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Spielname:
The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel II

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Nippon Ichi Software

Developer:
Nihon Falcom

Genre:
Rollenspiel

Release:
11.11.2016 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel II

Review: The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel II

Altin Bujupaj, 05.12.2016

2263°

1

Test mögen: Weitersagen:

Was lange währt, wird endlich gut sagt man doch so oft. Ganze zwei Jahre ist es her, als ich mich auf meiner zweiten Osaka-Reise an zahlreichen Spieleläden vorbeiging und immer dieses eine Spiel sah- Natürlich aus dem Hause, in dem die besten JRPGs gebraut werden, Falcom, handelte es sich beim Spiel um Eiyuu Densetsu: Sen no Kiseki 2 oder auch The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel II genannt. Es fühlt sich schon fast an wie als wäre ein jahrelanger Kumpel wieder vor der Tür gekommen um dich zu begrüßen und dir aberdutzende Stunden deines Lebens für etwas Unterhaltung zu entnehmen. Doch schafft der das überhaupt und toppt er den Vorgänger? Lasst uns mal schauen!

Rise and shine, Mr. Schwarzer. Rise and shine...
Aus der chronologischen und storytechnischen Perspektive springt ihr in Trails of Cold Steel II genau dort ein, wo der erste Titel aufhörte. Wer den vorherigen Titel besaß, der darf auch den beendeten Spielstand mitbringen und damit kleinere Boni abstauben. Andere unglückliche Seelen (wie ich z.B., die nur die Japano-Version besitzen) müssen ohne kleinere Boni klarkommen. Da die Story und die Geschehnisse im Vorgänger so dicht und eng mit dem Nachfolger verbunden sind, möchte ich gerne versuchen das Review so spoilerfrei wie möglich zu handeln, doch im Grunde genommen herrscht in Erebonia nun Krieg. Wieder in der Hauptrolle des Alltagsprotagonisten Rean Schwarzer, müsst ihr dem Ziel nachgehen den Krieg und das Leiden der Bürger so schnell wie möglich zu beenden. Dies schafft ihr natürlich nur mit der ganzen Gruppe von Class VII, welche ihr zu Beginn des Spieles wieder aufsuchen müsst. Doch keine Bange – Charaktere wie Toval oder später auch Claire werden sicherstellen, dass ihr dieses Unterfangen nicht allein in die Hände nehmen müsst.

Wie bei dem Vorgänger spart Falcom auch beim zweiten Teil nicht an Inhalt und Text, weswegen ihr euch auf längere Spiele- und Dialogsitzungen gefasst machen müsst, einige dieser Passagen setzen vom Spieler zudem voraus, dass frühere Legend of Heroes-Titel gespielt wurden. Leider fallen unter diesen auch die Crossbell-Arc Titel wie Ao und Zero no Kiseki – beide wurden nicht lokalisiert.. Nichtsdestotrotz bietet der zweite Teil eine sehr spannende und fantastisch erzählte Geschichte - wenn man sich die Zeit nimmt sich mit dieser auch ausgehend zu befassen. Wer nun bangt, dass ein Anspielen der Vorgängers obligatorisch ist, den kann ich beruhigen: Trails of Cold Steel II bietet im Hauptmenü auch eine kleine Zusammenfassung zu all den Kapiteln des ersten Cold Steels. Klasse Sache!

Spirit and technique, flawless and firm!
Wer sich im geringsten mit dem Vorgänger, oder jeglichen anderen Legend of Heroes-Titel beschäftigt hat, der wird sich bei Trails of Cold Steel II mehr als heimisch fühlen: In klassischer JRPG-Manier zieht ihr mit vier Kompagnons ins rundenbasierte Gefecht. Sei es ein normaler Angriff, Arts, Crafts oder auch das einfache Bewegen – jedes Manöver zählt, vor allem bei höheren Schwierigkeitsgraden. Wer da seinen Gegner nicht in- und auswendig kennt, dem wird dann vom Spiel gezeigt wo der Hammer hängt. Selbst mit Hard angefangen, bietet Trails of Cold Steel II eine sehr angenehme und zugleich fördernde Herausforderung und lässt mein Rollenspielherz mit zahlreichen Mechaniken in Wallung bringen. Vor allem das zeitbewusste Einsetzen von Arts, wenn etwa ein Bonus in dem Zug erscheint macht das Spielgefühl noch dynamischer und beugt der Monotonie etwas vor.

Zum Vorbeugen der Monotonie sind natürlich auch die diversen Statuseffekte da.
So kommt es relativ oft vor, dass euer Gegner einen eurer Charaktere für drei Züge mit einem stinknormalen Angriff lahmlegen kann oder euer Charakter auch sehr oft verfehlt und als Dankeschön einen Konter kassiert. Das sind jedoch keine Minuspunkte, denn wenn der Spieler in der Lage ist mit diesen Effekten umzugehen, kann er diese dann auch zu seinen Gunsten einsetzen und den Gegner mit einem gewagten Skill sowohl verbrennen als auch vergiften, zum Beispiel.

Mecha-Wahnsinn in frühindustriellen Zeiten
Natürlich spielen auch die Divine Knights vom ersten Teil eine größere Rolle und eine Vielzahl an Kämpfen werden mit dem Divine Knight Valimar ausgeführt. Hat schon fast etwas von Godzilla, wenn man anfangs andere Mechs mit Faustschlägen in die Luft sprengt! Auch der Linearität vom Vorgänger wird vorgebeugt – zumindest ab der zweiten Spielehälfte, wenn sich die gesamte Gruppe wiederfindet. Ab diesen Punkt hat der Spieler vollsten Zugriff auf die Karte von Erebonia und kann je nach Belieben zahlreiche Städte oder Ortschaften besuchen!

