PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Tearaway

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Sony

Developer:
Media Molecule

Genre:
Action Adventure

Release:
22.11.2013 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Jetzt Bestellen:
Zum Shop:

Review: Tearaway

Stefan Thiermann, 26.11.2013

8243°

25

Test mögen: Weitersagen:

Endlich ist das Vita-Spiel erschienen, auf das ich mich das ganze Jahr über am meisten gefreut habe. Die Macher von Little Big Planet betreten mit Tearaway Neuland und schufen eine neue Marke, die zumindest im Vorfeld verdammt vielversprechend aussah. Aber kann es die hohen Erwartungen auch erfüllen? Hier erfahrt ihr es!

Hier kommt die Sonne
In Tearaway seid ihr entweder als Iota oder Atoi unterwegs, abhängig davon für welches Geschlecht ihr euch entscheidet. Der Kopf eures Protagonisten ist dabei ein gefalteter Briefumschlag, der eine Nachricht für euch enthält. Der Rest des Körpers ist ebenfalls aus Papierschnipseln zusammengebastelt – ebenso wie der Rest der Welt. Und diese sieht einfach fantastisch aus! Entwickler Media Molecule hat hier tatsächlich alles aus Papier gebaut. Alles besteht aus kunterbunten Bastelbögen und wo man nur hinschaut, gibt es Animationen. An Wasserfällen kommen immer wieder neue Papierstreifen herabgerollt, Grashalme sind nach oben geknickte Dreiecke, lauft ihr durch Wasser erscheinen kleine Ringe unter euch, lose auf dem Boden liegendes Papier senkt sich, wenn ihr darauf tretet und so weiter. Manchmal könnte man glatt ein schlechtes Gewissen bekommen, an der ganzen Detailverliebtheit einfach vorbei zu gehen. Aber auch ihr selbst habt eine Rolle im Spiel: Ihr seid das „Wesen“. Die Frontkamera der Vita nimmt dabei euer Gesicht auf und projiziert es in die Sonne – ein großer Spaß, dabei Grimassen zu schneiden.

Zusätzlich wird auch die hintere Kamera genutzt. An einer Stelle trefft ihr etwa auf eine Kuh, die sich darüber beschwert, keine Flecken zu haben. Sie schämt sich deswegen, weil ihre Artgenossen sie schon auslachen und bittet euch darum, sie etwas zu verschönern. Gesagt getan: Ein Foto aufgenommen und prompt erhält das Tierchen ein Jeans-Muster (oder was auch immer ihr fotografiert). Anscheinend steigt damit das Ansehen des Burgerfleisch-Lieferanten immens, da man später auch anderen Kühen mit demselben Muster begegnet, die davon sprechen, dass das nun der neuste Trend sei. Gern geschehen!

Darf ich mal anfassen?
Aber natürlich seid ihr nicht nur dafür zuständig, dumm aus der Wäsche bzw. der Sonne zu schauen. Ihr könnt direkt in die Welt eingreifen und damit meine ich wirklich direkt! An bestimmten Stellen könnt ihr das Rückseiten-Touchpad antippen und wie von Zauberhand bricht euer Finger durch das Papier und kann beispielsweise Gegner plätten. Aber euer Fingerchen ist nicht nur für kriegerische Zwecke gut, sondern kommt auf vielfältige Art und Weise zum Einsatz. Beispielsweise müsst ihr an einer Stelle einen Wasserfall aufhalten und dabei Iota sicher zur anderen Seite steuern. Teilweise werden auch Multitouch-Gesten benötigt. An anderer Stelle steht der Bote auf einer Art Trommel und hämmert ihr daraufhin auf die Rückseite des Handhelds, wird er nach oben geschleudert. Unterm Strich ist dies das erste Spiel, in dem das zweite Touchpad für mich tatsächlich Sinn macht und nicht nur als Gimmick in irgendeiner Weise verbaut wurde, da es tatsächlich positiv zur Spielerfahrung beiträgt und auf vielfältige, gut funktionierende Art und Weise implementiert wurde. Sehr schön!

Aber auch der Touchscreen kommt zum Einsatz. Des Öfteren kommt ihr auch selbst dazu, etwas zu basteln. Iota könnt ihr beispielsweise nach Belieben dekorieren, wofür ihr beliebige Gegenstände mittels Papier, Stift und Schere herstellen könnt. Dafür wechselt das Spiel in einen anderen Screen, von dem aus ihr Zugriff auf genannte Werkezeuge und verschiedenfarbiges Papier habt. Leider funktioniert das Malen auf dem Touchscreen weniger gut, weil euer Finger ständig das verdeckt, was ihr gerade zeichnet. Aber nicht nur euren Hauptcharakter könnt ihr dekorieren: Von Zeit zu Zeit trefft ihr auch Charaktere, die etwas gebastelt bekommen möchten. Etwa ein Eichhörnchen, das seine Krone verloren hat – da hilft man doch gern und setzt dem Nager ein mehr schlecht als recht zusammengeschustertes Exemplar auf die Rübe (Pro Tip: Penise sind auch in diesem Spiel absolut dazu geeignet, für Lacher zu Sorgen!).

