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Spielname:
Stranger of Sword City: Black Palace

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
NIS America

Developer:
Experience

Genre:
Rollenspiel

Release:
29.04.2016 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Stranger of Sword City: Black Palace

Review: Stranger of Sword City: Black Palace

Lisa Spitzer, 18.04.2016

2451°

4

Test mögen: Weitersagen:

Aus dem Hause Experience kennt man bereits Spiele wie Demon Gaze und Operation Abyss: New Tokyo Legacy. Nun versucht sich der Entwickler einmal mehr mit einem Titel, nämlich Stranger of Sword City: Black Palace. Ob dieses jedoch auch Potential hat, werden wir im Test herausfinden!

In einer fremden Welt
Kaum startet man das Spiel, findet man sich schon in einer unglaublichen und grauenvollen Situation wieder: Gerade flog man noch von Japan nach Alaska und plötzlich stürzt das Flugzeug ab und man ist die einzige Überlebende. Eigentlich an sich schon eines der dramatischsten Ereignisse, die man sich vorstellen kann, doch landet man nicht einfach so irgendwo im Nirgendwo, sondern in einem mysteriösen Land zwischen den Dimensionen mit dem Namen Escario. Zum Glück wird man sogleich von einem alten Greis gefunden. Oder vielleicht doch nicht zum Glück? Wie sich herausstellt, als ein paar Monster angreifen (die in diesem Land existieren!), ist der Alte nicht gerade eine der vertrauenswürdigsten Gestalten. Im letzten Moment schreitet eine Kriegerin in Schuluniform ein, besiegt den Angreifer und schafft endlich etwas Klarheit: Der Spieler ist ein Stranger in Escario. Bei diesen handelt es sich um alle aus der normalen Welt, die dort gelandet sind. Da in Escario die Schwerkraft anders (i.e. schwächer) ist als auf der Erde, sind sie dort besonders stark und können schwere Rüstungen und Waffen ohne Probleme verwenden. Aus diesem Grund werden sie dazu eingesetzt, um eine besonders fiese Sorte Monster namens Lineage umzubringen - und deshalb von den Einwohner der Welt geduldet. Dabei sind sie auch die einzigen, die die Blood Crystals, welche die Monster bei ihrem Tod verlieren, verwenden können. Würde man diese nicht aufnehmen, würden die Monster wieder erscheinen.

So viele Charakter-Designs!
Bevor man aber so richtig in's Abenteuer abtauchen und Monster abschlachten kann, braucht man natürlich erst einmal einen Charakter. Bei diesem hat man unglaublich viele Optionen zur Verfügung - man kann ihn sich nämlich selbst erstellen!. Erst einmal kann man aus ganzen 80 Charakter-Designs auswählen, deren Stil sich teilweise deutlich unterscheidet (deren Aussehen jedoch keinen Einfluss auf das Gameplay hat). Neben Namen, Spitznamen und Alter (welches übrigens einen Einfluss auf die Stats hat) kann man auch die Gattung, Klasse und ein besonderes Talent wählen; und sogar die Stats durch eine zufällig ausgewählte Anzahl von Bonus-Punkten aufpolieren. Alle Entscheidungen haben dabei eine wichtige Rolle, da zum Beispiel die Klasse im Kampf über den Kampfstil entscheidet. Als Beispiele für die verschiedenen Klassen könnte man Kämpfer, Ritter, Samurai, Ninja oder sogar Tänzer anführen, und es gibt noch mehr. Talente wären beispielsweise die Fähigkeit, schnell Fallen oder auch Schätze zu finden oder eine erhöhte Verteidigung. Da der Protagonist selbst automatisch das Talent "Chosen One" hat, mit dem man die eben schon erwähnten Blood Crystals benutzen kann (wodurch man die sogennanten Divinities einsetzen kann; besondere Fähigkeiten wie die Möglichkeit, aus allen zufälligen Kämpfen zu fliehen), werden die Talente erst mit der Erstellung weiterer Charaktere wichtig. So kann der Spieler sich nämlich entweder aus einer Handvoll bereits bestehender Charaktere die Party zusammenstellen, mit der er später durch zahlreiche Dungeons zieht, oder aber er erstellt sich selbst Charaktere. Dabei ist es auch wichtig zu beachten, dass man sowohl für die Front- als auch die Backrow verschiedene Typen braucht, damit der Kampf auch von Erfolg gekrönt sein kann (dazu gleich aber noch mehr).

Ambushing
Kaum hat man nämlich seine neue Verbündete kennengelernt, geht es schon ab in das Hauptquartier der Stranger, wo man direkt darauf geeicht wird, ab sofort bei der Monsterjagd mitzuhelfen. So kann man sich zunächst einmal seine Party zusammenstellen, woraufhin es direkt weitergeht zu einer Art Tutorial im ersten Dungeon, wo einem nach und nach einige Dinge erklärt werden - ansatzweise, denn wirklich umfangreiche Anleitungen findet man erst unter einem Optionspunkt im Menü. Dabei handelt es sich um wirklich viele, und man muss schon Geduld haben, um sich durch alle durchzuklicken (oder aber man versucht das Prinzip "learning by doing"). Durch das Tutorial bekommt man jedoch schon direkt eine ziemlich gute Möglichkeit vorgestellt, an Items zu kommen. Genauer geht es hierbei um das sogenannte "Ambushing", bei dem man sich in bestimmten Räumen der Dungeons "verstecken" und so Monster überraschen kann. Diese haben dann eine Art Boss und eben auch ein Item im Gepäck, und man kann vorher überprüfen, um welches Item es sich handelt, wodurch man an die Items gelangen kann, die man wirklich gerne haben möchte (vorausgesetzt, man kann den Boss besiegen, bevor er das Weite sucht).

