PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Phantasy Star Online 2

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Sega

Developer:
Sega

Genre:
Rollenspiel

Release:
TBA

Multiplayer:
MMO

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Jetzt Bestellen:
Zum Shop:

Review: Phantasy Star Online 2 (Import)

Altin Bujupaj, 30.04.2013

8784°

6

Test mögen: Weitersagen:

Noch gut kann ich mich an die alten Tage erinnern, in denen ich per Zufall über die Demo eines Spieles gestolpert bin, welches mir zu der Zeit noch recht fremd war – Phantasy Star Portable. Noch vor 5 Jahren spielte ich die Demo aus dem japanischen Store nur um zu entdecken, dass es sich wie ein “Monster Hunter - IN SPACE“ gespielt hat und mich seit der ersten Minute wirklich faszinierte. Es war sicherlich nicht so umfangreich wie sein Kontrahent oder besaß eine umwerfende Grafik und Kleidervielfalt, doch faszinierte mich das Setting, sowie die Charaktere und Rassen die einem vorgestellt wurden. Jahre folgten und es erschien auch ein Nachfolger und sogar noch einer, bis dann gegen November 2011 endlich die Ankündigung eines neuen Teils der Phantasy Star-Reihe erfolgte – Phantasy Star Online 2. So feiert man mit diesem Teil nicht nur das 25. Jubiläum der hochrenommierten Serie, sondern auch das erste Onlinespiel der PSO-Reihe welches sich dem F2P-Modell widmet. Zuerst nur für den PC angekündigt, kam prompt ein Jahr später die Bestätigung einer Vita-Fassung. Im selben Jahr bestätigte Sega of America außerdem einen Release für Europa und USA, vorerst aber nur für die PC-Fassung. Das hielt mich jedoch nicht davon ab, die PS-Vita Version mal genauer unter die Lupe zu nehmen!

Willkommen bei Arks - dem Entdeckerteam, welches sich nicht vor Riesenaffen und Kristalldrachen scheut!
Wird das Spiel gestartet, wird man von einem sehr schön inszenierten Intro begrüßt. Man sieht viel Action und Teamarbeit. Leider kann man im richtigen Spiel keine coolen Parcourmoves ausführen oder snowboarden, jedoch wird dies auch nicht vermisst! Nachdem man sich einen Sega-Account erstellt hat (was recht rasch erfolgt), kann man sich direkt in einen der Schiffe (Server) anmelden. Diejenigen die der fernöstlichen Sprache nicht mächtig sind ist es zu empfehlen, sich entweder auf Schiff 2 oder 4 anzumelden, da hier eine große Anzahl an englischsprachigen Spielern unterwegs ist. Die Story im Spiel selbst wird dabei wie in vielen MMO’s sehr simpel gehalten: Man spielt ein Mitglied der ARKS – eine Organisation die sich das Entdecken neuer Planeten und Spezies als Ziel setzt und dabei auch neue Zivilisationen gründen möchte. Nach dem Intro taucht man erst in die Erstellung eines Charakters ein: Hier kann man zwischen drei verschiedenen Rassen wählen: Human, dem All-Rounder; Newman, die Rasse die sich eher auf Photon Arts spezialisiert und dem Cass - die Cyborgs welche gut mit Fernkampfwaffen umgehen können. Anders als beim ersten Phantasy Star Online ist es jeder Rasse gestattet, alle drei Klassen auszusuchen, sprich man kann auch als Cast die Magierklasse spielen, wenn man es will. Ist der eigene Charakter erstellt, steigt man mit einem anderen Rookie-NPC namens Afin in die erste Mission ein. Hier werden gründlich Steuerelemente und Fähigkeiten näher unter die Lupe genommen und nach dem Tutorial hat man die Möglichkeit nach Belieben neue Missionen auszusuchen und im späteren Verlauf auch neue Planeten zu entdecken.

