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Spielname:
Spelunky

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
14,99 €

Publisher:
Sony

Developer:
Derek Yu

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
28.08.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Spelunky

Denis Wewetzer, 04.09.2013

2662°

0

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Wenn es um besonders schwere Spiele geht, gibt es mit Dark Souls bereits eines, das besonders hervorsticht - Wenn auch nicht auf der Vita. Aber auch viele Indie-Entwicklerteams scheinen sowohl Masochisten, als auch Sadisten zu sein und versuchen sich daran, ein möglichst schweres Spiel zu kreieren. Eines dieser ist das vor Kurzem veröffentlichte Spelunky, das mit seinem Schwierigkeitsgrad allerdings im beliebtesten Genre dafür bleibt – dem Platformer. Vorher bereits für den PC und die Xbox 360 erschienen, haben wir uns nun angeschaut ob die Umsetzung auf Sonys Handheld auch gut gelungen ist – und sind dabei für euer Amüsement wieder einmal diverse Tode gestorben. Was man nicht alles für die Leser macht...

Es gibt nur eine Richtung: Abwärts!
Wie haben doch alle nur einen Traum: Einen großen Schatz finden, reich werden und es sich richtig gut gehen lassen. Und genau damit lässt sich
eigentlich schon beschreiben, denn während man die zufallsgenerierten Dungeons hinabsteigt, ist das Ziel, so viele Schätze wie möglich abzugreifen. Angefangen bei kleinen Goldbarren bis hin zu wertvollen Juwelen und mit Fallen gespickten Schätzen – tödliche Fallen. Denn eigentlich möchte einem alles da unten ans Leder. Natürlich auch diverse Gegner, die man allerdings mit der eigenen Peitsche einfach ausschalten kann. Wenn man will, kann man auch – wie ein gewisser, berühmter Klempner - einfach auf sie draufspringen. Aber es gibt noch diverse andere Möglichkeiten, die man sich allerdings kaufen muss. Ab und zu findet man nämlich auch einen Shop, in dem man mit dem erbeuteten Geld einfach neue Gegenstände kaufen kann. Oder andere Hilfsmittel, denn das "einfache" Hinabsteigen ist auch schon schwierig genug.

Ziel in jedem Level ist es, den Ausgang zur nächsten, tiefer gelegenen Stufe zu erreichen. Dafür müssen aber auch gerne mal viele, große Sprünge geschafft werden. Auch dafür hat man diverse Hilfsmittel wie einen Fallschirm oder aber – wesentlich wichtiger – Seile zur Verfügung. Während einen Fallschirme nämlich nur herunter bringen, können die Seile absolut überall angebracht werden, um wieder ein paar neue Wege zu schaffen. Aber auch Bomben werden überall benötigt und zwar noch häufiger als Seile. Die größten Schätze sind nämlich komplett eingesperrt und können nur freigesprengt werden. Aber den wichtigsten Schatz wollen wir nicht vergessen: Die Frauen! Bringt man diese nämlich zum Ausgang wird man mit einem Kuss belohnt. Scheint antiklimatisch, aber einen wichtigen Aspekt darf man nicht vergessen: Dieser Kuss gibt einem einen zusätzlichen Lebenspunkt, was definitiv nicht zu unterschätzen sein sollte. Obwohl einem nämlich viele Fallen sofort das Leben rauben, sind die ganzen Wesen da unten wesentlich gefährlicher und rauben einem sehr schnell die Lebensenergie.

Die Sache mit den Ports...
Ein Aspekt, der auf der Vita irgendwie immer schief geht, ist die Portierung. Und aus unerklärlichen Gründen sieht man Spelunky an, wie stark diese absolut gar nicht bedacht wurde. Beginnt man ein Abenteuer alleine, kommt man dennoch in den Bildschirm mit vier Charakteren – ohne eine Möglichkeit andere Spieler hinzuzufügen. Der Multiplayer wird zuerst mit der Lan-Option angezeigt, die es eigentlich gar nicht in der Vita-Version gibt. Dafür kann man Ad-hoc spielen, was sogar Cross-Play mit der PS3-Version funktioniert. Der zweite Spielmodus – neben dem eigentlichen Abenteuer in der Höhle – ist ein Todeskampf gegen andere Spieler und es ist möglich, hier alleine ohne Bots zu "spielen". Aber irgendwie auch nicht, dafür müsste man nämlich mit mehreren Leuten gleichzeitig an der Vita spielen können. Man merkt, wie wenig Mühe man sich damit gemacht hat, das Spiel für das System von Sony zu optimieren. Und dabei sind es doch nur so kleine Dinge...

