal die entsprechenden Maps und Kriegsgebiete auch nicht wirklich schön anzusehen sind.

Rein grafisch mag es sich bei Battlefield durchaus um eine beispielhafte Serie handeln und die Community, die jeden einzelnen Ableger abfeiert, dürfte mich für meine Zeilen hassen. Doch das nehme ich billigend in Kauf, weil es hier um die Meinung eines jeden Redakteurs geht und weil mir diese wichtiger ist als die entsprechende Reaktion darauf. Was bringt einem die brillanteste Technik, wenn einen das Spielprinzip abschreckt und wenn es zudem allem widerspricht, was man in Videospielen als "schön" empfindet? Selbstverständlich spiele auch ich nicht nur kunterbunte Jump 'n' Runs à la Mario, obwohl diese in meiner Gunst sehr weit oben stehen, und natürlich befinden sich in meinem Inventar auch blutige Games wie Until Dawn, Bloodborne oder The Witcher 3: Wild Hunt, doch erkenne ich keinen Mehrwert darin, virtuellen Krieg zu spielen. Anderen mag genau das große Freude bereiten, doch ich selbst kann mich darin nicht wiederfinden. Battlefield ist das Paradebeispiel für das, was ich in der großen, weiten Welt der Videospiele am scheußlichsten empfinde. Von fehlenden Innovationen und zu marginaler Entwicklung des Gameplays brauche ich nun beileibe nicht mehr schwadronieren, denn für mich sind Aspekte wie diese ohnehin völlig nebensächlich, wenn ich schon das Fundament als schwach und uninteressant bezeichnen würde. Kreativlos, inhaltsleer, stumpf - das ist für mich Battlefield. Oder Call of Duty. Oder [man setze einen beliebigen, an der Realität orientierten Shooter ein]...

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3 Kommentare

profil 10 comments
[01.02.2016 - 21:38 Uhr]
SirSeemi:
Sorry, liebe Leute. Aber diese Kolumne fällt in die Sparte "Kolumnen, die ich nicht verstehe".
Nur zum Sagen - ich bin begeisterter RPG Spieler (meist auf dem PC) aber auch auf IOS (sorry!), der PSVIta und dem 3DS. Gerade spiele ich Fallout 4 (und verstehe alles)...
Alles reine GEschmackssache... Aber was hat diese Kolumne bei der Vita verloren?
profil 143 comments
[02.02.2016 - 08:31 Uhr]
omas360:
+ 1
Vita? Da steht noch nicht mal das Wort im ganzen Artikel.
profil 499 comments
[02.02.2016 - 08:48 Uhr]
ZeeO:
@ SirSeemi & omas360: Bei einer Kolumne gehts doch meines Wissens nach nur um eine Meinungsäußerung zu beliebigen Themen, muss doch nicht zwangsläufig etwas mit der Vita selbst zu tun haben, oder täusche ich mich da?

@ Topic: Fand den Artikel soweit ganz interessant. Die Meinungen zu Battlefield und Call of Duty hätten so auch von mir stammen können.
Was Fallout angeht: Der Sprung in die dreidimensionale Ebene hat dem Spiel nicht wirklich gut getan, zumindest empfinde ich als Fan von Teil 1 und 2 das so. New Vegas war dank Obsidian wiederum ein grandioses Erlebnis, die Jungs und Mädels schaffen es die Welt wirklich mit ansprechenden Dingen und Charakteren zu füllen, es gab tolle Dialoge, gute Quests etc. Ansonsten empfand ich Wasteland 2 als das bessere Fallout, aber das bleibt wie alles andere wohl auch Geschmacksache. Fallout ist einfach nur ein großer Spielplatz ohne wirklich viel ansprechenden Inhalt geworden. Die Welt an sich ist toll gemacht, alles andere ist Bethesda typisch für die Tonne.

Starcraft 2 empfand ich als zu gehetzt, zu viele Missionen unter Zeitdruck (sofern man es so nennen kann), der Fokus lag hier irgendwie zu sehr auf schnellen Gefechten. Für jemanden wie mich, der ebenfalls mit C&C und Age of Empires aufgewachsen ist, war mir das Ganze auf Dauer einfach zu hektisch, weshalb ich dann auch die Nachfolger ausgelassen habe.

Und dann unser aller Lieblingsthema Assassins Creed: Mit Ezio haben sie einen für mich mega sympathischen Typen eingeführt, einer der interessantesten Figuren der letzten Jahre. Mit Brotherhodd hatte ich genauso viel Spaß und ich fand auch Revelations absolut gelungen. Danach hätte der Reihe wirklich eine Pause gut getan. Ein neuer Schauplatz und ein neuer Charakter ändern für mich nichts daran, dass das Spielprinzip mit seinem Automatismus einfach endlos langweilig geworden ist. Größtes Problem ist die bekannte Ubisoft Formel. Sie füllen die Welt mit allerlei Belanglosigkeiten, die kaum zur Atmosphäre beitragen. Auch die Städte selbst sind zwar belebt dargestellt, aber es passiert nichts. Da war Witcher 3 dann dem Ganzen um einiges Voraus.
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