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Spielname:
Ninja Gaiden Sigma 2 Plus

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Tecmo

Developer:
Team Ninja

Genre:
Action

Release:
01.03.2013 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 18 Jahre

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Review: Ninja Gaiden Sigma 2 Plus

Denis Wewetzer, 23.03.2013

7940°

35

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Als Kind hat man gerne mal diverse Fantasien. Man möchte Polizist werden, Feuerwehrman, oder noch viel besser: Superman. Natürlich gehen viele dieser Wünsche leider niemals in Erfüllung, allerdings kann man häufig auf das passende Spiel zurückgreifen, um sich zumindest ein wenig wie die gewünschte Figur zu fühlen. Wer zum Beispiel ein Ninja sein möchte, kann zu Ninja Gaiden Sigma 2 Plus greifen, die bereits zweite Erweitung des ursprünglichen Ninja Gaiden 2. Nun gut, einfach ist es in Deutschland nicht unbedingt einen Händler zu finden, der es vorrätig hat, schließlich hat es der Titel tatsächlich nicht in unsere Gefilde geschafft - auf Deutsch gibt es ihn dennoch, wenn man willig ist sich das Spiel aus eines unserer Nachbarländer zu holen. Der erste Teil hatte seine Qualitäten, konnte uns allerdings aufgrund einiger technischer Macken im Gesamtbild leider nicht ganz überzeugen. Schafft es der Nachfolger wieder ein gutes Licht auf den Drachenkrieger Ryu Hayabusa zu werfen oder zerstört es unseren Kindheitstraum, ein cooler Ninja zu werden? Viele Dämonen mussten zur Beantwortung dieser Frage ihr Leben lassen.

Joe - DER Name für Ninjas
Nach einem anstrengenden Kampf mit einem starken Fledermausdämon ist Joe Hayabusa, seines Zeichens Vater von Ryu, stark verletzt und kehrt so in das versteckte Dorf in den Bergen zurück. Doch ihm bleibt nicht viel Zeit zum Ausruhen, der Schwarzspinnen-Clan ist nämlich bereits auf dem Weg um sich ein bestimmtes Siegel aus dem Dörfchen zu schnappen, dass finstere Dämonen einsperrt. Trotz aller Mühen von Joe und auch mit der Hilfe von Ryu, schafft es der Clan trotzdem sich des Siegels zu bemächtigen und beschwört damit die vier Erzdämonen auf die Erde. Diese kontrollieren alle ihr eigenes Element und außerdem noch eine ganze Armee von Handlangern, die nun die modernen Städte verwüsten. Die Mission des Drachenkriegers Ryu Hayabusa ist also klar: Alle Erzdämonen ausschalten und wieder Frieden auf die Welt bringen! Jeder blutige Weg ist am Anfang noch sauber.

Sei wachsam, verstecke dich in den Schatten und TÖTE ALLES WAS DU SIEHST!
Wer nun bei unseren lieben Ryu an einen Ninja aus den meisten Filmen oder aber Geschichten denkt, der liegt weit, weeiit daneben. Er mag sich zwar offiziell einen Ninja nennen, rennt allerdings anscheinend mit einem großen Neonlicht auf dem Rücken herum und kümmert sich nicht darum von seinen Feinden gesehen zu werden. Aber wir haben hier auch ein Action-Spiel, da wird das schonmal erwartet. Auf unserem Weg treffen wir viele kleine Gegner, die alle potenziell die Möglichkeit haben uns das Leben zu nehmen. Um ihnen entgegen zu kommen könnten wir nun einfach rumstehen, ein echter Ninja wehrt sich allerdings mit allem, was man in die Hände bekommt. Und das ist gar nicht mal so wenig. So bekommen wir im Laufe der Geschichte mehrere Waffen, angefangen mit dem normalen Katana, über einen Kampfstab und sogar Klauen(hand)schuhe. Zudem bekommen wir diverse Fernkampfwaffen wie den Bogen an unsere Seite gelegt und können in brenzligen Situationen Ninpo-Zauber aktivieren, die zwar Magie verbrauchen, dafür aber mächtig in den Gegnerreihen aufmischen und die meisten sogar sofort tötet - praktisch auf jeden Fall. Die übliche Art der kompletten Verstümmelung der Gegner ist allerdings mit den Nahkampfwaffen und jede einzelne verfügt über ein sehr breites Spektrum an Kombos und Würfen, wodurch wir unsere Gegner ordentlich in die Mangel nehmen können. Sind sie erstmal geschwächt können wir sogar eine Art Finisher anwenden, wodurch nur noch mehr rote oder grüne Suppe anfängt zu fließen. Und diese benutzt man auch besser, schließlich sind unsere Feinde so zäh, dass sie gerne auch nur mit einem Arm oder Bein kämpfen - wenn es sein muss sogar ohne die entsprechenden Gliedmaßen.

