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Spielname:
Fate: Unlimited Codes

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
29,99 €

Publisher:
Capcom

Developer:
Type-Moon

Genre:
Fighting

Release:
TBA

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Fate: Unlimited Codes

Denis Wewetzer, 12.08.2011

1435°

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Im Jahr 2004 ist in Japan ein Spiel namens Fate / Stay Night erschienen und ist eine Visual-Novel für den PC, die von Type-Moon entwickelt wurde. Zwei Jahre später sind hierzu noch ein Anime und ein Manga veröffentlicht worden und auf der Basis des Animes hat Type-Moon noch ein weiteres Spiel entwickelt, welches drei weitere Jahre später seinen Weg nach Europa gefunden hat. Dabei handelt es sich um Fate / Unlimited Codes und dies ist der erste Ableger der Fate-Serie, der überhaupt außerhalb Japans erschienen ist, aber lediglich im PSN-Store erhältlich ist. Aus der Visual-Novel wurde damit nun ein Beat’em Up. Aber ist dem Entwickler der Sprung des Genres gelungen oder hätten sie sich lieber weiter auf das Virtuelle Buch konzentrieren sollen? Wir haben uns den heiligen Gral unter den Nagel gerissen, um diese Frage zu beantworten.

I am the bone of my Sword
Wie in jedem Beat’em Up gibt es auch bei Fate viele verschiedene Modi, in denen man die Gegner einen Kopf kürzer machen kann. Zur Auswahl stehen dabei zum Anfang lediglich Training, Spectate und Arcade zur Verfügung, wobei man bei Spectate, wie der Name schon sagt, nicht einmal selber kämpft, sondern einfach ein paar CPUs zusieht, wie diese sich die Rübe einschlagen. Im Arcade-Modus kämpft man sich durch eine Story, die bei jedem der 17 spielbaren Charaktere unterschiedlich ist und der Geschichte des Animes folgt. Jede Runde im Arcade-Modus hat dabei acht aufeinanderfolgende Kämpfe, die natürlich bei einem Beat’em Up die Hauptrolle spielen. Und genau diese sind recht ausgeklügelt ausgefallen.

Steel is my body and fire is my blood
Um seinen Kontrahenten in die Schranken zu weisen, gibt es unglaublich viele Wege und fast unendlich große Kombinationsmöglichkeiten. Es gibt drei Standartangriffe, leichte, mittelstarke und starke Angriffe. Zudem besitzt jeder Charakter noch eigene Spezialangriffe, die sich alle mit den normalen Attacken kombinieren lassen. Während des Vermöbelns oder der Vermöbelt-Werdens steigt im Kampf die eigene Magie-Leiste. Diese spielt in den Auseinandersetzungen eine große Rolle, den viele Angriffe und Manöver lassen sich nur auf Kosten eines Teils dieser Leiste ausführen. So hat jeder Charakter eigene Super-Angriffe, die ein Drittel der Magie-Leiste kosten aber dem Gegner im Gegenzug gehörig einheizen. Mit der angesammelten Magie lassen sich jedoch noch mehr Sachen anstellen. Wenn die Leiste voll ist kann man nämlich in den Burst-Modus gehen. Sobald dieser aktiviert ist sind die eigenen Angriffe wesentlich stärker und die eigene Lebensenergie füllt sich langsam wieder auf. Zudem kann man, sobald der Heilige Gral zwischen den beiden Energieleisten gefüllt ist, den "Holy Grail Super Burst" verwenden. Dieser ist eine bessere Version des Burst-Modus‘ und in diesem kann man eine noch viel stärkere Attacke entfesseln, die den Kontrahenten den Großteil seiner Lebensenergie kostet. Der Burst lässt sich auch noch anders verwenden. Ist man mitten in einer Combo und aktiviert man zu diesem Zeitpunkt den Burst-Modus wird die vorherige Combo abgebrochen und es ist möglich sofort neue Angriffe auf den Gegner niederhageln zu lassen, wodurch sich die Möglichkeiten an Kombination noch weiter erhöht. Um dies zu erreichen ist es auch möglich den "Reflect-Dash" zu verwenden, dieser verbraucht nur einen kleinen Teil der Magie-Leiste aber hat denselben Effekt. Jedoch ist der Angriff nicht immer die beste Verteidigung.

