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Spielname:
Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Idea Factory

Developer:
Tamsoft, Compile Heart

Genre:
Action

Release:
22.05.2015 (erschienen)

Multiplayer:
1

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed

Review: Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed

Lisa Spitzer, 22.05.2015

3763°

0

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Man muss zugeben, die Idee der Hyperdimension Neptunia-Reihe hat schon was: eine Welt namens Gamindustri; Gottheiten, die Sony, Sega, Nintendo und Windows darstellen (und nebenbei auch noch süß aussehen) und jede Menge Kämpfe natürlich. Das dürfte ein Grund für den anhaltenden Erfolg dieser Titel sein, doch wie immer, wenn von einem Spiel oder Film viel produziert wird, stellt sich irgendwann die Frage: Kann auch der neueste Teil Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed noch überzeugen? Ob dies hier der Fall ist, finden wir in diesem Test heraus!

Darf ich vorstellen: Dengekiko und Famitsu!
Weil nicht nur in der realen, sondern auch in der Spielewelt Journalismus jeglicher Art eine große Rolle spielt, treten in Hyperdimension Neptunia U die beiden Figuren Dengekiko und Famitsu in den Vordergrund. Wer sich jetzt denkt ‚Die Begriffe habe ich schon mal irgendwo gehört …‘, der kann sich auf die Schulter klopfen. Tatsächlich handelt es sich bei den um die Verkörperungen zweier großer japanischer Spielemagazine, nämlich Dengeki und (ihr habt es bestimmt schon erraten) Famitsu. Auch in Gamindustri halten die beiden die Massen auf dem Laufenden. So hat es sich zu Anfang des Spiels Dengekiko zur Aufgabe gemacht, ein Interview mit unseren vier Gottheiten Neptune, Noire, Blanc und Vert zu führen, bei dem diese in voller Action eine Quest bewältigen sollen. Gleichzeitig bittet Famitsu die kleinen Schwestern Nepgear, Uni, Ram und Rom um das gleiche Anliegen. Gesagt, getan und schon erscheinen beide Artikel – und das sehr erfolgreich! Klar, dass da ein Nachfolge-Artikel nicht lange auf sich warten lässt. Doch nur daneben zu stehen reicht unseren Reportern nicht mehr, stattdessen wollen sie mitten ins Geschehen, um den Artikel des Jahrhunderts zu landen! Ausgerüstet begleiten sie also von nun an die Gottheiten, besiegen Monster um Monster und bewältigen jede Menge Quests!

Lange Rede, kurzer Sinn: wer eine tiefsinnige und bewegende Geschichte erwartet, wartet leider vergebens. Stattdessen bezaubern Neptune und Co. wie eh und je in manchmal klischéehaften, aber immer lustigen Dialogen, in denen nicht wenig Anspielungen auf die wirkliche Spieleindustrie und auch die Entwicklung des eigenen Spiels vorkommen. So beschweren die Mädchen sich beispielsweise darüber, dass ihre Klamotten dauernd zerreißen – ein neues Feature im Spiel, doch dazu nachher mehr.

Quests, Quests, Quests!
Es bleibt die Frage: Wie genau läuft das alles denn ab? Eigentlich ist es wirklich simpel, denn das Hauptmenü ist in diesem Fall euer bester Freund, denn unter anderem könnt ihr von hier aus Quests annehmen. Dabei gibt es jede Menge verschiedene Dungeons, von denen mal sich einen aussuchen und dann noch eine seiner Quests auswählen kann.
Bei den meisten dieser Aufträge seht ihr vorher genau, was von euch erwartet wird, um sie zu beenden, und auch die angeratene Level-Zahl, damit ihr nicht nach ein paar Sekunden schon ins Gras beißt. Bei anderen ist das Ziel unbekannt, und diese sind oft auch abwechslungsreicher, weil ihr gewisse Geheimnisse lüften, Gegenstände suchen oder bestimmte Bereiche erreichen müsst.

Sobald ihr ein Quest ausgesucht habt, müsst ihr dann wählen, mit welchen Charakteren ihr antreten wollt. Dabei sind es zwei an der Zahl, die ihr mitnehmen könnt, und diese sind aus der ganzen Reihe von CPUs, CPU Candidates (den kleinen Schwestern) und Dengekiko und Famitsu auszuwählen. Kurz danach erwarten euch meistens unzählige (!) Gegner in den farbenfrohen Dungeons, die ihr niedermähen müsst. Da ist es auch mal das Ziel der Quest, 500 der Monster zu besiegen, und das geht schneller als man denkt. Manchmal folgen dann noch Bosse, welche schwerer zu erledigen sind und deswegen natürlich auch mehr fordern. Und dabei sehen alle Gegner absolut niedlich aus! Wir hätten da beispielsweise Geister, die an die aus Pacman erinnern, kleine Blumen, Tetris-Blöcke oder sogar kleine (und große) Teddy-Monster! Da hat man manchmal fast schon ein schlechtes Gewissen.

Im Duo zum Sieg
Beim Kampf-Gameplay ist es wichtig zu erwähnen, dass man immer nur mit einer Person kämpft, welche man selbst steuert. Jeder Charakter lässt sich anders spielen und man kann die Personen einfach per Tastendruck wechseln. Blanc schwingt beispielsweise einen eher langsamen Stab, der aber gut Schaden macht; Noire schlägt mit dem Schwert um sich; und Uni verwendet eine Pistole, mit der man aus der Ferne Schaden erzielen kann. Dabei gibt es immer eine schnelle, leichte Attacke und eine kraftvollere. Und natürlich sind auch starke SP-Attacken mit von der Partie. Richtig ab geht es aber, wenn die CPUs ihre HDD-Form annehmen. Dann ändern sie nicht nur ihr Aussehen und sehen viel erwachsener aus, sondern setzen auch ihre wahren Kräfte frei. Dieser Modus muss sich allerdings zuerst aufladen, was in der EXE Drive-Leiste angezeigt wird, sodass man nicht dauerhaft in der HDD-Form herumlaufen kann. Generell kann man jedoch sagen, dass der Untertitel Action Unleashed nicht gelogen ist – tatsächlich sind die Kämpfe temporeich und man schlachtet sozusagen alles ab, was da ist.

