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Spielname:
Final Fantasy X-2 HD

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Square Enix

Developer:
Square Enix

Genre:
Rollenspiel

Release:
20.03.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Review: Final Fantasy X-2 HD Remaster

Altin Bujupaj, 21.03.2014

5813°

2

Test mögen: Weitersagen:

Es ist nun schon eine Weile her, dass die Vita eine richtig ordentlichen HD-Collection bekommen hat. Letztes Mal zog die Metal Gear Solid HD Collection viele Zocker in ihren Bann und da dachte sich Square Enix auch was für die Spielemenschheit: Die Final Fantasy X / X-2 HD Remaster-Serie. Der gute Stefan konnte sich schon mit Final Fantasy X vergnügen. Ich werde den etwas schrilleren Nachfolger genauer und für alle Neulinge, so spoilerfrei wie möglich unter die Lupe nehmen. Zeit die Gesangsstimme zu üben: It's showtime for Final Fantasy X-2 HD Remaster!

"What can I do for you?"
Es bleibt offensichtlich, dass es sich bei Final Fantasy X-2 HD Remaster um eine Fortsetzung von Final Fantasy X handelt: Die Story setzt sich an der Stelle fort, wo der Vorgänger aufgehört hat. Anstelle des Helden Tidus, ist der Spieler in Final Fantasy X-2 an die Heldin Yuna gebunden. Diese hat beschlossen, gemeinsam mit ihren Freundinnen Rikku und Paine auf Schatzsuche zu gehen. Dabei handelt es sich nicht um Gil, sondern um sogenannte "Sphären", die dem Besitzer ermöglichen, eine längste vergangene Handlung zu sehen. Im weiteren Verlauf des Spieles vertieft sich jedoch die Story und die drei Mädels müssen, wie man es von so knapp jedem Final Fantasy kennt, die Welt vor dem Untergang retten. Doch muss hierbei angemerkt werden, dass die Stimmung im Spiel generell positiver ist als in Final Fantasy X – in vielen Momenten fühlt sich X-2 schon fast wie ein käsiger B-Movie an und auch an Fanservice mangelt es dem Spiel kein bisschen! Allerdings ist auch die Story eines der Gründe wieso viele Fans gerne diesen Teil vernachlässigen und die auch an der Spielereihe Interessierte vergaulen kann.

Drei Engel für Tidus
Und da hätten wir auch noch das Gameplay. Während in Final Fantasy X auf ein rundenbasiertes Kampfsystem gesetzt wurde, wandelt das Kampfsystem bei X-2 von langsam auf dynamisch. Ähnlich wie bei älteren Final Fantasy-Spielen füllt sich ein Aktionsbalken bei euren Charakteren auf, die daraufhin ein Kommando freigeben. In Final Fantasy X hatte jeder Spieler eine Profession: Tidus war ein Allrounder und Lulu setzte Schwarzmagie ein. Bei Final Fantasy X-2 besitzen die drei Heldinnen über sogenannte "Dresspheres". Die Sphären ermöglichen die Verwandlung in eine bestimmte Charakterklasse und lösen dabei mit einem klassichen Levelsystem das riesige Sphärogramm von Final Fantasy X ab. Als Dancer spezialisiert sich der Charakter beispielsweise auf Statuseffekte und kann somit den Gegner verwirren oder in den Schlaf versetzen. Demzufolge kann sich der Spieler mit gut 20 Dresspheres eine Traumkombination bilden. Die Gesamtschwierigkeit des Spieles bleibt auf einer sehr normalen Ebene und wer sich auf Probe stellen will, kann beispielsweise sein Können gegen den Superboss Trema beweisen. Eine weitere Änderung in Final Fantasy X-2 ist das Bereisen von Gebieten. Während in Final Fantasy X die Gebiete miteinander verbunden waren, fliegt der Spieler in Final Fantasy X-2 bereits am Anfang über die Welt und sucht sich über ein Menü seinen gewünschten Ort (Fast-Travel) aus. Die Gebiete selbst sind allerdings ähnlich wie beim Vorgänger sehr groß und glücklicherweise nicht linear. Auch in Sachen Langlebigkeit kann sich Final Fantasy X-2 gegenüber seinen Brüdern nicht verstecken: Mit einer knapp 25 Stunden langen Story und mehr als 30 Stunden an Nebenmissionen und Multiple Endings können noch mehr als 30 Stunden aus dem Spiel herausgenommen werden. Aber nun besteht noch die Frage: Was macht Final Fantasy X-2 HD Remaster für Besitzer der PS2-Version so interessant?

