PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de

1121°

-

Event: gamescom 2012 - Das Messefazit

PG-Team, am 29.08.2012, Seite 1 von 2

Artikel mögen: Weitersagen:





Wir alle sind wieder wohlbehalten in unseren Heimen, quer durch Deutschland verteilt angekommen! Wahnsinn, nicht wahr? Aber schnell mussten wir leider bemerken: Hier liegt Arbeit an. Wir müssen dies und das noch machen und achja, das dort fehlt ebenso. Aber alles war irgendwie privat, wodurch wir ein paar Probleme hatten nun endlich mal ein kleines Fazit zur Messe aufzustellen. Allerdings haben wir es trotz der ganzen Arbeit geschafft, uns für ein Punkte zu entscheiden, die uns dieses Jahr wirklich gefallen haben und eben solche, die unbedingt mal ausgebessert werden müssen. Zweiteres wurde größtenteils von den Leuten beigesteuert, die die Messe zum ersten mal besucht haben und das Chaos tatsächlich noch nicht so gewohnt sind. Aber das war's schon mit der langen Vorrednerei! Fangen wir mit unseren Best/Worst of gamescom 2012 an!

Top 1:
Der Sony-Stand - Ein Traum für Videospieler und Messe-Besucher



Wer fleißig unser Redaktions-Tagebuch während der Messe mitverfolgt hat, dürfte eines wissen: Wenn es einen Ort gab, an dem beinahe die gesamte Redaktion am meisten antreffbar war, dann war es in diesem Jahr der Sony-Stand, ganz im Zeichen der Playstation. Dieser war nicht nur komplett im wunderschönen Playstation-Blau gehalten, sondern auch sehr frisch mit den bekannten vier Symbolen (Kreis, Kreuz, Dreieck und Viereck) verziert. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ständen der diesjährigen Messe, handelte es sich hierbei aber nicht nur um einen großen Block, welcher von außen vollkommen uneinsichtbar war und ewig lange Wartezeiten mit sich brachte - sondern alles war komplett offen aufgebaut. Überall waren Sitzkissen mit dazugehörigen PSVitas platziert, es gab diverse Fernseher mit anspielbaren Playstation 3-Spielen und überall gab es etwas zu endtecken. Einzig und allein der 18er-Bereich war von außen nicht einsehbar, und mit einer Warteschlange versehen. Da dort aber selbstverständlich auch der Personal-Ausweis kontrolliert wurde, und dort nur einige wenige Spiele (darunter zB. das großartige Assassin's Creed 3: Liberation für die Vita) anspielbar war, war dies allerdings auch zu verschmerzen. Denn genau so soll ein guter und Besucher-orientierter Stand aussehen: Es gab viel freie Fläche, überall gab es etwas zu sehen (und zu spielen), es gab kaum Wartezeit und generell herrschte dort eine sehr lockere Atmosphäre. Genau so soll das sein! Liebe Entwickler, Publisher und Stände-Bauer, nehmt euch davon etwas zu Herzen.

Top 2:
Die Atmosphäre - In lockerer Stimmung mit Freunden oder alleine Spiele zocken, was will man mehr?



Jeder, der einmal auf einer Messe war oder schonmal größere Treffen von Gruppen besucht hat kennt dieses Gefühl: Man geht eigentlich nur seinem normalen Zockeralltag nach, spielt hier ein wenig und dann dort ein wenig, und trotzdem ist irgendwie alles anders, wenn man sich dann auf der gamescom befindet. Alles ist riesig, es gibt unmengen an Menschen die alle dasselbe Hobby teilen und sich meistens auch nicht zieren, mal ein wenig Spaß mit ein paar Leuten zu haben, mit denen man vorher noch nie etwas zu tun hatte oder die man erst vor ein paar Minuten kennengelernt hat. Eben solche Sachen passieren auf Messen und trotz der doch sehr großen Menge an Menschen ergibt dies eine Atmosphäre, aus der man so schnell eigentlich nicht wieder raus möchte. Und nicht nur die normalen oder vielleicht auch Fachbesucher sind teil eben dieses Erlebnisses: Die meisten Promoter waren auch ziemlich locker drauf und wenn man sich auf sie eingelassen hat, konnte man sich auch mit ihnen ein wenig unterhalten. Wesentlich spannender wurde es allerdings, wenn man sich mal zu einer der vielen Bühnen der Entwickler begeben und sich deren Shows betrachtete. Nicht nur bekam man ein paar Infos zu spielen und Trailer zu sehen, meistens hatte man auch die Möglichkeit selbst auf die Bühne zu kommen, ein paar Runden zu zocken und eventuell ein paar Preise abzustauben. All das fügt sich zu einer so wunderbaren Atmosphäre zusammen, dass man sie das eine Jahr, in dem man sie nicht hat tatsächlich ein wenig vermisst.

