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Spielname:
Ragnarok Odyssey

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
29,99 €

Publisher:
XSeed

Developer:
Gung Ho

Genre:
Rollenspiel

Release:
20.02.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Review: Ragnarok Odyssey

Denis Wewetzer, 28.02.2013

11k°

45

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Immer und immer wieder werden bestimmte Marken versucht zu kopieren, um den Erfolg des Originals dann auch selbst zu bekommen und sich endlich einmal feiern zu können. Es gibt diverse Spiele die versuchen das Sammelfieber von Pokémon nachzuahmen, wobei das bis heute noch nicht wirklich einem Entwicklerstudio gelungen ist. Auch Monster Hunter hat bereits diverse Versuche anderer Entwickler hinter sich, das Spiel auf eine etwas andere Art erneut zum Kassenschlager zu machen. Auch Gung Ho ist nun auf der Playstation Vita auf diesen Zug aufgesprungen und hat mit Ragnarok Odyssey nach langer Wartezeit (zumindest in Europa) einen ähnlichen Titel rausgebracht, bedient sich dabei allerdings des Ragnarok Online-Franchises. Kann es diese andere, bereits bekannte Marke mit den originalen Monsterjägern aufnehmen, oder sind die Überlaufer auf Nintendos Konsolen noch immer die Nummer eins? Diverse Riesen mussten dran glauben, um dieser Spur näher zu kommen.

Willkommen in Fort Farthest. Du bist zwar neu, aber mach' mal den Riesen dort platt.
Zu Beginn des Spiels darf man sich erst einmal einen eigenen Charakter erstellen. Hierfür stehen einem mehrere vorgefertigte Aussehensmuster zur Verfügung. Auch muss man sich an dieser Stelle bereits für eine der sechs Klassen entscheiden. Hat man dies allerdings erledigt geht es an die Frontlinie von Fort Farthest. Hier wird man gleich von seinem neuen Vorgesetzten angesprochen und wir bekommen mit, dass dieses Fort die wichtigste Verteidigungslinie der Menschen gegen die Riesen, in diesem Fall Lummoxe genannt, darstellt und man nun dafür sorgen muss, dass das auch möglichst lange so bleibt - doch eins nach dem Anderen. Bevor es losgeht schaut man sich lieber etwas um und redet mit den Einheimischen. Hierbei fällt gleich auf, dass diese viele Emoticons spendiert bekommen haben, die sie wesentlich lebendiger darstellt, als es ihr Charaktermodell anfangs vermuten lässt. Aber die großen Reden können wir uns auch für später aufbewahren, wir sind schließlich hier um als Söldner Monster abzuschlachten und Geld zu verdienen, also geht es an den Quest-Schalter und mit einer Mission in der Hand auf ins Feld.

Deine Aufgabe: Töte alles, was sich bewegt. ALLES. Achja, und Holzkisten, Fässer etc.
Auf dem Feld wird auch nicht lange gefackelt und die ersten Monster warten bereits darauf, sich ein Stück des Protagonisten zu schnappen. Dagegen kann sich natürlich gewehrt werden und jede einzelne Klasse besitzt dafür ein kleines Repertoire an Combos. Manche sind außerdem in der Lage ganz klassisch abzuwehren. Besonders in diesem Titel ist, dass man beim Anvisieren der Gegner einen Ring sehen kann, der sich mit der Zeit rot färbt. Sobald dies geschehen ist, ist es möglich diesen hoch in die Luft zu schlagen um dort noch weiter auf ihn einzuschlagen oder aber in quer durch das Areal zu schleudern. Beim Schlachten sollte man allerdings auch auf die eigene Ausdaueranzeige achten, da man ansonsten nicht mehr so mobil ist, wie vorher. Die Missionen bestehen zum Großteil daraus eine bestimmte Anzahl von vorher gezeigten Monstern zu erledigen, die man dann im Gebiet, welches in mehrere kleine Areale aufgeteilt ist findet. Oder aber man muss bestimmte Gegenstände einsammeln. Dies geschieht entweder ebenfalls durch das Besiegen von Gegnern, oder das Zerstören von Kisten die sich auf dem Weg befinden. In späteren Missionen ist es häufig das Ziel ein großes und sehr starkes Monster auszuschalten. Bei diesen Kämpfen gibt es nochmal die Besonderheit, dass man verschiedene Bereiche der Feinde anvisieren kann, da diese für mehr Gegenstände und Schwächung des Trägers zerstört werden können. Außerdem kommt hier ein besonderer Modus meist zum Tragen: Der Dainslef-Modus. In diesem werden alle Attacken wesentlich verstärkt und man wird von Angriffen nicht mehr unterbrochen. Der Nachteil: Man bekommt kontinuierlich Lebensenergie abgezogen, welche sich durch eigene Angriffe jedoch auch wieder auffüllt.

