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Spielname:
A.W.: Phoenix Festa

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Bandai Namco

Developer:
Aplus

Genre:
Action

Release:
26.07.2016 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Review: A.W.: Phoenix Festa

Lisa Spitzer, 28.08.2016

1789°

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Einigen von euch dürfte der Anime The Asterisk War vielleicht ein Begriff sein. Zu diesem entwickelte APLUS Co., Ltd. nun das Spiel A.W. Phoenix Festa (das aus Lizenzgründen hierzulande abgekürzt werden musste), welches dessen Geschichte aufgreifen und dabei Dating Sim-Elemente mit actionreichen Kämpfen verbinden soll. Doch ist die Mischung auch gelungen?

Die Phoenix Festa steht bevor!
Die Geschichte ist hierbei an den Anime angelehnt. In diesem stehen sechs Akademien im Mittelpunkt, welche die sogenannten Festas ausrichten: Wettbewerbe, in denen Menschen mit besonderen Fähigkeiten gegeneinander antreten. Der Protagonist Ayato wechselt auf eine dieser Akademien, nämlich die Seidoukan Academy, und möchte mehr über das Verschwinden seiner Schwester in Erfahrung bringen, die dort ebenfalls mal Schülerin war. Gleichzeitig hat er jedoch zum Ziel, die hier ausgerichtete Phoenix Festa zu gewinnen - und dafür gilt es einiges zu tun: Zunächst einmal muss er eine Partnerin für den Kampf finden, trainieren, sich mit anderen Schülern duellieren, um im Rang innerhalb der Schule zu steigen, und, und, und.

Der Spieler hat hierbei verschiedene Möglichkeiten: Einerseits kann er in die Rolle von Ayato schlüpfen und die Geschehnisse des Anime nachempfinden. Andererseits kann man jedoch auch seinen eigenen Charakter gestalten und mit diesem die Geschichte bestreiten. Dabei hat man als Ayato allerdings viel weniger Zeit bis zur Festa (nur wenige Wochen), während man mit dem eigenen Charakter mehrere Monate vorher einsteigen kann. Da das Spiel keinerlei Empfehlung ausspricht, begann ich es mit dem Gedanken, dass mehr Zeit ja nicht schaden kann. Dementsprechend also mit einem eigenen Charakter. Dies war allerdings nicht die beste Entscheidung, wie sich herausstellte, denn die Geschichte streckte sich über die lange Zeit; und außerdem startete ich mit so schlechten Stats, dass es ewig dauerte, diese aufzubauen. Deswegen wechselte ich dann doch noch in die Storyline mit Ayato und kann euch ebenfalls empfehlen, mit dieser zu starten, und den eigenen Charakter eventuell im Nachhinein noch nachzuschieben.

Training, Training, Training …
Bei beiden Möglichkeiten sind die Grundelemente des Spiels jedoch gleich, wobei sich die Geschichte etwas ändert. So besteht das Spiel grob aus drei Teilen: Zunächst einmal wird der Spieler für einen Großteil der Zeit mit einer Übersicht konfrontiert, welche das aktuelle Datum, die geplanten Termine, und die eigenen Fähigkeiten abbildet. Da man begrenzte Zeit hat (vor allem, wenn man Ayatos Storyline nimmt), sollte man sich gut überlegen, was man alles erledigen möchte – man kann nämlich pro Tag nur zwei Tätigkeiten ausführen, eine vormittags und eine nachmittags. So kann man seine einzelnen Stats trainieren, einen Job ausführen, Einkaufen gehen, seine Waffen verbessern, Termine ausmachen (für Duelle und Dates) oder sich ausruhen. Während man beim Trainieren nichts selbst machen muss, sondern nur den Charakter kurz trainieren sieht, woraufhin sich die Stats ändern, sind die Jobs schon aufregender. Hier gibt es eine Reihe von verschiedenen Aufgaben, für die man sich in den Kampf stürzen muss. So ist beispielsweise ein Job Trainings-Puppen zu testen, indem man sie auseinandernimmt oder in einem anderen muss man gegen einen Drachen kämpfen, der anscheinend ein Nebenprodukt eines biologischen Experiments war. Bis auf diese Jobs ist dieser Bildschirm allerdings nicht besonders aufregend. Es erwarten einen vor allem repetitive Situationen, in denen man immer wieder einzelne Stats erhöht, aber sonst nicht viel passiert.