Wie in vielen anderen Titeln dieses Genres kann man in Fate natürlich auch blocken. Durch einfaches zurückgehen ist dies möglich. Drückt man direkt während der gegnerische Schlag abgewehrt wird noch zusätzlich die Tasten für den leichten und mittelstarken Angriff wird der Gegner in seiner Combo unterbrochen und es wird sofort gekontert. Aber es gibt noch viele andere Varianten, wie man den gegnerischen Angriffen entgehen kann. Es ist auch möglich die Combo des Gegners mit Hilfe des Bursts zu unterbrechen, den diesen kann man einfach während man getroffen wird aktivieren, wodurch der Gegner zur anderen Ecke des Kampfareals geschleudert wird. Des Weiteren kann man auch hier mit dem Reflect arbeiten, den setzt man diesen im richtigen Zeitpunkt ein wird der Angriff des Widersachers abgebrochen und man kann einfach einen Konter setzen. Ist einem das Verteidigen zu riskant, kann man auch einfach versuchen den Angriffen des Feindes auszuweichen, denn die Arenen sind nicht nur zwei-dimensional begehbar, sondern gehen auch in die dritte Dimension. Der Vorteil dabei ist klar, der Gegner schlägt ins Leere und man kann kontern. Das Timing hierfür ist jedoch sehr schwierig, denn wenn es nicht richtig verwendet wird dreht sich der Gegner mit uns trifft sicher. Dies gilt dabei für alle dieser Varianten des Verteidigens. Und genau dies sorgt dafür, dass bei den Kämpfen oft einfaches Button-Mashing nicht viel ausmacht.

Aber genug von den einfachen Kämpfen. Nachdem man sich im Arcade-Modus mit allen Charakteren ausgetobt hat schaltet man den Survival-Modus frei. Hierbei gibt es zwei verschiedene Varianten. Die erste ist, dass man einfach zehn aufeinanderfolgende Kämpfe überstehen muss, wobei die eigene Lebensenergie nach den Kämpfen nicht komplett aufgefüllt wird, sondern nur ein kleiner Teil. Die zweite Variante ist ein Endlos-Kampf, man kämpft also so lange, bis man schließlich von einen der Kontrahenten besiegt wird. Der Kampf ums Überleben ist jedoch noch nicht alles, was man nach dem Durchspielen des Arcade-Modus‘ freischaltet. Es steht nun nämlich auch noch der Missions-Modus zur Verfügung. In diesem muss man, wie der Name bereits ausdrückt, verschiedene Missionen abschließen. Jede einzelne Figur hat dabei einen eigenen Missionskatalog und diese sind teilweise sehr fordernd. Die Missionen können dabei sehr unterschiedliche Formen annehmen, bei manchen muss man eine vorgegebene Combo ausführen, bei anderen eine bestimmte Anzahl an Treffern in einer Combo landen und bei wieder anderen eine bestimmte Menge an Schaden mit nur einer Combo anrichten. Es gibt aber zusätzlich noch Missionen, bei denen es gar nicht um die Combos geht, sondern darum, wie erfahren man selbst als Spieler ist. Bei diesen Missionen muss man dann zum Beispiel eine Reihe von Kämpfen überstehen ohne ein einziges Mal getroffen zu werden. Hat man bei einem Charakter schließlich eine größere Anzahl an Aufgaben abgearbeitet, ist noch eine Extra-Mission verfügbar, die sich ebenfalls bei allen Charakteren unterscheidet. Bei dem Charakter Saber muss man sich zum Beispiel in einer richtigen, drei-dimensionalen Arena durch viele kleine Gegner kämpfen und bei Rider besteht die Aufgabe darin, vor einem Widersacher ein Hochhaus hinauf zu laufen.

