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Spielname:
Dead or Alive 5 Plus

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Tecmo Koei

Developer:
Team Ninja

Genre:
Fighting

Release:
22.03.2013 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

Screenshots:
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Review: Dead or Alive 5 Plus

Denis Wewetzer, 28.03.2013

11k°

52

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Wenn man von einem Namen wie Team Ninja hört, kann man sich eigentlich schon denken, dass diese für ihre beliebten Krieger der Schatten bekannt sind. Natürlich kommt zuerst Ninja Gaiden in den Kopf, aber von ihnen ist eine weitere, sehr beliebte Reihe von Kampfspielen, die sogar bereits über fünf Haupt-Teile verfügt und auf der Vita eine kleine Erweiterung spendiert bekommen hat. Die Rede ist hier, wer hätt's gedacht, von Dead or Alive 5 Plus, was nun seit dem 22. März auch bei uns erhältlich ist. Vor allem durch schnelle Action und der unglaublich lächerlichen Physik weiblicher Rundungen bekannt begibt sich das größte Kampfturnier neben dem King of the Iron Fist in die nächste Runde und zeigt, was auf der Vita in 3D-Umgebungen so alles möglich ist. So viel wird zumindest versprochen, aber was davon wird auch gehalten? Das haben wir versucht mittels unzähliger Kampfrunden herauszufinden.

Kampfspiele haben eine Story. Wirklich. Neuere zumindest.
Während die ersten beiden Titel tatsächlich nur dazu da waren, dass man sich die Fäuste um die Ohren schlug um am Ende gegen einen unglaublich unfairen Boss kämpfen zu können, bietet der neueste Teil von Dead or Alive eine Story, die man Spielen kann. Hier geht es darum, dass DOATEC, die Austräger der beliebten Tuniere, komplett neu aufgebaut werden mussten, die Firma im Vorgänger von Helena zerschlagen wurde. Dem Willen ihres Vaters nachgehend findet das Dead or Alive-Turnier allerdings immer noch statt und so werden die besten Kämpfer der Welt zusammengesucht um dieses zu bestreiten - mit viel Witz zwischendurch, da es sich bei den meisten davon um ziemlich schräge Vögel handelt. Allerdings findet im Hintergrund immer noch eine Verschwörung statt, die durch die Ninjas Hayabusa, Hayate, Kasumi und Ayane aufgedeckt werden möchte. So viel zur Story, aber begeben wir uns gleich zum Hauptteil des Spiels: Die Kämpfe! Nach einem kleinen Sparring im Dojo, versteht sich...

Tutorial Fight! Tutorial Fight!
Wie so ziemlich jedes Fighting Game kommt auch dieses mit diversen Eigenheiten daher, die man erst einmal einstudieren sollte, bevor man sich in die richtigen Kämpfe mit den CPU-Kollegen stürzt. Dazu bekommen wir hier ein sehr ausführlich Tutorial geboten, das tatsächlich jede einzelne Eigenheit der Kämpfe - und mag sie noch so klein sein - durchgeht. Da wir es aber wirklich wissen wollen, besuchen wir am besten noch die Charakter spezifischen Tutorials, die jeden Move und jede Kombo der insgesamt 24 verschiedenen Kämpfer durchgeht. Für Experten werden uns zudem noch die großfächerigen Kombos angeboten, die zum Beispiel die Verknüpfung verschiedener Kombos, Juggles, Wandschläge und und und beinhalten. Aber wir wollen endlich einen richtigen Kampf ausfechten! Dafür benutzen wir erst einmal den Story-Modus, der in verschiedene Kapitel der Charaktere unterteilt ist und die Timeline etwas... kompliziert macht.

Vergessen wir das alles aber nun und gehen eins gegen eins mit unseren Kontrahenten in den Ring. Hier bemerkt man schnell, dass es hier nicht ganz so langsam zu Gänge geht, wie wir es zum Beispiel aus Street Fighter gewohnt sind. Stattdessen werden uns High-Speed Kämpfe geboten, in denen die Kämpfer schnell von einer Ecke in die nächste geschleudert werden, um dort dann eine neue Kombo zu entfachen und den Gegner in die Wand zu rammen oder aber ein spezielles Ereignis der Stage selber zu aktivieren und somit noch wesentlich mehr Schaden zu verursachen. Ist man gut mit Kombos, kann das schon mal die Hälfte der Lebensenergie sein. Durch die für dieses Kampfsystem wichtige Konter kann sich ein vorher sicherer Sieg allerdings auch schnell mal in eine Niederlage verwandeln, wenn man selbst nicht damit klar kommt. Schnelle Reflexe sind also definitiv von Nöten, um hier bestehen zu können.

