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Spielname:
WipEout 2048

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Sony

Developer:
Sony Studio Liverpool

Genre:
Racing

Release:
2012

Multiplayer:
Online, Ad-Hoc, Cross-Play mit PS3

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: WipEout 2048

Hans Weiler, 26.02.2012

7693°

11

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Schnell, schneller - Wipeout. Bereits seit der PS1 ist der Name ein Begriff für das schwindende Genre der futuristischen Rennspiele. So gibt es heutzutage kaum noch einen Racer der bei der Geschwindigkeit der alteingesessenen Serie mithalten kann. Nachdem es mit Wipeout Pure und Wipeout Pulse auf der PSPbereits zwei sehr gelungene Ableger erhalten hatte, startet die PSVita mit WipEout 2048 direkt in die neue Generation der Sony-Handhelds durch. Doch was kann das Spiel letztendlich wirklich? Ist es nur ein portabler Abklatsch von Wipeout Fury HD auf der PS3 oder ein ganz eigenes Erlebnis? Wir haben den pfeilschnellen Racer in unserem Testlabor mal genauer betrachtet um euch diese und andere Fragen zu beantworten.

Ladies and Gentlemen: Start your engines!
Das erste, was man nach dem Starten von WipEout 2048 zu sehen bekommt, ist ein sehr stilvoll gehaltenes Intro, in dem die Geschichte des Motorsports von alten Formel 1-Wagen, über unsere reellen Fahrzeuge bis hin zu der Entstehung der aus der Wipeout-Serie bekannten Gleiter gezeigt wird. Wie der Titel hier schon vorgibt, spielt der Racer in einem fiktiven Jahr 2048 und ist somit ein Quasi-Prequel zu den bisherigen Ablegern der Serie. Einen direkten Einfluss auf das Gameplay hat dies allerdings nicht; so rast man auch auf der Vita nun mit mehreren hundert oder gar tausend Kilometer pro Stunde über futuristische Kurse. Der einzige Unterschied ist hier, dass die Gleiter noch etwas "rauer" wirken, und somit quasi die Vorgänger der bereits bekannten Boliden darstellen. Von der Auswahl her wurde allerdings gehörig aufgestockt. Es gibt zwar immer noch die bekannten Rennteams wie Feisar oder AG Systems, allerdings stehen euch hier nun jeweils vier verschiedene Gleiter zur Auswahl. Diese sind von ihren Werten her speziell auf die einzelnen Renntypen ausgelegt, soll heißen, dass einige eher auf Geschwindigkeit und Beschleunigung ausgelegt sind, während andere wieder mehr auf ihre Gesundheit und Feuerkraft bedacht sind. Somit ist man für jede Herausforderung bestens gerüstet, kann aber auch frei jederzeit aus seiner Garage auswählen um die Rennen nach seinen eigenen Vorlieben zu gestalten.

Startet man dann auf die Piste durch, fühlen sich alte Hasen der Serie direkt heimisch. Es gibt auch dieses mal wieder diverse Turbo-Felder, die über die Kurse verteilt sind, sowie die gewohnten Waffen-Felder, die euch mit diversen Items für den Gebrauch versorgen. Fahrt ihr über ein solches Feld in orange, erhaltet ihr offensive Gegenstände wie zum Beispiel zielsuchende Raketen, eine Erdbeben-Welle, die sämtliche Fahrzeuge vor euch gehörig durchrüttelt, oder Minen, die ihr hinter euch auf der Strecke verteilt. Erwischt ihr hingegen ein grünes Feld, steht euch eines von diversen Items, welche eurem Boliden selbst einen Vorteil verschaffen. Egal ob ein kurzer Turbo-Schub, ein Schutzschild oder gar ein Saugstrahl mit dem ihr die Energie eines Konkurrenten absaugen könnt - hier wird euch geholfen! Doch das was auf den Kursen letztendlich zählt, sind weder ausgeklügelte Waffensysteme oder die Verteilung von Turbo-Feldern: Es sind die Rennen selbst.

Das Gaspedal durchgetreten, ab auf die Piste!
Diese finden hier stets in verschiedenen Kategorien statt. So gibt es neben den obligatorischen Rundkurs-Rennen, in denen ihr versucht euch an die Spitze des Fahrerfeldes zu setzen, auch andere Modi wie zum Beispiel Kampf, Zeit oder Zonen-Rennen. In ersterem ist der Name Programm, es geht hier einzig und allein darum, möglichst viele Gegner mit Hilfe der diversen Waffen von der Piste zu schießen, während in Zeitrennen euer Ziel darin liegt, die vorgegebene Zahl an Runden in der festgelegten Zeit zu absolvieren. Etwas anders sieht es schon wieder in den Zonen-Rennen aus. Hier sind die Strecken in einem Tron-ähnlichen, farbigen Neon-Look gehalten und das Spiel beschleunigt automatisch für euch. Hört sich simpel an? Ist es anfangs auch noch, doch ist die Strecke hier in diverse Zonen aufgeteilt und bei jeder absolvierten Zone nimmt die Geschwindigkeit weiter zu. Das ganze läuft dann ohne Zeitbegrenzung oder Runden ab - das Rennen endet erst wenn euch das Tempo unweigerlich oft genug gegen die Bande geschleudert hat um euren Gleiter in einer bombastischen Explosion vergehen zu lassen. Aufgeteilt sind die Rennen hier in diversen Geschwindigkeitsklassen, was dazu führt dass einige Rennen im späteren Spielverlauf euch einige graue Haare bereiten können.

