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Spielname:
Hyperdevotion Noire: Goddess Black Heart

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Idea Factory

Developer:
Idea Factory

Genre:
Strategie

Release:
27.02.2015 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

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Hyperdevotion Noire: Goddess Black Heart

Review: Hyperdevotion Noire: Goddess Black Heart

Altin Bujupaj, 27.02.2015

2747°

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Zwar ist der Winter vorbei, aber mindestens eine Firma hat immer noch das Spielefieber: Mit dem zweiten Spinoff der Hyperdimension Neptunia-Reihe, möchte Compile Heart mit Hyperdevotion Noire: Goddess Black Heart in die Materie der Strategie-Rollenspiele eindringen. Warum dieser mutige Versuch nur einen mäßigen Erfolg hat, finden wir weiter unten heraus!

Willkommen in Gamindu-, Gamarket! Und jetzt, vereine das Land!
Das Spiel begrüßt den Spieler mit einem netten Opening und einem Intro, welches das Setting des Spieles näher beleuchtet. Wie der Titel von Hyperdevotion Noire vermuten lässt, schlüpft ihr diesmal nicht in die Rolle der hyperdimensional satirischen Neptune , sondern in die von Noire, die CPU von Lastation. Um genau zu sein, ist der Spieler in der Story von Hyperdevotion Noire ein namen- und bildloser Sekretär von Noire, denn dieses Spinoff spielt in einem alternativen Universum. In der Welt von Gamarket hat Noire es geschafft, im Kampf der CPUs als Siegerin hervorzutreten und kurz bevor sie es schaffen kann, das Land zu vereinen, wird sie durch die List von Arfoire über den Pudding gezogen. Mit dem Fehlen des Sharicites befindet sich die Lage von Gamarket glimpflicher als je zuvor und als Sekretär begleitet ihr Noire auf dem Weg zur erneuten Weltherrschaft und vielleicht auch zum Frieden von Gamarket.

Ein SRPG für die Vita, welches nicht Disgaea heißt? Unmöglich!
Wenn es zwei Dinge gibt, die ein Spinoff zur Neptunia-Reihe charakterisieren, dann ist es zum einen die tödliche Dosis an Fanservice und zum anderen das Gameplay. Bei Hyperdevotion Noire handelt es sich hierbei um einen SRPG. Und als stolzer Fan der SRPG-Reihe kann ich mich keineswegs über noch mehr Strategiefutter auf der Vita beschweren! Pioniere wie Final Fantasy Tactics (wessen PSP-Port ich gekauft habe, bevor ich überhaupt eine PSP besaß!) und Disgaea stehen an der Spitze des Genres. Hyperdevotion Noire würde im Vergleich womöglich im Mittelfeld bleiben. Wie in jedem SRPG sucht ihr euch vor dem Kampf eure Charaktere aus, die ihr in die Schlacht schicken möchtet und beginnt euren Zug. Die Basics wie Skills, Passive Fähigkeiten, Ausrüstungen und Schwächen im Schere-Stein-Papier-Prinzip sind auch vertreten. Allerdings besitzt Hyperdevotion Noire auch etwas eigenständigere Features. Da wäre zum einen das Lily Rank-System, welches Fans der Reihe definitiv bekannt vorkommen sollte. In Hyperdevotion Noire übernimmt dieses System das vom EXE-Drive und füllt sich anstelle von Rush-Attacks mit Fertigkeiten auf. Sind neben euren ausgewählten Charakter noch andere Einheiten, so geben diese eurem momentan ausgewählten Charakter einen kleinen Schmatzer auf die Wange und füllen euren Balken auf. Zusätzlich werden bei mehreren Einheiten auch die Kosten für den Einsatz der Fertigkeit reduziert, wodurch es sich immer lohnt, mindestens eine Busenfreundin (Pun intended) in eurer Nähe zu haben. Natürlich habt ihr neben den vier bekannten CPUs auch im weiteren Verlauf des Spieles Zugriff auf andere Hommagen der Spieleindustrie. Hier kann sich Compile Heart an der Schulter patschen, denn mit mehr als 18 Maker-Charakteren werden Franchises wie Street Fighter, Dragon Quest, Agarest (Wuhu!), Dynasty Warriors, Metal Gear Solid und auch Final Fantasy abgedeckt.