Top 3:
Indie Developer - Nicht nur die großen kümmern sich um die Spiele



Eigentlich gibt es, wenn es um die Verkaufszahlen der Vita geht, immer das eine Argument: Es gibt nunmal einfach keine tollen Spiele für das System, also verkauft sich der Handheld auch nicht. Ein paar sind sogar der Meinung, dass es einfach nicht diesen "einen" Kaufgrund gibt, der eine Blockbuster, der alles in die richtige Richtung leiten würde und damit alle zur Vita lockt. Manchmal sind es aber nicht nur eben diese Spiele, die die Leute an ein System heranzieht, sondern eben auch häufig Indie Entwickler, wie auch die diesjährige gamescom bewiesen. Unter Anderem gab es darunter auch die Entwickler von Thumbs Up, Boss Baddie und Nifflas' Games, von denen jeweils ein Titel in naher Zukunft auf der Playstation Vita spielbar sein wird. Und genau so etwas ist eben auch für ein System wichtig, wenn es einmal ganz groß rauskommen will: Ein großes und umfangreiches Spiele-Portfolio. Dort reicht nicht nur der ein oder andere Blockbuster, wie sie manche immernoch so gerne nenne, sondern da müssen auch mal kleinere Games für Zwischendurch einspringen. Deshalb ist es wirklich schön zu hören, dass sich eben auch diese kleinen, kreative Köpfe daran machen ein wenig der Vita auf die Sprünge zu helfen. In unserem Interview hat sich ja auch gezeigt, dass die ganz gut drauf sind und man mit ein wenig Liebe definitiv spaßige Spiele veröffentlichen kann - selbst wenn man anfangs nur alleine ist.

Top 4:
Haus der Computerspiele - Und damit meinen wir nicht die Messe-Hallen selbst



Wer sich auf der vergangenen Messe wirklich mal die Zeit genommen hat die diversen Hallen abzulaufen, hat fernab der Stände von Sony, Konami, Ubisoft und wie sie alle heißen, vielleicht auch einen ganz besonderen Stand entdeckt. Hierbei handelte es sich um den Stand des Haus der Computerspiele, einer Institution, welche sich der Beschaffung und Restaurierung alter Videospiel-Systeme verschrieben hat. Dementsprechend gab es dort einiges zu sehen - und sogar auch zum spielen. So waren dort in einer coolen Location diverse Sessel und alte Röhren-Fernseher aufgebaute, an welchen man diverse alte Konsolen anspielen konnte. Neben Klassikern wie dem Super Nintendo oder Sega Mega Drive, gab es dort auch Exoten wie ein Colleco-Vision, MSX oder diversen Atari-Konsolen. Aber auch viele alte Heimcomputer-Systeme wie zum Beispiel das gute alte C64 gab es zum dran herumspielen. Ein besonderes Schmankerl waren aber auch diverse alte Arcade-Spielautomaten, die (wie zu erwarten war) ständig von einer großen Spielerschar umringt war. Denn seien wir mal ehrlich - hier in Deutschland, hatten wir es mit den Spielhallen nicht immer einfach. Doch das war auch noch lange nicht alles, denn neben den vielen Systemen zum anspielen, wurden dort auch diverse Vitrienen aufgebaut, in welchen viele (mehr oder weniger) rare Spiele zu begutachten waren. Von kompletten Final Fantasy-Sammlungen, bis über skurille Handhelds waren hier diverse Raritäten aufgebaut, die man wohl sonst nie wieder zu Gesicht bekommen wird. Alles in allem eine wirklich schöne Aktion, die tatsächlich auch von vielen jüngeren Semestern besucht wurde. Im nächsten Jahr nur am besten weniger gut versteckt, damit auch mehr Spieler eine kleine Reise durch die Zeit machen können.