Durch die sehr geschmeidige Steuerung habt ihr hier aber nahezu immer das Gefühl dass es tatsächlich an eurem mangelnden Können, und keiner Unfairness des Spieles liegt. Denn auch die Steuerung ist erneut auf einem gewohnt hohem Niveau. So lenkt ihr entweder via des Steuerkreuzes oder linken Analogsticks, während ihr über die rechte Schultertaste Gas gebt. Ganz richtig, es wird nicht wie in den PSP-Titeln mit L und R in den jeweiligen Kurven zusätzlich Handling ins Spiel gebracht, diesmal müsst ihr euch mit einer universellen Luftbremse zufrieden geben, die ihr via Viereck-Taste aktiviert. Das funktioniert aber nach kurzer Eingewöhnungszeit genauso prima wie die alte Steuerung und lässt euch nach einigen Runden bereits erneut in meisterhafter Beherrschung über die Pisten fegen.

Jetzt zählen nurnoch du, ich und die Rennstrecke...
Doch auch abseits der langen Singleplayer-Kampagne gibt es einiges zu sehen. So könnt ihr auch jederzeit in die Online-Karriere wechseln, in der ihr in einer Gruppe aus anderen Spielern euch durch eine Art Karriere-Verlauf fahrt. Hier wird nach jedem Rennen abgestimmt, welches von zwei möglichen Events das nächste Rennen darstellen soll. Durch den jederzeit zwischen den Rennen möglichen Fahrzeugwechsel gibt es hier neben dem Kopf-an-Kopf-Ansporn außerdem noch einen taktischen Aspekt - immerhin will man seinen Konkurrenten schon von der Wahl des Boliden an immer etwas voraus haben. Natürlich gibt es neben der Karriere aber auch gezielte Online-Rennen gegen eure Freunde, sowie ein ganz besonderes Schmankerl: Als einer der ersten Titel des neuen Handhelds unterstützt WipEout 2048 einen Cross-Platform Multiplayer mit Wipeout Fury HD auf der PS3. Wenn ihr also Freunde habt die zwar eine PS3 aber noch keine Vita besitzen, könnt ihr trotzdem von eurem Handheld aus gegen eure Widersacher an dem heimischen Fernseher um die Wette fahren.

Aber seien wir mal ehrlich, jedem „Es geht nicht nur um die Grafik“-Sprücheklopfern mal zum Trotz - es gibt nur weniges was mehr Spaß macht, als rasendschnell über futuristische Kurse mit noch futuristischeren Gleitern zu fliegen: Nämlich das ganze in grandioser Optik zu erleben. Denn auch hier kann WipEout 2048 auf ganzer Linie überzeugen. Die Strecken sind wunderbar designt und auch bei jeder noch so hohen Geschwindigkeit sucht man vergebens nach unschönen Texturen oder anderen Grafik-Patzereien. Gerade der jederzeit via der Start-Taste aufrufbare Foto-Modus lädt euch dazu ein, das ein oder andere mal das Geschehen zu pausieren und die Kamera bedächtig um eurer Gefährt in einer besonders coolen Situation oder Pose zu umkreisen. Und nach dem kurzen Geschwindigkeits-Bruch ist es umso schöner wenn einem plötzlich wieder die Rauchschwaden der Konkurrenten um die Ohren fegen wenn ihr auf unaufhaltsamer Verfolgungsjagd seid, oder die Antriebe der hämischen Wiedersacher an euch vorbei ziehen wenn ihr mal wieder an eine Bande kracht, weil die Szenerie der Umgebung euch von dem eigentlichen Renngeschehen abgelenkt hat.

Eine ebenso gute Figur macht auch der Sound, der sehr Techno-lastige Soundtrack passt hervorragend zum Setting des Titels und treibt euch mit seinen Beats immer weiter dazu an die Rundenzeiten zu unterbieten. Genauso imposant sind die Soundeffekte der diversen Waffen, so hört ihr das anrückende Erdbeben meist schon lange bevor es euch erfasst, genauso wie das beunruhigende Ticken einer zielsuchenden Rakete auch lange nach dem Abschalten der Vita euch noch im Ohr sein wird. Auch die Antriebs-Geräusche der Gleiter selbst sind hervorragend gelungen, und nerven selbst nach dem hundertsten Versuch eines knackigen Rennens noch nicht.



Fazit:
Was bleibt also noch groß zu sagen? Mit WipEout 2048 liefert Sony nicht nur einen der stärksten Launch-Titel für den neuen Handheld, sondern auch gleich noch ein mehr als hervorragendes Rennspiel ab. Einzig und allein der knackige Schwierigkeitsgrad oder die manchmal recht langen Ladezeiten trüben hier das Gesamtbild mitunter minimal - aber das ist schon Meckern auf hohem Niveau. Wer einen rasanten Racer mit beeindruckender Technik und langer Spielzeit sucht, liegt hier genau richtig.

Nur noch ein Rennen dann ist Schluss: Hans Weiler für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionscodes.

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Futuristischer Racer der mit mächtig Tempo auf der PSVita loslegt

Wertung

MULTIPLAYER:

9.0

FAHRZEUGVERHALTEN:

10

GESCHWINDIGKEIT:

10
9
von 10

Tolle Technik

Sehr gelungene Steuerung

Rasantes Geschwindigkeitsgefühl

Sehr knackiger Schwierigkeitsgrad

Mitunter recht lange Ladezeiten

Wie werten wir?

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11 Kommentare