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Spielname:
Playstation All-Stars Battle Royale

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Sony

Developer:
Bluepoint Games

Genre:
Fighting

Release:
21.11.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1-4

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Playstation All-Stars Battle Royale

Review: Playstation All-Stars Battle Royale

Zyrando, 21.11.2012

6947°

28

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Jeder Gamer kennt es, oder hat zumindest schon davon gehört: Super Smash Bros. Ein Prügelspiel der etwas anderen Art, bei der alle Nintendo-Maskottchen zum Zuge kommen. Doch nun ist es soweit, dass Sony diesem einzigartigen Genre die Stirn bietet und mit PlayStation All-Stars Battle Royale, seine eigene Variation auftischt. So wurde nun für die PSVita-Version der Entwickler Bluepoint Games betraut, ein Entwicklerstudio, das bereits mit der Metal Gear Solid HD Collection gute Arbeit abgeliefert hat. Doch nun ist es in ihren Händen, die Prügelei zwischen Kratos und Nathan Drake spannender zu präsentieren, als ein Kampf zwischen Mario und Samus. Beides sind nun Kampfspiele der etwas anderen Art, wo der Spaß im Vordergrund steht und der Charme der einzelnen Figuren einzufangen ist. Also schauen wir doch mal was uns hier aufgetischt wurde und gucken wo die Unterschiede liegen.

Prozente sammeln war gestern
Wo es bei üblichen Kampfspielen heißt die Energie des Gegners dem Nullpunkt gleich zu machen brach Super Smash Bros einst dieses Tabu und ließ quasi ihre Schwerkraft sinken. Je mehr Schläge man einsteckt, desto höher wird der Prozentsatz und je höher der Prozentsatz, desto weiter wird man weggeschleudert. Wer den Bilschirmrand der Arena verlässt erleidet den Bildschirmtot. Alleine hier unterscheiden sich PlayStation All-Stars Battle Royale und Super Smash Bros stark. Wo man bei Nintendos Gegenstück irgendwann nur noch die Gegner meidet, weil man nicht sterben will sucht man hier den Kampf um seine eigene AllStars-Power (AP) zu füllen. AllStars-Power? Na gut, bevor wir jetzt große Vergleiche ziehen erst eine kleine Einweisung, wie man gewinnen kann.

Prinzipiell steht es permanent im Vordergrund so viele Schläge auszuteilen wie nur möglich. Mit insgesamt 12 verschiedenen Schlägen könnt ihr euch verteidigen und entsprechend AP-Punkte sammeln. Doch nicht nur so, auch mit Items kann man dem Gegner AP abziehen. Was der Baseball-Schläger bei Smash Bros ist, ist hier ein Fisch mit dem ihr zulangt, ansonsten stehen hier noch viele weitere Items zur Verfügung, die den Gegnern das Fürchten lehren. Doch man sollte sich mit einem solchen Item auch nicht zu übermächtig fühlen. Neben den 12 Schlägen ist es auch möglich sich zu verteidigen und den Gegner zu packen. Wenn man den Gegner packt verliert dieser ein paar seiner AP und verliert auch sein Item, wenn er denn eines trägt. Hat man sich mit dieser Grundmechanik vertraut gemacht, ist es an der Zeit seine Super-Attacke aufzuladen, denn das ist die einzige Möglichkeit seinen Gegner auszuschalten.

Volle Kanne Hoschi
Das Ziel ist der Sieg und um den zu erreichen, muss man die Gegner ausschalten. Das könnt ihr nur mit der so genannten Super-Attacke und die schaltet man frei indem man AP sammelt. So weit so einfach. Es gibt insgesamt 3 Stufen dieser Attacke und je höher der Level, desto stärker haut sie dementsprechend rein. Sweet Tooth beispielsweise tritt mit Level 1 einmalig zu und tötet alle Gegner, die er mit dieser Attacke trifft. Allerdings ist das auch ganz schön schwer mit dieser „kleinen“ Attacke gleich drei Gegner mitzunehmen. Einfach ist das Ganze natürlich wenn man bis zur dritten Stufe wartet, denn dann ruft Sweet Tooth seinen Ice Cream Truck herbei, welcher sich dann wie ein Transformer in einen riesigen Roboter verwandelt. Sobald man in dieser Form ist, gilt jeder Angriff als tödlich und das solange, bis die AP-Leiste leer gelaufen ist. Diese Super-Attacken unterscheiden sich natürlich von Spieler zu Spieler und wirken ganz schön übermächtig. Doch man kann den Attacken auch ausweichen. Einer Level-1 Attacke auszuweichen ist in der Regel ziemlich einfach, da die meisten Level-3 Angriffe jedoch länger anhalten, kommt man hier eher selten lebendig davon. Manchmal ist ausweichen auch zwecklos, dann nimmt die Attacke einfach alle Gegner mit, wie zum Beispiel bei Heihachi (siehe Video).

