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Spielname:
Fate/Extella: The Umbral Star

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Marvelous

Developer:
Marvelous

Genre:
Action

Release:
20.01.2017 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Fate/Extella: The Umbral Star

Review: Fate/Extella: The Umbral Star

Denis Wewetzer, 17.01.2017

1543°

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Es passiert nur sehr selten, dass wir Spiele vom Fate-Franchise bekommen, doch hin und wieder haben wir mal Glück und tatsächlich kriegen wir nun wieder einen Titel spendiert. So wird ab dem 20. Januar Fate/Extella: The Umbral Star auch hierzulande veröffentlicht und wir können uns damit wieder mit den Geistern vergangener Helden beschäftigen, die um den Heiligen Gral kämpfen. Und dieses Mal versuchen es die Entwickler mit einer interessanten Kombination: Die von einer Visual Novel mit dem Gameplay der Warriors-Spiele. Klappt diese Kombination oder sollte man wieder etwas anderes ausprobieren? Das haben wir für euch erforscht.

Willkommen in SE.RA.PH, Herrscher
Im Gegensatz zu anderen Fate-Spielen, bei denen es tatsächlich um den Kampf um den Heiligen Gral geht, sieht es hier etwas anders aus: Dieser Kampf ist vorbei. Stattdessen übernehmen wir in der Hauptstory die Rolle einer der Monarchen, die diesen Kampf gewonnen haben und nun Herrscher über ein digitales System sind, das sich auf dem Mond befindet (kein Witz). Dieses System ist in der Lage, ihnen jeden Wunsch zu erfüllen. Das Ganze wäre ja schön und gut, wenn es da nicht immernoch andere Servants und Master gäbe, die sich diese Macht trotzdem noch aneignen wollen – und da wäre auch noch so eine Bedrohung durch den titelgeben Umbral Star, die auch nicht ignoriert werden sollte. Also keine Zeit, sich auf dem Thron auszuruhen, die Arbeit ruft!

Die große Story ist allerdings nicht der einzige Teil, der geschichtenmäßig auffällig für Fate ist. Dazu zählen nämlich auch die Interaktionen zwischen den Charakteren, im Fall der Hauptgeschichte also zwischen dem Master und Servant, dessen Rolle man übernimmt. Und hier kommt eine Schwäche stark zum Vorschein: Diese Interaktionen – selbst in Verbindung mit allen anderen Servants – sind recht langweilig und fallen fast stetig unfassbar monoton aus. Schade eigentlich, da sie sonst eine der Stärken des Franchises waren.

I am the bone of my sword
Kommen wir aber zum eigentlichen Gameplay des Spiels, denn obwohl ein Teil als Visual Novel angesehen wird, bestimmen die zwischenzeitlichen Entscheidungen für den Ablauf der Story nichts, sondern stärken lediglich die Verbindung mit dem eigenen Servant, was wiederum andere Vorteile hat, auf die ich später zurückkommen werde. Im Kampf wird einem schnell auffallen, dass die Karte eher an Monster Hunter erinnert – sie ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, zwischen denen keine direkte Verbindung besteht, sondern man zwischen diesen umherspringen muss. Anders als bei Monster Hunter gibt es allerdings keine direkten Ladebildschirme, sondern man sieht hierbei den eigenen Charakter den Weg auf dem Bildschirm fliegend zurücklegen, was das eigentliche Gameplay nicht stark unterbricht und dem Spielfluss auch gut tut. Das Kämpfen an sich geschieht ebenfalls sehr flüssig und es kommt nicht zum Ruckeln. Neben Standard-Angriffen hat man hierzu noch das Extella-Maneuver (Eine Art Musou-Angriff), eine Transformation und letztlich noch ein so genanntes Noble Phantasma zur Verfügung. Letzteres kann im Gefecht nur einmal aktiviert werden und das auch erst, sobald man drei bestimmte Items, die über die gesamte Karte verstreut sind, eingesammelt hat. Dafür räumt es so ziemlich alle Gegner, die sich gerade im Gebiet befinden, auf.