Lust auf eine Zugabe?
Die größte Neuerung neben der aufpolierten Grafik, liefert die HD-Fassung von Final Fantasy X-2 eine Erweiterte Version vom ursprünglichen Spiel in Form von International + Last Mission. Früher erschien diese Fassung exklusiv in Japan und brachte neben neuen Dungeons, weitere Dresspheres und einen Monster Creator. Des Weiteren kann sich der Spieler neue Teammitglieder aussuchen, unter anderem auch Veteranen wie Tidus, Seymour oder auch Jekkt. Durch dieses Feature springt die geringe Spielerzahl in der Normalversion auf gut 150! Zudem besitzen viele der Charaktere eine eigene Story, worauf sich vor allem hartgesottene Fans freuen können. Zusätzlich kann der Spieler auf einen neuen Dungeon in Form eines 80-stöckigen Turmes zugreifen. Mit schweren Bossgegnern und weiteren Storyhäppchen wird das Spielerlebnis noch weiter bereichert. Je nach Spielstand ändern sich auch zahlreiche Dialoge in International + Last Mission, daher ist es auf jeden Fall empfehlenswert das Spiel mindestens einmal durchgespielt zu haben. Doch ist die Frage berechtigt: Bei so viel Hülle und Fülle – wie ist denn die Performance?

Kleidertransformationen in HD(?)!
Der wohl größte entscheidende Grund, dass bei Final Fantasy X/X-2 HD Remaster beinahe von einem Remake gesprochen werden kann, ist die aufpolierte Grafik. Um ehrlich zu sein, war ich von den Texturen anfangs sehr begeistert – die Gesichtsanimationen sind im Vergleich zur PS2-Fassung unmenschlich gut. Sie wirken im Vergleich deutlich lebendiger und emotionaler und die Umgebungen sehen auch sehr gut aus. Der OLED-Bildschirm hebt vor allem die Kontraste und Farbintensitäten hervor. Die Kampfanimationen sind auch sehr schnell und flüssig, doch gibt es auch hier einige Makel: Bei vielen Kampfeffekten und Zaubern tendiert die Vita-Version dazu die Framerate leicht zu senken und an einer Stelle kam es sogar zu sehr starken Slowdowns. Glücklicherweise treten diese relativ selten auf. Während die Gesichtsanimationen auf der Vita ihresgleichen suchen, gibt es bei den Körperanimationen zahlreiche Probleme: Da kamen mir die Bewegungen oftmals sehr steif vor und im Kampf kam es manchmal dazu, dass Yuna sich gerne der Rivalin LeBlanc zugesellte und in eine komplett andere Richtung schaute. Die Charaktere bewegen sich im Kampf nicht immer gleich, doch kommt es manchmal dazu, dass ein Held, der im Weg der Richtung in der sich die handelnde Person befindet, einfach zur Seite geschoben wird. Zumindest sieht es aber sehr lustig aus! Die Musik folgt der Final Fantasy-Tradition und zeigt mit heiteren, traurigen und auch actiongeladenen Musikstücken sein Potential. Hier gilt die Devise: Wer ein Fan von der Musik der Reihe ist, wird hier nicht enttäuscht. Auch die Lieder bei denen die Heldinnen singen haben mir persönlich sehr gefallen.



Fazit:
Mit der Erwartung das Spiel nicht sehr groß zu mögen, wurde ich außerordentlich überrascht: Das Gameplay ist solide, die Spieldauer kann sich sehen lassen und mit der zusätzlichen Erweiterung International + Last Mission können selbst die Menschen die bereits X-2 auf der PS2 spielten sich auf Neues freuen. Die Story ist zum größten Teil Käse, aber dennoch für die Franchise sehr frisch und es wird nicht versucht sie als noch wichtiger zu nehmen. Die Grafik ist definitiv ein Hingucker, doch hätte bei den zahlreichen Animationen, mit Ausnahme der Gesichter, noch etwas mehr Feinschliff definitiv nicht geschadet. Trotz dieser Makel ist Final Fantasy X-2 ein definitiver Hitkandidat für dieses Jahr und für Fans von Rollenspielen schon nahezu ein Muss!

Rief bei jeder Kleiderverwandlung "Macht des Mondkristalls mach auf!": Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung des Rezensioncodes!

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Farbenfrohe Ergänzung zur Final Fantasy-Reihe mit minimalen Lücken!

Wertung

STORY:

7.0

SPIELEWELT:

7.0

LANGZEITMOTIVATION:

9.0
8
von 10

leichtherzige Story mit viel Käse…

beeindruckende Grafik…

lange Spieldauer

schnelles und intuitives Kampfsystem

International + Last Mission ist mit von der Partie!

…welche für viele Spieler zu Käse sein kann

…mit leichten Animationsfehlern

nicht immer sehr flüssige Framerate

"Open-World" wird durch Fast-Travel ersetzt

Wie werten wir?

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2 Kommentare