Nun ist ja bekannt, wie man seine Gegner ausschaltet und hier wird klar ein anderer Fokus gelegt, als beim Nintendo-Pendant. Anstatt darauf zu achten wie viele Schläge man einsteckt, muss man sich mehr darauf konzentrieren auszuteilen um seine eigene AP-Leiste zu füllen. Nebenbei sollte man die Leisten seiner Gegner im Auge behalten, um den Attacken auszuweichen, oder um das Level des Gegners mit Items, oder Griffen zu reduzieren. Also ein bisschen Taktik ist hier tatsächlich gefragt und wenn man diese letztendlich geschnallt hat, muss man sich nur noch einen Charakter seiner Wahl suchen. Die Auswahl ist mit 20 Charakteren so groß, wie unterschiedlich.

Ene, mene, muh und raus bist du
Das ist ja bekanntermaßen das Schwierigste: Die Auswahl des Charakters. Was die Mode-Auswahl des einen ist, ist die Identifikation zu seinem Champion des anderen. Die Spieler unterscheiden sich stark in ihrer Spielweise und sind auch teilweise etwas schlecht ausbalanciert. Ein Kratos prügelt sich selbstverständlich mit großer Reichweite, schnellen Schlägen und einer schnell aufladenden AP-Leiste geradezu zum Sieg, wenn nicht die einfach auszuweichende Level-1-Attacke wäre. Big Daddy wiederum ist sehr langsam unterwegs, langt dafür aber auch ordentlich zu – was sein Level schneller steigen lässt – und ist in der Lage Gegner zu schocken und einzufrieren. Was ihn auch beispielsweise zu Kratos unterscheidet ist seine Spezialattacke. Wo Kratos erst mit Level 3 umherrennt und mit jedem Schlag tödliche Angriffe austeilt, kann Big Daddy schon mit Stufe 2 einen ähnlichen, wenn auch kürzer anhaltenden Zustand erreichen. Dann gibt es aber auch noch mit Nathan Drake und Radec, die mit ihren Feuerwaffen lieber aus der Distanz angreifen und mit Gewehren, Raketen und Fässern um sich schmeißen. Ihr merkt also die Vielfalt ist groß und für jeden Spieler-Typ dürfte etwas dabei sein.

Es gibt mehr, als nur den Kampf
Wenn man das Spiel dann erstmalig einlegt, kriegt man ein Tutorial spendiert, was einem die Grundlagen erklärt. Danach sollte man sich direkt in den Arcade-Mode stürzen um sich mit dem ein, oder anderen Charakter vertraut zu machen. Je mehr man mit einem spielt, desto höher wird sein Rang. Das heißt nicht, dass der dann stärker wird, sondern dass ihr verschiedenes für den Helden, oder euer Profil freischalten könnt. Euer Hintergrundbild, euer Minion (welcher euch anfeuert, oder mal durch die Arena rennt), einen weiteren Skin, eine andere Sieges-Hymne und noch weiteres. Das regt natürlich den Sammlertrieb enorm an und schon mit Lvl 15 hat man die meisten Sachen für einen Champion freigeschaltet. Doch wer sich einen waren Pro-Gamer nennen möchte muss wohl bis Rang 300 durchhalten, dann sollten alle freischaltbaren Gimmicks auswählbar sein.

Multiplayer
Nun haben wir hoffentlich genug Theorie besprochen und alles gelernt und einstudiert, was es bei PlayStation All-Stars Battle Royale zu entdecken gibt. Da stürzt man sich erster Hand in den Multiplayer und der hat ein dickes fettes Plus, mit dem sich derzeit kein anderes Spiel rühmen kann. Die Rede ist natürlich von Cross-Play. Ihr könnt lokal gegen andere Mitstreiter kämpfen, mit Freunden, oder gegen ein zufällig ausgewähltes Opfer aus dem Internet antreten. Doch das besondere an Cross-Play ist, dass ihr das Konsolenübergreifend zwischen Vita und PS3 könnt. Das sorgt für sehr viele unterhaltsame Partien und das Spielen mit Freunden funktioniert auf der PSVita wie gewohnt kinderleicht und das integrierte Mikrofon lässt die Wutausbrüche des anderen wunderbar nah miterleben. Wie der Bayer sagen würde: ‚A moads Gaudi!‘.