Gameplay:
Das Gameplay von Fate / Unlimited Codes ist recht einfach und besitzt doch eine überraschende Tiefe. Die Combos gehen flüssig von der Hand und hat man sich mit den Besonderheiten dieses Titels angefreundet, wird jeder Gegner in möglichst einer Combo abgefertigt, der Weg dorthin ist jedoch lang. Die Spezialattacken sind dabei ebenfalls einfach ausführbar.

Grafik:
Das Spiel von Type-Moon zeichnet sich nicht gerade durch besondere Detailliebe aus. Die meisten Charaktere sehen ein wenig verwaschen aus und der kleine Versuch den Stil des Animes einzufangen, ist leider nicht sehr gut gelungen. Die Kampfareale wirken jedoch sehr stilistisch und fangen den Charme recht schön ein und die Spezial-Angriffe der Charaktere geben manchmal ein richtiges Effektfeuerwerk preis.

Sound:
Typisch für ein Beat’em Up ist der Soundtrack recht klein geraten und die Musik wirkt so, als hätte man einfach nur ein wenig versucht passende Musik-Unterlegung für die Situationen zu finden. Gut gelungen ist dies jedoch nicht besonders.

Features und Besonderheiten:
Fate bietet 17 Charaktere mit jeweils komplett unterschiedlichen Moveset und vielen Besonderheiten. Dieses Moveset ist jedoch leider recht klein ausgefallen. Dafür ist es möglich fast jede Attacke mit einer anderen zu kombinieren und damit eine schier unendliche Combo zu entfesseln. Des Weiteren bietet der Missions-Modus ein wirklich gigantische Anzahl an Aufgaben für jeden Charakter und die Extramissionen, die nach einer Weile freigeschaltet werden sorgen zusätzlich für die gewisse Abwechslung, die bei manch anderen Beat’em Ups fehlt. Will man gegen einen Freund antreten, kann man dies zudem in einem zwei-Spieler AdHoc-Modus tun - leider wird auf einen Onlinemodus verzichtet.

Fazit:
Der Sprung von der Visual Novel zum Beat’em Up ist dem Entwickler eindeutig gelungen. Die Kämpfe sorgen mit dem unglaublich ausgefeilten Kampfsystem für Spannung und taktische Tiefe. Das etwas kleine Moveset der Charaktere lässt sich auch dadurch ausgleichen, dass die Kombinationsmöglichkeiten nahezu unendlich sind. Ein wenig schade ist dabei nur, dass die Widersacher, selbst auf höherem Schwierigkeitsgrad, ein wenig dumm erscheinen, weswegen es oft nicht einmal nötig ist eine großartige Taktik zu verwenden. Dazu kommt noch, dass der "Holy Grail Super Burst" nur recht spät im Kampf verwendet werden kann, wodurch er leider ein wenig nutzlos wird. Aber durch die vielen Missionen, die einem nicht nur helfen mit den Charakteren besser umzugehen, sondern auch manchmal recht fordern sind, wird dies wieder wett gemacht. Wer ein etwas anderes Beat’em Up sucht ist bei Fate /Unlimited Codes eindeutig bei der richtigen Addresse.

Betet noch ein wenig mit Archer: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Zwar ist die Reihe in Europa recht unbekannt, aber trotzdem braucht sich Fate: Unlimited Codes nicht vor anderen, bekannteren Beat'em Ups verstecken.

Wertung

ausgefeiltes Kampfsystem

viele Kombinationsmöglichkeiten der Angriffe

unmengen an Missionen fesseln lange ans Handheld

zu leichter Schwierigkeitsgrad

kein Online-Multiplayer

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