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Kolumne: Part 1: Ein Nachmittag online mit der PSVita

Hans Weiler, am 25.03.2013, Seite 1 von 1

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Ist das nicht großartig? Früher musste man, wenn man denn mit anderen Menschen Videospiele spielen wollte, noch groß angelegte Zocker-Abende mit Freunden planen, am besten die Location (Couch + TV, Anm. d. Red.) stellen und sich nach der Aktion auch noch ums aufräumen kümmern. Spaßig ohne Frage, aber wer will denn schon jedes mal diesen ganzen Aufwand, wenn man eigentlich nur mal nicht alleine spielen will? Wie ich mir habe sagen lassen, gibt es heutzutage allerdings auch andere Wege, die wohl in irgendeiner Art und Weise mit diesem neumodischen Internet zu tun haben. Anscheinend sogar mit meiner schmucken kleinen PSVita – dabei gibt es für diese doch gar kein Link-Kabel! „Das musst du dir mal ansehen!“. Gesagt, getan – also einen Stapel Spiele geschnappt, mit genug Energy-Drinks bewaffnet und ab in die Welt der Online-Spiele der PSVita eingetaucht. Und das alles nur, um euch mal einen kleinen Überblick darüber zu verschaffen, wie gut besucht die Online-Spiele der Vita eigentlich so sind und noch viel wichtiger - ob sich ein Besuch für einen selbst überhaupt auch lohnt. Doch da es alleine immer nur halb so lustig ist, lasse ich euch an meiner kleinen Reise durch die Mehrspieler-Titel der PSVita teil haben.

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14:00 Uhr – Die Reise startet: Dungeon Hunter Alliance
Meine kleine Reise startet, unschuldig genug, mit einem der ursprünglichen Launch-Titel der PSVita: Dungeon Hunter Alliance. Versprochen wird hier zünftiges Monster-Schnetzeln in alter Diablo-Manier, und das sogar online mit bis zu drei weiteren Spielern. Also das Spiel gestartet und gleich mal einen Blick in die Online-Lobbys geworfen – puh, ganz schön wenig los hier. Aber gut, der Titel zählte nie zu den großen Verkaufsschlagern und ist nun auch schon über ein Jahr alt. Dennoch findet sich nach kurzer Wartezeit, in der ich beginne mich alleine durch einen von Wölfen und Banditen verseuchten Wald zu kämpfen, eine fähige Truppe von drei weiteren Spielern. Aufgestellt sind wir hier, ganz Rollenspiel-untypisch, mit mir als stumpfen Krieger, zwei Magiern und einem Jäger. Während ich also in der ersten Reihe stehe und regelmäßig von ganzen Gegnerhorden zusammengedrescht werde, werfen die beiden Magier hinter mir nur so mit ihren Zaubern um sich, während unser Jäger aus der Ferne mit seinem Bogen für Unheil sorgt. Die Kommunikation findet hier über Text-Eingaben via Bildschirmtastatur selbst statt – unkompliziert und praktisch. Einer der Mitspieler scheint allerdings Franzose zu sein und kein Englisch zu verstehen, zum Glück gibt es aber vom Spiel vorgefertigte Textphrasen die automatisch übersetzt werden. Tatsächlich hält sich meine Party auch recht lange zusammen, bis sich schließlich erste Ermüdungserscheinungen bei mir breit machen: Immer nur die selben Monsterhorden durch simples Hämmern auf die X-Taste zu verprügeln, stellt sicherlich nicht den Höhepunkt unserer Videospiel-Kultur dar. Da noch viele Spiele auf mich warten verabschiede ich mich freundlich von den anderen Spielern – mit einigen werden sogar noch PSN-IDs ausgetauscht für weitere Spielrunden, und ab geht es zum nächsten Titel!

