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Spielname:
Let’s Fish! Hooked On

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
19,99 €

Publisher:
Wired Productions

Developer:
SIMS Studio

Genre:
Sport

Release:
30.01.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Let’s Fish! Hooked On

Denis Wewetzer, 26.02.2013

3570°

3

Test mögen: Weitersagen:

Auf dieser Welt gibt es wirklich viele Sportarten. Und damit meine ich WIRKLICH viele. Mal von den richtig berühmten wie Fuß- oder Basketball abgesehen gibt es auch welche wie Curling oder Racketball. Eine Freizeitaktivität, welche gerne mal nicht als Sport angesehen wird ist neben dem Schach das Angeln. Und genau dieser Sport ist Dreh- und Angelpunkt (Ha, seht ihr, was ich da gemacht habe?) in Let's Fish! Hooked On, das vor geraumer Zeit im Playstation Network Store zum Kaufen verfügbar gemacht wurde. Es beschreibt sich selbst als Arcade-Fishing Spiel, doch wie genau sich das im Gameplay bemerkbar macht, haben wir uns für euch in diversen Tunieren angeschaut.

Wir werden alle die besten Angler!
Man braucht es eigentlich nicht einmal zu erläutern, oder? Wie es sich für ein Spiel, das sich rund um den Angelsport dreht nun mal gehört setzt sich aus diesem auch die Story der jeweiligen Charaktere zusammen. So versucht das Mädchen Jamie zum Beispiel die Aufmerksamkeit von Ryuji auf sich zu lenken, in dem sie ihre Rivalin in mehreren Turnieren hintereinander schlägt. Jeder der vier Charaktere besitzt dabei einen anderen Gesichtspunkt der Story und damit auch eine eigene Persönlichkeit, die die Personen selbst für die Spieler ansprechender macht. Nun ja, zumindest in dem Maße, wie es in einem Sportspiel notwendig ist so etwas aufzubauen. Großartig darf hier nämlich nichts erwartet werden. Aber wo wir schon im Storymodus sind, gilt es sich auch gleich an den Turnieren zu versuchen!

Komm, Fischy, Fischy, Fischy.
Jedes Turnier findet an einem anderen Ort und unter anderen Bedingungen statt. So ist es in manchen erforderlich, die meisten Maße an Fischen (also das höchste Gewicht) zu fangen, während in anderen lediglich die Anzahl gezählt wird. Hierbei muss allerdings darauf geachtet werden, dass lediglich Barsche zählen, alle anderen Fische haben nichts mit den Turnieren zu tun und werden deshalb wieder freigelassen. Aber nun erst einmal zum Angeln selbst: Man muss sich einfach auf einer vorgegeben Linie an den Orten bewegen und kann nach Lust und Laune seine Rute auswerfen - aber nur in Richtung der Gebäude. Wozu sollte man sich auch drehen. Es ist möglich an das gewählte Plätzchen heranzuzoomen, um vorher schauen zu können, ob sich dort eventuell ein Fisch befindet.

Mit aller Kraft die Rute ausgeworfen muss man schnell hoffen, dass ein Fisch anbeißt, die Zeit ist schließlich knapp. Durch geschickte Bewegungen des Köders, von dem man im Verlauf des Spiels Mehrere freischaltet, fällt es einem nicht schwer das auserkorene Opfer anbeißen zu lassen. Ist dies erst einmal geschehen darf einem der Fisch möglichst nicht wieder aus den Lappen gehen, weshalb man nicht nur wie wild die Leine einholen sollte. Oder aber man macht es doch und versucht sich mit Quick-Time-Events, in denen man den Analog-Stick in die Richtung des Fisches bewegen muss um ihn nicht entkommen zu lassen. Ist der Fisch erst einmal auf dem Boot heißt es gleich weiterangeln. Ruhe? Wer hat behauptet Angeln wäre chillig? Hier werden keine Pausen gemacht, bis das gewählte Turnier am Endes des Zeitlimits angelangt ist. Das ist sogar so fies gestaltet, dass man nicht eine Sekunde zögern sollte, wenn man am gewählten Ort keinen interessierten Fisch gefunden hat. Sofort Angel einholen und neu einwerfen, sonst fängt man fasst nie etwas.

Die Technik, die Technik, Technik, Technik, Technik, Technik!
Hat man also den stressigen Anglertag hinter sich wird alles gewogen oder gezählt und je nachdem, wie gut man abgeschnitten hat werden Punkte verteilt. Mit etwas Glück gewinnt man ab und zu auch neue Köder. Schafft man es am Ende des Jahres die meisten Punkte gesammelt zu haben, geht es in der Story weiter. Man schaltet neue Gegenden frei und bekommt größere Herausforderungen vor die Füße gestellt. Aber der Storymodus bietet nicht nur die einfachen Turniere, schließlich wollen die Charaktere auch verbessert werden - in gewisser Hinsicht zumindest. Dafür gibt es spezielle Skill Up-Events, in denen man SP gewinnt, welche wiederum für den Erwerb von Fähigkeiten benutzt werden können. Einen sonderlich großen Unterschied machen diese allerdings nicht, sie verbessern lediglich nicht einsehbare Statistiken der Charaktere.

