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Spielname:
Tales of Hearts R

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Namco Bandai

Developer:
Namco Bandai

Genre:
Rollenspiel

Release:
14.11.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Review: Tales of Hearts R (Import)

Denis Wewetzer, 16.04.2013

13k°

76

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Wenn es um JRPGs geht haben wir Europäer es nicht immer so leicht - okay, die Amerikaner auch nicht wirklich. Da diese bereits das ikonische "J" in ihrem Genre-Titel haben ist schon recht klar, auf welchen Markt diese ausgelegt sind: Den Japanischen. Zum Glück gibt es aber hin und wieder Publisher, die solche Spiele auch in unsere Gefilde bringen. Wenn es sich dabei allerdings um eine recht berühmte Reihe von Namco Bandai handelt, haben wir immer wieder recht schlechte Karten - zumindest wenn es sich dabei um die Handheld-Versionen handelt. Die Rede hierbei ist natürlich von der Tales-Reihe und in diesem Fall Tales of Hearts R, das bereits seit dem 7. März in Japan erhältlich ist. Hierbei handelt es sich um ein Remake des für den DS veröffentlichten Tales of Hearts, das bei der Umwandlung so einige Upgrades bekommen hat. So wurde beispielsweise die Grafik komplett erneuert und ist nun nicht mehr in Sprite-Form betrachtbar sondern komplett in 3D gehalten. Doch reichen solche Neuerungen um einen Import zu rechtfertigen oder darf das ursprüngliche DS-Spiel gerne im Land der aufgehenden Sonne bleiben? Wir haben unsere Herzen durchsucht um dafür die Antwort zu finden.

Kohak? Amber? Kann sich da mal wer entscheiden?
Die Story ist, wie in jedem JRPG, ein wichtiger Punkt also kurz zusammengefasst, worum es hier geht: Shing Meteorite erhält von seinem Onkel sein Soma. Mit diesem lässt sich eine Waffe heraufbeschwören, die der Kraft des eigenen Herzens entspricht. Kurz daraufhin findet er in seinem Heimatdorf allerdings ein mysteriöses Mädchen mit dem Namen Kohak (Amber übersetzt), dass seinen Onkel zu kennen scheint und unbedingt etwas finden möchte. Als sie dies tut werden sie, Shing und ihr Bruder Hisui angegriffen und zu allem Überfluss wird Kohaks Herz mit Zerom infiziert, die dafür sorgen, dass sich die Herzen der Menschen verschließen. Als Shing und Hisui allerdings versuchen diese zu beseitigen, spaltet sich das Soma von dem Mädchen und die drei brechen auf, um die verschiedenen Teile zu suchen, nur um dabei in eine Verschwörung zur Vernichtung der Menschheit verwickelt zu werden. Dies wollen die Helden natürlich nicht zulassen und so machen sie sich auf den Weg die Welt zu retten.

Die Kraft des Herzens ist die stärkste Waffe.
Natürlich muss auf dem Weg zur Rettung der Menschheit viel gekämpft werden und wer schon mal ein Tales-Spiel in den Händen gehalten hat weiß, dass diese immer ein wenig anders als bei den meisten Titeln dieser Art vonstatten gehen. So läuft der Kampf in Echtzeit ab und man kann sich in einer 3D-Umgebung umher bewegen. Im Vergleich zur DS-Version ist dies bereits die erste Neuerung, denn zuvor waren diese noch in 2D gehalten. Wie aus vielen anderen Tales-Titeln gewohnt, kann man einfache Kombos gegen die Gegner benutzen, allerdings ist man auch in der Lage verschiedene Artes zu benutzen. Hier gibt es eine Besonderheit in diesem Teil der Reihe, denn Artes lassen sich nicht unbegrenzt einsetzen. Erstens verbrauchen sie TP, zweitens kann man nur so lange welche verwenden, wie man auch Punkte des Technical Counters hat. Jede Arte benutzt einen dieser Punkte, dafür lassen sich allerdings so viele miteinander kombinieren wie man noch welche besitzt. Zudem kann man zwischendurch immer wieder zur Standard-Kombo zurückwechseln, wodurch sich gigantische Kombinationsmöglichkeiten ergeben - zumal der Luftkampf einen größeren Fokus bekommen hat und viele der Fähigkeiten auch hier benutzbar sind.