Viel zu entdecken
Aber nicht nur die ganzen Spielereien wissen zu überzeugen. Auch der eigentliche Kern des Gameplays – nämlich das Hüpfen – ist sehr gut. Lustigerweise lernt ihr genau das erst nach einer kleinen Weile Spielzeit. Anfangs kann der wandelnde Briefumschlag nämlich nicht springen. Iota steuert sich sehr gut und präzise mit den Analogsticks und die Sprungmechanik kann im Gegensatz zur eher trägen Variante in Litte Big Planet überzeugen. Erfreulich ist, dass der Fokus auch tatsächlich auf den Geschicklichkeitspassagen liegt. Zwar gibt es auch Kämpfe gegen die gefürchteten Schnipsel, wie die Gegner im Spiel heißen, aber dies steht in angenehmer Balance zum Rest des Geschehens. Oftmals muss man auch mittels Touchscreen Wege aufrollen oder bestimmte Tasten drücken, damit Plattformen erscheinen - oder auch nicht. Richtig gefordert wird man dabei zwar selten, aber dennoch ist das Geschehen so abwechslungsreich, dass das nicht weiter ins Gewicht fällt. Obendrein gibt’s viel zu Sammeln. In den weitläufigeren Levels, die sich mit Abschnitten, in denen der Weg eher vorgegeben ist abwechseln, erinnert Teraway schon fast ein wenig an glorreiche N64-Jump’n’Runs. Mit den überall verstreuten Konfettiblättchen könnt ihr neben neuen Dekorationen für Iota auch Kameraobjektive freischalten. Weiterhin werdet ihr weiße Gegenstände oder Charaktere treffen, die es zu fotografieren gilt. Macht ihr das, werden Papiermodelle freigeschalten, die ihr euch auf Tearaway.me ausdrucken und nachbasteln könnt. Sehr schön! Obendrein sind noch Geschenke in den Levels verstreut, die euch neues Konfetti bescheren – für manche müsst ihr aber noch eine Aufgabe lösen, um sie öffnen zu können.

Technik
Wie schon erwähnt, sieht Tearaway fantastisch aus! Das Artdesign ist einfach grandios und wird nicht langweilig, weil immer wieder neue Ideen in die abwechslungsreichen Levels mit einfließen. Das Spiel kommt in nativer Auflösung des Vita-Displays daher und sieht deswegen knackscharf aus. Negativ sind lediglich die ab und an auftretenden Slowdowns. Ebenso gibt es selten auftretende Kameraprobleme, durch die man in diesen Situationen schon mal die Übersicht verliert. Akustisch lässt Tearaway hingegen keine Wünsche offen. Man hört oft das Geräusch knisternden Papiers, was natürlich super in die Welt passt. Auch die restlichen Soundeffekte überzeugen. Ein echtes Highlight ist auch der Soundtrack, der sich aus Folkstücken zusammensetzt und echte Ohrwürmer bietet, sowie das Geschehen optimal untermalt.



Fazit:
Tearaway ist mein Exklusiv-Highlight des Jahres für die Vita – und das obwohl ich schon mit Killzone Mercenary jede Menge Spaß hatte. Die zahlreichen kreativen Ideen der Entwickler sorgen einfach immer wieder für Motivation, das Ganze auch bis auf den letzten Rest durchzuspielen und der folkige Soundtrack bietet einen Ohrwurm nach dem anderen. Dazu kommen tonnenweise Charme und eine einfache, aber kompetent in Szene gesetzte Story. Auf der Sollseite stehen lediglich einige kleinere technische Macken, wie die vereinzelten Slowdowns und Kameraprobleme. Unterm Strich ist dies aber ein Must Have, das man als Vita-Besitzer gespielt haben sollte! Ich kann es jedenfalls jedem uneingeschränkt ans Herz legen!

Hat spontan Lust bekommen, mit Papier zu basteln: Stefan Thiermann für PlanetVita.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Endlich mal wieder ein Must Have für die Vita – spielt es oder ihr werdet es bereuen!

Wertung

LEVELDESIGN:

8.0

ABWECHSLUNG:

9.0

KREATIVITÄT:

10
9
von 10

grandioses Artdesign mit Charme

gute Optik…

Soundtrack mit Ohrwurmcharakter

hunderte kreative Ideen

sinnvolle Einbindung der Vita-Features

abwechslungsreiche Levels mit gutem Design

einige Kameraprobleme

…die aber vereinzelt ins Stocken kommt

etwas zu leicht

Zeichnen funktioniert etwas unglücklich

Wie werten wir?

Kommentare anzeigen

25 Kommentare