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Kolumne: 2. Advent: Couch-Koop unterm Weihnachtsbaum

PortableGaming-Redaktion, am 04.12.2016, Seite 1 von 1

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Weihnachten ist die Zeit der sinnlichen Zusammenkunft der Familie, wo wir uns alle um den geschmückten Baum versammeln, feiern und Geschenke austauschen. Und wenn wir die ganze Meute schon mal zusammen haben, können wir uns doch gleich gemeinsam vor eine Konsole pflanzen, oder? Leider ist die Kunst des lokalen Mehrspielerspaßes in letzter Zeit zu einem seltenen Talent geworden. Immer mehr Spiele setzen stattdessen auf reine Online-Freuden, sofern sie denn überhaupt Multiplayer-Unterstützung mitbringen. Daher wollen wir uns zum 2. Advent die löblichen Ausnahmen vornehmen: Die Spiele der letzten paar Jahre, die trotz des Trends zu Wettbewerben über das World Wide Web nicht diejenigen vergessen haben, die ihre Zockerfreunde noch in greifbarer Nähe haben und gemeinsam schöne Momente vor dem Bildschirm erleben können - unabhängig davon, ob sie nun kooperativ oder kompetetiv an die Sache rangehen.

Michael Grönert [BadToxic] behindert kooperativ seine Mitspieler:
Super Mario 3D World



Jeder kennt ihn, den liebenswerten Klempner mit seinem monotonen Kleidungsgeschmack - Mario ist nicht aus der Geschichte der Videospiele wegzudenken. Seit schon 35 Jahren beteiligt er sich am Innenleben einer Vielzahl an Spielen. Vor allem die „Hauptserie“, die mit Super Mario Bros. (1985) nach einem kleinen Auftritt mit Donkey Kong begonnen hat, ist noch heute sehr beliebt. Genauso lebt auch die „3D-Hauptserie“ seit Super Mario 64 (1996) bis heute erfolgreich weiter. Während sich die 2D-Varianten durch einen lokalen Multiplayer auszeichneten, stachen die 3D-Spiele durch offenere Welten und bessere Grafiken hervor. Der Multiplayer hat sich von abwechselnden Runden im Alleingang bis zu einem kooperativen Jump 'n' Run weiter entwickelt, bei dem man sich auch gerne mal mehr gegenseitig behindern als helfen konnte.

Super Mario 3D World für Nintendos Wii U verbindet nun erstmals die Mehrspieler-Möglichkeiten aus der Super Mario Bros.-Reihe und den 3D-Welten in moderner Grafik. Bis zu vier Spieler können sich die bekannten Charaktere Mario, seinen Bruder Luigi, Prinzessin Peach und den treuen Pilz Toad aufteilen. Wie bereits in Super Mario Bros. 2 (1988) haben diese verschiedene Vor- und Nachteile, wie Toads höheres Renntempo und Peachs Fähigkeit, wenige Sekunden schweben zu können. Dies eignet sich zur gezielten Aufteilung zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen. Der Clou beim gemeinsamen Spielen ist, dass jedem selbst überlassen bleibt, ob er sich mit den anderen zusammentut und ihnen hilft, oder sich dazu berufen fühlt, das Spiel für seine Freunde zu einer größeren Herausforderung werden zu lassen. Oft wechselt das Gameplay so gerne mal im Sekundentakt vom einen Extrem ins andere. Eben lässt man seinem Mitspieler noch das bessere Item über und hilft ihm über eine Schlucht und kurz darauf schmeißt man ihn von einer Kante oder es kommt zu einem Gerangel an der Fahnenstange. Anzumerken bleibt die Vielfalt bei der Steuerungs-Auswahl. Es werden fünf verschiedene Varianten angeboten: Das Spielen mit dem Wii U-Gamepad, dem Wii U Pro Controller, einem Classic Controller, einer Wii-Fernbedienung oder diese zusammen mit einem Nunchuk. Das Leveldesign ist optimal darauf ausgelegt, von mehreren Spielern genutzt zu werden: Trotz einer relativ offenen Welt wird man stets durch übersichtliche Abschnitte geführt, sodass man niemanden so leicht aus dem Auge verliert. Verlässt ein Spieler doch mal den Bildschirm, schwebt er sogleich in einer Luftblase wieder zurück ins Geschehen. Trotz 3D bleibt die Kamera immer in einer vorgegebenen festen Position stehen bzw. wird in einer vordefinierten Bahn geführt.

