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Spielname:
God Eater 2: Rage Burst

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Namco Bandai

Developer:
Shift

Genre:
Action

Release:
30.08.2016 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: God Eater 2: Rage Burst

Lisa Spitzer, 09.10.2016

3961°

0

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Während mein Kollege Tjark sich bereits mit dem ersten Teil God Eater Resurrection auseinandergesetzt und euch die Vorzüge und Nachteile des Spiels präsentiert hat, habe ich mich an den zweiten Teil der Reihe God Eater 2: Rage Burst gewagt. Ob das Spiel überzeugt hat und wie es im Vergleich zum ersten Teil abschneidet, erfahrt ihr im Folgenden!

Die Welt in Trümmern
Auch drei Jahre nach den Ereignissen von Resurrection kann man nicht gerade sagen, dass die Welt ein schöner Ort zum Leben ist. Noch immer säumen die Aragami die Trümmer der längst vergangenen großen Zivilisation – Monster zahlreicher verschiedener Arten, doch alle gefährlich. Und nicht nur das – eine noch größere Gefahr bewegt sich auf die verbliebenen Menschen zu: Der Rote Regen. Eine Epidemie, welche die nunmehr Verbliebenen bedroht. Die letzte Hoffnung der Menschheit sind die Mitglieder des Elitetrupps God Eater, die sich als einzige den Aragami entgegenstellen können. Sie verfügen nämlich über die besondere Gabe, von Menschenhand erschaffene Aragami, die sogenannten God Arcs, zu verwenden, welche sich in Form verschiedener Waffen zeigen. Und genau in die Rolle eines solchen God Eaters schlüpft der Spieler – doch mehr noch, denn er ist Teil einer besonderen Einheit namens Blood. Mitglieder dieser können die sogenannten Blutkünste einsetzen, welche die God Arcs noch mit besonderen Attributen und neuen Fähigkeiten ausstatten, was im Kampf den entscheidenden Vorteil bringen kann.

So viel erst einmal zur Spielwelt. Doch bevor ihr in die Geschichte eintauchen könnt, müsst ihr erst einmal euren eigenen Charakter erstellen. Dabei habt ihr von Geschlecht und Gesichtszügen, über Augen- und Haarfarbe bis zu Accessoires und verschiedenen Stimmen jede Menge Optionen zur Verfügung. Und sobald das erledigt ist, geht es sofort los mit der Story – die, wir ihr vermutlich schon gemerkt hat, recht düster und auch ziemlich komplex anmutend ist, jedoch auch witzige Passagen umfasst. Letzteres ist zu einem großen Teil den unterschiedlichen Charakteren des Spiels zuzuschreiben (vor allem natürlich eure Vorgesetzten und Kameraden, für die es sogar eigene "Charakter-Episoden" gibt, durch die sie noch weiter beleuchtet werden), welche einen bunten, unterhaltsamen Mix unterschiedlichster Persönlichkeiten darstellen. Mit diesen bestreitet ihr dann auch die zahlreichen Missionen, wobei ihr euch meistens sogar aussuchen könnt, mit welchem der KI-Charaktere ihr in den Kampf ziehen möchtet.

