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Spielname:
Rocketbirds: Hardboiled Chicken

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
8,99 €

Publisher:
Ratloop Asia

Developer:
Ratloop Asia

Genre:
Action

Release:
13.02.2013 (erschienen)

Multiplayer:
2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

Screenshots:
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Rocketbirds: Hardboiled Chicken

Kurztest: Rocketbirds: Hardboiled Chicken

Hans Weiler, 07.03.2013

2506°

3

Test mögen: Weitersagen:

Ein Name, ein Huhn, ein Badass. Ich meine, ein Spiel in dem es um ein Bandana-tragendes Huhn ganz im Stile von Marcus Phoenix (Gears of War) geht, welches sich durch eine Armee von tyrannischen Pinguinen ballert? Manchmal wünscht man sich doch, nur halb so kreativ zu sein wie die Köpfe, die hinter solchen Titeln sitzen. Hier geht es natürlich um Rocketbirds: Hardboiled Chicken welches sich in die Reihe von skurrilen PSN-Titeln für die PSVita einreiht. Doch was kann das Spiel um Hardboiled das Huhn wirklich? Durchgeladen, wir haben uns für euch durchgekämpft!

Ups, war ich das?
Fangen wir erstmal ganz vorne an. In der Welt von Rocketbirds gibt es keine Menschen, sondern lediglich diverse Vogel- und Nutzvieh-Arten als Bevölkerung, wie zum Beispiel die namensgebenden Hühner, Pinguine oder auch Wellensittiche. Die friedliebenden Hühner werden hier von einer Armee tyrannischer Pinguine unterdrückt und gejagt, welche von dem Diktator Putzki angeführt werden. In diesem Konflikt übernimmt der Spieler die Rolle von Hardboiled, einem Huhn welches als kleiner Junge Küken von den Pinguinen entführt, indoktriniert und als sogenannter Rocketbird ausgebildet wurde. Diese Rocketbirds sind eine spezielle Einheit welche mit einer Art Jetpack durch das Schlachtfeld reisen und quasi als Vollstrecker und Agenten des Regimes agieren. Erst als eines Tages der gute Hardboiled und seine Kameraden nach der Verwüstung einer Stadt ein überlebendes Kind Küken finden und seine Kampfgefährten ebendieses töten wollen, gelingt es Hardboiled aus seiner Gehirnwäsche aufzuwachen und sich gegen seine Peiniger zu stellen. Nach einer halsbrecherischen Flucht schließt sich unser Protagonist dann einer Wiederstandsbewegung an, deren Ziel es ist die Unterdrückung der Pinguine zu beenden. Na, wenn das mal kein abgefahrenes Setting für eine wilde Action- und Hüpf-Orgie darstellt.

Gegen wen kämpfen wir heute?
Das Gameplay des Titels selbst mutet hier auf den ersten Blick recht simpel an, bei Rocketbirds: Hardboiled Chicken handelt es sich um einen Action-Plattformer, welcher in einem schicken 2D-Gewand daherkommt. Anders als bei vielen Genre-Kollegen wird allerdings nicht nur gehüpft, sondern auch wild um sich geballert: So gibt es diverse Schusswaffen zu finden, von einer Pistole über einer Uzi bis hin zu einer Schrotflinte ist hier alles dabei. Die Steuerung geht hier gewohnt simpel von der Hand, so wird Hardboiled via des linken Analogsticks gesteuert, per X wird gesprungen und per R-Taste wird geschossen. Mithilfe des Steuerkreuzes könnt ihr darüber hinaus eure Waffen auswählen und per Kreis-Taste in die Hocke gehen. Die Steuerung der Spielfigur selbst mutet hier anfangs noch etwas schwammig an, wenn man aber erstmal hinter den Bewegungsmoment unseres Recken selbst gekommen ist, geht diese butterweich von der Hand. Erwähnenswert ist hier auch das Design der Levels selbst, so ist es möglich durch Neigen der PSVita selbst, den Bildschirmausschnit nach oben und unten zu verschieben, und sogar durch horizontales Neigen die Kameraperspektive ein wenig zu drehen. So erzeugen die Hintergründe ein gutes dreidimensionales Bild und ihr fühlt euch nur bedingt so, als würdet ihr platte Korridore entlang laufen. Neben dem obligatorischen Geballer gibt es aber auch einige kleine Rätsel zu lösen und Hüpf-Passagen zu bestehen. So werdet ihr oft vor eine unüberwindbare Barriere gestellt, müsst Kisten finden um euch einen Weg nach oben zu bauen, Schlüsselkarten zum Öffnen von Türen wollen entdeckt werden oder eine Grube voller Gegner möchte im Idealfall durch einige geschickte Sprünge umgangen werden. Die grauen Zellen werden hier zwar nur bedingt gefordert, dennoch ist es schön zu sehen dass Wert auf Abwechslung gelegt wurde und nicht nur ein virtuelles Leben nach dem anderen genommen werden will.

