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Spielname:
Hyperdimension Neptunia PP

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
NIS America

Developer:
Idea Factory / Compile Heart

Genre:
Simulation

Release:
06.06.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Ohne Alterseinstufung

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Review: Hyperdimension Neptunia: Producing Perfection

Lisa Spitzer, 11.06.2014

3354°

2

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Die Hyperdimension Neptunia-Reihe hat schon eine Vielzahl von Spielen für die Playstation 3 hervorgebracht und mittlerweile erschien mit Hyperdimension Neptunia: Producing Perfection auch der erste Ableger für die Vita. Anders als bei den anderen Teilen kämpft man hier allerdings nicht mit Neptune und Co, um die Welt zu retten, sondern macht sie zu bekannten Idolen. Ob das Konzept überzeugen kann? Finden wir es heraus!

Willkommen in Gamindustri
Da macht man es sich zu Hause gemütlich, um einen Spiele-Marathon zu veranstalten, und plötzlich… wird man in eine andere Welt hineingezogen! Schockierend, nicht wahr? Als wäre das noch nicht genug, stehen einem bald vier Gottheiten gegenüber, die eröffnen, dass man als ihr Produzent herbeigerufen wurde, um sie zu berühmten Idolen zu machen! Warum? Weil die Macht dieser vier CPUs (Console Patron Units) Neptune, Blanc, Noire und Vert von 'Shares' abhängt. Diese bestehen praktisch aus der Kraft des Glaubens, den die Menschen in sie haben. Das Problem ist, dass immer mehr Menschen statt an die CPUs an die zurzeit bekannten Idole, beispielsweise die Gruppe MOB48, glauben. Somit schwindet die Kraft der vier Gottheiten dieser Welt Gamindustri. Was macht man dagegen? Man wird selber zu Idolen, an die die Menschen wieder glauben! Nur schlecht, wenn der eigene Produzent eigentlich keine Ahnung davon hat …

Let's become Idols!
Wie stellt man das nun also an? Nun ja, zunächst muss man sich für eines der vier Mädchen entscheiden, also entweder für die kindische und quirlige Neptune, die intelligente Blanc, die zunächst distanzierte Noire oder die Videospiele liebende Vert (die übrigens auch noch zwei andere große Vorzüge hat). Da ist doch für jeden was dabei, oder? Hat man sich dann erst einmal entschieden, gilt es, die Karriere seines Charakters anzukurbeln, um damit MOB48 und auch die anderen CPUs auszustechen. Man hat 180 Tage lang Zeit, den ersten Platz in der 'Idols Ranking List' zu erreichen, und somit die meisten 'Shares' innezuhaben. Dazu quartiert man sich erst einmal bei seiner CPU ein und wählt man jeden Tag über ein Menü aus, welche Aktivität ansteht. So kann man zum einen arbeiten, also zum Beispiel eine Werbekampagne veranstalten, zu einem Event gehen, Publicity betreiben oder etwas aufnehmen. Außerdem kann man Gesangsunterricht nehmen, den Tanz einstudieren, proben, üben oder lernen (das sind wirklich alles Möglichkeiten, auch wenn sie teilweise ähnlich klingen).

Doch nicht nur die Arbeit ist wichtig, sondern auch die Entspannung. Das ist ganz wörtlich zu nehmen, denn jedes Mal, wenn man etwas für die CPU anstrengendes tut, steigt ihre Stress-Leiste. Diese darf nicht 100 Prozent erreichen, sonst heißt es Game Over. Um das zu vermeiden, kann man einerseits einen kurzen Urlaub machen, einen Tagesausflug unternehmen oder sich mit den anderen CPUs treffen, um die Beziehung zu ihnen zu verbessern. Außerdem gibt es noch eine Möglichkeit, die einfach durch ein Herz gekennzeichnet ist: Recht eindeutig kann man 'intimer' mit seiner CPU werden, was aber recht harmlos aufgemacht ist, d.h. man unternimmt nur etwas mit ihr. Andere Optionen, die man im Menü wählen kann, sind das Umziehen in eines der anderen Länder oder ein Konzert, doch dazu später mehr. Zunächst ist es noch wichtig zu wissen, dass das im Großen und Ganzen neben den Konzerten die einzige Aufgabe des Spielers ist. Man kann nur eine der Möglichkeiten wählen, dann in einer Art Visual Novel den Ereignissen folgen und ab und zu Entscheidungen treffen. Diese sind teilweise wichtig, denn einige bestimmen, ob man das Good oder das True Ending bekommt. Diese Ereignisse sind auch das, was Abwechslung ins Gameplay bringt. Denn das Auswählen der Tätigkeit an sich wäre sehr langweilig. Dadurch, dass man aber immer wieder Events verfolgen kann, bleibt der Spielreiz auch nach mehrmaligem Menü-Wählen noch existent. Doch auch sind manche Passagen repetitiv, beispielsweise die allabendliche Verabschiedung, die man glücklicherweise vorspulen kann.