Super Mario 3D World ist eine gelungene Fortsetzung der Mario-Serie, trotz der ewig währenden Story - der Bösewicht Bowser entführt jemanden und dieser jemand muss gerettet werden, auch wenn es diesmal nicht, wie so oft, die Prinzessin ist. Es trifft Tradition auf Innovation: Es tauchen viele beliebte Dinge aus früheren Spielen wie der Waschbärenanzug auf, aber auch neues wie der Katzenanzug, welcher diesem Spiel sein Image verleiht. Der Multiplayer verspricht einige abwechslungsreiche und spaßige Stunden für bis zu vier Spieler.


Nicola Hahn [501.legion] sammelt zusammen mit Nachbarn fleißig Lego-Steinchen in…
LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht



Dieses Weihnachten ist es wieder soweit! Ich spiele zusammen mit meinem Nachbarn das neue LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht durch! Was daran so besonders ist? 2006, zum Release von LEGO Star Wars 2: Die klassische Trilogie, war Internet in meinem Heimatdorf eine schwierige Sache. Koop-Spiele wie Worms und Co. waren also absolut angesagt und da kam das neue LEGO-Spiel zur rechten Zeit. Nachdem wir zusammen jede Figur, jedes Fahrzeug und auch die letzten Prozentpunkte freigeschaltet hatten, kam der erste Teil namens LEGO Star Wars an die Reihe. Hier blockierte allerdings ein Bug den Fortschritt am Spiel und so kamen wir erst mit LEGO Star Wars: Die komplette Saga wieder in den Genuss, gemeinsam die komplette Geschichte durchspielen zu können und wieder auf die Jagd nach den 100% zu gehen.

Nachdem auch die Ports für DS und GBA durchgespielt waren, kam mit großer Vorfreude LEGO Star Wars III: The Clone Wars an die Reihe. Dieser Titel führte erstmals die neue LEGO-Engine ein, die dynamische Splitscreens ermöglichte und noch heute unfassbar gut aussieht. Besonders der gigantische Hub, der aus zwei begehbaren Großkampfschiffen im Orbit verschiedener Welten bestand, und die Aufbaustrategie-Komponente waren damals die Argumente um Stunden mit dem Spiel zu verbringen.

Ihr seht schon: Die LEGO Star Wars-Reihe wird in meinem Freundeskreis traditionell zusammen durchgezockt, aktuell besonders über die Weihnachtszeit. Und da nichts gegen weitere Fortsetzungen der Reihe spricht und wir jedes Mal riesigen Spaß beim Spielen haben, wird diese Tradition wohl nicht so schnell eingestampft werden!


Marcel Laser [One] knackt auch die letzte Hunderstel auf der Strecke in…
Trackmania Turbo



Echtes Couch-Koop ist selten geworden… Wirklich, richtig selten. Die Zeiten von Online-Multiplayerspielen und Always-On zollen einem leeren Sofa einfach Tribut. Allerdings gibt es immer noch einige interessante Perlen in dieser Kategorie. Mein persönlicher Partykracher ist hier vor allem Trackmania und in jüngster Form eben Trackmania Turbo. Der Vorteil? Es geht auch nacheinander und es reicht daher ein einziger Controller, um selbst mit bis zu acht Leuten die krassesten Lachflash-Orgien zu feiern.

Ein Tipp vom Spiel selbst (werden immer in den Ladesequenzen angezeigt) ist da gar nicht Mal so verkehrt: Einfach während einer Party den Hotseat-Modus einstellen, den Controller auf den Tisch legen und die Gäste machen lassen. So einfach kann es gehen. Irgendwann scharen sich die Leute um den Fernsehern und umso mehr Alkohol im Spiel ist (für minderjährige eher Kinderpunsch!), desto lustiger wird es auch noch. Die Strecken sind teils sensationell in ihrer Kurvenführung, die Community sorgt mit eigenen Bahnen immer für Nachschub und die vielen Modi sorgen ebenfalls für Abwechslung. Dabei spielt es keine Rolle ob ihr nach der besten Zeit jagt, direkt gegeneinander antritt oder eher einen Ausscheidungsmodus wählt. Trackmania Turbo ist ein tolles Spiel, das dem klassischen Couch-Koop neben all der Online-Suchterei immer noch einen Sinn gibt. Mein Tipp für gemütliche Partys daheim.