Schwert, Magie oder Raketenwerfer – das ist hier die Frage!
Phantasy Star Online 2 spielt sich wie seine Vorgänger Phantasy Star Portable und Phantasy Star Universe in einem recht simplen Action-Stil – man wandert in durch ein Areal, sieht böse Monster, manchmal auch ganz Putzige, und vermöbelt diese. Wie man sie aus dem Weg schafft bleibt einem selbst überlassen. Man kann beispielsweise als Hunter – die Klasse die sich auf puren Nahkampf konzentriert, die Gegner mit Großschwertern, Speer oder zwei Schwertern besiegen. Ist man mehr der Freund von scharfen Geschützen, so kann man auf die Rangerklasse zurückgreifen, welche ihren Spaß mit Raketenwerfern, Kampfgewehren oder auch mit Doppelpistolen hat. Will man mehr der Support eines Teams sein, so kann man sich die Force-Klasse aussuchen, welche Zugriff auf viele Photon Arts (Skills) wie Feuer, Eis oder Wind besitzt und als Waffen beispielsweise normale Zauberstäbe oder Magiekarten benutzt. Das Besondere an diesem Teil ist, dass nicht nur jede Rasse Zugriff auf alle Klassen besitzt, sondern auch, dass man eine Klasse ganz schnell gegen die andere austauschen kann. Des Weiteren verfügen die Klassen auch über Skill-Trees, die verschiedene Boni auf bestimmte Waffen oder Photon Arts geben und somit jedem Charakter ein Stück mehr Individualität verleihen. Die Kampfsteuerung ist auch sehr simpel gehalten – eine Taste fungiert als üblicher Normalangriff, die andere als der spezielle Photon Art, welche Photon Points absorbiert. Zum Spiel hinzugekommen sind jedoch zwei neue Features: Zum einen kann man nun springen und dabei Luftangriffe ausführen – bei bestimmten Fertigkeiten von Huntern verändern sich dabei sogar ganze Movesets. Außerdem verfügt man nun über eine TPS-Ansicht, welches vor allem für genaues Zielen sehr hilfreich ist. Leider gibt es auch hier einige Schattenseiten: Wie viele MMO’s leidet PSO2 unter der Grinding-Krankheit. Nach einem gewissen Level erhält man so wenig Erfahrung, dass ein erneuter Aufstieg erst erreicht wird, sobald man Hunderte von Gegnern niedergemetzelt hat. Wenn man hier alleine spielt, dann wird das viel Zeit in Anspruch nehmen – mit anderen Spielern wird das Aufleveln eindeutig beschleunigt und auch erleichtert. Neulingen der Spielereihe ist sehr zu empfehlen sich nach englischsprachigen Usern umzuschauen, da der Umfang des Spieles sehr groß ist und dies durch die ganzen japanischen Menütexte, sofern man der Sprache nicht mächtig ist, der Schwierigkeit einen draufsetzt.

Solo oder Teamplayer – die Entscheidung liegt bei dir!
Wie schon in vielen Beiträgen bestätigt wurde, kann man Phantasy Star Online 2 nur mit Internetverbindung spielen. Die gute Nachricht ist, dass jeder Besitzer eines japanischen PSN-Accounts das Spiel umsonst runterladen kann. Hierbei sei allerdings zu erwähnen, dass mindestens vier GB vonnöten sind um das Spiel zu installieren. Missionen kann man entweder alleine oder zu viert mit anderen Usern bewältigen. Das tolle hierbei ist: Die Vita-Fassung benutzt die gleichen Server wie die PC-Version, welches somit Cross-Play in bestimmten Lobbies innerhalb des Servers ermöglicht – lediglich PC-Spieler können allerdings auf Vita-Lobbyies zurückgreifen, leider aber nicht andersherum. Sind die besten Freunde gerade nicht online, so ist es durch die Partnerkarte möglich, ihn zu beschwören. Man kann aber eine Karte von sich erstellen und sogar das K.I.-Spielverhalten einstellen. Im Vergleich zu Phantasy Star Portable ist die K.I. in PSO2 eindeutig besser, handelt sinngemäß und gerät selten in peinliche Schwierigkeiten. Das Einzige was man trotzdem bemängeln könnte wäre, dass die K.I.-Kollegen an einigen Stellen steckenbleiben, allerdings nach einer Weile direkt wieder neben einem selbst erscheinen.