Das Grinden, je nach Schwierigkeitsgrad, hält sich noch in guten Maßen, doch sollte man nie unvorbereitet ein Gefecht und vor allem einem Bosskampf beginnen. Das zu frühe Verballern der S-Crafts (Spezialangriffen, die die gesamten Craft-Punkte aufbrauchen) kann auch den Spieler bestrafen, denn dann kann der Boss einfach mal 30% HP heilen oder eine ganz fiese Konterattacke im nächsten Zug ausführen. Natürlich variiert das je nach Bosskampf, doch all diese Faktoren tragen dazu bei, dass dieses allzu bewährte, rundenbasierte Gameplayprinzip an Frische gewinnt und für Unterhaltung sorgt. Wem dies zu langweilig ist, der kann mal gleich in der Stadt Ymir snowboarden gehen! Minispiele wie diese oder das Kartenspiel Blade sind auch wieder dabei und an Inhalt mangelt es auch kaum. Perfektionisten werden hier mit über 100 Stunden aufs vollste bedient!

Walking is boring, let’s ride a horse!
In Sachen Technik bleibt Falcom sich selbst treu und veränderte nicht sonderlich viel im zweiten Cold Steel. Wer die Umgebungen und technischen Feinheiten vom Vorgänger liebte, wird auch hiermit voll und ganz zufrieden sein. Müsste ich es selbst einschätzen, ist es sehr nahe an meinen Liebesbrief namens Ys IV: Memories of Celceta, mit Ausnahme von dem grässlichen Bloom. Das Manövrieren auf der 3D-Welt läuft sehr gut und problemlos, wenn es auch an manchen Stellen, wie vor allem dem Nord-Gebiet, einem doch sehr langsam vorkommt. Da hilft auch schwerlich ein Pferd, denn die Karte ist immer noch sehr riesig. Natürlich können zeitlich eingeschränktere Zocker auf das Schnellreisesystem zurückgreifen, doch wer dann an einer Nebenaufgabe vorbeispringt, ist dann selber Schuld. So gibt es übliche Nebenquests wie „findet diesen Fohlen“ oder „schaltet diese Gegner aus“ – nicht sonderlich große Vielfalt, doch nie zu lange oder zu monoton.

Grafik und Sound
Wie bereits oben erwähnt, bin ich weder ein Verehrer noch ein Verachter von der Grafik: Sie sieht da schön aus, wo sie schön aussehen muss – bei den Umgebungen, Angriffsanimationen und auch Charaktermodellen. Einen wahren Wow-Effekt habe ich leider nicht gesehen, denn viele der Fehler vom Vorgänger, vor allem in der Performance, wurden nicht gelindert: Bestimmte Kämpfe brauchen eine relativ lange Weile bis sie geladen sind, bei vielen Gegnern oder flashigen Animationen wird es sehr schnell ruckelig und auch die generelle Kampfgeschwindigkeit ist an bestimmten Stellen trotz Skip-Knopfes zu lange! Diese trüben glücklicherweise nur geringfügig das gesamte Spielbild von Trails of Cold Steel, aber hoffentlich werden die Spieler bis zum dritten Titel von diesen Krankheiten verschont! Und wenn Falcom jemals entscheidet keine Spiele mehr zu machen, kann ich der Firma nur den Einstieg in die Musikbranche empfehlen, denn der Sound im Spiel ist wie bei den meisten Titeln des Unternehmens einfach nur herrlich. Fetzige Kampfmusik und harmonischere BGMs beim Bereisen der Welt sorgen für Ohrenschmaus!



Fazit:
Legend of Heroes: Trails of Cold Steel II macht alles richtig was richtig gemacht werden muss. Die Story ist wie beim Vorgänger einfach nur großartig, fesselnd und tiefgründig und das Gameplay wurde wie eine schlichte Suppe mit fabelhaften Feinheiten und Tricks gut gewürzt! Die Grafik und die Performance an sich leiden bedauerlicherweise an den gleichen Fehlern wie beim Vorgänger, doch trüben diese nur sehr geringfügig das gesamte Image des Spieles. Bis zum Nachfolger ist noch genug Zeit und wer in dieser Zeit nach einem sehr langen und unterhaltsamen JRPG-Gefährten sucht, der darf sich Trails of Cold Steel II keineswegs entgehen lassen. Zwei Daumen hoch!

Schlägt zu, wenn das Stahl heiß ist: Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Nippon Ichi Software für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Großes JRPG-Kino mit großartigem Umfang! Der nahezu perfekte Abschluss für das Spielejahr 2016!

Wertung

STORY:

9.0

SPIELEWELT:

10

GAMEPLAY:

9.0
9
von 10

spannende und gut erzählte Story

unterhaltsames und facettenreiches Gameplay

knackiger Schwierigkeitsgrad (frei wählbar)

über hundert Stunden an Inhalt!

großartiger Soundtrack

viele Minispiele und Interaktionen zwischen Charakteren

Spieleperformance immer noch schwächelnd (Ruckler, Slowdowns)

teils lange Ladezeiten

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