Arcade, Time Attack, Online, einfach alles!
Vom Story-Kampf langsam angeödet suchen wir eine größere Herausforderung, also gehen wir die anderen Spielmodi mal durch. Dafür haben wir dann den einfachen Kampf-Modus, in dem Runde nach Runde gegen einen Gegner gekämpft wird, bis wir keine Lust mehr haben. Daneben gibt es allerdings noch den Arcade-, Time Attack- und Survival-Modus, welche allesamt jeweils acht Schwierigkeitsgrade haben und damit wirklich jedes Level an kämpferischen Können fördern. Da wir es allerdings auch satt haben, nur nicht selbst denkende Gegner vor uns zu haben, schauen wir in den Online-Modus rein. Möchten wir mit menschlichen Spielern kämpfen, können wir das nämlich über Ad-Hoc oder auch das Playstation Network online tun. Aber nicht nur das: Haben wir einen Kumpel online und möchten mal nicht unseren hart erarbeiteten Rang auf das Spiel setzen, können wir diesen auch einfach für eine kleine Partie Sparring einladen und somit gemeinsam unsere Fähigkeiten weiter ausbauen. Kleine Freundschaftskämpfe sind aber natürlich auch möglich. Nicht, dass wir hier immer unseren Rang an die große Glocke hängen möchten. Wer auf eine komplett neue Erfahrung steht, kann auch den Touch-Modus ausprobieren. Hier wird komplett mit Eingaben des Touchscreens gekämpft. Auch dies geht unglaublich schnell von der Hand und lässt einen schöne Kombos ausführen - von denen man in der First-Person Ansicht allerdings nichts hat. Dadurch geht leider viel des Original-Feelings von DOA verloren, eine nette Spielerei ist es aber allemal.

Gameplay
Wie vorher erwähnt geht es in Dead or Alive wirklich schnell voran. Wie schnell das ist, merkt man dann aber erst, sobald man dann mal auf einem höheren Schwierigkeitsgrad kämpft und eine unglaubliche Kombo nach der anderen auf die Fresse bekommt, nur um bei der nächsten eigenen Gelegenheit eines Angriffes sofort einen Konter reingewürgt zu bekommen. Selten kann das Ruder im Kampf so schnell überspringen wie in diesem Spiel. Und natürlich gilt hier wie auch in fast jedem Fighting Game: Das System ist einfach zu lernen, aber schwer zu meistern. Wer hier versucht mit Button Mashing was zu erreichen, kann durchaus ein paar schöne Kombos erzielen und auch den ein oder anderen guten Move ausführen. Da viele der komplizierten Aktionen allerdings sehr präzise Eingaben benötigen, kommt man damit auf Dauer nicht sehr weit und muss sich daran gewöhnen, nicht nur wie wild auf die Tasten herumzukloppen. Die ganze vorher erwähnten Eigenheiten müssen allerdings wirklich erst einmal gelernt werden, da es genau diese sind, die das Spiel ausmachen.

Grafik
Eines muss hier wirklich zuerst gesagt werden: Dafür, dass die Action so schnell ist und häufig auch mal in den Arenen Explosionen auftreten, wird das Spiel nicht ein einziges Mal langsamer. Wenn man es mit den Konsolenvarianten vergleicht, fällt allerdings tatsächlich auf, dass bereits ordentlich an der Grafik geschraubt wurde - runter, um genau zu sein. Die Figuren sehen noch immer fantastisch aus und die Arenen können sich allgemein auch sehen lassen. Wenn man ins Detail geht bemerkt man allerdings, dass viele Texturen recht verwaschen sind. Vor allem der Dreck, der sich im Kampf an den Figuren bemerkbar macht, erstrahlt in keinem guten Licht. Schön allerdings, dass sich dieses Gimmick ausstellen lässt, wodurch alles wieder um einiges besser aussieht - zum Preis der nicht mehr transparent werdenden, weißen Kleidungsstücke der weiblichen Besatzung. Dies ist allerdings leicht zu verschmerzen.