Hat man allerdings sein Ziel erfüllt geht es immer gleich weiter: Der Ergebnisbildschirm taucht auf und man darf seine Belohnungen einheimsen. Die Belohnung einer Quest besteht im Grunde genommen immer aus Geld. Der gesamte Rest muss von einem auf dem Weg eingesammelt werden - und das macht man auch besser, schließlich möchte man nicht ewig mit der Anfangsausrüstung durch die Gegend laufen. Nun wieder zurück im Fort Farthest heißt es, sich wieder auf die nächste Mission vorbereiten. Dies kann man ganz einfach machen indem man seine Tränke neu auswählt und wieder auffüllt, da man von diesen nur eine begrenzte Anzahl im Kampf mitnehmen kann. Oder aber man verschafft sich neue Ausrüstung verbessert die, die man bereits besitzt. Neue Waffen wird man im Shop jedoch eher verzweifelt suchen, da hier nur selten bessere angeboten werden. Auch diese findet man wesentlich häufiger von Gegnern und dann muss man Glück haben, was die Fähigkeiten angeht. Daher ist es üblicher bereits im Besitz befindende zu verbessern. Und auch hierfür werden die gesammelten Materialieren benutzt. Dies bringt jedoch auch nur eine höhere Angriffskraft. Möchte man tatsächlich neue Fähigkeiten haben hängt das von der Kleidung an, von der man sich natürlich auch verschiedene herstellen kann. Aber selbst die Kleidung an sich ist nicht so wichtig, sondern die daran ausgerüsteten Karten. Nur diese verleihen nämlich bestimmte Fähigkeiten, welche im Kampf den entscheidendem Vor- oder Nachteil sein kann. Ist die Rüstung allerdings nicht aufgewertet können an dieser nur wenig Karten ausgerüstet werden, also sollte auch dies regelmäßig geschehen, obwohl es keine direkte Auswirkungen auf die Statistiken der Charaktere hat.

Du bist nicht allein
Wenn man von einem Spiel im Stile eines Monster Hunter spricht findet man natürlich auch einen Multiplayer vor. Diesen kann man mit bis zu drei Mitspielern bestreiten und jede Quest, welche man auch im Hauptquartier annehmen kann ist auch hier zur Verfügung - natürlich im Schwierigkeitsgrad etwas gehoben. Sollte man also eine Herausforderung suchen darf man diese auch gerne mal alleine bestreiten. Anders als bei den PSP-Teilen von Monster Hunter ist es hier allerdings möglich nicht nur Ad-hoc mit anderen Spielern zu kämpfen, sondern auch Online ein paar Freunde oder Fremde an Land zu ziehen, mit denen man dann auf Jagd geht. Hierbei ist es allerdings entscheidend, welches Kapitel gespielt wird. Nach jedem Abschluss eines solchen wird der Charakter nämlich grundlegend stärker, weshalb man nach Beendigung des sechsten Kapitels nur noch Müde über die im ersten lächelt, sich aber dafür in denen des Achten überhaupt nicht zurecht findet und andauernd stirbt - wenn man keine gute Strategie oder Partner hat, natürlich.

