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Spielname:
Dungeon Travelers 2: The Royal Library & The Monster Seal

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
NIS America

Developer:
Atlus

Genre:
Rollenspiel

Release:
16.10.2015 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Dungeon Travelers 2: The Royal Library & The Monster Seal

Review: Dungeon Travelers 2: The Royal Library & The Monster Seal

Denis Wewetzer, 16.09.2015

3421°

0

Test mögen: Weitersagen:

Nachdem wir in letzter Zeit auch mal etwas... sagen wir, „japanischere“ Spiele bekommen haben, ist es nur normal, dass das auch so weitergeht. Zwar liegt der Fokus bei Dungeon Travelers 2: The Royal Library & The Monster Seal, wie man bei dem Namen vermuten kann, im Erkunden von diversen Höhlen und Verliesen, allerdings zeigt es doch gerne Haut – was allerdings seiner Abstammung zu verdanken ist. Wir haben mit Serien wie To Heart nicht wirklich viel zu tun, allerdings hat ein Spin-Off dieser Reihe einen Dungeon Crawler generiert, der einen zweiten Teil bekommen hat – der nun wiederum nach Deutschland gekommen ist. Das ist alles ein wenig merkwürdig, aber hoffen wir einfach mal, dass das Spiel dahinter gut ist, okay?

Der Name ist Programm
Während manche Titel nicht allzu viel davon preisgeben wollen, worum es im eigentlichen Spiel geht, ist dieser hier ziemlich schnell entschlüsselt. Es geht um das Königreich Romula. In dieser befindet sich die königliche Bibliothek, in der ein junger Mann mit dem Namen Fried angestellt ist. Dieser ist als Libra tätig und durchweg von Monstern fasziniert. Alles in diesem Belang interessiert ihn. Eines Tages fangen allerdings merkwürdige Erdbeben an und die Monster außerhalb der Stadt werden aggressiv. Um diesen Einhalt zu gebieten, muss Fried der Sache nachgehen und durch diverse Höhlen, Kerker und ähnliche Gebiete wandern – nur um festzustellen, dass das Siegel des Damönenkönigs augenscheinlich weiter und weiter geschwächt wird und zu zerbrechen droht, was natürlich verhindert werden muss. Und wer nun alle Teile der Story aus dem Titel herauslesen kann, bekommt einen Gold-Stern.

Dungeon Crawling für Anfänger
Wie es sich für das Genre gehört, bewegt man sich von Feld zu Feld und bekommt es hierbei mit diverse Schwierigkeiten zu tun. Viele Felder sind mit Fallen gespickt; es gibt Fallgruben, einseitig durchgängige Wände, abgeschlossene Türen. Das beste Hilfsmittel hierbei ist eindeutig die jederzeit benutzbare Karte – die allerdings auch mit der Zeit recht schwer zu lesen sein wird, da die Gänge unglaublich verwinkelt werden und nur zu gerne jedes einzelne Feld der gesamten Karte benutzt wird. Zusammen mit ein paar Dunkelzonen, in denen die Karte ausgeblendet wird, ist die Verwirrung groß, also sollte man beim Durchmarsch gut aufpassen, damit man sich nicht vollkommen verläuft. Notfalls kann man sich per Item allerdings auch rausteleportieren und sich somit wieder neu orientieren.

Mal abgesehen von den generellen Schwierigkeiten auf der Oberwelt gibt es aber auch noch die Kämpfe zu bestreiten. Man selbst kann sich ein Team aus bis zu fünf Charakteren zusammenstellen, zu denen komme ich aber an späterer Stelle nochmal. Wie man es sich denken kann, lassen sich die Feinde mit normalen oder auch Spezialangriffen besiegen. Hierbei ist weiterhin die Entfernung zu ihnen zu bedenken, da jede ausgerüstete Waffe nur eine bestimmte (effektive) Reichweite hat. Mit einem Kurzschwer kommt man am besten an die Reihe direkt vor einem, einem Bogenschützen ist die Entfernung hingegen ziemlich egal. Während der Kämpfe werden außerdem durch Zufall Spezialmanöver möglich, durch die bestimmte Effekte ausgelöst werden können – etwa das starke Schädigen aller Feinde oder das Aufzeigen aller Werte des Gegenübers.