Wir müssen allerdings sehr vorsichtig sein, nicht selbst einmal in einer zu lebensbedrohlichen Situation zu landen. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad ist es noch relativ leicht vermeidbar ins Gras zu beißen, alles darüber erfordert allerdings großes Können auf unserer Seite. Zur Not können wir aber auch einfach mal eben ein Heilkraut oder -korn einwerfen, damit sich die Lebensenergie wieder auffüllt. Bei dieser muss zudem beachtet werden, dass wir nach jedem Kampf geheilt werden, wir mit jedem Treffer allerdings auch einen Teil an Permanentschaden bekommen, der entweder an Speicherpunkten oder mit Gegenständen und Karma, die Währung welche vergleichbar mit den roten Orbs aus DMC ist, geheilt wird. Am besten lässt man es aber gar nicht erst dazu kommen, indem man möglichst viel ausweicht und blockt. Besonders bei den manchmal sehr anstrengenden Bosskämpfen lässt sich dies allerdings nicht immer vermeiden. Diese verlaufen gelegentlich auch mal gerne unglaublich unfair ab - nicht unbedingt weil die Attacken schwer blockbar oder auszuweichen sind, sondern weil sie sich einfach nicht treffen lassen. Gamedesign at it's best. Aber dazu später mehr.

Plus! Also muss mehr drinne sein.
Neben der Story können wir uns allerdings auch in ein paar anderen Modi durch die Gegnerhorden metzeln. So gibt es die Teammissionen, in denen man mit einem CPU-Charakter zusammen ein paar Dämonen auf's Korn nimmt - nicht mehr, nicht weniger. Hier sind wir aber auch selbst in der Lage einen anderen Charakter außer Ryu zu wählen, so stehen uns Ayane, Momiji und Rachel ebenfalls zur Verfügung, die sich alle auch grundlegend voneinander unterscheiden und somit ihr eigenes Spielgefühl benötigen. Außerdem gibt es die neuen Ninja-Rennen. Hier müssen wir versuchen so schnell wie möglich durch ein Level zu laufen und dabei viele Gegner ausschalten um mehr Zeit zu bekommen - und genau hier kommt der Schwierigkeitsgrad richtig zur Geltung. Wenn man nämlich länger als zwei Sekunden für einen Gegner braucht, war man bereits zu langsam. Aber es gibt ja noch die Kapitel-Herausforderungen, in denen wir die Story-Kapitel mit neuen Fertigkeiten und besseren Waffen noch einmal spielen können, um einen Highscore aufzustellen - dem Schwierigkeitsgrad entsprechend, natürlich.

Gameplay
Das hört sich alles gar nicht so schlecht an, oder? Gegner ordentlich zerstückeln, Ninja-Aktionen wie den klassischen Wandlauf ausführen und durch die Lüfte schnetzeln, bis der Arzt kommt. Mit diesen Aktionen punktet der Titel tatsächlich auch am meisten, denn die Kämpfe machen unheimlich viel Spaß und das Kombosystem ist überraschend gut ausgedacht. Hier stören allerdings ein paar Dinge: Man kann sich bei den vielen, lebensbedrohlichen Gegner nie erlauben großartig Kombos auszuprobieren, man muss immer das schnellste und effektivste nehmen, damit man selbst nicht das Zeitliche segnet. Es gibt zwar die Rückkehr des Helden-Modus' aus dem ersten Plus-Teil, in dem man quasi Unverwundbar wird, allerdings kommt man in der Situation nicht wirklich darauf etwas Neues auszuprobieren, sondern möchte einfach nur, dass der Gegner stirbt. Außerdem leidet der Titel häufig unter starken Geschwindigkeitseinbrüchen und Rucklern, wenn mal zu viel auf dem kleinen Bildschirm passiert. Das beeinträchtig den Kampffluss meist negativ in die Richtung des Spielers, weshalb gerne einmal Frust aufkommt. Zudem sind manche Gefechte einfach nur schlecht geskriptet, da man einfach nicht genug Zeit bekommt einen Gegner anzugreifen oder aber schonmal gar keine. So sollte ein Schwierigkeitsgrad nicht entstehen.


