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Kolumne: 1. Advent: Unsere Wunschzettel-Empfehlungen 2017

PortableGaming-Redaktion, am 03.12.2017, Seite 1 von 3

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PS Vita | Switch | 3DS

Ja, ist denn schon wieder Weihnachten? Noch nicht, aber sehr bald! Das sollte wohl auch anhand des ersten Adventslichtleins bestens ersichtlich sein. Manch Zocker wird angesichts der regelrechten Flut an Software-Perlen, die dieses Jahr auf so ziemlich alle aktuellen Plattformen schwappte, in Entscheidungsnot geraten. Was soll nun den begrenzten Platz unter dem grünen Tannenbaum einnehmen? Wir wollen daher auch in diesem Jahr wieder Entscheidungshelfer spielen und euch jeweils fünf Spiele für den 3DS, die PS Vita und natürlich auch die Nintendo Switch vorstellen, die durchaus eine Erwägung wert sind. Falls ihr gewisse Titel dabei vermissen solltet: Spiele wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild, Super Mario Odyssey oder die neuen Pokémon-Editionen empfanden wir als so offensichtlich, dass ihr sie wahrscheinlich eh schon unterm Baum oder gar bereits im Modulschacht habt. Deswegen räumen wir den Platz im Rampenlicht lieber anderen Titeln. In diesem Sinne viel Vergnügen mit unseren beschaulichen Weihnachtsvorschlägen!


Denis Wewetzer [Azure] bleibt der Hoffnung treu in…
Danganronpa V3: Killing Harmony


Welche Zeit eignet sich besser, um der Verzweiflung zu trotzen und der Hoffnung einen neuen Weg zu bahnen, als die Weihnachtszeit? Glücklicherweise haben die Entwickler von Spike Chunsoft genau den passenden Titel dafür in diesem Jahr veröffentlicht: Danganronpa V3: Killing Harmony. Und wie man dem Namen in gewisser Weise entnehmen kann, handelt es sich hierbei bereits um das dritte Spiel einer Reihe. Berechtigerweise kommen da ein wenig Zweifel in einem auf, da es eigentlich sinnvoller wäre, am Anfang, nun ja, anzufangen – gerade da es sich hierbei um eine Visual Novel handelt, deren Fokus ganz klar auf der packenden Story liegt. Aber für all jene zweifelnde kann ich eines vorwegnehmen: Es sind keine Vorkenntnisse notwendig, um mit dem dritten Teil seinen Spaß haben zu können!

Auch in diesem Spiel wird wieder eine spannende Geschichte erzählt, die von nicht weniger spannenden Charakteren, den Ultimates, begleitet wir. Und neben der Handlung selbst, sind es gerade die unterschliedlichen Figuren, die erst richtig Leben reinbringen. Angefangen mit der ewig positiven, ultimativen Pianistin Kaede, über den überrationalen ultimaten Roboter Kibo bis hin zum megalomanischen ultimativen Herrscher Kokichi ist hier so einiges vertreten und man merkt bereits bei den ersten Interaktionen, dass es hier nur rundgehen kann. Die Showdowns in Form der Klassengerichte sind auch nicht minder beeindruckend und bringen die Gehirnzellen ein wenig in Wallung, um am Ende das richtige Ergebnis bekommen zu können. Also ob nun Fan der Reihe oder einfach nur neugieriger Visual Novel-Einsteiger: Wer genau eine solche Kost sucht, wird mit Danganronpa V3 keinen Fehler machen!


Außerdem lässt Denis den Entdecker in sich los:
Ys VIII: Lacrimosa of Dana


Manchmal gibt es einfach solche Tage: Da möchte man ganz gemütlich mit dem Schiff von einem Ort zum nächsten Segeln und ZACK! Wird man von einem Seeungeheuer angegriffen und strandet plötzlich auf einer verlassenen Insel. Doch was soll man nur machen? Gottseidank übernimmt man in Ys VIII: Lacrimosa of Dana die Rolle von Adol Christin, seiner seits erfahrener Abenteurer – wie man an der VIII im Titel vielleicht schon bemerkt hat. Mit seinen zarten 21 Jahren hat er nämlich schon so einiger hinter sich gebracht und doch war es noch nie notwendig, die vorherigen Abenteuer gespielt zu haben, um mit den neuen klarzukommen. Daher bekommt man mit Ys VIII ein recht leichtherziges Action-Rollenspiel, bei dem so richtig der eigene Entdeckergeist geweckt wird. Woher kommt das, fragt ihr?