Steuerung
Nun wundert sich so mancher, wie das Cross-Play denn fair ablaufen soll, wenn die Vita 2 Tasten weniger hat, als der PlayStation 3-Controller. Das Aufheben eines Gegenstandes funktioniert auf der Vita mit einem Click auf den Touchscreen und das Verspotten eines Gegners macht man auf der Select-Taste, die auf der Heimkonsole nicht belegt ist. So ist für ein faires Verhältnis gesorgt und beim Spielen der Vita-Variante hat man von Anfang an das die Steuerung gut gelöst ist. X dient zum Springen, die restlichen Tasten zum Zuschlagen. Hier wurde alles richtig gemacht.

Grafik
Grafisch steht die portable Variante der großen in wenig nach. Wir konnten keinerlei Framerate-Einbrüche feststellen und für Vita-Verhältnisse wirkt alles ziemlich detailreich und lebendig. Alleine die Arenen bergen so viel Details. Der Minion feuert einen an, wenn man allerdings gerade allesamt ausgeschaltet hat und auch sonst was im Hintergrund der Arena abläuft, fällt einem das erst beim dritten Mal Hingucken auf. Natürlich nur eine Kleinigkeit, aber dennoch sorgte es für einen Ooh-Effekt. Auch sonst haben gerade die 15 verschiedenen Arenen viel an Details der originalen Games zu bieten.

Sound
Wenn es rumst, dann aber richtig. Die Schlagabtausche wurden gut vertont und wenn man mal ordentlich zulangt, hört man das auch. Ansonsten ist die Musik immer passend zu den entsprechenden Arenen und Charakteren gewählt, so hat das Uncharted-Level auch den entsprechend epischen Soundtrack. Nicht nur das, wie schon erwähnt kann man mit aufsteigen der Charakter-Stufe mehr freischalten und so auch die entsprechende Sieges-Hymne des Charakters. Die Stimmen der Charaktere sind auch alle soweit aus den originalen Spielen, sofern sie denn eine deutsche Stimme spendiert bekommen haben.



Fazit:
Es ist unfassbar schwer diesen Spielspaß und die Lebendigkeit jenes Titels in einem Text zusammenfassen, wenn man doch die Grundprinzipien einfangen muss, aber dennoch muss jetzt auch ein entsprechendes Urteil gefällt werden. PlayStation All-Stars Battle Royale ist erstaunlich gut. Viele verschiedene Charaktere, hoher Sammlertrieb, Cross-Play/-Buy und noch angekündigte DLCs sind allesamt Argumente die langfristig an dieses Spiel fesseln. Ob es nun besser, oder schlechter als Super Smash Bros Brawl ist eine Frage, die jeder für sich entscheiden muss. Zwar hat Nintendo mehr Maskottchen, die jeder Gamer kennt, allerdings legt es mittlerweile ein verdammt hohes Tempo hin, dass man oft den Überblick verliert. Sony wiederum legt ein Kampfsystem hin, dass sich nicht auf das Einstecken eines Prozente-Malus konzentriert, sondern auf eine AP-Leiste die spektakuläre Attacken raushaut und legt dabei ein etwas langsameres Tempo hin, was aber keineswegs heißt, dass es langweilig ist. Im Gegenteil. Der Multiplayer ist hier dermaßen spaßig, dass man seine Nachbarn wach lachen könnte und sich schon auf die nächste Zocker-Partie mit Freunden freut und das nicht um zu zeigen wer jetzt besser ist, sondern einfach weil immer wieder lustige Situationen entstehen die einen sehr hohen Unterhaltungsfaktor haben. Nintendo mag zwar mehr Charaktere haben und einen umfangreicheren Singleplayer habe, aber endlich wurde ein spaßiges Fighting-Game mit (nicht nur) hauseigenen Helden von Sony nachgelegt, das mit eigenem Charme zu begeistern weiß.

Geht Fat Princess den Arsch versohlen: Robert Grötenherdt für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Sonys Antwort auf Nintendos Smash Bros langt ordentlich zu

Wertung

EINSTEIGERHILFEN:

8.0

MULTIPLAYER:

10

SPIELSPAß:

9.0
9
von 10

Gelungenes Kampfsystem

Cross-Play/-Buy

Super Multiplayer

Ladezeiten könnten einen Tick schneller sein

Leichte Balancing-Probleme

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28 Kommentare