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Spielname:
Panic!

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
1,99 €

Publisher:
Ripstone

Developer:
Green Hill & ThumbsUp

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
TBA

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Panic!

Denis Wewetzer, 26.11.2012

1436°

2

Test mögen: Weitersagen:

Erinnert ihr euch noch an die gamescom? Ich weiß, es ist wirklich lange her, aber versucht es einfach mal. Wenn ihr bei uns mitgelesen habt, habt ihr wahrscheinlich auch ein recht langes Interview bemerkt, das wir mit drei Indie-Entwicklern geführt hatten. Dabei haben wir uns auch zusammen mit dem Chef von Thumbs Up zum ersten Mal etwas mehr mit einem Playstation Mobile-Spiel beschäftigt: Panic!. Es handelt sich dabei um einen kurzweiligen Titel, bei dem man versucht Zivilisten zu retten, was laut Entwickler auf diese Art und Weise ein noch vollkommen neues Konzept war. Doch ob ein solch neuer Ansatz auch ausreicht um den notwendigen Spielspaß für unterwegs zu liefern? Das werden wir uns nun einmal genauer anschauen!

Schritt 1: Dreht die Vita
Sobald wir das Spiel starten fällt schon mal eine Sache auf: Die Schrift ist um 90° gedreht! Das liegt daran, dass man dies am besten auch selbst mit der Vita macht, damit man überhaupt etwas sinnvolles erkennen kann. Und kurz darauf steigen wir auch schon in das Spiel ein. Bei diesem geht es darum, wie vorher schon einmal erwähnt, Zivilisten vor bösartigen Schleim zu retten, der damit droht die Städte der Welt zu überfluten. Doch wie sorgen wir dafür, dass die armen Bürger gerettet werden? Ganz einfach: Wir bringen die herumliegenden Gebäude dazu auf die Straße zu fallen, um diese so zu blockieren. Durch dieses einfache Prinzip können wir aus der Stadt ein großes Labyrinth bauen, durch das möglichst kein Bürger zu Schaden kommt – und auch so wenig Gebäude wie möglich. Schadensbegrenzung muss schließlich auch noch möglichst betrieben werden. Warum? Je mehr Leute am Leben bleiben und je weniger Gebäude dafür zerstört werden mussten, desto mehr Punkte bekommt man am Ende des Levels.

Doch um zu diesen zu kommen ist der Weg weit. Beim Bauen des Labyrinths ist nämlich so einiges zu beachten. Zum einen schafft es der Schleim durch die geschaffenen Barrikaden aus Häusertrümmern zu brechen, sollte er komplett eingeschlossen sein. Außerdem ist es wichtig nicht einmal einen Bürger zu verlieren – zumindest in den ersten Levels. Später ist es kein Problem mehr ein oder zwei Zivilisten an das Monster opfern zu müssen. Allerdings dürfen unter keinen Umständen Babies dieses Opfer sein, denn ansonsten ist das Spiel sofort aus. Um die Sache ein wenig zu erleichtern hat man allerdings noch ein paar Hilfsmittel. Das wichtigste davon ist der "Lauft Weg"-Knopf. So wollen wir ihn jetzt wenigstens für die kurze Zeit mal nennen. Drückt man nämlich auf diesen, laufen alle beweglichen Menschen vor dem Schleim weg, sollte es ihnen denn möglich sein. Des Weiteren bekommt man – jedoch erst recht spät, Bomben und Rettungsringe zugesteckt. Mit Bomben lassen sich große Flächen kurzerhand einebnen, damit der Schleim länger zum Fortlaufen braucht. Mit den Rettungsringen kann man verloren geglaubte Menschen vor dem Schleim immun machen und somit sofort retten.

