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Kolumne: Die Redaktion stellt vor: unsere Geheimtipps

Altin Bujupaj, am 10.04.2013, Seite 1 von 1

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Man kennt dieses Gefühl sicherlich: Man schaut sich im Store um, sucht mal nach etwas neuem, etwas frischem…Etwas, was man noch nie zuvor gesehen hat – da stößt man wie in meinem Falle z.B. auf Ys Seven. Einen schnellen Blick auf Google und man staunt – die Reihe ist so alt Final Fantasy! Ich selbst habe es auf Youtube entdeckt. Auf einer Spieleseite sah ich ein Interview mit Tom Lipschultz, Sprecher von XSEED Games, welche das Spiel nach Amerika brachten. In diesem hat er viel zum Spiel erzählt, worum es geht, und was das Spiel auch so toll macht. Hergestellt wurde Ys von der Firma Falcom – welcher wir u.a. auch für Spielereihen wie Legend of Heroes danken können. Begeistert vom Video und daraufhin vom Spiel selbst, als ich es mir in den früheren Tagen für die PSP importierte, kann ich nur fragen: Wie kann man also noch nie was von Ys gehört haben? Ein Glück, dass wir ja hier in der Rubrik „Geheimtipps“ sind. Nehmt Platz, haltet euren Tee bereit und fest – Zeit für Ys Seven.

Großen Applaus für Weltenbummler und Frauenmagnet, Adol Christin !

Wie vorhin erwähnt, erschien der allererste Teil von Ys im Jahre 1987. Vorerst nur für den Japanischen Heimcomputer, ist der erste Teil bis dato nun auf mehr als 10 verschiedenen Konsolen erhältlich – unter anderem auch die PSP. Mit dem 7. Teil der Hauptreihe, feiert Ys Seven sein exklusives Debüt auf dem kleinen Handheld. In Ys taucht man in die Rolle von Adol Christin, welcher gerne die Welt bereist, nach Abenteuern sucht und nebenbei gerne auch die Welt rettet. Meist führt Adol selbst keinerlei Dialoge, ähnlich wie bei der Persona-Reihe. Interaktionen zwischen Charakteren werden neben Gestik nur durch Text erläutert: Auf Stimmen wurde in diesem Teil verzichtet. Begleitet wird Adol in Ys Seven von seinem treuen Freund und Muskelpaket Dogi. Mit einem Schiff segeln beide zum Kontinenten Altago, auf der Suche nach neuen Abenteuern. Dabei stolpern sie nicht nur versehentlich in den Kerker des Königs, sondern werden aufgrund ihres Rufes daraufhin auch um Hilfe gebeten. Seit neuerem scheint es in dem Kontinent unerklärte Erdbeben zu geben und wie man sich schon denken kann, steckt mehr dahinter als man sich vorstellen kann. Natürlich sind Adol und Dogi nicht alleine und werden im Verlauf des Spieles von vielen neuen Charakteren begleitet und unterstützt! Die Story an sich ist für mich nichts bahnbrechendes oder etwas was man noch nie erlebt hat. Hier wurde ich bei der Story nicht wirklich vom Hocker gehauen, jedoch war sie nicht so schlecht, dass man sich darüber beklagen könnte. Zumal werden die Charaktere und auch ihre Emotionen und Motive sehr gut beleuchtet. Es war schon so toll, dass ich nach einer Weile anfing eine große Zuneigung zu Adol und seinen Begleitern zu empfinden. Man fühlt sich in die Welt eingetaucht und will sie mit all den vielfältigen und begeisternden Charakteren einfach nicht mehr verlassen!

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Die Welt bereisen und nebenbei auch einen Cerberus in einem Kolosseum bezwingen? Yst doch kein Problem!

Und wie spielt sich Ys Seven so? Prima, würde ich sagen! In üblicher Action-Manier bereist man die Areale im Spiel und metzelt die Gegner mit seinem Schwert nieder, sammelt Erfahrung und auch neue Skills. Ist einem das Schwertschwingen zu langweilig? Kein Problem – per Tastendruck kann man zu einem anderen Charakter wechseln und beispielsweise mit Dogi die Gegner weichprügeln. An einigen Stellen ist dieses Wechseln außerdem vonnöten: Kämpft man gegen einen Boss mit einer harten Haut, hilft Adols Schwert wenig. Knackt man diese erstmal mit Dogi’s Faustschlägen bunt, kann man weiterschnitzeln. Das Gameplay ist sehr schlicht und dennoch spaßig gehalten – hier macht das Kämpfen außerordentlich Spaß und die Vielfalt von Skills und verschiedenen Angriffstypen lassen sich sehen! Was mich auch erfreute war vor allem, dass man anders als bei den Vorgängern, nun jeden Charakter steuern konnte – vorher konnte man nur Adol spielen. Nun kann man in einer Party von 3 Charakteren das Reich von Altago bereisen. In Ys Seven stehen im Verlauf des Spieles mehr als 6 Charaktere zur Verfügung. Jeder hat seine eigenen Skills und Movesets und dies sorgt dafür, dass das Spiel auch abwechslungreich ist. Wem das Spiel selbst zu leicht ist, kann seinen Mut im Hard- oder Nightmare-Mode auf die Probe stellen. Da hauen auch die Gegner ordentlich auf dem Putz und die Bosskämpfe sind gleich doppelt so spannend. Für mich persönlich ist das Spiel auf Normal/Hard sehr angenehm zu spielen und ich fühlte mich selten unterfordert oder unfair überfordert. Auch die Spiellänge kann sich sehen lassen: Die Hauptstory allein kann mit mehr als 20 Stunden nur stolz auf sich sein. Wem das nicht genug ist, kann natürlich Ausschau nach Nebenmissionen halten. Diese packen noch gut 10 Stunden obendrauf. Ich selbst habe für meinen ersten Anlauf gut 28 Stunden gebraucht, habe aber nicht alle Sidequests erledigt. Nichtsdestotrotz fühlte ich mich nach dem Spiel ungemein gesättigt. Mich persönlich hätte ein New Game+ wie man es beispielsweise von Persona oder der Atelier-Reihe kennt sehr gefreut, aber bei so einem tollen Spiel hat mich das im Nachhinein auch nicht mehr so stark gestört.

