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Spielname:
Ys: Memories of Celceta

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Falcom

Developer:
Falcom

Genre:
Rollenspiel

Release:
21.02.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Review: Ys: Memories of Celceta

Altin Bujupaj, 20.02.2014

9810°

11

Test mögen: Weitersagen:

Es kommt mir wie gestern vor, als ich meine Ode an Ys: Seven schrieb. Kaum blicke ich auf meinen Kalender und ich merke: "Hey, es "Ys"t wieder soweit!" Dabei hätte ich sogar Gründe, mich weniger darauf zu freuen: Dogi ist nicht im Spiel, es gibt nun Quests zu bewältigen und dann gibt es da noch das Storyelement, welches den Namen Amnesie hat. Aber wieso das Spiel trotz dieser etwas unglücklichen Vorzeichen eine Kaufempfehlung ist, erfahren wir weiter unten!

Adol Christin – Weltenbummler ohne Erinnerung?
Wie schon oben erwähnt, spielt in Ys: Memories of Celceta der Begriff "Erinnerung" eine große Rolle. Allein Amnesie steht in der Welt von Videospielen und Anime synonym mit einer "stinknormalen" Erkältung! Der Spieler steht anfangs so planlos da, wie Adol selbst. Im Reich Celceta findet sich der halbtote Adol in einer Gaststätte wieder und wird vom noch mysteriösen Gefährten Duren in die Welt eingeführt. Das erste Ziel, welches dem Spieler abverlangt wird, ist das erkunden des Waldes um Celceta selbst. Klingt langweilig, aber natürlich springt für die beiden Abenteurer viel Geld raus. Auf der Reise trifft man auf weitere Gefährten und auch nach Adols verlorene Erinnerungen werden aufgedeckt. Hierbei muss man Falcom loben: Die Amnesie des Protagonisten wirkt keineswegs klischiert oder banal – sie trägt zur Story bei und füttert dabei zusätzlich Fans der Reihe mit Informationen vom rothaarigen Helden, bevor er zum Weltenbummler wurde. Somit wirkt die Story besser, doch ist es wie bei jedem Ys-Spiel: Die Charaktere selbst sind das Sahnehäubchen auf dem Spielekuchen!

"Never change a working formula, unless you make it better!"
Ehe ich über das Gameplay rede, sind noch weitere Neuerungen zu Ys zu vermelden: Der einst stumme Adol ist deutlich gesprächiger geworden. Generell verfügt der Spieler bei Dialogen über die Option zu sprechen, wie man es sich von Adol denken könnte, oder der Mann antwortet in vielen Momenten sogar zynisch bzw. sehr ironisch. Auswirkungen auf das Spiel hat dies jedoch nicht. Des Weiteren gibt es als Neuerung nun ein Quest-System im Spiel. Zuerst schauderte es mir wie bei dem Begriff "Amnesie", doch kann ich auch hier beruhigt verkünden: Die Quests müssen nicht erfüllt werden um die Hauptstory voranzutreiben. Bei diesen Quests handelt es sich meistens um das Sammeln bestimmter Gegenstände oder das Besiegen von einer Anzahl an Gegnern. Es gab nur eine Ausnahme, in welcher man solo die Zeit mit einen Nebenquest verschwenden musste, bis Duren von einer Fragerunde mit seinen "Quellen" zurückkehrte. Zu guter Letzt wurde auch das Crafting-System überarbeitet. Der Spieler erstellt nicht nur Waffen, sondern kann diese auch mit Edelsteinen so verfeinern, sodass beispielsweise Statuseffekte wie Paralysation und Verbrennung hervortreten könnten. Womit wir nun auch zum…

