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Spielname:
Jak & Daxter Trilogy

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Sony

Developer:
Naughty Dog

Genre:
Action

Release:
19.06.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Review: Jak & Daxter Trilogy

Michael Holder, 26.06.2013

6365°

11

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Ach ja, die guten alten Zeiten als ich noch barfuß zehn Kilometer zur Arbeit gelaufen bin. Und das während des schlimmsten Winters des Jahrhunderts, und ihr wagt es wirklich euch über jede Kleinigkeit zu beschweren? Früher war alles schlimmer, härter aber ohnehin auch viel besser! Die alten Geschichten, früher war alles besser damals steckte noch in jedem Detail ein Esslöffel voller Liebe. Gehört ihr auch zu den Leuten die nur der Vergangenheit hinterher trauern? Falls ja kommen euch solche HD-Remakes wie die Jak & Daxter Trilogy gerade recht. Doch ist es sein Geld von immerhin knapp 30 Euro wirklich wert? Das werden wir gleich sehen.

Die besten Geschichten starten mit ungehorsam
Zu Beginn sollte erst mal gesagt sein, dass bei der HD Collection nur die drei Hauptteile der Reihe enthalten sind, Spinoffs wie Daxter für die PSP oder The Lost Frontier sind nicht auf dem Modul.

Vor nun knapp zwölf Jahren erschien der erste Teil Jak & Daxter: The Precursor Legacy auf der Playstation 2 und erhielt Top-Wertungen. Die neue Version des Spiels scheint auf den ersten Blick auch nicht schlecht. Die wirklichen Mängel werden erst nach einiger Spielzeit ersichtlich. Alles beginnt an einem sagenumwobenen Ort: der Nebelinsel. Eigentlich ein verbotener Ort für den stummen Jak und den übermütigen Daxter. Doch die Abenteurer lassen sich durch so etwas nicht abschrecken. Auf der Nebelinsel gehen dunkle Dinge vonstatten, denn dort hält der Anführer der bösen Lurker eine Rede - Eine Invasion steht bevor! Als einer der Lurkersoldaten die unerwünschten Besucher entdeckt, stolpert der noch menschliche Daxter über ein altes Precursor-Artefakt und fällt in ein Becken voll dunklem Eco, welches ihn in eien Ottsel und damit in ein Mischwesen aus Otter und Wiesel verwandelt.

Wo ist das Bronze-Ei?
Das Gameplay des ersten Teils ist noch recht minimalistisch gehalten. Euer Hauptziel in jedem Level ist das Einsammeln von sogenannten Precursor Orbs. Diese eiförmigen Artefakte werden dann oftmals gegen Energiezellen getauscht. Die Orbs liegen überall in der Spielwelt verteilt und warten nur auf den Spieler. Im Gegensatz zu den späteren Titeln der Reihe hat Jak hier nur drei mickrige Leben, welche sich auch nicht ganz so leicht wieder aufladen lassen. Nur wenn ihr 50 der grünen Ecos sammelt, bekommt ihr einen Lebenspunkt zurück. In jeder herumstehenden Kisten sind drei Ecos versteckt. Ab und an wird das klassische Hüpfgeschehen durch Fahrsequenzen aufgelockert. Die Kämpfe bestehen hier meist nur aus Nahkampf, Waffen oder sonstige Hilfsmittel gibt es noch nicht.

Hat das Touch?
Doch nun lasst uns doch mal die wirklichen Schwächen des Titels besprechen. Die meisten die die Originale gespielt haben, kennen sicherlich noch das Fischer-Minispiel. Hierbei ist das Ziel 200 Pfund Fisch zu fangen während sich drei verschiedene Schuppentiere im Gewässer tummeln - das sind Ein- und Fünf-Pfund-Tiere und zum anderen giftige Fische, von denen keiner gefangen werden darf. Insgesamt erlaubt es euch der alte Fischer, dass euch bis zu 20 Pfund durch die Lappen gehen. Auf der Vita ist der Schwierigkeitsgrad des Minispiels um einiges erhöht, denn dank der schwammigen Steuerung ist es wohl nahezu unmöglich dieses Minigame mit den Analogsticks zu absolvieren. Mit dem Touchscreen ist es zwar einfacher aber dennoch sehr hakelig. Es bleibt dennoch anzumerken, dass es von Seiten der Entwickler keinen Hinweis auf die Möglichkeit gibt. Auch die Framerate ist nicht sonderlich flüssig aber wenigstens bleibt sie konstant, was man bei den später Teilen nicht mehr behaupten kann.