Wie es von der Neptunia-Reihe üblich ist, können eure CPUs auch auf die HDD (Hard Drive Divinity) zugreifen und für drei Züge das Strategiefeld unsicher machen. Ein netter Touch, der mich sehr an das zu Unrecht unbekannte SRPG Jeanne D’Arc erinnert hat, ist auch, dass ihr diese Fertigkeit nur einmal im Kampf für den jeweiligen Charakter einsetzen könnt. Spezielle Statuseffekte wie Virus, 8Bit oder Tofu sind auch im Spiel vorhanden. Die Karten im Spiel sind meistens groß und vielfältig, welches mich besonders überrascht hat, wenn ich an die tausend identischen Dungeons in der Hauptreihe denken musste. Neben den Feinden müsst ihr euch allerdings auch vor Umgebungseffekten und Höhen hüten, denn diese können eure Charaktere nicht nur ausbremsen, sondern auch sehr stark verletzen! Die Schwierigkeit des Spieles kann zu Beginn auf Leicht, Normal oder Schwer eingestellt werden. Auf Normal begonnen, bat mir das Spiel eine faire Herausforderung, ohne den Drang nach lästigem Grinden zu verspüren. Nach 25 Stunden war auch schon das Ending in Sicht. Wem das nicht reicht, der kann danach selbstverständlich das True Ending jagen, um seinen Bedürfnissen voll und ganz entgegenkommen zu können!

Micro-Managing und das harte Leben eines CPU-Sekretärs
Neben den Hauptquests gibt es auch außerhalb des Schlachtfeldes vieles für den Spieler zu tun. Zum einen werden auch zahlreiche Nebenmissionen angeboten, die euch entweder in einen schweren Kampf gegen einen Drachen versetzen, oder in denen ihr darum gebeten werdet, nach Kräutern zu suchen. Natürlich werden auch hier die Noire-Fans (welchen ich beichtend angehöre) nicht zurückgelassen: Im Basilicom von Lastation könnt ihr auf die Sim(ulation) Noire zugreifen. Als Sekretär der schwarzherzigen Göttin müsst ihr der Hilfe des Volkes nachgehen und bei lebenswichtigen Fragen wie "Gemüse A oder Gemüse B?" die richtige Antwort finden. Ist diese im Einklang mit Noires Gedanken, ertönt neben einer Fanfare auch eine möglicherweise neue Event-Szene. Als weiteres Schmankerl kann der Spieler auch das Zimmer von Noire mit neuen Möbeln schmücken – wer will denn auch nicht ein sprechendes Kissen oder einen Teppich, der es liebt, wenn Noire auf diesem steht? Anders als dies, sind altbekannte Elemente wie das Ausrüsten von CPU-Teilen und das Entwickeln neuer Waffen anhand von Materialen und Plänen mit dabei.

Grafik und Sound: Die glorreiche Schönheit der SD-Grafik!
Einer der überraschenderen Aspekte, über die ich noch nicht geschrieben habe, ist die Grafik von Hyperdevotion Noire. Diese besteht anders als bei der Hauptreihe aus einem SD-Zeichenstil, kurz für Super Deformed oder auch als Chibi bekannt. In kurzen Worten sind hierbei nicht die Brüste, sondern der Kopf der Charaktere das größte Augenmerkmal. Die 2D-Modelle bleiben dem Original jedoch treu, wodurch die SD-Pracht nur in Kämpfen zu sehen ist. Persönlich gesehen bin ich nicht der größte Fan vom SD-Zeichenstil, doch würde ich lügen, wenn ich sagen würde, dass es in Hyperdevotion Noire nicht gut aussieht. Die Charaktermodelle sind detailliert, die Umgebungen sind auch schön anzusehen und schockierenderweise sogar vielfältig! Was auch zu loben ist, ist dass die Kamera in Hyperdevotion Noire frei beweglich ist - ein Feature, welches man nicht allzu oft in SRPGs sieht. Die Framerate ist größtenteils stabil und kommt nur ins Stocken, wenn der Spieler versucht, diverse Handlungen so schnell wie möglich zu beenden. Die Musik besitzt zum Teil identische Lieder aus der Hauptreihe, hat aber allerdings auch eigene Soundstücke, die mich mit ihrer Qualität ehrlich gesagt überrascht haben. Das Sprachausgabe kann auch bei diesem Spinoff vom Englischen auf das Japanische gewechselt werden.

