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Spielname:
Gun Commando

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
2,79 €

Publisher:
Ripstone

Developer:
Green Hill

Genre:
Shooter

Release:
23.01.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Gun Commando

Stefan Thiermann, 26.02.2013

2043°

3

Test mögen: Weitersagen:

Willkommen in der Vergangenheit! In den Neunzigern, um die Sache etwas zu präzisieren – einem Jahrzehnt, bei dem einige wahrscheinlich angesichts musikalischer und modischer Verbrechen an der Menschheit die eine oder andere Augenbraue hochziehen werden. Ein paar gute Sachen hat uns die Dekade von Leggins, Boygroups und Arschgeweihen aber beschert – verdammt gute Spiele beispielsweise. So fiel auch der Startschuss für ein Genre, das noch heute in aller Munde ist: Egoshooter. Natürlich sind aktuelle Vertreter nicht mehr mit den Spielen aus der Anfangszeit zu vergleichen. Ein Glück, dass diese Lücke mit dem Playstation Mobile-Titel Gun Commando gefüllt werden könnte. Ob das allerdings auch gelingt, lest ihr in unserem Test.

Das hätt‘s früher auch gegeben
Wie schon angedeutet: Gun Commando ist ein Egoshooter in absoluter Old School-Manier. Das fängt schon bei der Steuerung an, denn nach oben oder unten schauen könnt ihr stilecht nicht. Ebenso das aus modernen Genrevertretern bekannte Waffe-Anlegen sucht ihr vergebens. Stattdessen gibt es schnelle Action, die das Gameplay auf das Wesentliche reduziert: ballern, was das Zeug hält. Ein kleiner Zusatz ist jedoch dadurch gegeben, dass ihr eure Gegner aus dem Weg kicken könnt. Die rücken euch nämlich von Zeit zu Zeit ziemlich auf die Pelle und so müsst ihr euch ein wenig Luft zum Atmen bzw. zum Ballern verschaffen. Weiterhin läuft das Gameplay deutlich schneller ab, als bei den Dinosauriern des Shooter-Genres.

Schatz, ich kann die Pixel zählen
Eines der hervorstechendsten Merkmale von Gun Commando ist allerdings die Optik, die den Neunzigern wirklich gut nachempfunden wurde. Das kann man gut finden oder auch nicht – mir persönlich gefällt es aber! Dementsprechend lauft ihr durch Levels die zumeist recht eckig sind und mit verpixelten Texturen bekleistert wurden. Zwischen den Spielabschnitten gibt es sehr gut gezeichnete und dementsprechend hübsche Comic-Sequenzen, die sogar vertont wurden. Hier lernt ihr euer Alter Ego kennen, der dem üblichen Klischee vom harten Hund mit Blei im Blut entspricht. Wer sich eine ausgefeilte Storyline erhofft, ist dementsprechend mit Gun Commando schlecht bedient. Aber wer erwartet das schon bei einem Old School-Shooter?

Leider ist das Leveldesign eher im schlechten Sinne antiquiert. Oft sieht eine Ecke aus wie die andere und das bei Spielabschnitten, die zum Teil verworrener nicht sein könnten, was die Orientierung nicht gerade erleichtert. Zum Glück sind die Abschnitte nicht allzu groß und meist in einigen Minuten gemeistert. Für eine kleine Runde zwischendurch ist Gun Commando also gut geeignet.

Gameplay
Während ihr euch so durch die diversen Levels ballert, füllt sich bei Treffern eine Leiste in der Bildschirmecke, die bei vollständiger Aufladung dafür sorgt, dass eure Waffe ein Upgrade erhält – sofern ihr eure Widersacher trefft. Erwischen sie euch, sinkt die Leiste und im schlimmsten Fall kann die Wumme irgendwann nur noch zum Kopfkratzen genutzt werden. Ich persönlich bin kein großer Fan dieses Systems, da ihr noch besser werdet, wenn ihr schon gut seid, dafür aber erst recht keine Chance habt, wenn es ohnehin schon schlecht aussieht. Ein wenig unfair ist das Ganze also schon.

Apropos Widersacher: Die KI ist leider unterirdisch. Zum Teil bemerken euch Gegner erst, wenn ihr auf sie schießt oder sich innerhalb eines bestimmten Radius um sie befindet. Dem gegenüber stehen Feinde, die anscheinend durch Wände sehen können, weil sie schon das Feuer eröffnen, wenn ihr noch nicht einmal ganz um die Ecke gelatscht seid.

Features und Besonderheiten
Hier würde ich gern über den überbordenden Inhalt schreiben, der euch förmlich erschlägt – den es allerdings nicht gibt. Klar haben wir hier einen Playstation Mobile-Titel vor uns, bei dem man nicht Massen an Features erwarten kann. Aber das Spiel besteht aus 20 Levels mit vier Boss Stages und ein paar Comic-Sequenzen dazwischen. Es gibt nichts freizuschalten, keine Trophies, keine Boni und selbst euer Highscore ist nicht online mit anderen vergleichbar. Dementsprechend lässt die Motivation auch relativ schnell nach.



Fazit:
Gun Commando hat sicherlich einen charmanten Ansatz: Shooter die sich derart konsequent der alten Schule zuschreiben gibt es heutzutage relativ selten bis gar nicht. Das ist sicherlich Geschmackssache, gefällt mir aber ausgesprochen gut. Leider war es das aber auch schon mit den positiven Punkten. Dem gegenüber stehen Ärgernisse wie das Leveldesign, ein unfaires Waffen-Upgrade-System, KI aus der Hölle und das Fehlen jeglicher Anreize, das Spiel auch bis zum Ende durchzuziehen. Für einen schnellen Spaß zwischendurch taugt Gun Commando ob des Retro-Charmes und flotten Gameplays also locker – zumindest wenn man mit dem Stil etwas anfangen kann. Abgesehen davon hat das Spiel aber zu viele Schwächen, um wirklich begeistern zu können.

Hat die Pixel tatsächlich gezählt: Stefan Thiermann für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Ripstone für die freundliche Bereitstellung des Rezensions-Codes

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Trotz Retro-Charme hat Gun Commando viel zu wenig zu bieten, um wirklich lohnenswert zu sein.

Wertung

Retro-Charme

schnelles Gameplay

schicke Comicsequenzen

schlimme KI

beliebiges Leveldesign

unfaires Waffen-Upgrade-System

nichts zum Freischalten

Langzeitmotivation fast nicht vorhanden

keine Online-Ranglisten

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3 Kommentare