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Spielname:
smart as...

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Sony

Developer:
XDev Studio Europe

Genre:
Denkspiel

Release:
02.11.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: smart as...

Stefan Thiermann, 07.12.2012

2748°

4

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Beginnen wir doch mal mit etwas Lehrreichem: Das menschliche Gehirn kann ungefähr 10 hoch 13 Rechenoperationen in der Sekunde durchführen und benötigt dafür ca. 15 bis 20 Watt. Zum Vergleich: Sogar Intels Terascale-Prozessor, der für Supercomputer entwickelt wurde, schafft nur 10 hoch 12 solcher Berechnungen und braucht dafür das 5000-fache an Leistung. Kaum zu glauben, dass unser Oberstübchen ein solches Potenzial besitzt – vor allem in Anbetracht der „cleveren“ Leute, die einem manchmal so über den Weg laufen. Natürlich wird aus dem knackigen Haufen Nervengewebe in unserem Kopf ein matschiger Batzen lila Grütze, wenn das entsprechende Training ausbleibt. Und hier springt Smart as… in die Bresche, das durch tägliche Übungen unsere Denkleistung verbessern soll – angeblich! Aber stimmt das auch und noch viel wichtiger: Kann das Spaß machen? Oder anders gefragt: Smart (my) as(s) oder smart as… smart as…? Wir sorgen für Klarheit!

So kluk klug wie Einstein
Was wir hier für ein Spiel vor uns haben ist schnell zusammen gefasst: Dr. Kawashima meets Social! Das reicht euch nicht? Gut, gehen wir halt mehr ins Detail. Startet man den Titel, ist man erst einmal leicht irritiert, denn das Unreal Engine 3-Logo prangt einem entgegen. Für ein Gehirnjogging-Spiel? Aber ok, warum auch nicht, wird das halt ein Oberstübchen-Trainer mit hübscher Optik. Dazu aber später mehr. Nach einigen einführenden Worten des sympathischen Geschichtenerzähler-Onkels kann es also losgehen: das erste Tagestraining. Ebendieses besteht aus verschiedenen Übungen, die aus den Bereichen Rechnen, Logik, Sprache und Beobachtung stammen. Das können beispielsweise kleine Rechenaufgaben sein oder solche, in denen man Würfel mittels Kippen der Vita an ihren Platz hieven muss. An anderer Stelle muss man sich eine Reihe von Gegenständen merken, die dann im Anschluss abgefragt werden. Oder aber man hat vorher diktierte Wörter zu schreiben (was allerdings nur auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad teilweise zum Problem wird). Auch die Kamera kommt zum Einsatz: So müsst ihr, je nachdem welches der beiden Bildaufnahmegeräte durch Zufall ausgewählt wird, entweder euer eigenes Gesicht oder Zeug das vor euch liegt zusammen puzzlen. Dies klappt allerdings nur bei optimalen Lichtverhältnissen gut. Ihr seht schon: für Abwechslung ist gesorgt und man bedenke, dass die genannten Beispiele nur einige der Übungen sind, die man in Smart as… bestreiten kann! Die Minispielchen machen Spaß, ärgerlich wird’s nur wenn Eingaben nicht richtig erkannt werden. Teilweise müssen nämlich Zahlen oder Buchstaben auf das Display gekritzelt werden und wenn sich die Bewertung nach der verbrauchten Zeit richtet und es dazu noch Minuspunkte für „falsche“ Eingaben gibt, ist das einfach nur zum Laut-Sch...-Brüllen! Zum Glück passiert dies nicht allzu oft. Am Ende gibt’s dann eine Prozentwertung, die euch euer Abschneiden verdeutlicht. Jedes Mal, wenn ihr dann das Tagestraining – und ihr könnt dieses anders als in Dr. Kawashima wirklich nur einmal am Tag machen - abgeschlossen habt, wird eine neue Übung für das freie Spiel freigeschaltet.

Produzier misch net nur weil du Genasion bist, Alda!
Apropos freies Spiel: Hier könnt ihr die bereits freigeschalteten Übungen trainieren. Für diese stehen jeweils vier Schwierigkeitsgrade zur Verfügung, die nacheinander verfügbar werden, sobald ihr den vorherigen gemeistert habt – bedeutet: Ihr müsst eine Drei-Sterne-Bewertung ergattern, bevor ihr euch an die jeweils kniffligere Stufe machen könnt. Das ist motivierender als man zunächst annehmen möchte und man ertappt sich in den Fängen des allseits bekannten „Nur noch ein Versuch“-Zeitfressers. Klar: Ein Spiel wie Smart as… ist keines, das man Ewigkeiten zockt. Trotzdem ertappe ich mich dabei, wie ich nach dem täglichen Training immer wieder im freien Spiel vorbei schaue, um die neu freigeschaltete Übung anzutesten. Und bei der Gelegenheit kann man ja schließlich auch mal versuchen, die anderen zu perfektionieren. Unterm Strich habe ich unerwartet viel Zeit mit einer – ja, so etwas ist es unterm Strich – Minispielsammlung verbracht.