Gameplay kä- was, schon so früh?!
...Gameplay kämen! Hier könnte ich eine ganze Hausarbeit über die Kampfmechanik und Bosskämpfe schreiben, doch mache ich es einfach und formuliere einen simplen Satz. Das Gameplay ist einfach super. Die Charaktere reagieren auf Tastendruck, die Angriffe verlaufen flüssig und die Gegner unterscheiden sich in Größe und Angriffsablauf. Hier sah Falcom das Potential in Ys: Seven und legte noch eine Schippe voll Features obendrauf. So tauchen wieder Gegner auf, die ausschließlich gegen Fausthiebe anfällig sind, während glibbrige Gegner lieber Adols Klinge schmecken wollen. Und dann hätten wir da noch die Skills. Auch eine super Verbesserung: Anders als in Ys: Seven erlernen die Charaktere die Fertigkeiten nun nach einem gewissen Level, anstelle einer anderen Waffe! Die Fertigkeiten sind vielfältig und können mit Angriffen und weiteren Skills beliebig kombiniert werden. Hat der Spieler diese nach einiger Zeit im Griff, verlaufen die Kämpfe nicht nur dynamisch, sondern auch wie am Fließband! Wenn dies nicht reicht, dann gibt es nun noch das Feature des rechtzeitigen Ausweichens und Blockens. Weicht man einem gegnerischen Angriff aus, erreicht der Spieler ähnlich wie Bayonetta mit der Hexenzeit eine kurze Zeitspanne, in welcher er schneller und gefahrlos mehr austeilen kann als sonst. Bei rechtzeitigem Blocken wird der Schaden annulliert und die eigenen Angriffe werden für eine kurze Zeitspanne noch stärker. Mit drei Charakteren kann sich der Spieler gegen die Gegner behaupten. Wer will, kann diesmal sogar Adol komplett weglassen! Zwar bleibt die Kamera fest an einer Stelle stehen, doch man kann näher an die Charaktere zoomen – definitiv bei Kämpfen mit vielen Gegnern hilfreich! Und zu guter Letzt wären da die Bosse. Kennt der Spieler die Ys-Reihe, ist diesem bekannt, dass diese in vielen Momenten härter zuhauen können als ein Blitzschlag. Sie treten wie Gegner in Hülle und Fülle auf und verlangen vom Spieler neben Aufmerksamkeit viel Strategie und Geschick. Wem diese zu schwer sind, der kann natürlich auf Easy oder Normal spielen. Menschen die nach dem Adrenalinkick suchen, können sich auf Hard freuen und wer bis zur höchsten Stufe leiden will, der wird bei Nightmare fündig. Besonders toll ist hierbei das New Game+ und die Spielzeit. Über 30 Stunden kann man seinen Spaß haben, ehe sich die Hauptstory dem Ende neigt!

Hausarbeit Nummer 2: Die Musik!
Woran man natürlich bei Ys nie vorbeikommen kann, ist die Musik. Glas leer oder halb voll, die Musik ist genauso gut wie das Gameplay, um es konkret auf den Punkt zu bringen. Mit fetten Gitarrenriffs, harmonischeren Klängen und einem Rockkonzert im Stile von Aerosmith und Van Halen sollte hier für jeden was dabei sein. Natürlich will ich aber auch ehrlich bleiben: Ich vermisse immer noch einen Moment, in welchem die Musik perfekt mit der Situation in Symbiose gerät, wie beispielsweise in Ys: Seven mit dem Kampf im Kolosseum.

Wenn mir noch andere Kriterien einfallen
Bei so viel Amore gibt es selbstverständlich einige Kleinigkeiten, die nicht gut ausgefallen sind. So kamen mir bei meinen Spielstunden die Touchelemente eher nervig als hilfreich vor. Befehle auf dem Rückentouchpad wie mehr in die Offensive statt Defensive zu gehen, haben in der Hitze des Gefechtes nie geklappt und auch das Berühren von gewissen Objekten ist eher überflüssig. Wem dies nicht gefällt, der kann natürlich alles über Tasten einstellen und fixieren. Ein weiteres Manko, welches nahezu erblich für die Ys-Reihe ist, ist die Grafik. Und diesmal sieht sie nicht unbedingt schlecht aus! Doch vor allem bei Cutscenes oder bei vielen Skills kommt es ab und an zu Slowdowns und Framerateinbrüchen. Die Umgebungen sehen jedoch bezaubernd aus, wenn da nicht dieser nervige Bloom wäre. Um es einfacher zu erklären: Man schließe für zehn Sekunden die Augen und öffne sie danach in einem hellen Raum. So kam es mir an einigen Stellen des Spieles vor. Die Charaktere sind dabei selbst in dunkleren Umgebungen und Bereichen so hell, dass man denken könnte, Adol würde seine Haare mit Neon färben!