Aug' in Aug' mit den Biestern
Wo wir auch schon beim Stichwort wären: Den Kämpfen. Diese sind in Quests aufgeteilt, welche sich in verschiedene, ansteigende Schwierigkeitsgrade einordnen. Dabei stehen immer verschiedene Arten der Monster im Fokus, welche alle unterschiedliche Attribute und Schwächen haben. Diesen begegnet ihr auf eher kleinen Maps, welche dafür jedoch ohne weitere Ladezeiten durchlaufen. Ihr durchkämmt dann also das kleine Gebiet nach den jeweils angepeilten Monstern (neben diesen Missionszielen befinden sich übrigens kaum andere Monster in den Gebieten, sodass ihr euch auf euer Ziel fokussieren könnt). Sobald ihr dieses gesichtet habt, gilt es, seine Waffen richtig einzusetzen. Von Kurz- und Lang- bis zu Wuchtschwertern, Speer und Sense ist da übrigens für jeden Kampftypen etwas dabei. Die Waffen sind dafür auch gut ausgeglichen und jede hat ihre Vor- und Nachteile. So verursacht beispielsweise das Wuchtschwert viel Schaden, ist jedoch ziemlich langsam. Mobiler ist man beispielsweise mit dem Speer oder der Sense. Dazu kommen vier verschiedene Schusswaffen-Typen. Zwischen Nah- und Fernkampfwaffen kann man im Kampf dann nach Belieben wechseln. Zudem kann man auch ein Schild zur Verteidigung einsetzen, was bei den später immer stärker werdenden Gegnern einen wichtigen Aspekt der Kampftaktik darstellt. Auch die Wahl der eigenen Blutkunst spielt eine große Rolle, da diese das Move-Set jeder Waffe eventuell ein wenig verändert. Der Blutrausch spielt - zumindest ab den späteren Teilen der Story - eine wichtige Rolle, denn durch diesen kann man nach Erfüllen bestimmter Bedingungen für kurze Zeit unverwundbar und mit einem Schadensmultiplikator durch die Gegner metzeln.

Taktik wird im Allgemeinen großgeschrieben. Einfach draufzuhauen kann zwar manchmal schon zum Sieg führen, doch der richtige Einsatz von sowohl Nahkampfwaffen als auch Schusswaffen und dabei der richtigen Munition, um die Schwächen seines Gegners auszunutzen, ist unheimlich wichtig. Vor allem, da die Kämpfe gnadenlos schnell ablaufen. Dabei ist auch wichtig, wo man seinen Gegner trifft, sodass man sich gut platzieren sollte. Durch die manchmal etwas hakig agierende Kamera ist das teilweise etwas schwierig, den größten Teil der Zeit hindurch funktioniert es jedoch gut. Die Kämpfe sind an sich unglaublich flüssig und temporeich, was richtig Spaß macht. Und auch die Steuerung ist nach kurzer Eingewöhnung intuitiv, wobei es manchmal jedoch etwas stört, dass Tasten teilweise doppelt belegt sind. Im Eifer des Gefechts können die paar Sekundenbruchteile, die man eine Taste dadurch nicht im richtigen Kontext bedient, schon mal zum Problem werden. Hat man den Gegner dann jedoch zur Strecke gebracht, sollte man nicht vergessen, in mit dem eigenen God Arc zu „verschlingen“, um dadurch die verschiedenen Teile des Monsters einzusammeln, mit denen man dann später seine Waffe aufwerten kann. Aber auch während des Kampfes stellt das Verschlingen einen wichtigen Aspekt dar, denn genau wie im ersten Teil gelangt man dadurch in den Burst-Modus, der einem gewisse Vorteile gewährt.

Generell kommt Craften, wie auch im ersten Teil, eine wichtige Rolle zu. So kann man sich neue Waffen herstellen oder seine eigene verbessern, indem man die Teile der Monster weiterverwertet, oder auch durch Materialien, die man auf den verschiedenen Maps aufsammeln kann. Ein weiterer Aspekt, durch den man die eigene God Arc aufwerten kann, sind während des Kampfes gesammelte verlassene God Arcs, deren Fähigkeiten man sich selbst zunutze machen kann. Und auch aus den KI-Kumpanen, die den Spieler im Kampf begleiten, kann man durch verschiedene Fähigkeiten, die man ihnen zuschreiben kann, das Beste herausholen.

Zusammen ist man stärker
Natürlich können solche Kämpfe mit anderen Leuten zusammen noch einmal mehr Spaß machen – doch im ersten Teil waren meine Kollegen vom Multiplayer-Modus nur teilweise überzeugt. Hat sich daran im zweiten Teil etwas geändert? Ja! So versuchte ich den Mehrspieler-Modus zusammen mit Denis, und wir fanden heraus, dass man nun auch gemeinsam die Story vorantreiben kann. Dazu erstellt ein Spieler einen Raum, den er per Passwort schützen kann, um Freunde einzuladen, oder er lässt ihn offen, um mit anderen zu spielen. So kommt der andere Spieler sozusagen in die eigene Spielewelt, und man kann einfach zusammen die anstehenden Missionen bestreiten. Super dabei ist, dass die Zwischensequenzen, die immer mal wieder kommen, von beiden Spielern angeschaut werden können. Das einzige Problem während unseres Tests war allerdings, dass, wenn ein Spieler während des Kampfes die Internetverbindung verliert, so wird das dem anderen keinesfalls mitgeteilt – und der Kampf läuft einfach weiter. Das ist natürlich ein Problem, wenn man nicht die ganze Zeit in Kommunikation steht und dann plötzlich ohne einen Kommentar alleine dem Monster entgegensteht.