Choose your party!
Mit den insgesamt rund 15 Charakteren (die übrigens allesamt weiblich sind) und nur fünf Plätzen in der Gruppe ist es nicht leicht, sich zu entscheiden. Hinzu kommt noch, dass es fünf verschiedene Class Trees gibt, die sich wieder jeweils in noch weitere Klassen aufteilen und eigene Fähigkeiten mit sich bringen. Die Kämpfer-Klasse kann zum Beispiel zum Paladin oder Berserker werden, während der Paladin weiter zum Samurai oder zur Valkyre aufsteigen kann. Gleiches gilt für die anderen vier Startklassen, wodurch sich für jeden einen eigenen Kampfstil entwickeln lässt. Und die Klassen sind auch noch mächtig unterschiedlich. Die vorher genannten Kämpfer-Klasse spezialisiert sich zum Beispiel auf den Nahkampf, während es auch normale Magier gibt, die sich natürlich auf magische Angriffe berufen. Dazu kommen allerdings Klassen wie „Dienstmädchen“, die sich perfekt als Unterstützung der Gruppe eignen, oder die Spieler, bei denen alles vom Glück abhängt. Aufgrund dieser Vielzahl an Entscheidungsmöglichkeiten ist es schwer, sich auf etwas festzulegen, allerdings muss man das auch gar nicht. Gefällt einem die eigene Entscheidung mal nicht, ist es möglich, den Charakter auf Level 1 zurück zu setzen und nochmal von vorne an diesen zu arbeiten. Natürlich ein zweischneidiges Schwer, da man diesen dann wieder auf den aktuellen Stand grinden muss, allerdings kann sich positiv auf die eigene Party auswirken, weil man dann die Skillpunkte neu verteilen kann.

Mit den Skillpunkten lassen sich nämlich neue Fähigkeiten freischalten und bestehende Skills aufwerten. Allerdings besitzt man hiervon nur eine sehr begrenzte Anzahl, sodass es schon eine schwere Entscheidung sein kann, was man hier auswählen sollte. Dazu kommt noch, dass es neben den „schlichten“ Variationen von Angriffen auch noch weitere Fähigkeiten gibt, die der Gruppe Statusverbesserungen geben, sie heilen oder ähnliches. Dann gibt es auch noch passive Fähigkeiten, die etwa zur Stärkung des Angriffs oder der Verteidigung dienen können. Viele Entscheidungen, um sich letztlich die perfekte Strategie für einen selbst überlegen zu können.

Ich brauch 'ne Pause
Aus dem Dungeon raus und wieder in der Hauptstadt angekommen, können die erhaltenen Items sortiert und verkauft werden. Zudem gibt es hier einen Quest-Schalter, an dem man verschiedenen Aufgaben annehmen und somit weitere Ausrüstung, Items oder Geld erhalten kann. Außerdem werden durch das stetige Erledigen dieser Quests neue Quest-Ränge freigeschaltet, die einem wiederum zudem Zugang zu vorher verschlossenen Abschnitten von Dungeons verschaffen. Es lohnt sich also auf jeden Fall. Nicht zuletzt gibt es noch die Siegel-Zentrale. Jedes besiegte Monster wird durch Fried automatisch versiegelt und sobald das mit einer bestimmten Anzahl geschehen ist, lassen sich diese in Bücher umformen, mit denen die eigenen Charaktere ausgerüstet und somit verstärkt werden können. Braucht man sie mal nicht, lassen sie sich für eine nette Summe verscherbeln.

Gameplay
Was kann man schon zum Gameplay sagen? Es gibt Dungeons. Man reist durch diese. 10/10 – fertig. Spaß beiseite, es muss schließlich auch gut funktionieren und das tut es in der Tat. Gerade die vorher bereits aufgezeigten unzähligen Entscheidungsmöglichkeiten in der Charakter-Aufwertung sind einen Blick wert. Vorausgesetzt natürlich, man kann mit dem Genre überhaupt etwas anfangen. Hier und da werden die kampflastigen Dungeons auch mal durch Zwischensequenzen und Dialoge unterbrochen, die der Atmosphäre zugute kommen und insgesamt für ausgewogene Mischung sorgt – zumal diese Dialoge gerne sehr humoristisch gehalten sind und gerne für den ein oder anderen Schmunzler sorgen. Es gibt lediglich ein Problem und dieses steht in Zusammenhang mit dem Schwierigkeitsgrad: Während man zufällige Monster-Begegnungen mit der Zeit in nur einer Runde auslöschen kann, schaffen es die Bosse dennoch, einem richtig eins aufs Maul zu geben. Das ist ein wenig unglücklich, aber eine kurze Grind-Pause später ist auch dies leichter und vielleicht entscheidet man sich mal für eine andere Strategie, die dann besser funktioniert. Man hat den Spielraum, also kann man ja auch rumprobieren.