Grafik: Überirdischer Augenschmaus oder außerirdischer Augengraus?
Eines sei vorab gesagt: Im Vergleich zur PC-Version sieht die Vita-Fassung natürlich nicht so schön aus, jedoch sind die Unterschiede gering gehalten, was im Nachhinein das Spiel immer noch prächtig aussehen lässt. Die Bewegungen sind sehr geschmeidig und laufen auf einer guten und konstanten Framerate (bei einer vollen Lobby kann es jedoch ab und zu leicht ruckeln), die Photon Arts sehen super aus und der Character Editor – Wow, dieser sucht wirklich seinesgleichen. Die feinsten Feinheiten wie Nasengröße, Augenposition, Lippenfülle, Haarfarbe, Hautfarbe, Statur und und und - kein Detail bleibt verschont. Ob man als cooler Gundam-Mecha, Riesiger Muskelprotz, oder kleines Mädchen herumlaufen will – hier werden dem Spieler keinerlei Grenzen gesetzt. Leider sehen einige Details auf Rüstung und Kleidung nicht sehr schön aus und wie die PC-Version leidet auch die Vita-Fassung von manchmal sehr detailarmen Umgebungen. Alles in allem sieht diese Version zwar schön aus, allerdings da war auf jeden Fall noch mehr drin.

Sound: Intergalaktischer Epos oder Eintagsfliege?
Eines der wichtigsten und zugleich umstrittensten Aspekte jedes MMO’s ist natürlich die Musik und hier enttäuscht PSO2 zum Glück nicht: Die Musik passt gut zum Setting und erinnert an ältere Teile wie beispielsweise dem ersten Phantasy Star Online. Je nach Situation ändert sich auch die Musik in Missionen und dementsprechend auch die Stimmung. Damit die Lieder allerdings auch nach 20 Stunden nicht langweilig werden, hat Sega für Abhilfe gesorgt – teilweise. Man kann seine eigene Musik auf der Vita abspielen, jedoch muss man dies machen, ehe man sich im Spiel einloggt. Einerseits leicht umständlich, aber natürlich besser als wenn die Möglichkeit überhaupt nicht geboten würde!

Features und Besonderheiten: PC vs. Vita: 1:1 - Port oder Server-Disaster?
Die PC-Version war schon was den Umfang betraf ungemein groß: Man konnte per Mikrotransaktion einen eigenen Raum mieten und diesen schmücken, nach späteren Missionen war es auch möglich einen Mag (ein AI-Begleiter in Form eines Accessoires) mit sich zu tragen. Dieser wurde in den Vorgängern Phantasy Star Universe und auch Phantasy Star Portable sehr vermisst und feiert in diesem Teil seine Rückkehr. Es gibt Nebenmissionen in Form von Client-Quests in welchen man eine bestimmte Anzahl an Gegnern besiegen oder beispielsweise Quest-Items suchen muss und vieles mehr. Die Mikrotransaktionen sind für viele Spieler ein Dorn im Auge, was man auch als verständlich ansehen kann. Die heutige Definition des Wortes allein lässt fast jeden Spieler in die Luft fliegen. Jedoch muss man sich bei PSO2 um diese keine Sorgen machen. Mit Arks Cash (welches man nur mit japanischen Pre-Paid Karten oder einem Bankkonto in Japan auffüllen kann) kann man sich zwar temporäre EXP-Boosts verschaffen oder wiederbeleben lassen, sollte der letzte Boss doch etwas zu hart gewesen sein, allerdings sind die Features nicht allen verwehrt: Diese sind so gering gehalten, dass man demzufolge nur einen Boost von 10 - 20% erzielen kann und wenn man mit anderen Mitmenschen in einer Partie ist, können auch diese einen wiederbeleben, ohne das man schnell in die Brieftasche greifen muss. Daher verschaffen diese Mikrotransaktionen selten einen immensen Vorteil gegenüber dem Otto-Normalverbraucher: das Spielerlebnis wird in keinster Weise getrübt.

