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Spielname:
Urban Trial Freestyle

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
9,99 €

Publisher:
Tate Multimedia

Developer:
Tate Interactive

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
20.02.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Urban Trial Freestyle

Stefan Thiermann, 19.03.2013

3122°

7

Test mögen: Weitersagen:

Spiele haben gegenüber dem Real Life einen entscheidenden Vorteil: Man darf mal so richtig die Sau rauslassen, ohne dass jemand zu Schaden kommt. Und das auch noch völlig legal. Wie das aussehen kann, zeigt Urban Trial Freestyle, in dem ihr als Verkehrsrowdy auf zwei Rädern alle möglichen und unmöglichen Hindernisse überwinden müsst. Wenn ihr wissen wollt, ob sich das auch lohnt oder ob ihr es euch lieber mit einer Tasse Tee vorm Kamin gemütlich machen solltet, dann müsst ihr an dieser Stelle weiter lesen.

Peng! Voll auf die Fresse!
Die Ähnlichkeit zu einem gewissen XBLA-Exklusivtitel namens Trials HD ist dabei nicht zu leugnen. Ihr überwindet auf einem Motorrad (im wahren Leben wahrscheinlich wirklich) halsbrecherische Parcours in 2D-Perspektive. Dabei gilt es, möglichst viele Punkte oder die beste Zeit einzuheimsen. Zusätzlich sind Moneten in den Kursen verteilt, die mal mehr, mal weniger schwierig zu erreichen sind. Mit ihnen könnt ihr euer Vehikel aufdonnern. Dazu stehen euch die drei Kategorien Motor, Reifen und Fahrwerk zur Verfügung, die sich jeweils entweder auf die Geschwindigkeit oder das Fahrverhalten auswirken. Zusätzlich können neue Klamotten für euren Teufels-Biker erstanden werden.

Die Steuerung ist dabei recht minimalistisch: Mit X wird Gas gegeben, Viereck bremst und mittels des linken Sticks müsst ihr versuchen, das Gleichgewicht zu halten bzw. Hindernisse in optimaler Weise überwinden. Das geht dementsprechend sehr schnell in Fleisch und Blut über, wobei das aber nicht heißt, dass ihr hier keine Herausforderung finden werdet. Im Gegenteil: Wer in Urban Trial Freestyle Perfektionismus an den Tag legen und in allen 20 Kursen die volle Sternebewertung erhalten möchte, wird ordentlich zu tun haben. Natürlich muss man auch nicht so perfektionistisch sein und kann einfach so über alle Hindernisse donnern. Dann allerdings wird das Spiel zu einem recht kurzen Vergnügen, das innerhalb weniger Stunden geschafft sein dürfte.

Fahr mal etwas langsamer, da stürzt gerade ein Flugzeug über uns ab
Was den Titel aber wirklich besonders macht, ist der dynamische Ablauf der Levels. So fahrt, springt und stürzt ihr nicht nur von einem Hindernis zum nächsten, sondern müsst euch ständig auf das Unvorhergesehene einstellen. Es kann schon mal sein, dass euch aufgebrachte Passanten Hindernisse wie brennende Fässer oder Kisten in den Weg werfen oder auch dass besagtes Flugzeug über euch abstürzt. An anderer Stelle brechen auch mal Teile des Levels zusammen. Sehr ordentlich! Müsste man kurz zusammenfassen, was Urban Trial Freestyle für ein Spiel ist, würde man es wahrscheinlich als Trials HD meets Motorstorm Apocalypse beschreiben. Besagte Dynamik macht den Ablauf wunderbar spannend und so ertappt man sich des Öfteren in der bekannten „nur noch ein Versuch“-Endlosschleife, aus der man so schnell nicht mehr ausbrechen kann.

Die Strecken stammen aus fünf Bereichen: Im Stadtzentrum rast ihr über Hochhäuser und verursacht so manchen Crash, während ihr im Stadtrand die Idylle der freien Natur stören könnt. Hier müssen picknickende Leute schon mal beiseite springen, wenn ihr angerast kommt. Im Untergrund brettert ihr durch die Kanalisation, die mit all ihren Rohren und Plattformen etliche Hindernisse bereithält. Darüber hinaus gibt es das Industriegebiet, in dem ihr über gerade via Kran transportierte Container und durch Fabriken donnern werdet. Schlussendlich gibt es im Zugdepot beispielsweise Strecken, in denen ihr über fahrende Züge rast, während euch ein Hubschrauber verfolgt und dann auch crasht. Das sieht ähnlich spektakulär aus, wie es sich liest! Für Abwechslung im Kursdesign ist also gesorgt.