Aus fremder Technik kommt nichts Gutes
Der zweite Titel in der Reihe hört auf den Namen Jak & Daxter: Renegade und spielt in der Stadt Haven City. Die beiden landen dort zusammen mit dem Weisen Samos und der Technikerin Keira. Zwei Freunde die den beiden auch schon zuvor beigestanden haben, mithilfe einer mysteriöse Maschine. Gleich zu Beginn wird Jak von dem bösen Baron Praxis festgenommen und für böse Experimente missbraucht, da er als Gefahr für die Allgemeinheit angesehen wird. Nach zwei Jahren der Gefangenschaft gelingt es Daxter seinen Freund zu befreien, die Befreiungsaktion ist übriges im PSP-Spinoff Daxter spielbar. Während denr zwei Jahre hat sich Jak verändert, aufgrund den Experimente mit dem dunklen Eco wurde er zu einer Art Monster. Er verfügt nun über eine dunkle Seite, durch di er besonders starke Nahkampfattacken ausführen kann. Nachdem den beiden die Flucht gelingt, versuchen sie sich dem Untergrund anzuschließen, eine Rebellengruppe geführt von dem Schatten.

In Jak II wurden viele Teile des Spielprinzips verändert. Ebenso hat Jak wieder eine Stimme. Die meiste Zeit verbringt der Spieler in der Stadt und fliegt mithilfe von Schwebefahrzeugen zu den Auftragsgebern. Neben den normalen Auftragsgebern sind in der ganzen Metropole kleine Bildschirme versteckt welche auch Missionen ausgeben. Neben der Art der Aufträge, die jetzt eher in Richtung töte dies, zerstöre das oder sammle jenes gehen, wurden auch die Kämpfe verändert. Mit Renegade ziehen nun auch moderne Schusswaffen in Jaks Welt ein. In der Stadt patroulliert die Krimzon Garde, die Armee des Herrschers Praxis. Sobald ihr dort eine Person verletzt oder ein Fahrzeug der Garde klaut ist diese euch auf den Fersen.

Der Handkrampf
Mit dem zweiten Teil der Trilogie beginnt auch das Zeitalter der Bugs, Framerate-Einbrüche und unüberlegten Steuerungselemente. Sobald es zu einem großen Kampf kommtn stürzt die Framerate ins Bodenlose, genauso schlimm ist es wenn man Haven City betritt und zwar fast jedes Mal. Ein weiterer Störfaktor ist die Art und Weise wie die Entwickler das Touchpad nutzen wollen. Wenn ihr gerade fliegt bestimmt ihr die Flughöhe mit einem streichen darüber doch wie die meisten werdet ihr vermutlich auch eure Finger irgendwo ablegen wollen, wodurch die Höhe oft unabsichtlich geändert wird. Falls ihr euch gerade nicht auf einem Vehikel befindet sieht es ähnlich aus. Wenn man zu Fuß unterwegs ist nutzt man die linke Seite des Touchpads für die Verwandlung in den dunklen Jak, während die Rechte für das Zoomen verantwortlich ist, was euch aber auch in der Bewegung stoppt.