Das war's leider auch schon mit den ganzen Positiven Aspekten! Nun denn, folgen die Ausbesserungsfähigen Punkte:

No Go 1:
Die Verdreckung der Hallen - Nicht alle Videospieler bevorzugen das nicht wirklich geordnete Chaos!



Wir alle kennen den klassischen Stereotypen eines Videospielers: Wenig soziale Charakterzüge, am besten noch bei den Eltern wohnen und sich weder ums Aufräumen noch um sonst etwas Sorgen machen müssen. Wenn man den RTL-Berichten Glauben schenken darf, sieht die Realität vielleicht garnicht so weit davon entfernt aus. Zumindest, wenn man sich während der Messe mal die Hallen genau angesehen hat. Überall wurden Flaschen, Dosen, Flyer, Prospekte und alles was an Müll sonst so mit an Bord war, auf den Boden geworfen. Gerade die diversen weggeworfenen Flyer sorgten hier auf dem glatten Hallenboden für akute Rutschgefahr. Die Frage die hier im Raum steht ist klar: Muss das denn wirklich sein? Überall waren genug Mülleimer aufgebaut, und Reinigungspersonal mit Müllsäcken war ständig unterwegs. Und selbst wenn, muss man denn einfach alles auf den Boden werfen? Natürlich ist hier mit im Hinterkopf, dass natürlich einige tausend Besucher dort unterwegs waren, und dementsprechend der Müll letztendlich nicht vermeidbar ist. Dennoch kann hier mit ein wenig Eigeninitiative und Anstand jeder etwas dazu beitragen, dass die Hallen nicht so verdreckt sind wie in diesem Jahre. Reißt euch am Riehmen, Leute! Wir wollen doch keinen zu schlechten Eindruck machen, oder?

No Go 2:
Die Gamer-Sauna – Hohe Temperaturen



Zugegeben, selbst die beste Klimatisierung versagt bei der schieren Größe der Messe und den zahlreichen Besuchern, die an den ohnehin schon heißen Tagen die gamescom stürmten. Und es war tatsächlich an manchen Tagen in den Hallen ein wenig angenehmer als draußen. Das ändert allerdings nichts daran, dass die Hitze in den Hallen teils schwer erträglich war. Wer viel mobil war, kam damit leicht ins Schwitzen und die gebeutelten Warteschlangen-Besetzer durften das natürlich ausbaden. Das Ergebnis: Ein kleiner Sauna-Effekt. Wie gesagt, es sind zumindest Fortschritte im Vergleich zu den Vorjahren bemerkbar. Aber wirklich angenehm wird die Tour durch die Hallen auch wieder nicht.

No Go 3:
gamescom mit Game Cubes – Das generelle Design der Stände



So sehr wir das kuschelige Sony-Eckchen mit Lob überschütten wollen, war der Stand doch eher die Ausnahmeerscheinung in Köln. Wie auch im Vorjahr geht der Trend zum Würfel hin – und damit sprechen wir nicht von der Nintendo-Heimkonsole! EA versteckte Medal of Honor: Warfighter in einem riesigen Kubus, der Stand von Koch Media, Square Enix und Konsorten bestand ebenso aus rechteckigen Konstrukten, deren Innerstes ein paar Demo-Stationen behebergte und Activision schoss mit dem gigantischen Call of Duty: Black Ops 2-Stand den Vogel ab. Da nimmt der Publisher gut und gerne ein Fünftel der Halle in Beschlag, nur um dort einen riesigen, zweiteiligen Würfel zu parten, der vielleicht irgendwo tief drin ein paar Anspielgeräte bot. Wir schätzen jedoch, dass sich drinnen eine noch viel längere Warteschlange befand, die sich um eine einsame Demo-Version des Spiels schlängelte. So hinterlässt man keinen bleibenden Eindruck beim Publikum. Und wo wir schon mal bei dem Thema sind...