Im Großen und Ganzen hat man mit der Vita-Fassung im Vergleich ein ziemlich identisches Spiel, jedoch gibt es auch hier Feinheiten die das Bild trüben. Die Maps und Anzahl der Monster musste in der Handheld-Version verkleinert werden, um die bestmögliche Leistung zu erzielen und außerdem Missionen nicht so langatmig wie die auf dem PC wirken zu lassen. Die Sessions aufnehmen kann man auch nicht und auch die Steuerung wurde speziell für die Vita getrimmt, jedoch ist sie immer noch sehr kompakt und leicht bedienbar. Falls diese einem nicht angenehm ist, so kann man die Tastenbelegung manuell umändern. Aber auch am Ende des Tunnels gibt es immer einen funkelnden Stern: Beispielsweise kann man nun seinen eigens kreierten Charakter per AR-Funktion überall fotografieren und dann gibt es für die Besitzer einer 3G-Vita noch eine ganz feine Besonderheit: Sie können wie bei anderen Vita-Titeln wie Blazblue Continuum Shift: Extend überall spielen. Zwar kann man hier nicht direkt mit anderen Usern interagieren - bei der Geschwindigkeit von 3G auch sehr verständlich - allerdings kann man immer noch Partnerkarten benutzen und steht somit nicht allein im Weltraumdschungel.



Fazit:
Ist Phantasy Star Online 2 also empfehlenswert? Zum einen kostet den User das Downloaden des Spieles keinen Pfifferling und man bekommt, anders als bei F2P -Spielen in Europa oder Amerika, ein vollständiges Spiel, welches keinerlei Einbußen oder Elemente bewahrt, die nur benutzt werden können wenn man für Mikrotransaktionen die Brieftasche zückt – zum anderen bleibt jedoch Fakt, dass das Spiel auf japanisch ist. Zwar kündigte Sega of America einen Release für die PC-Version in Europa und Amerika an, jedoch wurde bis dato kein Wort über die Vita-Version verloren. Wenn einen dies allerdings nicht davon hindert ein Schmuckstück wie dieses Spiel zu probieren, dann kann ich PSO2 nicht oft genug empfehlen. Vor allem Fans der älteren PSP-, PSO- und PSU-Teile, aber auch Fans von Monster Hunter oder God Eater könnten hier ihren Spaß finden. Man wird wirklich für die Zeit die man mit dem Spiel verbringt belohnt und nach einer Weile ergeht es einem wie mir – man verliert den Sinn für die Zeit, bis die fast leere Batterie der Vita einen wieder daran erinnert, dass gerade weitere 4 Stunden vergangen sind.

Sprengt unterwegs zur Uni weiterhin süße Rappys in die Luft – Altin B. für PlanetVITA.de

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Gratis Online-Actionkost für Liebhaber der PSP und Monster Hunter-Reihe. Definitiv einen Download wert, sofern man es sich auf japanisch traut!

Wertung

STORY:

7.0

SPIELWELT:

9.0

GAMEPLAY:

9.0
9
von 10

Kostenloses Spektakel

Gute Grafik...

Umfangreiches Gameplay und gute Steuerung

Unglaublicher Charakter-Editor

Lagfreies Online-Vergnügen

Mikrotransaktionen trüben Spielspaß nicht

Auch unterwegs spielbar (Nur für 3G)

Für Neulinge am Anfang überfordernd

... die trotz Effizienz noch ein bisschen besser sein könnte

Abspielen eigener Musik nur vor einem Login möglich

Wie werten wir?

Kommentare anzeigen

6 Kommentare