Sound
Für ein Kampfspiel bietet Dead or Alive 5 Plus einen wirklich umfangreichen Soundtrack. Wie groß dieser ist, bemerkt man wenn man in die Musik-Einstellungen geht, die extra für diesen Port gemacht worden sind. Jede Arena und jeder Charakter hat seine eigene Musik - und man kann einstellen, wann welcher Song abgespielt werden soll. Ist die Musik vom Charakter abhängig oder soll es lieber an der Stage liegen? Soll diese Stage den eigenen Song behalten oder einen anderen bekommen? Alles einstellbar. Sehr schön.

Features und Besonderheiten
Neben der Story kann man, wie vorher bereits beschrieben, auch im Arcade-, Time Attack, Survival- und Online-Modus mit seinen Gegnern kämpfen oder trainieren, wie einem gerade danach ist. Die 24 komplett verschiedenen Charaktere sind dafür auch noch eine schöne Auswahlmöglichkeit. Neben diesen kann man sich allerdings auch einfach mal zurücklehnen und in den Zuschauer-Modus gehen. Dort ist man in der Lage gespeicherte Wiederholungen noch einmal anzusehen oder aus Jux und Tollerei zwei CPUs gegeneinander kämpfen lassen - und dabei Fotos schießen. Der Kamerawinkel lässt sich hierbei auch komplett frei bestimmen, wodurch man beeindruckende Screenshots machen kann. Und da es sich hier um die Plus-Version handelt, wurde nicht nur das Tutorial stark erweitert und eine große Musik-Option eingefügt, sondern die wichtigste Funktion überhaupt wieder zurück ins Spiel gebracht: Die Einstellungsmöglichkeit der Brustphysik der Frauen. Hier kann man diese entweder ausschalten, auf eher natürliche Bewegungen, die bereits in der Originalfassung von Dead or Alive 5 zum Einsatz kamen, oder auf DOA, was im Grunde genommen bedeutet, dass plötzlich zwei eigenständige Wesen als Oberweite dienen. Haben wir erwähnt, dass man diese über den Touchscreen bei den Intros, Siegen und Niederlagen bewegen kann? Oh, Team Ninja...



Fazit:
Mein Gott, gibt es langsam viele Kampfspiele für die Vita. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass wir mit Dead or Alive 5 Plus tatsächlich das erste haben, welches sich einer 3D-Umgebung annimmt. Und wir bekommen hier ein wirklich schnelles und action-geladenes Spiel, das einen schnell fesseln kann. Die Kämpfe sind explosiv und lassen selbst die schlechtesten Kämpfer unglaubliche Attacke entfesseln und die Gegner durch die Wände schleudern. Die Grafik ist bis auf ein paar kleinen Macken wunderbar und ein Schwierigkeitsgrad ist für alle Kompetenzgrade vorhanden. Bei den vielen, verschiedenen Modi kann man sich auch nicht beklagen und der Online-Modus kann alleine schon diverse Stunden in Anspruch nehmen, wenn man sich denn traut gegen die größten Cracks der Welt anzutreten. Wir können nämlich nicht nur gegen Vita-Besitzer spielen, sondern auch PS3-Spieler. Von hier können im Übrigen auch alle DLCs übertragen werden, damit man gleich ein paar neue Kostüme für die Charaktere hat. Besitzer der Heimkonsolenvariante bekommen vielleicht ein bisschen zu wenig Neues geboten, um den Kauf zu rechtfertigen, aber jeder der gerne mal unterwegs ein 3D-Fighting Game haben wollte, sollte bei Dead or Alive 5 Plus unbedingt zuschlagen.

Hat den Regler immer auf DOA: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Dead or Alive für Unterwegs? Immer, nur her damit!

Wertung

EINSTEIGERHILFEN:

10

MULTIPLAYER:

9.0

TECHNIK:

8.0
9
von 10

Saubere Grafik...

Schnelle Action

24 verschiedene (!) Charaktere

Umfangreicher Soundtrack

Cross Play Online-Modus

...mit ein paar Ausnahmen

Story nur Nebensache

Wie werten wir?

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52 Kommentare