Gameplay
Mit den wenigen Aktionen, die einem zur Verfügung stehen ist es schon beeindruckend, wie gut alles umgesetzt wurde. Man sollte vorsichtig sein und trotzdem schnell, denn das Ziel des Spielers sollte es sein eine gute Punktzahl zu erreichen – oder Zeit, je nachdem, wie es einem besser passt gerade. Dafür gibt es sogar Online-Bestenlisten. Die vielen Hindernisse sind definitiv nicht leicht zu überwinden, aber trotzdem immer fair. Einziger Kritikpunkt: Der zufallsgenerierte Dungeon hatte tatsächlich einmal einen nicht lösbaren Weg, wenn man keine richtigen Items zur Verfügung hatte. Und sowas sollte einem eigentlich nicht passieren, das ist einfach nur unfair.

Technik und Features
Die Grafik sieht für einen Indie-Titel definitiv solide aus. Die Farben sind prächtig und die Explosionen können sich auch sehen lassen. Allerdings hat diese Farbvielfalt ihren Preis: Häufig, besonders bei speziellen Ereignissen in den Höhlen, kommt es zu kompletten Slow-Downs des Spiels. Auch der Sound kann sich auf Dauer hören lassen und es gibt einen weitreichenden Soundtrack, der manchmal nostalgisch wirkende Klänge durch die Ohren klingen lässt. Was den Inhalt ansonsten angeht gibt es allerdings nicht allzu viel. Fünf verschiedene Gebiete und nur zwei Spielmodi mit einer Menge Charaktere die lediglich das Aussehen ein wenig verändern – dazu mit Auswahlmöglichkeiten, die es für die Vita nicht einmal gibt. Das ist doch ein bisschen wenig, für einen knackigen Preis von fast 15€. Da hilft auch die hübschere Grafik nichts.



Fazit:
Einen Vorteil haben Indie-Titel eigentlich häufig: Sie sind günstig und bieten für ihren Preis so einiges. Nun steht hier Spelunky und hat einen Preis von 14.99€, was schon mal nicht in das Schema passt. Ist es diesen erhöhten Preis wert? Irgendwie nicht wirklich. Alles geht recht flott voran und es ist am Anfang auch noch recht spaßig zu sehen, wie man unversehrt in den nächsten Abschnitt kommt. Der Levelaufbau bleibt auch immer fair, aber es fehlt definitiv ein richtiger Reiz um es länger zu spielen. Wenn der Multiplayer-Modus online funktionieren würde käme garantiert mehr Spaß auf, aber so sieht man, wie ein Spiel wirklich schlecht auf die Vita angepasst werden kann. Wer sich also auf eine kurzweilige, schwere Highscorejagd einlassen möchte, kann mit Spelunky ab und an seinen Spaß haben, alle anderen sollten sich für ihr Geld vielleicht ein größeres Spiel holen, das ein wenig mehr bietet.

Hat sich bereits damit abgefunden, bei Spielen den Tod zu finden: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensions-Codes!

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Kurzweilige Highscorejagd mit einem nicht zu unterschätzenden Schwierigkeitsgrad und leichten Umsetzungsschwierigkeiten.

Wertung

Viele Charaktere...

Schöner Soundtrack

Angemessener Schwierigkeitsgrad...

Online-Bestenlisten

...die keinen Unterschied machen

Diverse Port-Macken

...der frusten könnte

Wenige Spielmodi

Nichts "Besonderes"

Häufige Slow-Downs.

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