"Normalerweise kämpft man allerdings nicht in der Luft" würde nun ein Tales-Veteran vielleicht sagen. Dank des neuen Chase-Link-Systems ist es allerdings wesentlich leichter geworden auch in luftigen Höhen schöne Kombos vom Stapel zu lassen. Nachdem man einen Gegner geschwächt hat, wird dieser nämlich markiert und trifft man ihn dann mit einem bestimmten Angriff wird besagter Modus aktiviert. In diesem kann man sich jederzeit auf Tastendruck zum Gegner teleportieren und mit ein wenig Übung schafft man es schnell die Feinde quer durch die Arena zu schleudern, um am Ende noch per Touchscreen-Befehl einen Doppelangriff auf ihn zu aktivieren. Wenn man viel Schaden anrichten will kann man aber auch die Spirgauge benutzen, welche sich mit verschiedenen Aktionen im Kampf auffüllt. Aktiviert man den sogenannten Overdrive wird man - je nach Stufe des Drives - nicht mehr von gegnerischen Attacken unterbrochen, hat unendlich TC, TP oder ist gar komplett unverwundbar. Zudem lassen sich hier Mystic Artes verwenden, die noch einmal eine enorme Delle in den HP der Gegner hinterlassen.

Stähle dein Herz.
Nachdem man seine Gegner zu Staub reduziert hat passiert es logischerweise manchmal, dass Charaktere im Level steigen. Neben den einfachen Statistik-Boni erhält man hier zusätzlich noch Soma-Bonus-Punkte, mit denen sich in eine Art Soma-Brett investieren lässt. Je nachdem welche Kategorie man hier stärkt, erhält man so noch weitere Parameter-Erhöhungen oder sogar passive Skills und auch neue Waffen. Im Gegensatz zur Rüstung, die der Verteidigung dient, lassen sich neue Waffen nämlich nicht in den verschiedenen Städten kaufen, sondern werden erst durch erhöhten Level erhältlich.

Aber nicht nur Kämpfe sind in einem Tales-Spiel wichtig. Natürlich gibt es viele Städte zu erkunden, einige Side-Quest zu erledigen und man sollte sich auch Zeit nehmen die Skits zu aktivieren, in denen die verschiedenen Charaktere in der Party miteinander reden und ihre Bände stärken. Dies ist in Tales of Hearts R wichtiger denn je, schließlich geht es um die Bände zwischen Menschen. Schafft man es einen stärkeren Bund mit den Party-Kollegen einzugehen werden Skills die eigentlich nur für sie geschaffen sind für weitere Charaktere verfügbar, wodurch man einen größeren Vorteil in den Kämpfen erhalten kann. Steht man jedoch auf die klassiche Methode kann man, nachdem ein paar Rezepte verfügbar gemacht wurden, nach den Kämpfen kochen und damit Wunden heilen oder ein paar spezielle Effekte aktivieren, die einem in späteren Gefechten helfen.

Gameplay
Wer ein Rollenspiel mit einem durchaus flüssigen Gameplay sucht ist bei Tales of Hearts R genau richtig. Die vielen Kombo-Möglichkeiten während der Kämpfe sind ein Traum für jeden Spieler, der gerne einmal ausprobiert. Zudem kommt die Tatsache, dass sich jeder der insgesamt acht spielbaren Charaktere anders anfühlt und man so noch mehr Auswahlmöglichkeit bekommt. Dank dem Chase-Link System lassen sich wunderbare Kombos sowohl am Boden, als auch in der Luft entfachen, sodass so manch ein Gegner nicht einmal mehr den Hauch einer Chance besitzt um anzugreifen - wenn man dazu noch das Kontersystem beherrscht, denn mit dem richtigen Timing lässt sich so manch ein Angriff der Monster kontern und so haben die echt nichts mehr zu lachen. Alles geht wunderbar flüssig ineinander über und wenn die Party-KI mal nicht das macht, was man gerade möchte, lassen sich auch noch für bestimmte Momente im Kampf spezielle Befehle einstellen, damit man immer gewappnet ist. Wer also auch gerne den Strategen spielt, findet hier ebenfalls viel Einstellungsmöglichkeiten.

