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Kolumne: Die besten Indiegames auf PSVita

PlanetVita-Redaktion, am 21.07.2013, Seite 2 von 3

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Guacamelee!

Wer ein Spiel sucht, mit dem man nur so von Testosteron zugedröhnt wird, kann sich bei Guacamelee! garantiert reichlich bedienen. Dieser Metroidvania-Titel von den Machern Drinkbox Studios kann schnell von sich überzeugen. Sei es nun der Humor, die flotte Action oder die gigantischen Karten, in denen es wirklich viel zu entdecken gibt. Von diesen Punkten sticht aber vor Allem der Humor stark hervor. Hier und dort wird man von Anekdoten der Internets bombadiert (ich möchte hier nur mal auf die "Casa Crashers" oder den "Pedrobear" hinweisen). Dazu noch die ulkige Version des Combo-Hühnchens, dass einen ein wenig in das schnell zu erlernende, aber wirklich spaßige Kampfsystem einführt. So erlernt man wirklich schnell seine Gegner wie eine leblose Piñata durch die Gegend zu schleudern und kann dabei durch die zahlreichen Spezialfähigkeiten auch reichlich Variation mit einbringen. Wenn man aber nicht gerade damit Spaß hat die anderen Kreaturen der Welt zu vermöbeln, hängt man vermutlich an einer der meist recht anspruchsvollen, aber immer fairen Sprungpassagen. Hier wird nämlich, besonders wenn es um ein Extra geht das nicht von der Story vorgesehen ist, so stark gefordert, dass man schon mal gute 30 Minuten an einem Ort festhängt und sich dennoch am Ende sagt: "Na komm! Einmal versuche ich das noch! Und noch einmal! Und wenn ich es dann nicht schaffe, noch einmal!" Durch solche Eigenheiten und den immensen Spaßfaktor hat es Guacamelee! auf jeden Fall verdient, als eines unserer Top Indie-Spiele erwähnt zu werden.

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Knytt Underground

Knytt Underground erzählt die Geschichte eines stummen Mädchens. Wie sich so mancher vorstellen kann, gefällt ihr ihre Sprachlosigkeit das nicht wirklich und daher ist sie auf der Suche nach Heilung. Es wird gemunkelt, dass der Feenquell Krankheiten und Leiden aller Art heilen kann. Alles was dafür benötigt wird ist eine Münze, die man hineinwerfen muss. Bereits nach kurzer Zeit muss die Protagonisten Mi feststellen, dass es sich hierbei nur um eine Lüge handelt. Jedoch bekommt sie die gute Fee Dora und die böse Cilia als Begleiter von den Feen mit. Während des Rückwegs gibt es eine große Explosion und die sechs Glocken des Schicksals müssen geläutet werden, um den Niedergang der Welt abzuwenden. Die Welt, oder besser gesagt die Höhle ist riesig, laut Sony gibt es bis zu 1800 Räume zu erkunden. Obwohl Wände in einfachem Schwarz gehalten sind, ist der restliche Hintergrund wunderbar designed und bietet viel Abwechslung zur sonst so kargen Spielwelt. Auf der Suche nach den Glocken stellen sich dem Trupp nicht nur Gegner in den Weg. Es gibt auch einige Questgeber und da Mi nicht sprechen kann, kommen hier die Feen ins Spiel - sie übernehmen das Reden. Falls ihr zu den Leuten nett sein wollt lasst ihr Dora sprechen, denn sie ist immer höflich und lieb. Falls ihr es lieber auf die grimmige Art wollt, müsst ihr Cilia ans Ruder lassen. Wen auch immer ihr wählt, die Gespräche sind meist recht unterhaltsam. An manchen Stellen trifft man auch auf kleine Power-Ups, die euch einen Senkrechtstart ohnegleichen erlauben oder das Abschießen eines der bösen Robotergegner. Der Preis von 13 Euro mag für ein Indiegame zwar vergleichsweise hoch sein aber es lohnt sich dennoch - besonders für verrückte Sammler und Erkunder wird hier einiges geboten.

