PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
The Sly Trilogy

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Sony

Developer:
Sanzaru Games

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
16.04.2014 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Jetzt Bestellen:
Zum Shop:

Review: The Sly Trilogy

Altin Bujupaj, 16.04.2014

6659°

6

Test mögen: Weitersagen:

Die PS2-Generation brachte Unmengen an Spieleperlen, welche leider an mir vorbeigegangen sind. Umso erfreulicher ist es, wenn Sony es sich erlaubt, die Besten der Besten als HD-Sammlung erneut zu veröffentlichen. Eines der Spiele worauf ich mich seit seiner Ankündigung sehr freute, war die Sly Trilogie. Das letzte Jump'n'Run, welches ich auf einer PlayStation gespielt habe, war Crash Bandicoot. Kann der Waschbären-Dreierpack überzeugen oder sollte man die Finger davon lassen? Finden wir es heraus!

"Crime? I haven't stolen anything... yet."
Wie der Titel vermuten lässt, kommt die Sly Trilogie mit den ersten drei Spielen, die ursprünglich von Sucker Punch auf der PS2 veröffentlicht und nun von Sanzaru Games (Sly Cooper: Jagd durch die Zeit) auf die PS3 und Vita portiert wurden. In der Sammlung befinden sich Sly Cooper and The Thievius Raccoonus, Sly 2: Band of Thieves und Sly 3: Honour Among Thieves. Während bei der PS3-Version der Trilogie alles auf einer BluRay zu finden ist, muss bei der Vita-Variante der dritte Teil separat heruntergeladen werden. Wer sich also alles aus dem PSN ziehen möchte, muss dafür gut 6 GB frei haben. In allen drei Spielen erfährt ihr die Geschichte des berühmten Meisterdiebs mit dem Namen Sly Cooper. Die Serie setzt außerdem auf anthropomorphe Charaktere. Mit anderen Worten: Tieren werden menschliche Eigenschaften zugesprochen. Im ersten Teil wurde das Familienerbstück der diebischen Cooper-Familie gestohlen. Auf der Suche nach den sieben Seiten Thievius Raccoonus', in welchem alle Geheimnisse der Diebeskunst geschrieben stehen, reist ihr in viele Gebiete und erlebt wie aus dem Waschbär ein "waschechter" Dieb wird. Dabei ist Sly natürlich nicht alleine. Er wird von seinen treuen Freunden Bentley der Schildkröte und dem Nilpferd Murray begleitet. Im zweiten Teil sucht ihr nach den Reliquien von Clockwerk, dem großen Erzrivalen der Cooper-Familie. Im letzten Teil der Trilogie sammelt Sly die besten Diebe zusammen, um den geheimen Schatz seiner eigenen Familie zu stehlen. Im Verlauf aller drei Spiele wird Sly nicht nur von diversen Antagonisten gejagt, sondern auch von Interpol-Kommissarin Carmelita Fox. Die Story ist durchgehend gut erzählt und bietet sehr viel Humor, hat aber auch ihre ernsten Momente.