Technik
Ein großartiger Job wurde hier vor allem bei der Technik des Titels gemacht. Die Grafik selbst erstrahlt vor allem auf dem hellen Display der Vita in grellen und klaren Farben und vor allem die Möglichkeit die Kameraperspektive ein wenig zu neigen, macht einen super Eindruck. Dazu kommt dass die Level alle sehr unterschiedlich und voller Liebe zum Detail designt wurden. So stapft ihr in einem Level durch einen dicht bewachsenen Dschungel, während ihr im nächsten durch die dunklen Korridore einer geheimen Basis der Pinguine schleicht. Dazu kommen viele Details wie Propaganda-Poster die an den Wänden hängen, Wachen die sich miteinander unterhalten und (saukomische) Dialoge führen oder diverse Effekte im Hintergrund der Level selbst, die der Spielwelt Leben einhauen. Ein genauso gutes Bild liefert auch der Sound des Spieles ab. So wurde der Soundtrack des Titels von der Band New World Revolution eingespielt, welcher vor allem in actionreichen Szenen oder den animierten Zeichentrick-Zwischensequenzen abgespielt wird. Spätestens wenn ihr euch das erste mal durch einen von Feinden übersähten Zeppelin ballert, dabei der antreibende Rock im Hintergrund läuft und die Pinguine euch um die Ohren quaken, hat euch das Spiel gepackt. Versprochen!

Gameplay & Features
Nachdem wir bereits über die Steuerung und Levelaufbau selbst gesprochen haben, bleibt vor allem eines zu sagen: So viel Abwechslung in einem (eigentlich) so kleinen Spiel, haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Neben den vielen kleinen Rätsel-Einlagen, den beinharten Action-Passagen, gibt es beispielsweise auch immer wieder Flug-Level, in denen Hardboiled sich sein Jetpack umschwingt und ihr in der Luft den Pinguinen zu Leibe rückt. Diese steuern sich zwar nicht ganz so gut wie der Rest des Titels, sind dafür allerdings auch verhältnismäßig kurz und eher als strikte Auflockerung des Gameplays zu sehen. Desweiteren könnt ihr ab einem gewissen Punkt im Spiel auch die Kontrolle über eure Feinde übernehmen, um euch beispielsweise einen verschlossenen Weg von der anderen Seite zu öffnen. Langweilig wird euch jedenfalls nicht allzu schnell werden. Was an dieser Stelle aber unbedingt erwähnt sein sollte, ist dass der Schwierigkeitsgrad des Abenteuers nicht ganz ohne ist, so beißt ihr ohne genug Vorsicht (oder Können) schneller ins Gras, als euch lieb sein kann. Gepaart mit dem knackigen Schwierigkeitsgrad, gibt es da dann auch noch die Online-Koop-Kampagne, in welcher ihr als beinhartes Wellensittich-Duo gemeinsam für Unruhe unter den Gegnern sorgt, plus die einsammelbaren Objekte innerhalb der Solo-Kampagne, welche euch antreiben auch bereits bewältigte Kapitel erneut durchzuspielen. Langzeitmotivation ist also definitiv für Freunde von schnellen Action-Plattformern gegeben.



Fazit:
Mit Rocketbirds: Hardboiled Chicken haben wir einen ganz speziellen Titel auf der PSVita geliefert bekommen, welcher zu Unrecht unter einigen anderen Namen des Genres untergegangen ist. Neben einer umfang- und abwechslungsreichen Einzelspieler-Kampagne, bekommt der geneigte Spieler auch eine spaßige Koop-Kampagne für zwei Spieler geboten, welche sogar online in Angriff genommen werden kann. Dazu wird das ganze Erlebnis dann noch in einer knackfrischen und bunten Optik, mit antreibenden Soundtrack und abgedrehtem Humor präsentiert – Kurzfazit für Freunde des Genres: Pflichtkauf! Wenn ihr einen Action-Plattformer wollt, der euch mehr bietet als die meisten 08/15-Games auf dem heutigen Markt, könnt ihr hier gar nichts falsch machen.

Ist das hartgekochteste Huhn von allen: Hans Weiler für PlanetVITA.de

Leserwertung:

*****

Super
Deine Wertung:

-
Action-Plattformer mit Online-Koop, toller Technik und krassem Humor – So muss ein PSN-Spiel aussehen!

Wertung

Knackiger Schwierigkeitsgrad…

Online-Koop-Kampagne

Bunte, scharfe Grafik

Antreibender Lizensierter Soundtrack

Viel Abwechslung

…der manchen zu knackig sein kann

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3 Kommentare