Das Ziel eines jeden Kampfes ist es, die so genannte Regime Matrix zu erfüllen – hierzu sieht man auf dem oberen Ende des Bildschirms eine Anzeige, die einem sagt, welche Seite gerade im Vorteil ist. Man wendet das Blatt zu seinen Gunsten und kommt seinem Ziel näher, indem man Territorien einnimmt oder gegnerische Generäle ausschaltet. Doch gerade bei den Territorien kommt wieder eine Schwäche zum Vorschein: Man darf absolut keine Zeit verschwenden. Die Gegner sind, bereits auf normalem Schwierigkeitsgrad, verdammt gut darin, die von einem selbst eingenommenen Territorien sehr schnell zurückzuerobern, was darin enden kann, dass man von einem Ende der Karte wieder zurück zum anderen muss, um sein Gebiet zu verteidigen, um dann wieder zurück zum eigentlichen Ziel zu kommen. Dabei hilft es auch nicht, dass sowohl das Verteidigen, als auch das Einnehmen der Gebiete, durch das Besiegen von Aggressoren geschieht – die erst nach dem Ableben diverser kleiner Gegner auftauchen. Im Gegensatz zur Konsolenversion gibt es auf der Vita allerdings nicht so viele Feinde auf dem Bildschirm, weshalb alleine das Heraufbeschwören dieser Aggressoren schon mehr Zeit kostet, als das Schlachten eben dieser. Zeit, die man aber irgendwie nicht zu haben scheint.

Einen Zauberspruch zum Mitnehmen
Die Gefechte lassen sich allerdings ein wenig angenehmer gestalten, indem man sich gut darauf vorbereitet. Durch das Ausrüsten von Skills lassen sich die grundlegenden Fähigkeiten der Servants verstärken – diese können so zum Beispiel mehr Schaden austeilen, die Extella-Leiste füllt sich schneller oder man erhält mehr Erfahrungspunkte. Die Skills sind auch der einzige Nutzen für das Zuneigungssystem im Spiel, denn je höher die Zuneigung zum eigenen Servant ist, desto mehr von diesen Skills lassen sich ausrüsten. Zudem gibt es noch die so genannten Mystic Codes, die einem im Grunde genommen ein Item-Set für jeden Kampf zur Verfügung stellen, die sich Code Casts nennen. Die Code Casts variieren dabei von einem temporären Angriffs-Boost, zur erhöhten Verteidigung gegen bestimmte Elemente oder auch zum Heraufbeschwören eines Dummys, der die Feinde für kurze Zeit ablenkt.

Abseits des Schlachtfelds
Neben der Hauptstory, in der man lediglich die Geschichte der drei Hauptcharaktere verfolgt, gibt es zudem noch die Nebenstories, in denen man sich mit den 14 anderen Charakteren beschäftigt. Hierbei ist es ein wenig schade, wenn auch verständlich, dass man nach Freischalten der Nebenstory eines Charakters diese nicht sofort bis zum Ende spielen kann, sondern erst mit der Hauptstory fortfahren muss, um die weiteren Kapitel ebenfalls freizuschalten. Wenn man also einen anderen Servant zuerst spielen möchte, sollte man sich vielleicht gedulden, bis man mit der eigentlichen Geschichte fertig ist, damit man nicht ständig hin und herspringen muss. Außerdem sind die Nebengeschichten wesentlich dünner, was den Storygehalt angeht – es gibt lediglich ein paar Zwischensequenzen für jede, während die Hauptgeschichte teilweise tatsächlich mehr von einer Visual Novel hat. Wenn man allerdings einfach nur kämpfen möchte, kann man sich auch in die Freien Kämpfe begeben, die einem zu jeder Zeit zur Verfügung stehen. Hat man mal genug von dem ganzen Gemetzel, kann man sich auch gerne durch die Galerie klicken, die gerade Neulinge von Fate begrüßen werden, da hier auch ein Kompendium aller Begrifflichkeiten ist, um das näher nachvollziehen zu können.