No Go 4:
Bitte Warten – Die ewig langen Wartezeiten



Nicht jeder besucht eine Messe wie die gamescom über mehrere Tage. Viele Leute haben nur einen Tag zur Verfügung, den vielleicht am Wochenende und dann möchte man natürlich auch einiges sehen. Vielleicht auch den ein oder anderen Blockbuster. In diesem Fall musste man aber auch in diesem Jahr wieder reichlich umplanen, denn wenn sich nebst der Würfelkonstrukte eines beim gamescom-Erlebnis gehalten hat, dann sind es die schier endlosen Warteschlangen mit noch absurder klingenden Wartezeiten. Zuerst lächelten wir noch müde, als wir an Ubisoft vorbeigingen und bei Assassin's Creed 3 ein Schild mit der Aufschrift „Ab hier ca. 300 Minuten Wartezeit“ erblickten. Dies wandelte sich aber bereits am Folgetag in Entsetzen um, als früh am Morgen der selbe Stand mit einem Schild für 8 ½ Stunden Wartezeit ausgestattet wurde. Auch anderorts durfte man seine Standhaftigkeit unter Beweis stellen, vor allem bei Activision Blizzard mit Call of Duty: Black Ops 2 und StarCraft 2: Heart of the Swarm. Muss sowas wirklich sein? Da nimmt man eine Tagesfahrt nach Köln in Kauf, nur um den halben (oder ganzen) Tag für ein einziges Spiel in einer Warteschlange zu stehen. Da muss es eine bessere Lösung geben – etwa kürzere, knackigere Demos, die man angenehm auf dem Showfloor spielen kann. Oder zumindest gute Rahmenunterhaltung für die Wartenden. Bei Sonys 18er-Bereich durfte man immerhin PlayStation All-Stars Battle Royale zocken, während man anstand. So jedoch wird aus dem Messespaß eher die Messehölle.

No Go 5:
Bühnenshows auf den Gängen – Mangelhafte Planung bei den Ständen



Okay, die Leute können nicht durch großartiges Stand-Design angezogen werden und die Warteschlangen sind auch voll. Was tun? Ganz einfach: Man sorgt für ein interessantes Bühnenprogramm mit kleinen Präsentationen, Trailern und natürlich Goodies. Was dabei aber gerne vergessen wurde: Irgendwo müssen die ganzen Leute auch stehen. So hatten wir in diesem Jahr zwar merkbar breitere Gänge zwischen den Ständen, doch die halfen auch wenig, wenn ein großer Mob zum Beispiel an der Borderlands 2-Bühne parkt und damit jegliches Vorankommen unmöglich macht. Wer dran vorbei möchte, muss gewaltige Umwege in Kauf nehmen und das könnte man mit besserer Planung vermeiden. Etwa indem man etwas von seinem riesigen Würfel-Stand wegnimmt und diese Plätze dem Bühnenpublikum gönnt. Die großen Publisher hingegen könnten sich auch (wieder mal und wir merken auch, dass es alt wird) ein Beispiel an Sony nehmen. Der Trupp hatte nämlich die Bühne im Zentrum des eigenen Standes untergebracht, wodurch sämtliche Attraktionen drumherum weiterhin gut erreichbar waren und die Gangverstopfung minimiert wurde. Und wenn aus der besseren Planung nichts wird, wünschen wir uns für die nächste gamescom zumindest ein angemessenes Navigationsgerät mit Stauwarner...




Gehe zu Seite:
Vorherige Seite | Nächste Seite

Kommentare verstecken

- Kommentare


- Noch keine Kommentare vorhanden -

Um Kommentare zu schreiben, bitte oben einloggen oder jetzt Registrieren!