Online! Ich will online!
Um auf die angesprochenen Social-Funktionen zu sprechen zu kommen: Dafür steht die so genannte Smart as…-Welt zur Verfügung. Mittels des Street Smart-Modus‘ könnt ihr euch mit Leuten in eurer Stadt messen. An dieser Stelle könnt ihr Sterne gewinnen, wenn ihr die entsprechenden Herausforderungen spielt. Wenn ihr anderswo zu Besuch seid, könnt ihr euch entsprechend mit dort ansässigen Smart as…-Spielern messen. Weiterhin ist es möglich, euren Freunden via near Herausforderungen zu schicken bzw. sie zu empfangen.

Technik
Für ein Gehirnjogging-Spiel sieht Smart as… sehr gut aus! Das schlichte weiß-graue Artdesign, gepaart mit bunten Objekten weiß durchaus zu gefallen. Dazu kommt, dass fast alle Objekte animiert sind und so immer irgendwas auf dem Display los ist, selbst wenn man gerade nicht spielt oder sonstige Eingaben macht. Auch der Sound ist passend: Hier tönen meist recht ruhige Melodien aus den Boxen, die gut zum Spielgeschehen passen. Alles in allem ist der Titel also handwerklich gut gemacht, wobei der Fokus natürlich auf anderen Dingen, wie den eigentlichen Minispielen liegt.

Features und Besonderheiten
Davon befinden sich eine ganze Menge in Smart as…. Und das beginnt schon im Ladebildschirm: Hier werden ständig neue Trivia zum Gehirn angezeigt oder euch wird das Ego gestreichelt, indem gesagt wird, dass ihr beispielsweise weltweit unter den besten 40% der Smart as…-Spielern seid. Oder aber, dass ihr besser seid als der Durchschnittsoptimist – derer Beispiele gibt es viele! Selbstverständlich könnt ihr mittels der Statistiken nachvollziehen, wann ihr wie gut abgeschnitten habt und dies auch mit euren Freunden vergleichen. Dies gilt nicht nur für PSN-Kumpels, sondern auch für Facebook und Twitter, wo ihr ebenso eure Ergebnisse posten könnt. In bereits angesprochener Smart as…-Welt könnt ihr euch neben Bestenlisten für alle Minispiele auch ansehen, in welchen Ländern man am besten abgeschnitten hat. Zusätzlich gibt’s auch etwas abgedrehtere Statistiken: So sind Leute, die lieber in die Vergangenheit reisen würden momentan klüger als solche, die lieber einen Abstecher in die Zukunft machen würden. Pessimisten sind im Übrigen auch schlauer als Optimisten usw. Zu welcher dieser Gruppen ihr euch dabei zählt, wird jedes Mal vor euren täglichen Training erhoben.



Fazit:
Die Entwickler von Smart as… haben sich redlich Mühe gegeben, das Spiel nicht zum trockenen und abwechslungsarmen Langweilertitel zu machen. Man merkt deutlich wie bemüht sie darum waren, dass das Spiel seinen Preis auch wert ist. Haben sie das geschafft? Ich sage ja, denn zumindest mir ist kein besseres Gehirnjogging-Spiel eingefallen, als wir hier vor uns haben. Natürlich sollte man keine totale Abneigung gegen derartige Titel haben. Ist man aber nicht komplett abgeneigt, wird man seinen Spaß damit haben und ihn immer mal wieder einlegen, um die grauen Zellen auf Vordermann zu bringen oder sich einfach mit den Minispielen zu vergnügen. Die sind sowohl für kurze als auch längere Sessions geeignet und entfalten einen gewissen Suchtfaktor, der nicht zuletzt mit den möglichst guten Bewertungen und die Konkurrenz mit seinen Freunden zustande kommt. Eine klare Kaufempfehlung kann ich trotz allem nicht aussprechen, da Minispiel- bzw. Gehirnjogging-Titel die meisten so genannten Core-Gamer wohl eher abschrecken dürften. Wer dem aber nicht abgeneigt ist, dem lege ich das Spiel wärmstens ans Herz! Und an alle, die sich noch uneins sind: Die Preissenkung abzuwarten, ist ebenfalls legitim!

Ist jetzt viel intellenter als wie zuvor: Stefan Thiermann für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Der neue Genreprimus unter den Gehirnjogging-Spielen macht sehr viel richtig und nur wenig falsch!

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

8.0

SUCHTFAKTOR:

7.0

ABWECHSLUNG:

9.0
8
von 10

viele, abwechslungsreiche Übungen

überraschend motivierend

vollgepackt mit Features

technisch ordentlich

gute Social Network-Einbindung

umfangreiche Bestenlisten

teilweise fehlerhafte Erkennung von Eingaben

Minispiele mit Kameraeinsatz eher suboptimal

Wie werten wir?

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4 Kommentare