Doch das Kämpfen ist nicht das einzige, was euch erwartet. Wenn man schon so detailreiche und witzige Charaktere hat, will man natürlich auch mehr von ihnen erfahren. Für diesen Zweck gibt es im Hauptmenü unter anderem noch die Option „City Watch“, bei der man das alltägliche Leben der Gottheiten verfolgen oder sich die neuesten Neuigkeiten anschauen kann – und das macht wirklich Spaß! So werden nebenbei auch neue Kostüme für die verschiedenen Mädchen freigeschaltet, welche man dann noch nach Belieben ausrüsten kann. Oder man sucht sich das Lied aus, zu dem man gerade am liebsten spielen will. Mit den Tutorials und dem Einstellungsmenü wäre das Hauptmenü damit vervollständigt.

Was, die Klamotten sind schon wieder zerissen?!
Wie vorhin schon erwähnt, ist eines der Features des Spiels, dass den Charakteren, sobald sie zu viel Schaden einstecken müssen, das ein oder andere Klamottenstück vom Körper gerissen wird. Dieser Tatsache wird jedes Mal wieder eine Cutszene gewidmet. Wem das gefällt, der kann den Mädchen sogar leicht zerreißbare Klamotten anziehen; wer dieses Feature allerdings nicht so super findet, für den gibt es (später freischaltbare) unzerstörbare Kleidungsstücke.

Ein weiteres nicht zu verachtendes Element des Spiels ist, wie schon lange in der Reihe integriert, das Lily-Rank-System. Wenn man oft mit denselben beiden Personen einen Quest macht, vertiefen diese ihre Beziehung. Dadurch werden neue Dialoge frei und auch andere positive Effekte nehmen Einzug. Auch zu erwähnen wären dann noch die Monster-Medaillen, welche ihr für das Besiegen der Gegner bekommt. Diese könnt ihr gegen nützliche Items oder Statuswert-Erhöhungen eintauschen.

Beendet ihr übrigens die Story, erwarten euch zwei weitere nette Leckerbissen, nämlich zum einen ein Arena-Modus, in dem die Göttinnen gegeneinander antreten können, und zum anderen ein weiterer Modus, bei dem ihr euch in einem Turm von Ebene zu Ebene hocharbeiten müsst.

Gut gelungene Aufmachung
Die Grafik ist, das muss man anerkennen, wirklich gelungen. So sind die Dungeons farbenfroh und abwechslungsreich gestaltet – zwar hat man immer ein paar Quests pro Dungeon, aber dennoch sehr viele verschiedene Szenerien. Auch die Gegner und besonders die Charaktermodelle sind detailreich und durchgängig überzeugend (ja, auch, wenn ihre Klamotten gelitten haben). Die Framerate sitzt und alles läuft sehr flüssig, auch wenn es temporeich zugeht. Ähnlich gut sieht es in den Dialogszenen aus, die wie ein Visual Novel aufgemacht sind. Die Charaktere bewegen ihre Münder passend zu dem Gesprochenen und sehen sogar nebenbei so aus, als würden sie tatsächlich atmen. Und natürlich sind auch die verschiedensten (oft niedlichen) mimischen Ausdrücke mit von der Partie. Alles in allem wirken die Mädchen sehr lebendig, wodurch auch die Dialoge selbst noch überzeugender sind. Was den Sound angeht, so passt dieser hervorragend zur Atmosphäre des Spiels. Und es gibt wirklich unglaublich viele Musikstücke: die verschiedenen Charaktere haben jeweils ihre eigenen Themen, auch die Geschwisterpaare und die verschiedenen Orte und, und, und. Allesamt sind sie temporeich und machen gute Laune.



Fazit:
Ob die Quests, die man einfach per Hauptmenü auswählt, auch ohne tiefergehende Geschichte auf Dauer motivieren können, lasse ich mal dahingestellt. Wer jedoch Lust auf etwas Action und witzige, leichte Dialoge hat, der wird in Hyperdimension Neptunia U: Action Unleashed auf jeden Fall ein Spiel für sich entdecken können. Der Sound mit der komplett englischen Vertonung und den englischen Texten sowie den vielen Musikstücken überzeugt, und auch die Grafik läuft konstant flüssig und ist sehr detailreich. Alles in allem ein Spiel, das ich Fans der Reihe, aber auch interessierten Neuzugängen, guten Gewissens an’s Herz legen kann.

Schlachtet (ungern) weiter kleine Teddys ab: Lisa Spitzer für PlantVITA.de

Vielen Dank an Idea Factory für die freundliche Bereitstellung des Rezensioncodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Nicht sehr tiefgründiger, aber actionreicher und witziger Ableger der Hyperdimension Neptunia-Reihe

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

8.0

TECHNIK:

9.0

SPIELWELT:

7.0
8
von 10

detailreiche Grafik und Charaktere

flüssige Darstellung

viele Musikstücke

witzige Dialoge

Geschichte fast nonexistent

leicht eintönig

Wie werten wir?

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