Wenn der geplante Zug zu tief nach unten fällt
Auch Hyperdevotion Noire ist natürlich nicht ohne Makel. Zum einen ist die Story, auch wenn sie unterhaltsam ist, nicht die gleiche, wie als wenn Neptune die Entscheidungen fällt und dabei jeden weiteren Charakteren auf den Arm nimmt. Es fehlt etwas mit der etwas rauen Noire als Hauptcharakterin, der feine Humor und die manchmal zynischen Anmerkungen von Neptune. Durch die vielfältigen Maker-Charaktere wird glücklicherweise die Hommage-Dosis voll und ganz abgedeckt, wodurch das Fehlen von zu viel Neptune noch einigermaßen zu verzeihen ist. Was jedoch etwas ärgerlicher ist, ist die Balance des Spieles selbst. Kurz und knapp ausgedrückt: Noire und zum Teil die anderen CPUs sind overpowered. Die CPUs besitzen die latente Fähigkeit zu schweben, wenn sie in den HDD-Modus wechseln. Wieso Noire im HDD-Modus besonders als Win-Button hervorragt? Sie darf gleich zwei Züge ausführen. Das Lily Rank-System ist auch nicht fehlerfrei. Wie beschrieben, bekommt euer ausgewählter Charakter durch das System Punkte, welche notwendig sind, um EXE-Drive Attacken auszuführen.

Der Haken? Beim Einsatz von EXE-Drive Attacken füllen sich eure Lily Points erneut auf, wenn ihr sie neben anderen Charakteren ausführt. In anderen Worten kann Noire durch diesen Trick zweimal ihren EXE-Drive in einem Zug aktivieren. Ein weiteres Manko ist das Manövrieren eures Charakters. Angenommen, ihr möchtet einen Umgebungseffekt wie eine Elektrofalle umgehen und dabei direkt neben dem Gegner dahinter stehen. Dies wäre kein problematisches Unterfangen, wenn das Spiel nicht darauf bestehen würde, den kürzesten Weg einzuschlagen, auch wenn dieser heißt, dass ihr durch die Falle laufen würdet, welches nebenbei angemerkt die Bewegung eures Charakter direkt abbricht und euch Schaden zufügt.Das gleiche gilt für Höhere Plattformen, in welchen das Spiel den Fallschaden ignoriert und eure Heldinnen zum Bungiespringen einlädt. Beides sind Faktoren, um welche sich die Gegner keine Sorgen machen müssen. Hierbei zeigt sich dann die Stärke der CPUs, denn mit der Fähigkeit des Schwebens werden Umgebungseffekte und Fallschäden ignoriert. Als letztes Ärgernis bleibt zu erwähnen, dass die bekannten Makers Compa und Iffy nur per DLC zu kaufen sind.



Fazit:
Was ist also Hyperdevotion Noire: Goddess Black Heart? Ein Meisterstück der SRPG-Geschichte oder ein totaler Reinfall im SRPG-Genre? Ich würde keines von beiden behaupten. Die Kernelemente eines Strategiespieles sind in Hyperdevotion Noire vertreten und werden im Großen und Ganzen relativ zufriedenstellend umgesetzt. Aber das war's dann auch. Wer hier nach einer nahezu kilometerlangen Tiefgründigkeit wie in Final Fantasy Tactics sucht, der sucht vergebens. Auch die Story kann keine großen Geschichten schreiben, doch ist und bleibt Noire ein feines Spiel für Fans der Reihe und auch für Fans von SRPG-Titeln. Die Grafik und die Musik sind durchaus gut gelungen und auch die Spielzeit mit den zwei Endings kann sich für den fairen Preis durchaus sehen lassen. Spaß und Freude kann der Spieler definitiv in Hyperdevotion Noire finden, doch soll man hier nicht auf eine Revolution warten.

Ignoriert unfreiwillig Fallschäden und verwandelt sich in Tofu – Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Idea Factory International für die freundliche Bereitstellung eines Rezensioncodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Unterhaltsames Allrounder-SRPG mit kleinen Balance-Schwierigkeiten

Wertung

KOMPLEXITÄT:

5.0

ÜBERSICHT:

9.0

STORY:

7.0
7
von 10

Humorvoll erzählte Geschichte…

Solides Gameplay…

Mehr als 18 spielbare Charaktere…

Zufriedenstellende Grafik und Musik

Frei bewegbare Kamera

Gute Spieldauer und zwei Endings

…welche ohne Neptune in der Hauptrolle etwas blasser wirkt

…welches jedoch kaum in die Tiefe geht

…welche im Schatten der zu starken CPUs stehen

Charakterbewegungen nicht vollständig einstellbar

Wie werten wir?

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