Bekanntschaft über vier Ecken
Der dritte und letzte Teil ist Jak 3, völlig ohne Beinamen. Jak wird zusammen mit seinem Freund Daxter und dem Papagei Pecker in der Wüste ausgesetzt und soll verhungern. Doch glücklicherweise hat er Freundes-Freunde die ihm helfen sollen. Kurz vor dem Verdursten kommt der langersehnte Besuch - es handelt sich um die Bewohner der Wüstenstadt Spargus. Dummerweise ist der Herrscher der Oase von dem Auftauchen der Helden nicht sonderlich angetan und will erst sehen, dass die beiden nützlich sein können. Dies sollen sie durch die Arena beweisen, in der sie drei Prüfungen bestehen müssen. Bei einem Rennen gegen die Gehilfen des Ödländers Kleiver verdient sich Jak seinen Respekt und einen Wagen. Insgesamt gibt es acht Fahrzeuge zu verdienen. Mit den Wägen lässt sich nur in der Wüste fahren, für Festungen gibt es sogenannte Sprungechsen.

Endlich richtige Feuerkraft
In Jak 3 gibt es nun insgesamt zwölf statt vier Waffen, von der besonders der Wellenrüttler schwere Framerateeinbrüche hervorruft. Dafür finden viele der Missionen nun in der Wüste statt und sind sehr abwechslungsreich. In einer müsst ihr beispielsweise verirrte Soldaten aufsuchen, indem ihr mit dem Gefährt eurer Wahl den Sand unsicher macht. In einer anderen heißt es neue Sprungechsen fangen, indem ihr Daxter auf sie hüpfen lasst und die Tiere danach in ihre Käfige steuert. Auch hier gibt es wieder Bildschirme die euch unabhängig von den normalen Aufträgen Missionen geben. Eine wäre beispielsweise eine Sprung-Herausforderung, in der ihr so viele Meter wie möglich in 50 Sekunden hüpfen müsst. Die Landschaft ist für eine eigentlich Karge Wüste gut und abwechslungsreich gestaltet.

Neben den Framerate-Einbrüchen, sorgen auch einige Bugs für Ärger. Besonders eine Passage im Vulkan ist besonders schlimm: Wenn man hier nach dem Sprung an der falschen Stelle landet, bleibt einem nur ein erneutes Laden der Mission. In demselben Vulkan gibt es eine Rutsche die das Ottsel benutzen muss, doch dummerweise stürzt der Arme immer wieder in unsichtbare Löcher oder bleib nach einem Sprung einfach stecken.



Fazit:
Mit jedem Teil steigt zwar die Qualität des Spielspaßes, aber leider erhöht sich die Anzahl der Bugs und Ruckler stetig mit. So gibt es wie erwähnt im ersten Teil kaum größere Lags, jedoch werden diese spätesten bis Haven City zur Gewohnheit. Im letzten Spiel wird es dann am schlimmsten! Hier kommt es fast bei jedem Kampf zu Rucklern, besonders wenn man den Wellenrüttler als Waffe nutzt. Auch was Spielfehler angeht ist Jak 3 auf dem traurigen ersten Platz. Grafisch ist die Collection auch kein Hit aber sie gar als hässlich zu bezeichnen wäre auch übertrieben. Dank der Cross-Buy Funktion des Titels sollte man lieber die Playstation 3 Version Spielen, wenn man im Besitz der Konsole ist.

Hegt eine tiefe Abneigung gegen Daxter! Wie kann man ein solches Biest mögen? Michael Holder für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Sony für die Bereitstellung des Review-Codes!

Leserwertung:

Schlecht
Deine Wertung:

-
Ein an sich gutes Spiel, das aber durch viele technische Fehler weit hinter den Möglichkeiten bleibt.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

8.0

TECHNIK:

3.0

ABWECHSLUNG:

9.0
6
von 10

Anspruchsvoller Schwierigkeitsgrad

Abwechslungsreiches Gameplay

Lange Spielzeit für Sammler

Unfeinheiten in der Steuerung

Unglaublich viele Ruckler

Einige Bugs

Mittelmäßige Grafik

Wenig Rücksetzpunkte

Wie werten wir?

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11 Kommentare