"Thieving is the family business, and business was good."
Was bei einem Jump'n'Run jedoch Brot und Butter definiert, ist das Gameplay. Grob gesagt spielen sich alle drei Teile relativ identisch, doch lassen sich zahlreiche Feinheiten im Verlauf der Reihe erkennen. Im ersten Ableger spielt den noch leicht unerfahrenen Sly, welcher sich nicht groß mit seinem Familienerbstück auseinandergesetzt hat. Beim Finden der verlorenen Seiten des Thievius Raccoonus lernt Sly zahlreiche neue Fähigkeiten, die in den späteren Spielen verinnerlicht werden, wie z.B. Luftattacken, das Balancieren auf scharfen und spitzen Gegenständen, eine temporäre Unsichtbarkeit und zahlreiche Kampftechniken. Sly bekämpft und bestiehlt Feinde mit dem Cooper-Cane – ein hakenähnlicher c-förmiger Stab, welcher charakteristisch für die Cooper-Familie ist. Während der Spieler im ersten Teil nur mit Sly spielt, kann man im zweiten und dritten Teil auch diverse Passagen mit seinen Freunden Bentley und Murray absolvieren. Diese waren im ersten Ableger nur bei kleinen Minispielen verfügbar. Als Computer-Nerd und Meisterhacker verfügt Bentley über Gadgets wie Granaten und Betäubungspfeilen. Im Gegensatz dazu steht Murray für pure Power und überzeugt mit übertierischer Stärke und Durchhaltevermögen. Im dritten Teil sind zudem weitere Charaktere wie Carmelita, Penelope oder auch Dimitri spielbar. Im Spiel selbst wandert ihr in Episoden durch verschiedene Szenarien wie Venedig, Paris oder Kalkutta oder Kairo. Im Verhältnis besitzt der erste Teil die kleinsten Gebiete und ist von der Spielelänge auch am kürzesten. Auch Sly ist im ersten Teil durchaus schwächer: Der Angriff eines Gegners konnte den Helden außer Gefecht setzen. Dies führte dazu, dass der erste Titel als durchaus Arcade-lastiger angesehen werden kann. Im zweiten und dritten Teil, kann jeder Charaktere mehr Schläge einstecken und anstelle von 100 Münzen, die im ersten Teil dem Spieler einen Extraleben schenkten, können beim Erwerb vieler Münzen im zweiten und dritten Titel zahlreiche neue Gadgets/Fähigkeiten gekauft werden. In jedem Titel erfüllt der Spieler diverse Missionen bis er am Ende gegen einen Boss antreten muss. Mal versucht der Spieler den Boss mithilfe der Umgebung auszutricksen und in anderen Fällen werden Minigames wie ein kleines Rhythmusspiel in diesen Kämpfen benutzt. Beim ersten Teil sorgen diese für durchaus mehr Vielfalt, doch sind viele dieser Minispiele auch von der Community für ihre technischen Schwierigkeiten gehasst. Auch die Schwierigkeit ist aufgrund der Arcade-Charakteristika beim ersten Titel am höchsten, während er bei Sly 2 und 3 durchaus angenehm bleibt. Der erste Teil kann sich mit einer Spiellänge von gut sieben Stunden sehen lassen. Mit mehr als 17 Stunden kann der zweite Titel überzeugen, während der dritte ca. 12-13 Stunden in Anspruch nehmen kann. Durch und durch eine sehr gute Spiellänge für das Genre und Preisverhältnis!

"Show Your Bling and let me shine you!"
Was bei Ports und HD-Auflagen auch als sehr wichtig angesehen wird, ist die Optik. Alle drei Spiele machen Gebrauch von Cel Shading-Grafik, welche etwa auch bei Jet Set Radio und The Legend of Zelda: Wind Waker benutzt wird. Das gibt dem Spiel nicht nur einen Touch an Individualität, sondern veraltet nicht so schrecklich wie andere Polygon-Alpträume. Trotz Cel Shading lässt sich bei dem Handheld erkennen, dass der erste Teil grafisch gegenüber seinen beiden Nachfolgern den Kürzeren zieht. Die Charaktere wirken eckiger und die Umgebungen sind schlichter. Neben der Grafik profitieren jedoch der erste und zweite Teil von einem superben Design. Mit der Szenerie und den nächtlichen Umgebungen bekommt man glatt ein Noir-Gefühl, welches dem Spiel noch mehr Charme verleiht. Auch im dritten Teil sind einige Umgebungen in der Nacht gesetzt, doch gibt es einige Ausnahmen, in denen ihr euch tagsüber in die Gebiete von Holland begebt. Die Performance ist glücklicherweise besser geworden als andere Portierungen wie Jak & Daxter HD. Nur selten sah ich minimale Slowdowns. Doch bleibt bei all dieser Schönheit eine große Warze übrig: Die CGI-Filmchen. Auf der PS3 und der Originalplatfform sahen diese nur leicht verpixelt aus. Auf der Vita? Stellt euch vor, ihr schaut euch ein Youtube-Video vom Jahre 2007 an mit einer Auflösung von weniger als 240p an. Da ist die Bezeichnung "aufgenommen mit einer Kartoffel" sehr passend. Auch die Schriftart im Spiel wirkt leicht verpixelt. Das jedoch größte Makel aller Jump n‘ Runs von früheren Generationen ist die Kamera. Es gibt kaum Spiele, welche nicht von dieser Krankheit leiden und alle drei Sly-Titel sind da keine Ausnahme. Bei hektischen und schnellen Szenen stellt diese Kamera dem Spieler eher ein Bein als das sie einem hilft. Im zweiten Teil hatte ich eher diese Probleme als im ersten, doch war es durchaus ärgerlich nicht eine Plattform erreichen zu können, weil der Abstand nicht richtig eingeschätzt werden konnte. Glücklicherweise sind dies die einzigen grafischen Macken die im Spiel zu finden sind. Die Musik ist durchweg überzeugend und sorgt vor allem beim zweiten Titel für Ohrwurmgefahr. Außerdem besticht diese auch durch Dynamik, wenn Sly bespielsweise versucht sich an einen Fiesling vorbeizuschleichen oder in Gefahr schwebt. Sie wirkt in keinen Fall Fehl am Platze und definiert Szenerie und Stimmung nahezu perfekt. Allein dieses Lied schwirrt bis heute noch in meinem Kopf herum!