Grafik
Wenn man hört, dass Tales of Hearts für die Vita auf 3D-Optik poliert wurde, hofft man zuerst eine Augenweide á la Xillia oder Vesperia zu sehen - dabei wird man allerdings stark enttäuscht. Die Grafik basiert auf der Engine von Innocence - und dies ist und bleibt ein DS-Spiel. Darum bekommt man zwar komplette 3D-Modelle die dank der Vita alle recht glatt wirken, allerdings lässt sich überall Texturmatsch finden und nichts ist wirklich detailreich dargestellt. Da hilft es auch nicht, dass zwischendurch mal Anime-Zwischensequenzen auftauchen. Wirklich schade, da wäre wirklich mehr drin gewesen!

Sound
Wenn es eine Sache gibt, für die unglaublich viele RPGs im Allgemeinen berühmt sind, dann sind es meistens die unglaublich Facettenreichen Soundtracks. Final Fantasy setzt hier meist Meilensteine, indem ganze Orchester benutzt werden um möglichst jede Situation passend mit Musik zu unterlegen. Tales of Hearts R schafft es auch einen schönen Soundtrack erklingen zu lassen, allerdings fehlt einem auf Dauer etwas die Abwechslung. Handelt es sich nicht gerade um animierte Zwischensequenz, welche alle eigene, wirklich schöne Melodien spendiert bekommen haben, muss man sich mit standard Hintergrundmusik zufrieden geben.

Features und Besonderheiten
So viel Inhalt der Titel insgesamt mit seiner Story und einer Fülle von Sidequests bietet, ist eine Sache doch etwas schade: Bis auf den Touchscreen in minimalen Einsätzen hat der Titel keine besonderen Features. Der große Inhalt bleibt aber dennoch der Hauptpunkt, denn alleine mit der Hauptstory ist es möglich um die 30 Stunden zu verbringen und die gesamten Sidequests daneben verlängern dies natürlich noch. Zudem gibt es im New Game Plus einige Boni, die Ehrgeizige einen großen Reiz entwickeln lassen sollten, das ganze Spiel noch einmal zu beenden, nur um mehr herauszufinden. Abgesehen davon ist einem mit acht Charakteren, die sich alle komplett unterschiedlich spielen, auch eine schöne Auswahl geboten und durch die starken Unterschiede in der Waffenauswahl und den vielen Skills kommt auch noch eine schöne strategische Komponente dazu. Im Vergleich zum DS-Original wurden allerdings lediglich ein paar kleine Sidequests hinzugefügt, neben den beiden neuen Charaktere natürlich.



Fazit:
Wenn man JRPG mag und das mit dem Hauptgrund der Story, dann wird man sich in Tales of Hearts R verlieben. Die Story ist wunderbar aufgebaut, auch die Charaktere sind fantastisch in dieser implementiert und haben alle ihre Eigenheiten. Das Kampfsystem mit der neuen Chase-Link-Funktion und dem Technical Counter funktioniert absolut genial und lässt die Kombinationsmöglichkeiten schier endlos wirken. Einziges Manko ist allerdings die Tatsache, dass die Grafik schlichtweg veraltet ist und der Soundtrack ein wenig mehr Abwechslung verdient hätte. Da der Titel allerdings nur in Japan veröffentlicht wurde und die Wahrscheinlichkeit laut einer Aussage von Hideo Baba selbst sehr gering ist, dass er in nächster Zeit in den Westen und somit mit einer Lokalisation kommt, sollte sich jeder überlegen, ob sich der Import ohne Japanischkenntnisse lohnt. Da die Story hier einfach fantastisch gelungen ist fehlt einem ohne entsprechende Fähigkeiten leider eine wichtige Komponente. Durch das unglaublich spaßige Kampfsystem und den meist guten Veranschaulichungen von den Geschehnissen würde man allerdings dennoch eine Menge Spaß haben.

Fragt sich wie sein Soma wohl aussehen würde: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Eine wunderbare Geschichte und ein spannendes Kampfsystem machen das Spiel zu einem Pflicht-Tales für JRPG-Fans.

Wertung

STORY:

10

SPIELWELT:

7.0

GAMEPLAY:

9.0
8
von 10

Fesselnde Story...

Spaßiges Kampfsystem

Liebevolle Charaktere

Großer Wiederspielwert

Viele strategische Elemente

...die man verstehen sollte

Minderwertige Grafik

Etwas magerer Soundtrack

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76 Kommentare