Fazit:
Altin Bujupaj
Ys: Memories of Celceta ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Viele Missetaten von Ys: Seven wurden ausgemerzt und viel Neues wurde eingeführt bzw. verbessert. Ein nahezu perfektes Gameplay, ein grandioser Soundtrack und eine recht nette Story sprechen Bände. Falcom fackelt hierbei nicht mit modernen Social(DLC)-Kram herum. Hier blieb man konservativ: Ys soll Spaß machen und das gelang dem japanischen Entwickler mit Bravour. Wenn nun für den potentiellen achten oder einem Remake vom fünften Teil die Performance auf- und das Bloom runtergeschraubt wird, haben wir eine weitere Spieleperle für unseren Handheld parat! Kaufen, kaufen, kaufen!

Lisa Spitzer
Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich persönlich die Grafik überaus schön finde. Die Protagonisten haben jeder für sich einen ganz eigenen Charme, und ihr Charakter ist schön ausgearbeitet. Besonders kann man das in den schönen und temporal gut gesetzten Cutscenes bewundern, die oftmals mit Adols Erinnerungsstücken zusammenhängen. Ein weiterer Pluspunkt: die Amnesie nicht als störender Faktor, sondern als das Spiel unterstützend und erweiternd, wie Altin schon anmerkte. Da hat man auch als Neueinsteiger (so wie ich) nicht viele Probleme, schnell in die Story einzusteigen. Im Allgemeinen ist Ys: Memories of Celceta gut gewichtet: Zum einen laden große Territorien wie der Wald von Celceta oder auch die Dörfer zum Erkunden und Erforschen ein, was zu keinem Punkt langwierig oder unnötig erscheint. Trotzdem fühlt man sich nicht auf sich alleine gestellt, was dadurch erreicht wird, dass man tatsächlich ständig jemanden zur Gesellschaft hat, beispielsweise Duren. Durch die Dialoge mit ihm, sowie die Tatsache, dass er oftmals Neues im Spiel erklärt, wird das Gameplay aufgelockert und man muss nicht dauerschweigen. Dazu kommt die Möglichkeit, dass man, wie Altin schon ausführte, Antworten von verschiedenen Möglichkeiten auswählen kann, was noch mehr ins Spiel integriert, auch wenn die Antworten das Geschehen nicht primär beeinflussen. Wie man schon hört, ich bin mehr als begeistert. Eine einzige Schwierigkeit könnte ich nur bei der englischen Sprache sehen: Manchmal werden eher altertümliche Begriffe verwendet, die teilweise verwirren könnten. Jedoch – so schlimm steht es dann doch nicht um das Englisch, und es lohnt sich auf alle Fälle, eine solche Widrigkeit hinzunehmen für das Spielvergnügen, das Ys bereitet. Von meiner Seite eine klare Empfehlung!

Wartet immer noch auf ein JDK Band-Konzert in Deutschland – Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Delasocial für die freundliche Bereitstellung des Review-Codes!

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Kompromissloses Action-RPG Spektakel mit großer Langzeitmotivation!

Wertung

SPIELWELT:

8.0

ABWECHSLUNG:

7.0

GAMEPLAY:

10
9
von 10

"Amnesie"-Storyelement innovativ eingesetzt

Brilliantes Gameplay

fetziger Soundtrack

Viele Neuerungen und Verbesserungen

Mehr als 30 Stunden Spielzeit

leichte Performance-Einbrüche

Viel zu viel Bloom

Touchelemente kaum zu gebrauchen

Wie werten wir?

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11 Kommentare