Das fängt bereits damit an, dass sich Adol nicht unterkriegen lässt und recht schnell zusammen mit ein paar anderen Schiffbrüchigen ein kleines Dorf aufbaut, um dort so lange leben zu können, bis sie endlich von der Insel kommen. Der Trupp schreckt aber auch nicht davor zurück, sich in die teilweise ziemlich aggressive Wildnis zu stürzen und Nahrung zu beschaffen. Dabei erlebt man das ziemlich ausgefeilte Kampfsystem, das sich über Jahre immer wieder gewandelt hat um nun an einen neuen Höchststand der Spielbarkeit zu gelangen. Allerdings macht es auch einfach nur Spaß, neue Orte der sehr abwechslungsreichen Insel zu entdecken und sich an der schönen Optik, selbst auf der Vita, zu erfreuen. Wenn ihr also mal virtuelle Abenteuer erleben oder einfach nur ein paar schöne Gegenden erkunden möchtet, könntet ihr mit Ys VIII sicherlich glücklich werden.


Und Denis rät zudem zu einer kugelsicheren Weste für…
Rabi-Ribi


Nun kommen wir zu einem Titel, der schwer zu verschenken ist – was allerdings nur daran liegt, dass es sich hierbei um einen Download-Titel handelt. Mit Rabi-Ribi haben Vita-Besitzer in diesem Jahr einen überaus guten Vertreter des Metroidvania-Genres bekommen, der trotzdem genug Eigenheiten besitzt, um hervorzustechen. So übernimmt man im Spiel die Rolle einer jungen Hasendame, die aus unerfindlichen Gründen zu einem Menschen geworden ist. Auf dem Weg zu ihrem Frauchen trifft sie zudem auf eine kleine Fee, die ihr prompt bei ihrer Aufgabe helfen möchte und schon machen sich die beiden auf in die weite Welt, wobei sie sich warm anziehen müssen: Der Weg ist nämlich absolut nicht einfach!

Neben den regulären Gegnern, die teilweise bereits herausfordernd genug sein können, sind die Boss-Begegnungen nämlich der wahre Kern des Spiels. Hier werden die Zähne gezeigt und man bekommt es mit waschechten Bullet-Hell-Angriffsmustern zu tun, die alle durchaus durchschaubar sind und dementsprechend trotz ihrer Schwierigkeit zu Höchstleistungen anspornen. Bosse gibt es auch reichlich, sodass man über eine lange Zeit mit dem Spiel beschäftigt sein kann. Das liegt aber auch daran, dass die Welt absolut nicht klein ist. Noch dazu ist sie mit unzählichen Geheimnissen gefüllt, durch die die werte Hasendame noch verstärkt werden kann. Wenn man also mal wieder richtig auf 2D-Tour gehen möchte und nicht davor zurückschreckt mit hundertmillionen Kugeln abgeschoßen zu werden, kann sich getrost auch mal ein wenig PSN-Guthaben wünschen um sich dafür Rabi-Ribi zu holen.


Tjark Michael Wewetzer [Alanar] bringt eine Reise zu ihrem Abschluss:
Atelier Shallie Plus: Alchemists of the Dusk Sea


Alles Gute muss irgendwann mal ein Ende haben. Das gilt auch für die Dusk-Trilogie der Atelier-Reihe, die in diesem Jahr ihren generalüberholten Abschluss auf der Vita fand. Und ja, ich rede hier von „generalüberholt“. Was Entwickler Gust hier geleistet hat, ist nicht einfach nur ein simpler Port des ohnehin schon liebenswert gemachten PS3-Spiels, das man lediglich um sämtliche Download-Zusätze des Originals erweitert hat. Vielmehr fühlt sich das Rollenspiel nun wie ein waschechtes Finale der kleinen Trilogie an und bringt diverse Handlungseckpunkte zu einem definitiven Ende. Das bedeutet auch, dass diverse Hauptakteure der beiden Vorgänger mehr in den Mittelpunkt gerückt werden – und leider auch, dass Vorkenntnisse aus Atelier Ayesha und Atelier Escha & Logy zum vollen Genuss mehr oder minder notwendig sind.

Dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen, lohnt sich das RPG. Es dreht sich um die Geschichten der jungen Alchemistinnen Shallistera Argo und Shallotte Elminus. Eine ist auf der Suche nach einer Lösung für das Dürreproblem ihres Heimatdorfes, die andere sucht schlichtweg nach ihrem Platz im Leben. Schon bald treffen die beiden aufeinander und merken, dass sie trotz ihrer unterschiedlichen Hintergründe einiges gemeinsam haben. Und von da an entfaltet sich eine berührende, kleine Geschichte über Zusammenhalt und wofür es sich zu leben lohnt. Man erkundet nach und nach die weitreichenden Gebiete rund um das Meer der Dämmerung, ergründet Geheimnisse aus längst vergessener Zeit und synthetisiert mit gefundenen Materialien mächtige Werkzeuge, Accessoires oder auch einfach nur Kuchen. Und auch wenn die Vita-Version in technischer Hinsicht so einiges einstecken musste und auch unter dem ein oder anderen Bug leidet, so ist die letzte Reise im Land der Abenddämmerung auf jeden Fall eine lohnenswerte, der man sich gerade in der ruhigen Winterzeit einfach mal hingeben sollte.


Außerdem wird Tjark plötzlich gesprächsbedürftig:
Tokyo Xanadu


Wieder Falcom? Aber sicher doch! Denn nicht nur Ys wehte mit einem neuen Serienableger ins Haus, auch die Xanadu-Reihe schlug mit einem bemerkenswerten, neuen Spross auf. Wie der Titel unschwer erkennen lässt, versetzt und Tokyo Xanadu jedoch nicht in mittelalterliche Fantasy-Welten oder alternative Steampunk-Universen, sondern ist im modernen Japan angesiedelt. Parallelen zur Persona-Reihe kommen sicherlich nicht nur dabei auf, denn auch hier bedrohen mysteriöse Wesen aus dem unterbewussten Schatten den Frieden der sonst eher sorglosen Stadt. Nur wenige Organisationen sind bestens über die Ereignisse im Bilde und ergreifen Nebenmaßnahmen – und unser Protagonist Kou Tokisaka wird eines unschönen Tages genau in diese Geschehnisse hineingezogen. Wobei das eigentlich mehr auf seinem Mist gewachsen ist. Nachdem er sich nämlich auch als fähiger Kämpfer erweist, will er sich um jeden Preis dem Kampf gegen die als Greed bekannten Kreaturen anschließen.

Vergleichbar mit Falcoms letztjährigem Meilenstein Trails of Cold Steel, von dem sich Tokyo Xanadu einige Designelemente borgt, ist der Spielablauf dabei in mehrere Phasen eingeteilt. So verfolgt ihr die flotte, recht lineare Handlung zunächst in reichlich Dialogsequenzen, bevor euch dann eine kleine Freizeitphase gegönnt wird, bei der ihr die freundschaftlichen Bande mit euren Teamkameraden vertiefen oder auch einfach nur mit jedem NPC der Spielwelt plaudern könnt. Gerade Letzteres erweist sich als erstaunlich tiefgreifender Zeitvertreib, denn nach jedem größeren Story-Eckpunkt verfügen sämtliche Statisten über komplett neue Dialogzeilen, die teils sogar vollständige, kleine Geschichten erzählen. Hut ab, sowohl für die Original-Schreiber von Falcom als auch für das Lokalisierungsteam von Aksys Games, die sich mit diesem Textmonster auseinandersetzen mussten! Habt ihr dann alle Nebenaufgaben erledigt, geht es ans große Dungeon-Aufräumen, wo statt geduldiger Rundengefechte eher flotte Action auf dem Programm steht. Bis zu drei Teammitglieder ziehen dabei in die Schlacht und die Monster der verwinkelten Unterwelten verfügen allesamt über unterschiedliche Stärken und Schwächen, die es für optimale Ränge auszunetzen gilt. Alles spielt sich unglaublich eingängig und fühlt sich einfach nur richtig an, sodass man mit der Zeit glatt vergisst, dass die Erkundungen eigentlich ziemlich simpel ausfallen. Falls euch der Sinn nach einem etwas ernsthafteren Action-RPG im modernen Setting steht, das sich wie ein Spagat aus Trails of Cold Steel und Ys anfühlt, dann seid ihr hier definitiv gut beraten.



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