Sebastian Mauch [Paneka] geht auf Sternejagd in…
Mario Party: Star Rush



Couch-Koop unterm Weihnachtsbaum - gemeint sind damit wohl all die Titel, die gemeinsam am meisten Spaß machen, vorzugsweise natürlich im traditionellen Splitscreen oder generell im lokalen Multiplayer. Das muss aber nicht zwangsläufig auf Konsolen bezogen sein, dachte ich mir. Wo kann wohl noch besser zusammen spielen und dabei noch warm eingepackt auf der Couch herumlungern? Richtig, auf einem Handheld! Genau dafür prädestiniert ist das kürzlich erschienene Mario Party: Star Rush für den Nintendo 3DS, schließlich war die Reihe ja schon immer der Inbegriff des Zusammenspielens, auch wenn man meist eher konkurriert, statt zu kooperieren.

Am besten spielt man ein Mario Party mit mindestens drei Mitspielern. Wer also kleine Geschwister hat so wie ich, kommt quasi nicht um den Titel herum. Dabei muss nicht mal jedes Kind das Spiel auf die Wunschliste setzen, es reicht schon ein Exemplar von Star Rush und die Gruppe kann uneingeschränkt zusammenspielen. Wer das Spiel nicht besitzt, lädt sich dazu aus dem eShop einfach den Gästepass herunter und schon kann's losgehen! Zwar bemängelten wir in unserem Test das Fehlen eines traditonellen Spielmodus', doch trotz alledem machen die etlichen Minispiele und die zahlreichen anderen Modi einen Mordsspaß. Vor allen den Kleinen gefällt's, aber auch Jugendliche und Erwachsene dürften durchaus ihren Spaß haben, da das Spiel einiges an freispielbaren Content bietet um vom Spielfluss her etwas dynamischer abläuft als bisherige Ableger der Serie.


Lisa Spitzer [mrscookie13] kämpft sich an die Spitze in…
Frog Climbers



Das erste Mal habe ich Frog Climbers auf der gamescom 2016 gespielt - in meiner ewig geliebten Indie Arena Boot. Das Spiel mit den Fröschen wirkte so crazy, dass ich direkt die PortableGaming-Crew zusammentrommelte und gemeinsam wagten wir uns an das Besteigen schwindelerregender Höhen…

Jetzt haben sich bei euch vielleicht einige Fragezeichen angesammelt. Kurz und knapp: In Frog Climbers verkörpert jeder Spieler einen Frosch und in einem lokalen Multiplayer stellt man sich einem Rennen mit seinen Mitspielern. Wer zuerst den Berg besteigt, hat gewonnen - klingt einfach, ist aber schwieriger als man denkt. Das liegt zum einen daran, dass die Mitspieler einen mies blockieren oder sich an einem festkrallen können. Die Strecke kommt in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, hat aber auf jeden Fall einige Hürden zu bieten. Doch das Beste und zugleich Schwierigste am Spiel kommt zum Schluss: Die brillante Steuerung. Zugegeben, dass man das PC-Spiel nicht mit Maus und Tastatur spielen kann, ist zwar irgendwie schade, aber dafür ist die Steuerung mit dem Controller der Hammer. So übernimmt jeder Joystick die Bewegungen eines Arms des eigenen Frosches, und mit den Schultertasten muss man packen bzw. loslassen. Das ist am Anfang echt gewöhnungsbedürftig, aber schnell gemeistert und macht ziemlich Spaß.

Frog Climbers - der Titel ist hier Programm. Meiner Meinung nach eines der kurzweiligsten lokalen Multiplayer-Spiele, welches richtig Laune macht. Und nachdem der Weg zur Spitze des Berges nicht gerade einfach ist, ist der Sieg (inklusive Champagner-Dusche) umso süßer.