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Ys – kein Grafikwunder, aber ein musikalisches Spektakel!

Die Grafik von Ys Seven ist für ihre Zeit recht gut, aber nichts Bahnbrechendes. Vergleichsweise hat man für frühere Teile der Reihe meistens 2D-Sprites benutzt und sie in einer 3D-Umgebung bewegt. In Ys Seven ist nun alles 3D, was mich angenehm überrascht hat, da ich diese Art von Abwechslung nur willkommen heißen konnte! Besonders reizend sind für mich die Zeichnungen zu den Charakteren. Für PSP-Standards sind auch die Charaktermodelle passabel und die Umgebung ist vielfältig und sehr schick dargestellt. Mal bereist man ein Wiesenfeld, besucht eine dunkle Höhle, oder besucht ein Dorf in den Bergen - hier werden sehr viele verschiedene Umgebungen verwendet. Natürlich sieht das nicht so spektakulär aus wie in den God of War-Spielen, aber das braucht Ys Seven auch zum Glück nicht zu sein. Womit es nur förmlich strotzen kann ist die Musik. Man nehme 8-Bit Rollenspielmusik alá Final Fantasy und kombiniere dies mit Rockinstrumenten. Im eigentlichen Falle bekäme man The Black Mages, oder in unserem Falle so ziemlich jedes Spiel von Ys. Die Musik rockt einfach nur! Bosskämpfe sind mit solch einer Musik schon fast ein Erlebnis für sich und können in vielen Fällen Euphorieausbrüche hervorbringen. Für ein volles Erlebnis kommt man hierbei natürlich nicht an Kopfhörern vorbei. Wer sich ein Bild von diesem Spektakel machen will und dabei nicht gerade meinen mp3-Player in der Hand hält, kann sich das Video unten anschauen.

Ist Ys Seven also empfehlenswert? Wenn man gute Spiele bis aufs Blut nicht leiden kann, und keinerlei Gefallen an 8-Bit Rockmusik findet, dann höchstwahrscheinlich nicht. Ansonsten ist das Spiel schon fast Kaufpflicht, wenn nicht für die geniale Musik allein. Mit 9,99 Euronen kann man hier wirklich kaum was falsch machen. Das Spiel ist lang, die Musik ist brillant, die Story ist zwar simpel, aber gut erzählt und die Charaktere sind auch sehr sympathisch. Wem das nicht ausreicht, der kann sich auch Ys: Oath in Felghana und Ys: I & II Chronicles anschauen. Ich selbst kann die Reihe nicht stark genug lieben und kann es kaum erwarten, den bald kommenden Ys IV: Foliage Ocean in Celceta für die Vita spielen zu können! Für mich persönlich ist Ys einfach nur eine der besten Reihen die man erleben kann und ich kann jedes der Spiele nur wärmstens ans Herz legen – hier macht man wirklich wenig falsch!

Will ab heute jeden metergroßen Boss mit Rockmusik besiegen - Altin B. für PlanetVITA.de



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4 Kommentare

profil 499 comments
[11.04.2013 - 11:12 Uhr]
ZeeO:
Ys Seven war mein erstes PSP Spiel, welches ich aus dem PSN für die Vita gezogen habe. Hatte sehr viel Spaß damit, das Kampfsystem war simple, aber unterhaltsam. Story war auch ok, wenn auch etwas flach, aber womit ihr absolut Recht habt: Die Musik war ziemlich cool und hat keine einzige Sekunde genervt ^^ Wer simple Action- Rollenspiele mag, der macht hier echt nix verkehrt.
profil 593 comments
[11.04.2013 - 14:29 Uhr]
Ailtin Altin Bujupaj
Es war so ziemlich das allererste PSP-Spiel was ich mir aus Amerika importiert habe. Mitsamt der Special Edition, was einen Artbook und die halbwegs vollständige OST auch beinhaltet hat :)
Ich hoffe, dass XSEED das gleiche mit Ys IV tun wird. Ich freu mich schon wie verrückt drauf :D
profil 440 comments
[13.04.2013 - 22:39 Uhr]
yui-chan:
Danke für den Tipp, wird natürlich für PSP gekauft.
profil 593 comments
[14.04.2013 - 04:10 Uhr]
Ailtin Altin Bujupaj
Jeden Tag, eine gute Tat ;)
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