"I hope plan B involves food. I'm starving!"
Neben der oben genannten Spielzeit finden sich in jedem Titel noch zahlreiche Extras in Form von geheimen Passagen oder das Sammeln von versteckten Items in jeder Umgebung. Diese werden als Flaschenpost (30 pro Episode) dargestellt, welche zusammengesetzt einen Code darstellen. Verfügt der Spieler über diesen Code, kann er einen Safe öffnen, in welchem versteckte Fähigkeiten oder andere Extras zu finden sein werden. Neben diesen verfügt das Spiel über keinen großen Wiederspielwert, doch braucht es diesen bei der großen Spielzeit auch kaum. Wie es sich für die Vita gehört, wird auch vom Touchscreen Gebrauch gemacht. So lassen sich mit diesem bestimmte Ferngläser und Zielgeräte handhaben. Wie es auch bei der PS3-Version der Fall war, kann der Spieler bei der Sly-Trilogie auf Trophäenjagd gehen. Dies gibt dem Spiel einen minimalen Wiederspielwert, doch ist es schwer an einige Errungenschaften im Verlauf der Spiele vorbeizukommen. Nach glatt fünf Minuten war ich schon im Besitz von drei Bronzetrophäen.



Fazit:
Die Sly Trilogie hat mich durch und durch fasziniert. Die Story ist gut umgesetzt, die Charaktere verfügen über sehr viel Charme und auch die Dialoge sorgten für noch mehr Interesse. Dies wurde vom Noire-Setting und der Musik nahezu perfekt untermauert und die Cel Shading-Optik kann sich noch heute sehen lassen. Während mir persönlich der erste Teil nicht so sehr gefiel wie seine beiden Nachfolger, konnte dieser sich trotz seiner Schwierigkeiten und den Arcade-Charakteristiken punkten. Als Favorit muss ich den zweiten Teil nicht nur wegen der Spiellänge, sondern auch wegen dem Setting küren. Ohne dabei groß zu spoilern, sind viele Ereignisse im zweiten Teil für die Reihe definierend, sei es im Bereich von Gameplay oder der Story. Der dritte Teil ist für mich mehr vom zweiten Teil, doch sind die Umgebungen und ganzen neuen Charaktere etwas zu anders für die Reihe geworden. Wären die CGI-Szenen und die Kamera etwas besser gewesen, hätte das Spiel höchstwahrscheinlich eine perfekte Bewertung bekommen. Mit diesen Makeln bleibt die Trilogie trotzdem ein Pflichtkauf für alle Spieler die nach mehr Jump'n'Run-Futter suchen. Für nur 30 Euronen (24,99€ im PSN) wird dem Spieler mehr als 30 Stunden lange Abenteuerkost serviert. Zugreifen!

Plant schon den nächsten großen Diebstahl – Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung eines Review-Codes.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Langes und unterhaltsames Jump'n'Run-Abenteuer im charmanten Cel Shading-Design!

Wertung

LEVELDESIGN:

9.0

ABWECHSLUNG:

8.0

GAMEPLAY:

8.0
8
von 10

faszinieriendes Setting mit Noir-Gefühl

Cel Shading und Musik sind kaum veraltet

lange Spieldauer

abwechslungsreiches Gameplay

Mehr spielbare Charaktere (2 und 3)

vergleichsweise hoher Schwierigkeitsgrad (Sly 1)

Kameraprobleme in allen drei Teilen

CGI-Filme sind stark verpixelt

geringer Wiederspielwert

Wie werten wir?

Kommentare anzeigen

6 Kommentare