Grafik und Sound
Eins kann man jedoch auf jeden Fall sagen: Mit God Eater 2 zeigt die Vita einmal mehr, was sie alles kann. Die Grafik überzeugt mit Detailreichtum, und vor allem wird der eigens erstellte Charakter flüssig in das Spiel übernommen - auch in den Zwischensequenzen. Die Monster sind teilweise schon sehr imposant, und alles läuft flüssig. Dazu kommen ein epischer Soundtrack mit orchestralen Stücken, und eine komplette englische Vertonung, die ähnlich wie im ersten Spiel ohne Probleme überzeugen kann - ein kleines Problem hierbei stellt lediglich die etwas mäßige Komprimierung der Stimmen dar, wodurch sie etwas blechern klingen. Und übrigens – für alle, die sich wegen der Sprache unsicher sind - Alle Texte sind auf Deutsch verfügbar.



Fazit:
Lisa Spitzer:Alles in allem ist God Eater 2: Rage Burst ein Spiel, das für viele Stunden fesseln kann. Die Geschichte ist spannend und setzt immer an den richtigen Punkten weiter an, um das Interesse aufrecht zu erhalten, aber den Spielfluss dabei nicht zu vermindern. Die Kämpfe sind abwechslungsreich durch das große Waffen-Arsenal und die vielen Indiviualisierungsmöglichkeiten; außerdem gibt es zahlreiche verschiedene Monster-Arten mit verschiedenen Schwachpunkten, die es herauszufinden gilt. Dazu kommt die überzeugende Darstellung des Spiels mit der wunderschönen Grafik und dem episch anmutenden Soundtrack – ein Spiel, das ich jedem weiterempfehlen kann!

Ist immer für eine gute Dystopie zu haben: Lisa Spitzer für PlanetVita.de

Denis Wewetzer: Ihr konntet es bei dem Review von Resurrection bereits lesen, aber auch mir ist (nachdem ich davor sehr lange den zweiten Teil gespielt habe) beim ersten aufgefallen, dass die Menge an Monster recht gering ist - wenn man dann noch bedenkt, dass man ursprünglich auf drei Nahkampfwaffen beschränkt war, graust es mir ein wenig. Resurrection hat vieles sehr gut gemacht und Rage Burst ist tatsächlich nochmal besser. Neue und alte Aragami dürfen verkloppt werden und die Blutkünste sind eine gelungene Bereicherung für das Kampfsystem - der Blutrausch aber natürlich auch! Durch das Einführen der Charakter-Episoden bekommt man außerdem mehr Hintergrund für die Gefährten, die einen auf dem Weg begleiten und allgemein fällt auf, dass die Story ausgereifter ist. Vom Soundtrack kann ich auch nur schwärmen, sodass God Eater 2: Rage Burst definitiv eine Empfehlung für alle Jagd-Freunde ist, die es gerne mal richtig schnell haben wollen!

♫ I will wi~n, 'cause my heart is burning with desire, to go on ♫: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Bandai Namco für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Macht alles richtig, was der Vorgänger richtig gemacht hat, und noch mehr!

Wertung

STORY:

8.0

SPIELWELT:

9.0

ABWECHSLUNG:

9.0
9
von 10

Rasante Action

Viel Abwechslung

Große Individualisierbarkeit

Epischer Soundtrack

Komplett auf englisch vertont

Deutsche Texte

Kamera manchmal etwas frickelig

Doppelbelegung einiger Knöpfe manchmal problematisch

Multiplayer läuft auch ohne einen Spieler ohne Kommentar weiter

Wie werten wir?

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