Julis-Alexia … wie bitte?
Ab und zu wird diese Wiederholung jedoch dadurch unterbrochen, dass man auf andere Charaktere trifft und mit diesen in Interaktion tritt. Damit wären wir beim zweiten großen Teil des Spiels: Dem Dating Sim-Element. Hierbei gibt das Spiel dem Spieler vier verschiedene Mädchen zur Auswahl: Julis-Alexia von Riessfelt, eine Prinzessin aus einem fernen Land, die sich nichts gefallen lässt (und die sich ziemlich am Archetyp tsundere orientiert); Claudia Enfield, die Präsidentin des Schülerrats, die ziemlich erwachsen und zielsicher wirkt; Saya Sasamiya, eine alte Freundin des Protagonisten; und Kirin Toudou, die ziemlich jung wirkt und schüchtern ist – wenn da nicht für jeden was dabei ist! Zwischen diesen vier Charakteren muss der Spieler sich eine Partnerin suchen und diese dann auch davon überzeugen, sich mit ihm zusammenzutun. Dazu muss man auch das Intimitäts-Level steigern, welches man dadurch erreichen kann, in Dialogen die richtigen Antworten zu wählen, ihnen etwas schenkt, indem man mit ihnen zusammen kämpft oder auch einfach, indem man sie zu Dates einlädt. Letzteres gestaltet sich teilweise als ziemlich schwierig, da die Anfragen für Dates immer wieder abgewiesen werden, man jedoch auch keine Hilfe oder Anweisung bekommt, was man an seinem Verhalten ändern könnte, um mehr Erfolg zu haben. Während man dann teils sehr mühselig die Beziehung zu einem Mädchen verbessert, entscheidet das auch über den Verlauf des Spiels, das mehrere mögliche Enden beinhaltet.

Ich fordere dich zum Duell!
Und damit wären wir beim dritten großen Aspekt des Spiels: Dem Kämpfen. Duelle sind für die Schüler der Seidoukan Academy ganz normal. So kann man sich einfach mit anderen Schülern zu Duellen verabreden, doch auch im Alltag endet ein Streit schnell mal im Kampf. Und letztendlich stehen dem Spieler die wichtigsten Kämpfe in der Phoenix Festa bevor, für die er sich durch das Training ja die ganze Zeit vorbereitet. Dabei kann man entweder alleine kämpfen oder eben mit einem Partner. Hier stehen einem die üblichen Möglichkeiten zur Verfügung: Leichter und starker Angriff, Blocken, Sprinten … außerdem kann man Spezial-Attacken ausführen, die ziemlich viel ausmachen können. Dabei muss man jedoch nicht nur die Lebens-Anzeige im Auge behalten, sondern auch die Prana-Anzeige. Prana wird nämlich sowohl für den Angriff als auch für das Blocken benötigt, und wenn die Anzeige komplett leer ist, kann man sogar eine Art Schwindelanfall erleben, bei dem man wie angewurzelt auf der Stelle stehen bleibt und ein leichtes Ziel darstellt. Die Anzeige füllt sich jedoch schnell wieder, wenn man kurz mit den Attacken innehält. Es handelt sich also lediglich um eine glorifizierte Ausdauer-Anzeige.

Wenn man mit einem Partner zusammenkämpft, kann man mit diesem ebenfalls interagieren. So reden Partner während des Kampfes und wenn man gut genug zusammenarbeitet, kann man sogar einen Spezial-Angriff zusammen ausführen. Das alles funktioniert ziemlich gut, wobei jedoch mehrere Mankos auffallen: Zum einen ist Ayato total overpowered. Fast alle Kämpfe, die man so führt, sind innerhalb von kürzester Zeit zu Ende (man hat fünf Minuten für einen Kampf). Manchmal habe ich nur wenige Sekunden gebraucht. Und selbst die Festa, also der Dreh- und Angelpunkt des Spiels, ist nicht sonderlich schwer. Andererseits ist das Spiel am Anfang total schwierig, wenn man seinen eigenen Charakter spielt, da man hier erst mal alles aufleveln muss, was bei Ayato schon in perfekter Balance vorliegt. Ein anderer etwas störender Aspekt ist auch noch, dass die Gegner nach ca. 3 Schlägen hinfallen, wobei man sie dann jedoch nicht mehr angreifen kann, bis sie wieder aufgestanden sind. Das behindert das Tempo und die Flüssigkeit des Kampfes.