Gameplay
Wenn man diesen Titel mit einem genreähnlichen vergleichen möchte, bietet sich am meisten Gods Eater an. Denn die Kämpfe sind lange nicht so schwerfällig wie in so manch anderem Vertreter und man ist unglaublich mobil - dazu gehört auch die Tatsache, dass man bei Kämpfen mit besonders großen Bossen sogar mehrere Male in der Luft springen und herumsprinten kann, um diesen weiter unter Beschuss zu nehmen ohne auch nur einmal den Boden zu berühren. Ein wenig schade ist allerdings auch in diesem Titel, dass die Anzahl der Angriffe und Combos recht begrenzt ist, sodass man nach kurzer Einarbeitung in die jeweilige Klasse bereits alles kennt und sich mit Karacho an den Gegner schmeißen kann. Durch die zusätzliche Einbindung von Angriffen in der Luft besitzt man aber immernoch ein recht gutes Arsenal an Angriffen, um seine Gegner unter Beschuss zu nehmen. Schwierig wird es in dieser Geschwindigkeit nur, wenn man einmal von vielen Feinden umzingelt ist und man andauernd angegriffen wird, ohne das man auch nur eine Bewegung machen kann. Dadurch stirbt man doch schon recht schnell, obwohl man gar keine Chance hatte.

Grafik
Man könnte es sich eigentlich schon ein wenig denken: Wichtig bei einem Spiel wie diesem wird die Umgebung wohl nicht sein. Dennoch schafft es Ragnarok Odyssey diese auch auf Dauer nicht wirklich langweilig zu gestalten und mit immer neuen Gebieten, die sich grundlegend von den vorherigen unterscheiden die Besonderheit jedes einzelnen Ortes beizubehalten. Bei einem Stil, der in Richtung Anime geht ist allerdings mehr die Charaktergestaltung wichtig und diese ist solide geworden. Jede Rüstung hat ein komplett anderes Modell und die Charaktere an sich wirken sauber gestaltet, auch wenn man bestimmt noch mehr hätte rauskitzeln können. Auffällig wird dies bei besonders großen Monstern, von denen man gerne nur den Arm auf den Bildschirm bekommt und an diesen natürlich entsprechend nahe dran ist. Es gibt jedoch nichts, dass wirklich negativ auffällt.

Sound
Wenn man mal davon absieht, dass man bei Angriffen ohnehin nur die Kampf- bzw. Schmerzensschreie der Gegner vernimmt - vor Allem wenn man sich im Dainslef-Modus befindet - gibt es bei Ragnarok Odyssey definitv eine recht gute Auswahl an Musikstücken. Versucht man gerade ein episch großes Monster zu bezwingen ist die Musik entsprechend und auch wenn man mal von Feinden umzingelt wird, ist es anders musikalisch untermalt. Vor allem fällt allerdings auf, dass man sich im Verlauf des Spiels immer mehr CDs in den Shop im Spiel kaufen kann und sich die Umgebungsmelodie aus eben dieser Auswahl an Musikstücken selbst aussuchen darf. Ein schönes Feature, bedenkt man zudem, dass dabei auch viele Songs aus Ragnarok Online vorhanden sind.