Denis Wewetzer [Azure] guckt den anderen auf den Bildschirm in…
Screencheat



Manchmal fühlt man sich doch schon ganz alt, wenn man an die früheren Tage zurückdenkt, in denen man sich noch auf der Couch eines Kumpels zum gemeinsamen Zocken versammelt. Recht beliebt hierbei waren natürlich auch damals schon Shooter der Marke Halo oder ähnliches. Aber das Spielen auf einem Bildschirm birgte eine große Gefahr: Das Erfahren des gegnerischen Standortes durch schauen auf dessen Bildschirmanteil - die Bildfläche wurde für den Multiplayer nämlich gesplittet. Schnell wurde man als „Bildschirmgucker“ beschimpft und war sogar als ein solcher im Freundeskreis verschrien. Genau diese Erinnerungen haben sich die Entwickler von Screencheat zu Herzen genommen, um einen ganz besonderes Couch-Shooter zu entwickeln.

Grundsätzlich handelt es sich um einen Shooter wie jeden anderen: Vier Leute befinden sich auf einer Karte und müssen sich gegenseitig abschießen. Der Clou: Auf dem eigenen Bildschirmanteil sieht man die anderen Gegner nicht. Trotzdem muss man in der Lage sein, sie zu treffen. Wie? Natürlich durch das Linsen auf die anderen Anteile! Was früher eine gute Möglichkeit zum Mogeln war, wird so von den Entwicklern zum Hauptfeature gemacht und sie haben dieses sogar dermaßen verfeinert, dass es zu einer richtigen Party wird.

Die Karten des Spiels wurden zum Beispiel in verschiedene Farben gehüllt, um die Orientierung ein wenig zu erleichtern – schließlich soll es kein langes Suchen werden, sondern ein Kampf bis zum Tod! Anfänglich fühlt sich das Konzept noch ein wenig befremdlich an, doch man gewöhnt sich sehr schnell daran, nicht auf den eigenen Teil zu sehen, um die Gegner treffen zu können. Außerdem macht es doch immernoch am meisten Spaß, sich für das eigene Ableben bei seinem Kumpel mit einem Knuff auf den Oberarm zu bedanken. Um ihm anschließend eine Granate direkt vor die Füße zu werfen.


Tjark Michael Wewetzer [Alanar] im Koordinations-Chaos von…
The Legend of Zelda: Tri Force Heores



Wann, wenn nicht zu Weihnachten, hat man schon mal ausreichend Leute für eine Reise nach Textilia im selben Raum zusammen? Eben. Während die Online-Komponente von Tri Force Heroes mangels eingebauter Chat-Optionen ein wenig mau ausfällt, blüht das kooperative Action-Adventure im gemeinsamen Beisammensein so richtig auf. Perfekt dabei: Dank Download-Play-Unterstützung brauchen eure Gefährten nicht einmal ein eigenes Modul! Dafür sind sie allerdings beim Ausfüllen ihres Kleiderschranks stark eingeschränkt, was in der Praxis jedoch so überhaupt nicht stört. Denn egal ob im klassisch-grünem Heldengewand, im Bombenkostüm oder im Kleid Zeldas: Helfen kann man immer!

Oder auch nicht, denn auch wenn das Spiel strikt auf Kooperation ausgelegt ist, kann man immer noch reichlich Schabernack treiben. In meinem kleinen Kreis endete das gerne mal darin, dass wir uns mit dem Wasserstab in komplett falsche Richtungen geführt hatten. Die Pointe folgte am Schluss der Stufe, wo wir – zwei Leute oben, einer unten – zu dritt nicht darauf kamen, wie wir jetzt den verbleibenden Kameraden nach oben kriegen. Erst nach mehreren Minuten wilden Rumgefuchtels sind wir Pfeifen darauf gekommen, den letzten Mann mit dem Wasserstab nach oben zu schießen – ganz so, wie wir es ja bereits den ganzen Level über gemacht haben, um uns in den Wahnsinn zu treiben.

Derartige Momente sind es, die Tri Force Heroes zu einem spielenswerten Abenteuer machen. Klar braucht man wirklich drei Leute dafür und idealerweise sollten diese auch gemeinsam erstmals mit dem Spiel beginnen, damit keiner die Koop-Kopfnüsse ganz im Alleingang den anderen Vorsagt. Aber wenn man diese Bedingungen erfüllt, kommt dabei ein herrlich chaotisches Multiplayer-Erlebnis heraus, das Seinesgleichen sucht!

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