Grafik und Sound
Die Grafik des Spiels ist an sich ziemlich solide, hat jedoch auch manche kleinen Probleme. In den Dialog-Szenen sehen die Charaktere schon gut aus, haben verschiedene Mimiken und bewegen ihre Lippen, jedoch in eher statischer Form. Auch in den Kämpfen sind die Charaktere immer noch detailreich und alles läuft flüssig. Manchmal kommen jedoch komische Szenen zustande, wenn man beispielsweise in einem Job gegen den Drachen kämpft und plötzlich in ihm steht. Diese kleinen Ungereimtheiten sind jedoch noch verschmerzbar. Der Sound ist ebenfalls ganz solide. Dabei handelt es sich bei dem Soundtrack meistens um schnelle elektronisch anmutende Melodien. Außerdem sind fast alle Charaktere auf Japanisch vertont – während die Texte auf Englisch ausgegeben werden.

Battle-Modus
Als kleines Extra gibt es neben dem Story-Modus dann auch noch den Battle-Modus. In diesem kann der Spieler sich zwischen drei verschiedenen Modi entscheiden: Einmal gibt es einen ganz einfachen Kampfmodus, in dem man alle Charaktere selbst auswählen oder random einstellen kann. Bei den Mädchen kann man dann zwischen einer kleinen Palette an verschiedenen Outfits wählen. Als zweites gibt es den Ad hoc-Modus, bei dem man lokal gegen einen anderen Spieler spielen kann. Und letztendlich gibt es auch noch die sogenannten „Survival Missions“, in dem man in hundert Kämpfen nacheinander antritt und, wie der Name schon sagt, möglichst lange überleben soll.



Fazit:
A.W. Phoenix Festa ist ein Spiel mit Vorzügen wie auch Nachteilen. Die Mischung von Dating-Sim, Action und strategischem Zeitmanagement macht Spaß; dieser wird jedoch durch einige Faktoren auf die Probe gestellt. So wird der Spieler beispielsweise ziemlich sich selbst überlassen. Teilweise weiß man gar nicht, worauf es jetzt gerade ankommt und so dauert es recht lange, bis man so richtig im Spiel angekommen ist (und das, obwohl man für jede der vier Routen nur ca. drei bis vier Stunden braucht). Dann wiederum gibt es ab und zu Tutorial-Bildschirme, die vollgepackt sind mit Informationen – meistens zu viel, um sie sich alle zu merken; allerdings kann man sie später auch nicht mehr abrufen. Und auch die Story wirkt manchmal ziemlich abgehackt, sodass es teilweise so wirkt, als müsse man den Anime als Grundvoraussetzung für das Spiel gesehen haben. Man kann es natürlich auch so spielen, doch wirkt die Geschichte teilweise etwas zusammenhangslos. Dazu kommt, dass die Kämpfe nicht ganz ausgeglichen und teilweise einfach zu leicht sind. Alle, die den Mix von Dating-Sim und Action interessant finden oder Fans des Anime sind, können ruhig mal ein Auge auf dieses Spiel werfen, müssen sich jedoch auf manche Makel gefasst machen.

Versteht nicht, warum Julis kein Date mit ihr haben will: Lisa Spitzer für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Bandai Namco für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Anime-Adaption, die Spaß macht, jedoch so manchen Makel aufweist.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

6.0

TECHNIK:

7.0

SPIELTIEFE:

6.0
6
von 10

Mischung aus verschiedenen Elementen macht Spaß

unterschiedliche Enden durch andere Charaktere und Entscheidungen

Battle-Modus mit Möglichkeit zum ad hoc-Spiel

Jobs sind abwechslungsreich

viele verschiedene Aktivitäten wie Jobs, Duelle, Dates ...

Story wirkt teilweise unzusammenhängend

Spieler oft auf sich alleine gestellt und kann nicht viel beeinflussen

Tutorials nur geballt und dann nicht mehr abrufbar

Kämpfe oft zu einfach und lassen sich nicht flüssig spielen

Charaktere wirken teilweise etwas statisch

Wie werten wir?

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