Grafik
Ein Monster. EIN MONSTER!!! Oh Gott, was haben die Leute bei Tecmo mit diesem Port nur falsch gemacht? Wenn auf Screen mal wenig los ist oder gerade eine Zwischensequenz läuft, sieht es wirklich schön aus. Feine Texturen in der Umgebung und die Charaktermodelle sind ebenfalls hübsch anzusehen. Aber wehe man kämpft gegen mehrere Gegner oder geht mal aus dem Menü raus, dann bekommen wir nämlich nur noch matschige Texturen zu sehen und man fragt sich wirklich, was hier eigentlich schief gegangen ist. Bei der ganzen Action ist es ein bisschen verständlich um das Auftreten von Rucklern zu verhindern, diese passieren dann allerdings immernoch und das ist wirklich unter aller Sau. Die komplette Zerstückelung unserer Feinde macht so immer weniger Spaß. Hier haben sich die Entwickler wirklich keinen Gefallen getan. (Anm. d. Red: Schaut euch das Bild an, dann wisst ihr was wir meinen)

Sound
Hier ist es durchaus nicht ganz so schlimm, wie es bei der Grafik aussieht. (Haha, seht ihr, was ich da getan habe?) Die Hintergrundmusik ist solide bis rockig und passt eigentlich recht gut zum Gesamtbild des Spiels. Allerdings wäre hier ein wenig Alternative nicht schlecht gewesen, da man über den Verlauf des Spiels wirklich häufig dieselben Musikstücke zu hören bekommt, die zwar ihren Zweck erfüllen, aber man einfach nicht beachtet wenn atemberaumbender ist, wie man gerade einen Kerl in sieben Teile schneidet, nur um ihn dann mit einem letzten Tritt auf die Bretter zu schicken.

Features und Besonderheiten
Im Gegensatz zum Original, also dem wirklich Original, hat sich so einiges getan. Betrachtet man allerdings die Vorlage, welche die Sigma-Version von 2 ist, bekommen wir hier lediglich ein paar neue Modi spendiert und eine einwerfbare Touchscreen-Schußeinlage, wenn man denn möchte. Besonders die Teammissionen, welche sich auf den Kern von Ninja Gaiden konzentrieren, sind allerdings vom Konzept her gut gelungen, wenn alles drum herum denn gut funktionieren würde. Die Ninja-Rennen sind unglaublich schwer und spiegeln wohl, neben den höheren Schwierigkeitsgraden, die einzigen Herausforderungen wieder, die der Titel zu bieten hat. Mit den ganzen verschiedenen Waffen (für Ryu, der Rest kriegt keine) und den vier Charakteren hat man außerdem ein wenig Abwechslung was die Kampfstile angeht, was recht nett ist.



Fazit:
Ich bin mit dem ersten Teil nie so richtig warm geworden und war ein wenig überrascht, dass der so beinharte Schwierigkeitsgrad von dem man immer hört irgendwie nicht eintrat. Nun habe ich mir doch den zweiten Teil gegönnt, da ich der Reihe eine weitere Chance geben wollte und man wurde ich enttäuscht. Obwohl das Kampfsystem und die Kämpfe an sich gar nicht mal so unspaßig sind, treten einfach zu viele Fehler drumherum auf, um es noch akzeptabel zu machen. Die Slowdowns stören heftig, Ruckler nerven und kommen nur zu unserem Nachteil und mit der ganzen Masse an tödlichen Gegnern kann man irgendwie nicht das volle Potential des spaßigen Kampfsystems ausreizen - schon gar nicht bei Bossen, denn hier ist meist eine Hit & Run-Technik gefragt, um sie zu überstehen. Zudem ist die Grafik an häufigen Stellen einfach nur schlecht, wobei man sich wirklich fragen muss, wieso es überhaupt dazu gekommen ist. Selbst wenn ihr das Original oder die Vorlage für diesen Titel mochtet, können wir euch an dieser Stelle nicht empfehlen auf Ninja Gaiden Sigma 2 Plus zuzugreifen. Wenn wir Pech haben kommt dabei ein nur noch schlechterer Port des dritten Teils raus. Vielleicht ist es also gar nicht so schlecht, dass der Titel in Deutschland nicht erhältlich ist. Wenn ihr also wirklich Lust auf beinharte Ninja-Action habt, spielt lieber erneut die Playstation 3-Version durch. Da habt ihr mehr von.

Spielt den Ninja lieber in Naruto oder Final Fantasy: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

Mittelmaß
Deine Wertung:

-
Wer schon immer mal den Ninja mimen wollte, sollte sich von diesem Spiel fernhalten.

Wertung

SCHWIERIGKEITSGRAD:

8.0

TECHNIK:

2.0

KAMPFSYSTEM:

6.0
4
von 10

Schnelle Action...

Viele Waffen und Kombos

...Wenn nicht gerade in Slow-Mo

Grafik aus der Hölle

Starke Ruckler

Hauchdünne, langweilige Story

Teilweise unfaires Spieldesign

Wie werten wir?

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35 Kommentare