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Spielname:
Lego Der Herr der Ringe

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Warner Bros. Interactive

Developer:
TT Games

Genre:
Action Adventure

Release:
23.12.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Review: Lego Der Herr der Ringe

Michael Holder, 18.12.2012

3494°

3

Test mögen: Weitersagen:

Es ist einer schöner Morgen im Auenland, es ist Bilbos Geburtstag. Gandalf der Graue rollt mit seiner Pferdekutsche an einem kleinen fröhlichen Gesellen vorbei - Frodo, ein entfernter Verwandter des Geburtstagskinds. Sofort stürmt er auf den Zauberer zu, um sich zu ihm zusetzten und unterhält sich mit Gandalf. Im Wagen sind Unmengen an Feuerwerkskörpern. Ist das nicht ein schöner Beginn für eine Geschichte? So könnte man doch ein Spiel beginnen, oder? Nein, anscheinend nicht. Denn nur mal eins vorweg: Wer etwas über die Story des Mittelerde-Epos erfahren möchte, ist mit diesem Titel leider falsch bedient. Diese kann nämlich kein Neuling allein durch das Spiel verstehen - und ja es gibt durchaus Leute die kein Herr der Ringe kennen. Doch über die Story werden wir später noch reden, jetzt beschäftigen wir uns erst einmal mit einer Frage: Lohnt es sich Orks zu jagen oder solltet ihr die bösen Geschöpfe lieber leben lassen?

Typisch Lego
Ganz nach typischer Legospiel-Manier gibt es natürlich auch hier einige Slapstick-Einlagen. So stirbt Boromir im ersten Film durch drei Pfeile die ihm ein Ork in die Brust schießt, doch im Spiel stirbt er an einer Banane! Ja genau, hier wirft ihn der Mörder mit einer schönen knallgelben Banane ab, unbestritten die wohl gefährlichste Waffe in Mittelerde - nach dem Ring selbstverständlich. Das ist aber selbstverständlich nicht die einzige Szene in der Humor zum Vorschein kommt. In jedem Level gibt es immer mal wieder kleine Sachen zu finden. Meist wird dadurch die Atmosphäre nicht zerstört, aber wenn der Balrog Gandalf anrülpst kommt es schon etwas unpassend rüber.

Neben den Witzen gibt es ja auch noch eine andere Sache die sich eigentlich alle Lego-Titel teilen, und zwar das Gameplay. Wie gewohnt kann man auch hier alles kleinschlagen und überall Gegenstände finden. So gibt es auch hier eine Masse an Charakteren die den Spieler förmlich erdrücken. Neben den bekannten Figuren wie Frodo, Aragorn, Legolas und Gimli, welche es übriges alle in mindestens fünf verschiedenen Ausführungen gibt, kann man auch diverse Arten von Orks sammeln und Spielen. Jede Legofigur die gefunden wird ist im freiem Spiel verfügbar und wenn ihr den Titel mit 100% abschließen wollt müsst ihr auch genau das tun. Ihr müsst zurück in die alten Level und dort die besonderen Fertigkeiten der neuen Charaktere nutzten. Und falls ihr das vorhabt seid gewarnt, denn es wird lange dauern.

Doch das Zerstören der Umgebung, sowie das Sammeln von Figuren und Extras ist ja noch nicht alles was es zum Gameplay zu sagen gibt. Wie gesagt handelt es sich hier um die klassische Steinchenkost. Ihr rennt herum, kloppt auf böse Gegner ein und erfreut euch an dem Regen der Legowährung. Die Kamera ist ein größerer und schwerer Gegner im Spiel. Oft hüpft man beispielsweise irgendwo runter, kann als Legolas die Zielscheiben nicht treffen, außer von einer ganz bestimmten Stelle aus welche erst einmal gefunden werden muss. Gerne mal vermöbelt man auch die eigenen NPCS, weil sie sich einfach nicht bewegen wollen. Abgesehen von alledem findet ihr ab und an auch die bekannten Passagen von wegen „Klettere den Berg hinauf und wirf den Stein auf die Mauer“ oder „Stehle das Schild aus dem Nest der bösen Riesenkrähe“.