Grafik
Die meiste Zeit wird man in diesem Spiel auf 2D-Umgebungen schauen. Seien es die Hintergrundbilder bestimmter Orte (wie der Hauptstadt) oder die 2D-Sprites der Charaktere. Der Vorteil dieser ist natürlich, dass sie unglaublich detailverliebt gemacht sind und somit eine wahre Augenweide darstellen. An dieser Stelle komme ich aber auch nicht darüber hinweg kurz zu erwähnen, dass diese (es sind fast alles nur weibliche) Figuren gerne auch leicht bekleidet sind und somit nicht unbedingt immer für die Betrachtung in öffentlichen Bereichen geeignet sind. Aber über sowas muss man auch mal hinwegsehen können. Schade ist allerdings, dass die Dungeons durchaus in 3D sind, das dafür auch nicht gerade aufwändig. Da die Augen die meiste Zeit ohnehin auf der Karte sein werden, ist dies kein großer Abbruch, es ginge aber dennoch besser.

Sound
Man kennt es eigentlich von Rollenspielen nicht anders, als einen schönen Soundtrack im Hintergrund zu hören. Dies ist auch in Dungeon Travelers der Fall, allerdings gibt es hier ein Problem, wie es in so vielen anderen Titeln auch der Fall ist: So gut die Melodien passen und so schön sie sich anhören, braucht man auch einige davon. Da man eine lange Zeit an vielen Orten verbringt, hört man sich recht schnell an den Stücken satt, sodass man eigentlich gerne mal endlich weiterkommen und somit was neues hören möchte.



Fazit:
Ich muss sagen, dass ich Dungeon Travelers 2: The Royal Library & The Monster Seal mit ein wenig Skepsis gegenüber trat, nachdem ich festgestellt habe, was für einen Tick es in Bezug auf die holde Weiblichkeit hat. Aber ich bin ganz froh, dass es tatsächlich nur kosmetischer Natur ist, die sich so ein wenig durch das ganze Spiel zieht. Insgesamt bekommt man hier aber einen ordentlichen Dungeon Crawler spendiert, der besonders im Charkteraufbau eine Menge Herzblut stecken hat und somit unglaublich viele Angehensweisen erlaubt. Ob man nun mehr Spaß daran, die Gegner rein physisch auf die Köpfe zu schlagen oder ihnen mit Magie ordentlich einheizen möchte, ob man Supporter benutzt oder doch ein wenig auf Glück setzt. Aber auch die Story kann sich eigentlich sehen lassen. Es gibt nur ein paar Kleinigkeiten die den guten Gesamteindruck dämpfen – das auch ein wenig mehr als man es gerne hätte. Die merkwürdige Härte der Bosse ist so ein Aspekt, aber auch der etwas mager ausgefallene (wenn auch eigentlich gute) Soundtrack. Wer das Genre mag, sollte definitiv mal einen Blick auf den Titel werfen. Neulinge könnten allerdings durch das Art Design und gerade durch die Bosse schnell abgeschreckt werden.

Fragt sich, wer solche Dungeons nur bauen würde: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an NIS America für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Ein netter Dungeon Crawler, der als Bonus für (Hetero-)Männer auch einiges an Haut zeigt.

Wertung

STORY:

8.0

SPIELWELT:

8.0

STRATEGIE:

10
8
von 10

Guter Soundtrack…

Detailverliebte 2D-Modelle…

Interessante Story

Netter Humor

Gute Charakteraufbau-Möglichkeiten

Schöne Musik

Glaubwürdige Charaktere

…der zu umfangsarm geraten ist

…und langweilige 3D-Umgebungen

Unausbalancierter Schwierigkeitsgrad

Riesige, verzweigte Dungeons

Wie werten wir?

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