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Men's Room Mayhem

Manchmal braucht es nichts weiter als eine sehr verrückte Idee, um den Grundstein für ein wunderbares und natürlich der Idee entsprechend abgedrehtes Spiel zu schaffen. Was wäre wenn wir einen Klempner spielen, der eine Prinzessin wieder und wieder von einer Eidechse befreit? Oder eine Hexe, die mit Hilfe ihrer Haare, die gleichzeitig ihre Kleidung bildet, Engel verkloppt und dabei einen guten Spruch nach den Anderen über ihre Lippen gleiten lässt? Doch es geht auch einfacher: Wie wäre es wohl, wenn wir die Aufgabe des Hausmeisters im Männerklo übernehmen? Und genau da setzt Men's Room Mayhem an, das noch gar nicht so lange für den Handheld erhältlich ist. Am Anfang wird man hier noch sehr leicht eingeführt, muss nur so ein paar "Gäste" zu ihren Bestimmungsorten bringen an denen sie ihr Schicksal erfüllen können (i.e.: sie pinkeln), doch Welle nach Welle werden hier die Organisationsfähigkeiten schnell von einem abverlangt. Sollte dieser Kerl sich nicht lieber die Hände waschen? Lasse ich noch ein Pissoir frei, damit ich weitere Bonuspunkte erhalte oder schicke ich die Typen so schnell wie möglich raus hier, um endlich mal wieder ein wenig Platz zum Denken zu bekommen? Alles Fragen, die in den späteren Wellen in sekundenschnelle entschieden werden müssen. Aber das ist nicht der einzige Punkt, an dem die Herausforderung einsetzt: Andere Levels haben auch immer wieder eintretende, spezielle Charaktere, die die gesamte Sache noch ein wenig komplizierter machen. Doch die Lernkurve ist gut angesetzt und die Motivation, gepaart mit einer guten Dosis eigenem Ehrgeiz um die Highscores online für sich zu gewinnen, machen auch einen recht kleinen Titel wie diesen zu einem wirklich sehenswerten Indiespiel.

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Velocity Ultra

Die Entwickler von Velocity Ultra haben wirklich ihre Hausaufgaben gemacht! Da bekommt man auf der einen Seite ein klassisches Shoot 'em Up, das durch eine hervorragende Spielbarkeit und seinen genretypischen Anspruch besticht, auf der anderen Seite eine Warpmechanik, die etwas frischen Wind in die schon ein wenig angestaubte Spielegattung bringt. Das alles gepaart mit dem Humor der Entwickler ergibt einen rundum gelungenen Indie-Titel, den man sich anschauen sollte! Ich sage nur: „Don’t fiddle with the memory card when the game is trying to save and load. That’s just silly.“ Ebenso sehen die Comic-Bildchen mit denen die Story vorangetrieben wird sehr stylisch aus. Ansonsten ist die Optik natürlich recht simpel gehalten, hinterlässt aber einen recht guten Gesamteindruck. Alles in allem sollten sich Shooter-Fans Velocity Ultra nicht entgehen lassen, denn der Punkt der bei einem Spiel am meisten zählt, ist absolut gegeben: Es macht verdammt viel Spaß!

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Kung-Fu Rabbit

PC-Spieler kennen dies schon zu Genüge: Bockschwere Jump'n Runs, die es mit ihrem Schwierigkeitsgrad schaffen die eigenen Nerven dermaßen zu strapazieren und dennoch zur Genüge motivieren, dass man es einfach nicht lassen kann, wieder und wieder und wieder und wieder... zu sterben. Wer aber gerne mal etwas sanfter an sowas herangeführt wird, findet mit Kung-Fu Rabbit auf der Vita überraschender Weise einen sehr guten Ersatz. Die kunterbunten Level fangen nämlich unheimlich leicht an, sodass man sich schnell an alles gewöhnen kann und einen guten Überblick über die eigenen Fähigkeiten und die der Hindernisse bekommt. Gegen Ende und auch in den Bonus-Levels wird dann allerdings das gesamte Können gefragt, wenn man nicht gerade vor hat unendlich Karotten zu Farmen um diese Hindernisse unschädlich zu machen – das wäre auch verdammt langweilig. Was wir euch aber sogar in unserem Test vorenthalten haben, war die Existenz des Hardcore-Schwierigkeitsgrades. Hier werden die gesamten Levels wiederholt, allerdings auf einem Niveau, das man von anderen Indie-Tötungsorgien (und damit sind die eigenen Tode gemeint) wie Super Meat Boy kennt. Knuffig? Definitiv. Einfache Steuerung? Ebenfalls vorhanden. Bockschwere Level? Oh Gott, ja. Ein Muss, wenn man auf Indie-Titel steht und sich nicht so leicht frusten lässt? Unsere Antwort ist auch hier ein ganz klares "Ja"!

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Limbo

Dieses Spiel ist schon etwas Besonderes. Es verströmt Melancholie, ist unheimlich atmosphärisch, bietet mörderische Fallen und kommt irgendwie geheimnisvoll daher. Die Rede ist natürlich von Limbo, das wir hier nur der Vollständigkeit halber kurz besprechen wollen. Schließlich gibt es das Spiel schon seit einer Weile auf anderen Plattformen und es ist erst seit Kurzem für die PSVita erhältlich. Gerade die Optik trägt ganz wesentlich zum Charme von Limbo bei - es kommt nämlich in typischem Film Noir-Stil daher, bei dem Dunkelheit, Nebel und Schatten zur beklemmenden Atmosphäre beitragen. Aber diese tödliche Stimmung ist nicht nur Augenwischerei, denn das Gameplay trägt ihr Übriges dazu bei. Ihr werdet sterben! Und nicht nur einmal! Aber lasst euch Eines gesagt sein: Ihr werdet es gerne tun, denn dieses einzigartige Stück Software aus dem Hause Playdead sollte man als Gamer, der etwas auf sich hält, gezockt haben.

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