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14:45 Uhr – Das Abenteuer kommt in Fahrt: Need for Speed: Most Wanted
Der erste Energy-Drink muss herhalten, schließlich will man am Steuer ja nicht in den gefährlichen Sekundenschlaf verfallen und dadurch ein sicher geglaubtes Rennen in den Sand setzen. Denn nun kommen wir vom Monster-Verprügeln, zum guten alten Auto-Rennen mit Need for Speed: Most Wanted. Also den Online-Modus gestartet und schon beim Wetteifern mit den anderen Spielern fällt mir mal wieder eines auf: Ich bin in Online-Rennspielen ein notorischer Versager. Offline rase ich wie ein junger Gott über den Asphalt und lasse jeden Konkurrenten hinter mir, doch sobald menschliche Fahrer im Rennen sind, zieht mich jede Leitplanke und jeder unbeteiligte Verkehrsteilnehmer magisch an. Zufall? Bestimmt. Nachdem ich es dann doch irgendwie schaffe als letzter am Zielpunkt und somit dem Anfang des ersten Rennens anzukommen, geht es auch gleich schon los: Unser erstes Renn-Event ist ein klassisches Checkpoint-Rennen, in welchem meine Kontrahenten und ich diverse Checkpoints in einer vorgegebenen Reihenfolge abfahren müssen. Glücklicherweise starten die anderen Fahrer erstmal alle in die falsche Richtung, so dass ich mir direkt einen guten Vorsprung herausfahren kann – doch wie es das Schicksal will, brettere ich schon kurz nach dem zweiten Checkpoint nahezu ungebremst in eine Wand und kämpfe erstmal damit, mein Auto wieder unter Kontrolle zu bringen. Zeit genug für die anderen mich einzuholen, überholen und gnadenlos zurückzulassen. Runde Nummer 1: Versagt. In dem zweiten Event, einem klassischen Rundkurs, läuft es für mich allerdings besser – die anderen Fahrer machen genauso viele Fehler wie ich und wir liefern uns ein heißes Kopf an Kopf-Rennen. Unglaublicherweise schaffe ich es sogar mich hier auf den 2. Platz zu rammen, indem ich kurz vor Ende einen meiner Kontrahenten von der Strecke schiebe. Falls du das hier liest, Fahrer des grünen Lamborghinis – so böse war das garnicht gemeint! Die restlichen drei Events laufen ähnlich ab, bis auf einen der anderen Fahrer, der uns konsequent stehen lässt, sind die anderen Spieler genauso schlecht wie ich und machen die selben dummen Fehler, wir rammen uns gegenseitig von der Strecke und schenken uns keinen Millimeter Vorsprung während wir in einem Mordstempo durch die Stadt rasen. Letztendlich gehe ich als Drittplatzierter aus unserer Session hervor, fühle mich aber dennoch von der Geschwindigkeit und der Spannung hochgepusht genug, dass ich mich trotzdem als klarer Sieger der Herzen sehe. Notiz an mich selbst: Störfaktoren wie das klingelnde Handy oder die blinkenden Messenger-Icons am PC das nächste mal ignorieren. Auf der Straße ist kein Platz für Ablenkung!

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16:00 Uhr – Durchgeladen: Call of Duty: Black Ops Declassified & Resistance Burning Skies
Ohje. Oh Herr, steh mir bei. Zwei Namen, die das Blut von einigen Vita-Spielern allein aufgrund der dreisten Existenz dieser Spiele zum Kochen bringen. Aber ein wenig Genre-Abwechslung muss dennoch geboten werden. Also schnell einen Schokoriegel als erste Wegzehrung eliminieren und das Spielekärtchen mit der Aufschrift Resistance Burning Skies in die Vita geschoben. Das Spiel startet und nach gefühlten 10 Stunden Ladezeit bis ich in einer vollbesetzten Lobby bin, werde ich auch sogleich ins Gefecht geworfen. Also schnell die Waffe der Begierde ausgewählt, gespawnt, ab um die erste Ecke – und schon werde ich von hinten mit einer Schrotflinte erschossen, ohne dass ich meinen Henker auch nur einmal gesehen oder mich auch nur mehr als drei Schritte bewegt habe. Die einen von euch werden nun sagen „Das gehört zum Online-Spielen halt dazu“, ich sage dazu nur „I’M NOT HAVING A GOOD TIME HERE!“. Soviel dazu, mir reichts!