Playstation 3 VS Playstation Vita
Wie ihr vermutlich wisst ist Lego: Der Herr der Ringe auch auf den anderen gängigen Plattformen erschienen und leider sind die Konsolenfassungen wiedermal um Einiges besser als die Handheldversion für die Vita und den 3DS bzw. DS. Zum einen ist die Welt auf der Konsole um einiges schöner als die auf der Vita, wenn man sich Videos von beiden ansieht bemerkt man sofort einen riesigen Unterschied. Nehmen wir doch direkt den ersten Level als Beispiel hierfür. Bei beiden Varianten spielt man wenigstens denselben Level, jedenfalls teilweise, aber allein optisch gibt es riesige Unterschiede. So steuert man auf Sonys Mobiler Wunderkiste die Schlacht gegen Sauron, bei der er den Ring verliert. Der Spieler hat die beiden Helden Isildur und Elrond unter seiner Kontrolle und kämpft in einem kleinen Graben allein gegen kleinere Wellen von Orks. Auf der Heimkonsole ist das Schlachtfeld auch wirklich als solches zu bezeichnen, hier ist zwar der Kampf derselbe jedoch sieht man den Krieg der um die Spieler tobt. Und als kleiner Bonus darf man hier auch gegen Sauron kämpfen. Auf der Vita bleibt einem das aber verwehrt, hier gibt es nur eine kleine Cutscene.

Wer braucht schon die Story?
Wie zu Beginn schon gesagt, von der guten Story bekommt man als Spieler eigentlich kaum etwas mit. Hier und da gibt es kleine Videos in denen etwas erzählt wird, doch von wem oder was hier die Rede ist wird man als jemand der die Reihe nicht kennt kaum verstehen. Die Charaktere kann man gerade noch verstehen wenn man sich den kleinen Text im Shop zu ihnen durchliest, doch dafür muss man sie sich erst einmal mit hart verdienten Steinen kaufen - und wer kann sich denn schon alle sofort kaufen? Ein kleiner Pluspunkt sind jedoch die Sprecher: Sie sind zwar nicht die Originalsprecher, was aber bei manchen wie bei dem verstorbenen Sprecher von Gandalf Joachim Höppner nicht möglich ist. Dennoch klingen sie wie die echten Leute.

Sound
Wer kennt ihn nicht, den wunderbaren unvergesslichen Soundtrack von Herr der Ringe? Es gibt sogar regelmäßige Live-Aufführungen der Filme, untermalt von einem 250-Köpfigen Orchester. Und genau dieser Klang darf natürlich auch im Spiel nicht fehlen. Jedoch ist die Klangqualität nicht sonderlich hervorstechend. Doch, wie ist es auch anders zu erwarten, klingt der Titel auf den Heimkonsolen um einiges besser.



Fazit:
Ich habe mich eigentlich schon ein wenig auf Lego: Der Herr der Ringe gefreut, besonders weil in Kürze Der Hobbit in den Kinos anläuft. Doch was einem hier geboten wird ist leider ein unterdurchschnittliches Stück Software. Potential gab es, das ist sicher, jedoch wurde wiedermal durch eine Halbherzige Umsetzung nicht ausgenutzt. An vielen Ecken hapert es wirklich stark, es gibt kaum Story, viele ikonische Sachen sind nicht anzutreffen. So gibt es beispielsweise den Satz „Lasst uns Orks jagen“ als Name für eine Trophäe aber fällt kein einziges mal im Spiel selbst. Oft wurden Szenen umgeändert, so wird Frodo nie vom Höhlentroll angegriffen genauso wie Sam plötzlich schwimmen kann. Und das schlimmste ist, die Vita Version hat mit der Konsolenfassung so viel gemein wie Frodo mit einem Höhlentroll.

Hat seine Kreis-Taste während des Spielens kaputt gemacht: Michael Holder für PlanetVITA.de

Leserwertung:

Mittelmaß
Deine Wertung:

-
Eine Umsetzung dem Namen nicht würdig. Wer es dennoch Spielen will sollte auf die Konsole umsteigen, dort ist der Titel um ein Vielfaches besser.

Wertung

STORY:

3.0

SPIELWELT:

4.0

UMFANG:

7.0
5
von 10

Herr der Ringe-Feeling kommt rüber - teilweise

Original Soundtrack

Lange Spielzeit, wenn mann alles auf 100% haben will

Endgegner heißt Kamera

Witze manchmal an unpassenden Stellen

Nutzt die Vita nicht aus

Sehr leicht

Multiplayer nur Lokal

Wie werten wir?

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3 Kommentare