Stress has increased ...
Worauf man währenddessen noch achten muss, sind die verschiedenen Anzeigen, die es zu balancieren gilt. So hatte ich die Stress-Anzeige schon erwähnt. Eine andere wichtige wäre die 'Guts'-Leiste, die man durch positive Ereignisse füllen muss, damit man Konzerte veranstalten kann. Und auch die verschiedenen Fähigkeiten sollten immer weiter verbessert werden, beispielsweise der Gesang oder der Rhythmus – das erreicht man durch Üben, aber auch durch verschiedene Veranstaltungen. Dazu kommen noch die 'Fans' und 'Haters', wobei man erstere natürlich vermehren soll, zweitere vermeiden. All das spielt zusammen, um eine Karriere voranzutreiben. Doch das ist noch nicht alles, was der Spieler verbessern kann: natürlich ist auch noch die Zuneigung des Charakters zu einem selbst wichtig, die durch verschiedene Ereignisse wächst. Und was dazu noch ganz praktisch ist, ist die Info, wie viel Prozent man allgemein, aber auch von den verschiedenen Bereichen, schon komplettiert hat, und welchen Rang man momentan erreicht hat. All das kann man in einem Status-Bildschirm nachschlagen.

Performing live
Sollte es dann einmal soweit sein, dass ein Konzert ansteht (was im Spiel ab und an der Fall ist), dann liegt es in der Hand des Spielers, alles vorzubereiten, was neben den Visual Novel-Abschnitten ebenfalls für etwas Abwechslung sorgt. Und zwar muss man zunächst – wieder in Menü-Form – auswählen, wer singen soll (das wird wichtig, wenn man erst einmal eine Gruppe mit anderen CPUs gebildet hat). Außerdem hat man die Möglichkeit, von verschiedenen Effekten drei auszuwählen, beispielsweise Konfetti, herunter rieselnden Schnee oder Feuer. Genau wie bei den Kostümen werden hier immer mehr freigeschaltet. Und letztendlich muss man noch ein Lied auswählen, entweder das eigene oder eins der anderen – sehr viel Auswahl hat man mit insgesamt fünf Liedern allerdings nicht. Beim eigenen Lied hat die CPU dann noch die Möglichkeit, in ihre HDD-Form zu wechseln, welche ihre wahre Macht offenbart (und sie erwachsen zeigt, was durch größtenteils knappe Kleidung auch ansehnlich ist). Hat man erst einmal all diese Entscheidungen getroffen, geht es noch daran, Position und Kostüm des eigenen Charakters festzulegen. Sobald alles fertig ist, geht das Konzert los. Hier muss man dann mit beiden Sticks und durch verschiedenen Tasten-Kombinationen die Kameraperspektive ändern und die verschiedenen Effekte einfügen. Der strategische Anteil an besonders schönen Positionen und Szenen ist allerdings fragwürdig, und so bekommt man viele Punkte größtenteils dadurch, auf die Tasten zu hämmern und die Kamera wild umher zu schwenken.