Schritt 2: Überlebe
Doch wie ist nun das Ende erreicht? Dafür gibt es zwei Methoden: Einerseits muss man versuchen, den Schleim über eine bestimmte Strecke von den ganzen Zivilisten fernzuhalten. Auf dem Weg kann es auch dazu kommen, dass spezielle Orte wie Kirchen oder Sportstadien auftauchen, die man für extra-Punkte zu schützen versuchen kann. Hat man am Ende noch genug Überlebende, gilt der Level als geschafft und man kriegt seine Punktzahl und eine Bewertung von einem bis zu drei Sternen - je nachdem, ob man genug Menschen gerettet und viele Gebäude heile gelassen hat. Die zweite Art zu gewinnen ist bei Levels mit nur begrenzten Schleim. Dort muss man möglichst viele Felder ausfüllen lassen, damit irgendwann kein Schleim mehr übrig ist und er deshalb nicht weitergehen kann. Die Bewertung am Ende ist jedoch dieselbe, wie bei der ersten Variante.

Technik
Wenn man sich die Grafik anschaut wird einem sofort die recht schöne Comic-Optik auffallen, die sich auch über den Rest des Spiels hinweg durchsetzt. Grafische Patzer sucht man hier sogar vergebens. Die Soundkulisse ist ebenfalls recht passend, allerdings stört hier eine Tatsache gewaltig: Es gibt nur wenige Songs, die auch noch so kurz sind, dass sie in einem langen Level gleich mehrmals hintereinander gespielt werden müssen - was durch kurzes Aussetzen der Musik auch mächtig auffällt. Und ein zweiter Punkt muss hier erwähnt werden: Die Steuerung. An sich ist es eine nette Idee, die Gebäude durch Touchscreen-Steuerung quasi umzuwerfen oder platt zu drücken. Die Erkennung davon ist allerdings nur sehr schlecht gelungen. Durch das Scrollen des Levels passiert es gerne, dass man aus Versehen ein Gebäude schlichtweg zerstört, anstelle des Bauens einer Blockade. Vor allem wenn sie dann mal schneller werden wird die Steuerung immer ungenauer, sodass hierdurch künstlich der Schwierigkeitsgrad in die Höhe getrieben wird – samt Frustfaktor.

Features und Besonderheiten
Okay, die Steuerung ist schon mal nicht so gescheit, aber vom Umfang kann das Ganze ja vielleicht profitieren. So gibt es 30 verschiedene Städte zu beschützen, aufgeteilt auf zehn Level pro Umgebung. Während die kleinen Dörfer noch als Tutorial dienen steigt der Schwierigkeitsgrad stark in die Höhe, sobald man den ersten Großstadt-Level betritt. Neben diesen paar normalen Rätseln, gibt es allerdings auch noch den Überlebensmodus. Hier muss man versuchen so lange wie möglich auszuhalten, ohne zu viele Bürger zu verlieren. Da man sich hier immer und immer mehr steigern kann, bietet dieser Modus auf Dauer sogar eine noch wesentlich größere Herausforderung als die eigentliche Kampagne.



Fazit:
Nach dem Interview mit Thumbs Up war ich ehrlich gesagt recht guter Dinge, was diesen Action-Rätsel Mix angeht. Es wirkte frisch, motivierend und spaßig. Wenn man in den Levels allerdings weiter voranschreitet fällt immer mehr auf, dass es eine fast schon feste, perfekte Linie gibt, der man nachgehen muss, um überhaupt einen Abschnitt zu bewältigen. Hinzu kommt die später immer höher werdende Geschwindigkeit, die eine ungenaue und damit fatale Steuerung zu Folge hat. Wenn man immer und immer wieder etwas wiederholen muss oder aber im Überlebens-Modus gerade alles gut läuft und dann durch einen kleinen Ausrutscher alles vermasselt wird, frustriert das schon sehr stark. Vor Allem, da man seine Highscores nicht einmal mit der Welt teilen kann. Ein schönes Konzept und die gute Grafik sind eine Sache, nur spielt sich Panic! nicht sauber genug, um überzeugen zu können – selbst mal für unterwegs bei einem Preis von 1.99€.

Ist mehr frustriert als panisch: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Ripstone für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Ein schönes Konzept macht noch kein gutes Spiel. Panic! ist zu frustrierend und schlecht spielbar um in der Königsklasse ein Wörtchen mitzureden!

Wertung

Schöne Grafik

Ausgefallenes Spielprinzip

Unsaubere Steuerung

Repetitiver Soundtrack

Keine Online-Leaderboards

Hoher Frustfaktor

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2 Kommentare