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16:15 Uhr – Entspannung: Die wundersame Reise des kleinen Pinguins
… gut, so leicht komme ich wohl nicht davon. Ich bleibe also bei Resistance Burning Skies, nur um mehr mit langen Wartezeiten auf Spieler und Verbindungsproblemen ebendieser zu kämpfen, als tatsächlich die Waffen auf meine Kontrahenten zu richten. Aber immerhin war Resistance quasi nur ein Versuch einen Ego-Shooter auf der Vita darzustellen und so spaßig es anfangs auch war, die meisten Spieler sind mittlerweile sicherlich auf die neueren Titel übergegangen und nicht auf den Lückenfüller des Sommers 2012 stecken geblieben. Hoffnungsvoll starte ich also Call of Duty: Black Ops Declassified, welches immerhin von den selben Entwicklern stammt, die auch die Schießbude aus dem Boden gestampft haben in der ich mich gerade noch befand. Der erste positive Eindruck: Die Ladezeiten sind zwar immernoch zu lang, aber deutlich angenehmer als noch im quasi-„Vorgänger“; Spieler werden schneller gefunden und scheinen einfacher in einem laufenden Match nachzurücken. Überraschenderweise schaffe ich es sogar mehr als nur vier Schritte zu gehen, bevor ich dann doch noch von einem Gegner erschossen werde, den ich niemals gesehen habe. Aber nach einem kurzen Biss in den nächsten Schokoriegel um Energie zu tanken, raffe ich mich auf und erledige endlich auch mal einen Spieler. Und noch einen. Und noch einen. Und, wer hätte das gedacht, noch einen! Das Match läuft flüssig ab und nachdem ich genug Runden gelaufen bin um mich auf der Map auszukennen, stelle ich anderen Spielern gezielt Fallen, halte meine Positionen und werde immernoch regelmäßig heimtückisch und ohne Gegenwehr von hinten erschossen. Die anderen Spieler scheinen hier alle auf ähnlichem Niveau zu sein wie ich, da die Punktestände alle relativ nah beieinander liegen. Das ganze geht dann über vier Runden über vier verschiedene Maps, der Adrenalin-Pegel bleibt auf einem Hoch und selbst wenn das Spielgefühl bei weitem noch nicht an die Shooter der großen Konsolen herankommt, hat man dennoch das Gefühl, ein ähnliches Spielerlebnis zu erhalten.

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17:30 Uhr – Entspannung²: Everybody’s Golf
Nach der ganzen Aufregung muss nun erstmal etwas Entspannung her. Was wäre da besser, als der Entspannungssport überhaupt: Golf? Also schnell Everybody’s Golf eingeworfen, vorsichtig die Packung Chips geöffnet die nach mir ruft und auf den Golfkurs abgetaucht. Zumindest nachdem ich erstmal mit den anderen Spielern in der Online-Lobby in Form unserer Online-Avatare durch die Gegend tolle und wir Emotes auf anzügliche Art und Weise austauschen. *räusper* Nach kurzer Wartezeit, zumindest so lange bis die nächste Tour startet, geht es dann aber auch schon direkt auf das Grün selbst. Und was soll man hier groß sagen, Everybody’s Golf ist bereits ein großartiges Golf-Spiel wenn man es alleine spielt und ein noch viel großartigeres, wenn man es mit anderen Spielern zusammen genießt. Anscheinend habe ich aber einige echte Profis erwischt, denn unglaublicherweise spielen gleich zwei meiner Konkurrenten eine perfekte Partie, während ich es gerade so schaffe meinen Score auf Null zu halten. Kommunikation selbst findet hier mit meinen Gegenspielern keine statt, dennoch hält der sportliche Kampfgeist meine Motivation bei der Stange. Doch nach bereits einigen Stunden vor der Daddelkiste, braucht mein Gemüt wieder etwas mehr Aufregung. Ich brauche Geschwindigkeit! Explosionen! Raumgleiter! Schweren Herzens verabschiede ich mich also nach gespielter Partie in der Lobby von den anderen und nachdem noch einige Emotes (*räusper*) ausgetauscht werden, widme ich mich dem nächsten Spiel.

Und das war es auch schon für den ersten Part meines kleinen Reisetagebuches! Den restlichen Spieltag werdet ihr auch bereits in naher Zukunft hier vorfinden können. Bis dahin aber - wie gefällt euch der kleine Tripp? Was glaubt ihr welche Spiele noch auf meiner Liste standen? Habt ihr bereits ähnliche Online-Erfahrungen mit eurer PSVita gemacht? Und die wichtigste Frage von allen: Welchen der Pinguine findet ihr am bedrohlichsten? Meine Favoriten sind die zwei in der unteren rechten Ecke. Lasst es mich doch einfach in den Kommentaren wissen!