Fehlt da nicht noch was?
All das gerade Beschriebene stellt das Herzstück des Spiels dar, den 'Producer Mode'. Dieser endet recht abrupt: sobald man es auf Platz Eins der Rangliste geschafft hat, ist das Spiel vorbei. Jedoch kann der Spieler dann das Ganze noch einmal mit einer anderen CPU erleben. Die Spielstruktur bleibt dieselbe, jedoch variieren natürlich die Ereignisse. Und wem das noch nicht reicht, für den gibt es noch den 'Unlimited Concert'-Modus, in dem man – wie der Name schon sagt – einfach immer wieder Konzerte abhalten kann. Hier stehen dann noch einmal mehr Möglichkeiten zur Verfügung, zum Beispiel kann man Tänzer oder Objekte einfügen. Wer derweil gerne 'mehr Zeit mit seiner CPUs verbringen will', der kann den 'Viewer'-Mode auswählen. Die Beschreibung will ich euch nicht vorenthalten: „carefully examine your idols in this mode“. Aber wie auch das restliche Spiel ist auch dieser Modus recht harmlos. Hier kann man seinem Charakteren wieder einmal verschiedene Klamotten anziehen (nichts allzu knappes!) und sie an verschiedenen Stellen berühren, worauf sie aber größtenteils verlegen reagieren und sich wegdrehen. Außerdem kann man hier einen Wecker einstellen, der jedoch nur bei aktivem Bildschirm funktioniert. Anstatt eines Alarms sagt der Charakter dann eine Kleinigkeit.

Grafik und Sound
Die schöne Grafik macht einiges am repetitiven Gameplay wieder wett. Im VS-Teil des Spiels sind die Charaktere schön gezeichnet und wirken durch ihre beiläufigen Bewegungen sehr lebendig. Außerdem werden Emotionen durch teilweise Chibi-artige Mimik ausgedrückt, was sehr niedlich ist. Dazu kommen die körperlichen Vorzüge der Mädchen, welche (besonders im HDD-Modus) sehr präsent dargestellt sind. Wenn es dann zu den Konzerten kommt, wechselt die Sicht von 2D zu 3D, und auch hier kann die Grafik überzeugen. Die Bühnen und Effekte sind detailreich gestaltet, und auch die Charaktere können in ihrer 3D-Gestalt beeindrucken. Sie wirken nicht plump, sondern sehen auch aus verschiedenen Kameraperspektiven gut aus. Was den Sound betrifft, so muss man erst einmal die Vertonung loben. Man kann zwischen japanischen und englischen Synchronsprechern wählen, wobei auch letztere wirklich gut zu den vollständig vertonten Dialogen passen. Die Hintergrundmelodie, die hauptsächlich während der Dialoge und im Menü läuft, ist von hellen Tönen geprägt und instrumental. Dadurch unterstützt sie die fröhliche Stimmung. Was die Konzerte angeht, hätte man mehr Lieder einfügen können, doch die fünf vorhandenen japanischen Lieder klingen süß und es ist nicht allzu schlimm, sie immer wieder zu hören. Eigentlich kann man sie leicht dem J-Pop-Genre zuordnen.



Fazit:
Alles in allem kann man sagen, dass das Spielprinzip des Auswählens aus einem Menü an sich eher eintönig ist. Jedoch sorgen die schöne Grafik, die VS-Ereignisse des Spiels, die Konzerte und die verschiedenen Modi für Abwechslung. Für jede Karriere braucht man nur etwa vier bis fünf Stunden, doch dadurch, dass man sie mit verschiedenen Charakteren erleben kann, kann doch einiges an Spielzeit zusammenkommen. Ich kann das Spiel empfehlen an alle, die das Konzept mögen, einem Mädchen dabei zu helfen, ein Star zu werden, und sich auf viele Dialoge einlassen möchten.

Hilft kleinen Mädchen beim Erfüllen ihrer Träume: Lisa Spitzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an NIS America für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Sehr niedlich aufgemachtes Idol-Spiel, das durch Grafik und Dialoge überzeugt

Wertung

SPIELTIEFE:

6.0

AUTHENTIZITÄT:

7.0

ABWECHSLUNG:

7.0
6
von 10

zahlreiche VS-Ereignisse

verschiedene Endings...

verschiedene Storylines

lebendig wirkende Charaktere durch gute Animation

keine allzu tiefe Story

… wenn auch nur drei

hauptsächliches Menü-Auswahl

geringe Songauswahl

repetitives Gameplay

Wie werten wir?

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