Doch nun noch etwas Generelles zu den Dungeons: in gewohnter First-Person Dungeon-Crawler-Manier zieht man seine Runden und entdeckt immer neue Wege in den verschachtelten Gangsystemen. Das funktioniert auch ganz flott - was nur stört, ist das recht penetrante Stöhnen der Charaktere, sobald man versehentlich gegen eine Wand läuft, und wobei man einen kurzen Moment warten muss, bis man weiter laufen kann. Ansonsten sind die Dungeons mit zahlreichen Fallen und Geheimnissen ausgestattet, die es zu finden gilt. Das funktioniert für unsere Charaktere jedoch nicht reibungslos, sondern natürlich warten immer mal wieder Monster auf uns. Dabei gibt es einige festgelegte Stellen in den Dungeons, die man nur passieren kann, wenn man den dazugehörigen Kampf bestreitet; und ebenfalls ein paar immer mal zufällig auftretende Monster.

Schon wieder fast alle tot?
Womit wir dann beim nächsten Hauptelement des Spiels wären: den Kämpfen. Das Kampfsystem ist hierbei rundenbasiert und erfordert einiges an Strategie. So muss man für jeden Charakter auswählen, ob er angreifen oder verteidigen soll, ob er einen Zauber oder eine besondere Fähigkeit einsetzen soll (wenn er denn kann). Dabei macht es alleine schon einen Unterschied, in welcher Reihe, also der vorderen oder der hinteren, sich der Charakter befindet und welche Klasse er hat. Es ist also einiges an Planung und Charakterplatzierung erforderlich. Und damit meine ich - wirklich erforderlich! Die Kämpfe mit je unterschiedlich vielen Monstern (wobei noch mehr immer hinzukommen können) sind schon gleich zu Anfang unglaublich schwer - und das nicht nur im normalen Modus, sondern auch im Modus für Anfänger, der aber in einigen Teilen diesem Titel wirklich nicht gerecht wird. Da kann es schon einmal sein, dass man den ganzen Weg zurück zur Basis in Anspruch nehmen muss, denn auch wenn man die Charaktere mit recht teuren Items wiederbeleben kann, haben sie nur eine gewisse Anzahl an Lebenspunkten (beispielsweise 2 oder 3) und wenn diese ablaufen, kann man sie für eine gewisse Zeit nicht mehr in seiner Party aufnehmen. Und sollten einmal alle Mitglieder der Party sterben, muss man sogar zum letzten gespeicherten Spielstand zurückkehren (was besonders dramatisch ist, weil man nur in der Basis und nicht in den Dungeons speichern kann). Wer das jedoch als Herausforderung sehen möchte und besonders ambitioniert ist, kann sich freuen, denn im Spiel ist ein Online-Leaderboard integriert. Dort kann man sich beispielsweise bezüglich der besten Rüstung und den schnellsten Clear-Zeiten der Dungeons mit anderen messen.

Düstere Stimmung schön integriert
Das Kampfsystem ist also ziemlich schwer. Doch wie genau macht sich das Spiel eigentlich im Hinsicht auf die Grafik? Die ist ziemlich solide. Zwar werden die Dialoge nur mit statischen Charakter-Bildern begleitet, doch schon beim Intro und den Charakter-Designs selbst wird ersichtlich, dass es sich hierbei doch um ein schön ausgestaltetes Spiel handelt. Die Dungeons und Monster sind ebenfalls überzeugend und haben einige Details. Und wenn wir dann zum Soundtrack kommen, wird die Grundstimmung des Spiels schnell klar: Düster und irgendwie magisch. Da sind orchestrale und opernartige Klänge zu einer Vielzahl dabei. Dabei ist ebenfalls die Vertonung zu erwähnen. Diese ist in japanisch verfügbar, während wir uns den Text auf Englisch ausgeben lassen können.



Fazit:
Was kann man denn nun eigentlich zusammenfassend sagen? Stranger of Sword City: Black Palace ist ein düsteres Dungen-Crawler-Rollenspiel, in dem Strategie eine entscheidende Rolle spielt. Ungestüm Attacken auf den Gegner zu schmeißen wird hart bestraft - vielmehr wird ein gewisses Feingefühl vorausgesetzt. Dafür hat man unglaublich viele Möglichkeiten, Entscheidungen der Party betreffend zu fällen und erhält so ein herausforderndes und zugleich auch mystisch angehauchtes Rollenspiel. Anfänger müssen hier besonders viel Geduld beweisen, aber vorausgesetzt, das Genre liegt euch eh, sollte euch das Spiel auf jeden Fall viel Freude bereiten.

Kämpft sich durch düstere Dungeons: Lisa Spitzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an NIS America für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Hart zu knackender Dungeon-Crawler, der Strategie erfordert.

Wertung

STORY:

7.0

SPIELWELT:

8.0

SCHWIERIGKEIT:

6.0
7
von 10

düstere Grundstimmung des Spiels gut integriert...

...z.B. durch die orchestral anmutende Musik

viele verschiedene Charakter-Designs

Vielzahl von strategischen Entscheidungen bei der Party-Gestaltung

schwierige Kämpfe, auch beim eigentlich einfachen Niveau

schnell überfordernd

Wie werten wir?

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4 Kommentare