Technik
Grafisch ist Urban Trial Freestyle grundsolide. Es gibt auch ein paar echte Hingucker, sowie schicke Texturen. Zur technischen Oberklasse auf der Vita fehlt zwar noch ein Quäntchen, trotzdem haben wir es hier mit einem der hübscheren Download-Titel zu tun. Die spielinterne Mucke tönt zumeist rockig aus den Boxen aber auch Hip Hop-Stücke sind Teil des Soundtracks. An anderer Stelle erklingen plötzlich sphärische Stücke, die nicht so recht ins Bild passen wollen. In jedem Fall kommt das weitgehend groovige Material aber nicht allzu spektakulär daher und kann nicht wirklich Akzente setzen. Hier hätte man sich ein paar richtige Granaten gewünscht, die die Wucht der Inszenierung besser untermalen.

Features und Besonderheiten
Obwohl es keinen richtigen Multiplayer gibt, sieht man ständig die Geister anderer Spieler, mit denen man um die Wette fahren kann. Ebenso werden die Levels durch kleinere Herausforderungen aufgepeppt. Beispielsweise gibt es zwischendurch Extrapunkte für den höchsten Sprung oder die beste Geschwindigkeitsmessung. Standardmäßig gibt es Leaderboards für alle Kurse. Darüber hinaus kann im Stuntmodus allerlei Schabernack getrieben werden. Hier werden nacheinander insgesamt fünf Aufgaben freigeschaltet, wenn ihr im Spiel fortschreitet. Beispielsweise müsst ihr auf Gasflaschen springen, die ihrerseits beim Aufprall detonieren und euch auf diese Weise hinfort schleudern. Das erinnert etwas an die Stuntmodi in Flatout ohne jedoch dieselbe Vielfalt zu bieten. Als nettes Gimmick taugt die zusätzliche Spielvariante aber allemal.




Fazit:
Urban Trial Freestyle ist eine gute Alternative für Menschen, die keine Xbox ihr Eigen nennen dürfen und denen daher Trials HD verwehrt bleibt. Aber auch Multiplatformer werden ihren Spaß mit dem Titel haben, ist das Geschehen auf dem Bildschirm doch sehr action- und variantenreich designt. Beim Spielen entfaltet sich durch die Jagd nach Sternen und Highscores, sowie dem eingängigen Spielgefühl ein gewisses Suchtpotenzial, durch das ihr des Öfteren denken werdet: „Nur noch ein Versuch“ – und wir wissen ja alle, wie so etwas enden kann, oder? Schade ist allerdings, dass Urban Trial Freestyle insgesamt recht kurz geraten ist, will man nicht gerade Perfektionismus an den Tag legen. Ebenso wäre ein Leveleditor wie in der Xbox-Vorlage nett gewesen. Der bleibt bei diesem Titel allerdings der 3DS-Version vorbehalten. Eine Kaufempfehlung gibt’s trotzdem von mir, weil ich verdammt viel Spaß mit dem Spiel hatte und es gut für das Daddeln unterwegs zugeschnitten ist. In der Bahn mal schnell den Highscore knacken? Kein Ding! Und passieren kann euch im Gegensatz zum Anarcho-Biker auf dem Bildschirm dabei auch nichts.

Hat sich zum Glück nur virtuell den Hals gebrochen: Stefan Thiermann für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Tate für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes

Leserwertung:

*****

Schlecht
Deine Wertung:

-
Optisch und spielerisch sauberer Geschicklichkeits-Racer mit leichtem Suchtfaktor.

Wertung

hübsche Optik

leichtes Suchtpotenzial

Upgrades für das Motorrad

dynamischer Spielverlauf

eingängige Steuerung

abwechslungsreiche Levels

kleine Herausforderungen und Geister anderer Spieler

recht kurz

kein Leveleditor

unspektakuläre Sounduntermalung

kein richtiger Multiplayer-Modus

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7 Kommentare