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15 Kommentare

profil 968 comments
[25.03.2013 - 17:29 Uhr]
One
Wenn Wipeout nicht im nächsten Teil vorhanden ist, dann ist dir nicht mehr zu helfen :P So schlecht Unit 13 auch war, online kann man das auch ganz nett zocken ^^ Ich bin auf die anderen Spiele gespannt :) Der Bericht liest sich echt gut ^^ Immer mal interessant "Kollegen" bei der Arbeit auf die eher einvernehmlichen Wörter zu schauen, wenn man das so nennen kann :)

PS: Sehr witzig zu lesen, dass du für CoD UND Resistance nur 15 Minuten eingeplant hattest xD Göttlich :D Ich hab echt gelacht, mehr Zeit sind die Titel auch wirklich nicht wert ;)
profil 350 comments
[25.03.2013 - 18:00 Uhr]
seb_94:
Die Eloquenz des Autors ist für die heutige Zeit bemerkenswert! Meinen Glückwunsch zu diesem gelungenen Artikel, es war interessant, deinen in geschriebener Form festgehaltenen Erfahrungen zu folgen.
profil 593 comments
[25.03.2013 - 18:09 Uhr]
Ailtin Altin Bujupaj
Kann mich den Vorrednern und One anschliessen - super Artikel. Ich haette fuer Resistance und CoD aber nicht so "lange" gebraucht haha :D
profil 350 comments
[25.03.2013 - 18:17 Uhr]
seb_94:
"Den Vorrednern und One"...
Bin ich schizophren oder was? :D
profil 593 comments
[25.03.2013 - 18:31 Uhr]
Ailtin Altin Bujupaj
Ahh, sorry. Was ich versucht habe damit zu meinen, war unter anderem die Anmerkung davon, dass noch Wipeout mit reingehoeren sollte. Ich bin schon seit Sonntag irgendwie ein bisschen RemmiDemmi was die Rechtschreibung und die eigentliche Syntax meiner Kommentare angeht haha :D
profil 350 comments
[25.03.2013 - 18:35 Uhr]
seb_94:
Ist ja keine große Sache, manchmal geht die Sprache auch mit mir durch! Unglaublich ist das, da schreibe ich Worte, die ich noch nie in meinem Leben gebraucht hab, so unwürdig sind sie.
profil 593 comments
[25.03.2013 - 18:43 Uhr]
Ailtin Altin Bujupaj
Haha, das ergeht mir manchmal nicht anders. Ich schaffe es dann meist irgendwelche Begriffe zu nominalisieren und dann auch noch mit anderen direkt zu kombinieren. Eine echt verrueckte Sache, aber man kann fuer sowas die Sprache auch nur lieben :D
profil 852 comments
[25.03.2013 - 18:48 Uhr]
Fender Hans Weiler
Sprache ist ein tolles Ding.
profil 968 comments
[25.03.2013 - 18:55 Uhr]
One
Wenn ich das einmal so festhalten darf... die Deutsche Sprache ist ein Arschloch ;)
profil 593 comments
[25.03.2013 - 20:44 Uhr]
Ailtin Altin Bujupaj
Im Vergleich zu anderen ist Deutsch so ein Mittelding. Wenn ich mir da die Grammatik im polnischen oder russischen anschaue...Da wirds mir schwarz vor Augen :D
profil 968 comments
[25.03.2013 - 22:02 Uhr]
One
Deutsch ist hochoffiziell soweit ich weiß eine der schwersten Sprachen der Welt ^^ Nur Chinesisch und noch so zwei oder drei andere sind höher einzustufen ^^ Gabs mal in der Vergangenheit zig Berichte und Vergleiche zu :)
profil 852 comments
[25.03.2013 - 22:06 Uhr]
Fender Hans Weiler
Interessanter Themenverlauf der Kommentare übrigens ;)
profil 968 comments
[25.03.2013 - 23:39 Uhr]
One
Das kommt davon, wenn du son Bullshit wie CoD und Resistance anschleppst ^^ Darüber zu Reden macht einfach keinen Sinn, also nimmt man was anderes :D
profil 33 comments
[26.03.2013 - 08:35 Uhr]
Skycracker87:
Sehr guter Artikel, gefällt mir. Ja wie One schon sagt, Wipeout gehört auf jedem mit dazu, sowie Little Big Planet, das fand ich Online auch sehr gut. Sind aber auch die einzigen beiden Spiele die ich Online bisher gezockt habe :-)
profil 593 comments
[26.03.2013 - 13:31 Uhr]
Ailtin Altin Bujupaj
@ One: Einer der schwersten ganz sicherlich, aber die schwerste ? Mitnichten. Dieser Platz gebührt entweder dem Russischen oder dem Arabischen. Alleine wenn ich schon sehe wieviele Objekte es im Russisch geben kann, oder die Anzahl an Kasus die dort vorhanden sind. Während wir schon mit 4 protzen, haben die satte 6 Stück :D
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