Effekte!
Was die Grafik angeht, sieht Fate/Extella schon ganz ordentlich aus – das gilt sowohl für die Charaktermodelle, als auch für die Umgebungen. Auch die Angriffe lassen gerne mal diverse Effekte fliegen, die sich sehen lassen können. Es fällt allerdings auf, dass hin und wieder die Grafik etwas verpixelter dargestellt wird, wenn bestimmte Angriffe benutzt werden. Dies geschieht nur für kurze Zeit und hält die Framerate stabil, allerdings ist es schon etwas ärgerlich. Auch ist es schade, so schön die Umgebungen sind, dass es nur sehr wenige Kartensets gibt. Gleiches gilt für die Standard-Agressoren, die man sogar, ohne Witz, an einer Hand abzählen kann. Abgesehen davon ist die Präsentation aber schön.

Musik!
Ähnlich wie bei anderen Warriors-Spielen über die verganenen Jahre, ist auch der Soundtrack von Fate etwas variationsreicher, als man es in den Anfängen so gewohnt war. Das liegt allerdings vermutlich vor allem auch dadurch, dass man nicht wenig Zeit in Zwischensequenzen verbringt, die musikalisch passend unterlegt werden wollen. Letztlich ist aber zu der Musik sowohl im Kampf, als auch in den Sequenzen zu sagen, dass sie ihren Zweck erfüllt. Sie belebt den Hintergrund etwas, bleibt allerdings nicht besonders im Gedächtnis, ist aber auch nicht unpassend oder störend ist. Außerdem konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, als ich in der Galerie gelesen habe, dass ein paar der Tracks tatsächlich einfach "Generic Track 1-X" heißen. Sie wussten wohl selbst, was da dran war.



Fazit:
Ist Fate/Extella: The Umbral Star nun ein guter Ersatz dafür, dass wir erstmal keinen neuen Warriors-Titel bekommen? Gut nicht unbedingt, aber auf jeden Fall zweckmäßig. Das Gameplay macht grundsätzlich Spaß, allerdings ist die Gegnerzahl auf dem Bildschirm schon stark begrenzt. Mit der Auswahl verschiedener Skills und Mystic Codes lässt sich sogar ein wenig Strategie in jeden Kampf einbinden, wenn man ungefähr einschätzen kann, was auf einen zukommt. Die Story hingegen ist recht flach, dafür, dass man ziemlich lange in den Zwischensequenzen hängen bleibt, die sich wenigstens nur zwischen den Schlachten abspielen und den Kampffluss somit nicht unterbrechen. Auch ist es eine merkwürdige Entscheidung gewesen, den Fortschritt der Nebenstories von denen der Hauptstory abhängig zu machen, sodass man entweder ständig zu diesen zurückkommen oder die Hauptstory erstmal komplett abschließen muss, um sich dann mit den anderen zu befassen. Die grafische Darstellung ist allerdings gut gelungen, jedoch fallen auch hier an einigen Stellen Fehler auf und die Asset-Zahl für die Karten ist ebenfalls recht gering, sodass man sich schnell durch sehr bekannte Gegenden bewegt. Insgesamt ist es nur ein geringer Fan-Service für Fate-Fans, allerdings ein durchaus passables Warriors-Spiel - obwohl es keines ist - das durchaus mittels ein paar Eigenheiten Spaß macht. Man sollte allerdings keinen Überflieger erwarten.

Findet Archer (den Namenlosen) noch immer am besten: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Marvelous für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Durchaus guter Warriors-Ersatz, der allerdings so einige Baustellen aufweist.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

5.0

TECHNIK:

6.0

GAMEPLAY:

7.0
6
von 10

Schicke Grafik...

17 sehr unterschiedliche Charaktere

Zweckmäßiger Soundtrack...

Flottes Gameplay ohne zu ruckeln

...die bei bestimmten Attacken runtergeschraubt wird

...der leider nicht im Kopf bleibt

Flache, monotone Story

Wenige Asset-Sets für Karten

Geringe Gegnerzahl auf dem Bildschirm

Wie werten wir?

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