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Spielname:
Ys Origin

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
19,99 €

Publisher:
DotEmu

Developer:
DotEmu/Falcom

Genre:
Rollenspiel

Release:
30.05.2017 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Ys Origin

Tjark Michael Wewetzer, 11.07.2017

1590°

0

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Wisst ihr, manchmal braucht es gar keine komplexen Geschichten, um für reichlich Spielspaß zu sorgen. Manchmal reicht ein einfacher Turm voller Monster und Fallen, denen ihr euch zu stellen habt. Ys Origin versteht sich zwar als Vorgeschichte der langlebigen Action-Rollenspiel-Reihe, hält geschichtsmäßig trotz zahlreicher charmant geschriebener Dialoge jedoch den Ball flach, um euch auf einen unkomplizierten und doch unterhaltsamen Action-Trip zu entführen. Und wie genau es das schafft, soll dieser Testbericht euch zeigen.

Göttinnen auf Abwegen
Stein des Anstoßes für den Turmaufstieg ist das Verschwinden der Zwillingsgöttinnen des Landes Ys. Yunica, ihres Zeichens eine Ritter-Anwärterin im Dienste der Göttinnen, und Hugo, ein leicht griesgrämiger Magier, verfolgen die beiden in das eingangs erwähnte Gebäude und haben nun einen langen Fußmarsch vor sich. Doch so einschüchternd das alles aussehen mag, dauert die Reise tatsächlich nicht allzu lang. In rund zehn Stunden könnt ihr bereits mit der ersten Geschichte fertig sein und die Tour mit dem nächsten Charakter erneut beginnen. Dafür ist die kompakte Handlung zur Abwechslung mal wieder in größtenteils gut geschriebenen, deutschen Texten erzählt.

Star dieses Spiels ist allerdings eindeutig das recht unkomplizierte Gameplay. Im Prinzip läuft euer Trip durch den Turm nach simpler Action-RPG-Manier: Yunica metzelt sich mit ihrer treuen Axt durch die Gegnerhorden, während Hugo sich auf seine herumschwirrenden Laser-Drohnen verlässt und Feinde in die Bullet Hell schickt. Dass für beide Charaktere andere Strategien notwendig sind, versteht sich von selbst. Yunica eignet sich aufgrund ihres direkteren Kampfstils eher für Einsteiger und fühlte sich für mich insgesamt runder an, Hugos Kugelhagel sorgt jedoch für genau den richtigen Schuss Abwechslung, um Runde 2 interessant zu machen. Die eigentlichen Gebiete und Gegner bleiben übrigens bei allen spielbaren Protagonisten gleich, lediglich die Handlung wird durch eure Wahl beeinflusst.

Dungeoncrawling für Fortgelaufene
Aber auch ohne die Unterschiede bei den Charakteren käme bei dem Turmaufstieg kaum Langeweile auf. Die kompakt gehaltenen Areale laden durch ihr Design und die zahlreichen Abzweigungen zur Erkundung ein, auch wenn ihr schlussendlich so oder so viele Ecken des Gebäudes abzugrasen habt. Jeder Themenbereich wartet zudem mit eigenen Gimmicks auf, die für reichlich Abwechslung sorgen. So müsst ihr an einer Stelle etwa durch geflutete Bereiche sprinten, ohne dass euch unterwegs die Luft ausgeht, oder euch an einem anderen Ort mit Treibsand und beweglichen Stachelsäulen herumplagen. Hin und wieder werden dabei auch besondere Ausrüstungsgegenstände notwendig, etwa eine Maske, die euch unsichtbare Durchgänge oder Brücken zeigt. Blöderweise müsst ihr zum Anlegen besagter Gegenstände immer erst umständlich in euer Inventar, statt sie unkompliziert über eine Schnellauswahl zu erreichen. Da wiegt es beinahe gar nicht mehr so schwer, dass die Objekte an und für sich äußerst kurz kommen und nach ihren Haupteinsätzen praktisch im Inventar verstauben.

Zu guter Letzt bleiben noch die fordernden Bossgefechte, von denen auch Ys Origin reichlich bietet. Die gewaltigen Kreaturen erfordern dabei in der Regel eine einfach zu durchschauende Strategie und einen kühlen Kopf – nicht selten decken sie euch nämlich mit einem wahren, schmerzhaften Effektfeuerwerk ein. So herausfordernd sie aber auch sein mögen, sie bleiben stets fair. Leider zeigt sich hier eine Schwäche des Vita-Ports: Das ohnehin eher zweckmäßig aussehende Spiel – Ys Origin hat eben schon seine Jährchen auf dem Buckel – knickt bei den Ebenen-Endbossen nämlich nur zu gerne mal in der Bildrate ein. Freundlich ausgedrückt hilft es, im Gewusel den Überblick zu behalten und sich rechtzeitig aus dem Weg zu bewegen. Aber unschön bleiben die Ruckelorgien trotzdem, zumal ich mir ziemlich sicher bin, dass sie nicht Absicht sind.



Fazit:
Ys Origin ist beileibe kein tiefgründiges Spiel. Weder die Rahmenhandlung wird euch aus den Socken hauen, noch das Gameplay auf revolutionäre Art begeistern. Dafür ist Ys Origin etwas anderes: Unbeschwert und spaßig. Anfangs vermisste ich noch sowas wie eine Karte für den Turmaufstieg, mit der Zeit merkte ich jedoch, wie eingängig und gelungen der Dämonenhort designt ist. Da braucht man schlichtweg keine Karte! Dank der abwechslungsreichen Gimmicks und Sprungeinlagen, die die Dauer-Action immer wieder gekonnt auflockern, kommt auch nicht allzu schnell Langeweile auf. Die rund zehn Stunden Spielzeit pro Charakter sorgen zudem dafür, dass sich das Spielprinzip nicht unnötig abnutzt. Ideal für erneute Anläufe mit der nächsten, grundverschiedenen Figur! Zwar finden sich hier und da insgesamt noch einige ungeschliffene Ecken, wie etwa ein fehlendes Schnellinventar für die besonderen Ausrüstungsobjekte oder die bemerkbaren Slowdowns bei den Bosskämpfen, doch insgesamt ist Ys Origin ein durch und durch lohnenswertes und unkompliziertes Action-Rollenspiel, das sowohl Serieneinsteiger als auch Fans fesseln kann.

Die Axt im Walde: Tjark Michael Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an DotEmu für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Kein besonders tiefgängiger Turmaufstieg, dank des guten Spielflusses und den abwechslungsreichen Gebieten kommt trotzdem helle Freude auf.

Wertung

Eingängiges, actionreiches Gameplay

Grundverschiedene spielbare Charaktere

Einmaliger Soundtrack

Unkomfortables Inventar

Optisch angestaubt

Teils heftige Slowdowns bei Bossen

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