Neben dem eintönigen Storymodus kann man sich allerdings auch ein wenig Abwechslung verschaffen. So ist es einem möglich den Aufgaben-Modus zu besuchen, in dem man an den verschiedenen, freigeschalteten Orten besondere Aufgaben nach einer Zeitvorgabe absolvieren kann um noch ein paar Extras freizuspielen oder einfach um die Herausforderung zu suchen. Ist euch dies zu stressig dürft ihr aber auch die Unterwasseransicht genießen. In dieser kann man sich wieder für einen Ort entscheiden und fährt dann mit der Kamera durch die Stellen, an denen man auch angeln geht und genießt einfach das Treiben der Fische, ohne sich Stress um ein Zeitlimit oder diese kräftigen Biester zu machen.

Technik
Oh mein Gott, wo soll ich nur anfangen. Wenn man gerade anfängt und ein wenig über Wasser mit seinem Boot auf der einen Linie umherfährt wirkt das Spiel vielleicht noch recht schön, auf gehobenem PSP-Niveau. Sobald man die Angel ausgeworfen hat und die immer auf den Köder fokussierte und daher niemals frei drehbare Kamera unter Wasser ist, geht's aber los: Plötzlich ist die Wasseroberfläche ein glatter Spiegel, der die meist ziemlich kahle Landschaft jenseits des Wasserspiegels darstellt. Wenn ich das so formuliere, könnte mir eine Idee kommen, wie die Entwickler darauf gekommen sind... naja. Dazu kommen extreme Framerate-Einbrüche, sobald es im Spiel mal anfängt zu regnen und plötzlich wirft man seine Leine in Zeitlupe aus. Die Story wird im Übrigen auch nur mit Standbildern erzählt, hier wurde also defintiv auch gespart. Die Tatsache, dass es meist nur typische Hintergrundmusik gibt, die ab und an auch mal ein wenig Vogelgezwitscher oder ähnliches abspielt, gibt der Atmosphäre auch nicht den notwendigen Schub, um diese durch die ganzen Grafikfehler zu heben.



Fazit:
Ich bin ein großer Fan des Angelns und beschäftige mich damit tatsächlich auch gerne im echten Leben. Zugegeben: Ich bin kein Sportangler, aber so wie es hier dargestellt ist möchte ich es auch gar nicht sein. Man braucht dafür einfach ein wenig Geduld, welche von einem hier überhaupt nicht gefordert wird. Nun gut, es soll ein Arcade-Fishing Spiel sein, dadurch lässt sich das erklären, aber die ganzen technischen Desaster macht das nicht besser. Die Grafik ist für Vita-Niveau viel zu veraltet, die Unterwasserlandschaften sind unglaublich kahl und selbst im fortgeschrittenem Spielverlauf findet man nicht wirklich eine Herausforderung, da jeder der Fische genau so blöd bleibt, wie sie es am Anfang waren. Nur hat man mit der Zeit mehr Erfahrung oder aber Köder und Fähigkeiten, die es einem nur noch leichter machen. Die Steuerung mag für jeden zugänglich sein und funktioniert sowohl mit den Knöpfen und Sticks sowie mit dem Touchscreen wunderbar. Wenn man nicht mehr als drei Tasten drücken muss um den größten Fang überhaupt zu kriegen bringt einem das aber auch nichts. Die bockige Kamera, die sich erst dann etwas bessert sobald man Köder besitzt, die man nicht direkt an der Oberfläche schwimmen, ist die wohl einzige Herausforderung. Jeder der hier entspanntes Angeln mit ein paar Anime-Charakteren erwartet hat, bei dem man ein wenig auf dem See rumdümpeln kann, wird definitiv enttäuscht. Wer den Kick des High-Speed Anglers sucht wird zwar fündig, darf aber nicht allzu viel erwarten und muss mit besagten technischen Schwierigkeiten kämpfen. Zumal das Spiel recht kurz ist. Hatte ich eigentlich erwähnt, dass der Titel eine manchmal grausige Übersetzung erhalten hat? Das sei somit getan!

Setzt sich lieber mit ein paar Kumpel an den Teich und angelt ganz entspannt in der Wirklichkeit: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Ruhiges Angeln? Niemals! Wer dennoch angeln möchte braucht starke Nerven...

Wertung

Eingängige und leichte Steuerung

Viele Barsche und andere Fische zu fangen

Miserable Kamera

Uninteressante Areale

Grafik auf PSP-Niveau

Starke Framerate-Einbrüche

Viel zu leicht

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3 Kommentare