Features und Besonderheiten
Wie man sich bereits denken kann bietet Ragnarok Odyssey ziemlich viele Quests. Im Gegensatz zu Monster Hunter, in denen diese aber auf ein Zeitlimit von 50 Minuten gesetzt sind, hat man hier nur 30 Zeit. Dementsprechend fallen diese auch häufig kürzer aus und ebenso sind die Areale um einiges kleiner. Dafür sind die Kämpfe wesentlich actionlastiger und man hat bei dem Kampf gegen eines der größeren Monster schon fast das Gefühl eines Super-Sayajins, der die gesamte Zeit nur durch die Luft fliegt und ab und an auf den Gegner einschlägt. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass es davon nicht unbedingt viele gibt. Schnell bemerkt man die ersten Gegner, die einfach nur eine andere Farbe oder leicht verändertes Aussehen bekommen haben. Schade ist außerdem die sehr mickrig ausgefallene Variation an Waffen. Auch Rüstungen gibt es nur recht wenige wodurch man nach kurzer Zeit schon das Gefühl hat, alles gesehen zu haben. Die ganzen Karten und die mit diesen verbundenen Fähigkeiten sind allerdings ein großes Plus, da man somit nach Herzenslust alles so einstellen kann, dass es zum eigenen Spielstil passt. Auch gut ist die Tatsache, dass man sich zwar am Anfang eine Klasse aussuchen muss, diese aber später immer wieder wechseln kann, wenn man gerade etwas gutes für eine andere bekommen hat. Auch ganz groß ist der Multiplayer, der online mit drei Freunden natürlich nur noch mehr Spaß macht. Hierbei scheint man allerdings auch darauf geachtet zu haben, dass viele Leute diese Missionen gerne alleine angehen, weshalb der Schwierigkeitsgrad mit vier Kumpels meist recht leicht ausfällt.



Fazit:
Um Ragnarok Odyssey zu beschreiben kann ich am besten die Kombination aus Gods Eater und Lord of Arcana empfehlen. Man bekämpft nicht so häufig große Monster, wie es in Lord of Arcana der Fall ist, aber hat sie alle sofort auf dem Bildschirm und davon auch nicht gerade wenige, wie es bei God Eater ständig erscheint. Die Kämpfe sind schnell und fair, was definitiv jeden Action-Fan begeistern wird, aber auch Strategie ist gefordert. Die Grafik ist solide und lässt keine markanten Fehler auffallen und der Sound ist definitiv nicht schlecht, vor allem durch die eigene Auswahl der Hintergrundmusik. Ein Problem des Titels ist allerdings die sehr begrenzte Combozahl. Zudem ist die Kamera in bestimmten Situationen mehr als hinderlich, da man gerne mal von vier größeren Gegnern in einer Ecke umzingelt wird und plötzlich gar nichts mehr sieht und einfach stirbt. Die Tatsache, dass die Quests eigentlich zu 100% daraus bestehen, dass man bestimmte Monster umbringen muss, lässt das ganze auch recht repetitiv wirken, da man schnell auf Re-Skins alter Monster trifft, was besonders die Bosse später betrifft. Dafür hat man einen spaßigen Multiplayer, der sogar online möglich ist und spannende Jagden verspricht, sollte man in einer fähigen Gruppe kommen - die man sich wenigstens aussuchen kann. Alles in Allem hat man nicht das unglaubliche Gefühl, wenn man eine starke, große Bestie nach einer halben Stunde endlich nieder gerungen hat, dafür kann man sich mal schnell mit ein paar Freunden amüsieren und Gegner quer durch die Arena schleudern, während man wie ein Super Sayajin durch die Luft fliegt. Wer also auf solche Action steht darf eindeutig zugreifen, wer ein ähnliches Erlebnis wie Monster Hunter erwartet wird allerdings etwas enttäuscht.

Kann sich einfach nicht für eine Klasse entscheiden: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

Mittelmaß
Deine Wertung:

-
Wer auf die schnelle Monster-Jagd steht findet hier den richtigen Titel für sich.

Wertung

STORY:

5.0

SPIELWELT:

6.0

GAMEPLAY:

8.0
8
von 10

Schnell mit viel Action

Solide, saubere Anime-Grafik

Schöne Musik

Spaßiger (Online-)Multiplayer

Sau viele Fähigkeiten

Auf Dauer etwas repetetiv

Recht wenig Monstervariation

Story blieb etwas auf der Strecke

Wie werten wir?

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45 Kommentare