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Spielname:
Killzone: Mercenary

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Sony

Developer:
Guerilla Cambridge

Genre:
Shooter

Release:
04.09.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1-8 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: Killzone: Mercenary

Stefan Thiermann, 04.09.2013

13k°

78

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Ich gebe es ja zu: Ein klein wenig schadenfroh bin ich ja schon, dass ich bereits einige Tage mit Killzone Mercenary verbringen durfte und ihr nicht – wenn auch nicht allzu sehr, denn ab heute könnt ihr das ganze ja auch selbst auf Herz und Nieren prüfen. Und so viel sei vorweg genommen: Ihr werdet nicht enttäuscht sein! Und warum das so ist, erfahrt ihr in unserem Test zum lange ersehnten Shooter-Hit für die Vita.

Endlich: Ein guter Vita-Shooter!
Genau das dachte ich, nachdem ich einige Zeit mit Killzone Mercenary verbracht habe. Aber von vorn: Das Spiel eingelegt, erscheint das schlichte Menü und ich habe mich direkt in die mit neun Missionen recht kurze Kampagne gestürzt. Und schon von vornherein wird klar: Das hier ist der Grafik-Benchmark für die kommenden Vita-Spiele. Alles läuft absolut flüssig und das in voller Auflösung des Displays. Dazu kommen herrliche Effekte wie volumetrischer Rauch und etliche Reflexionen auf eurer Waffe und der Umgebung. Auf der anderen Seite fallen von Zeit zu Zeit regelrecht hässliche Texturen auf, die aber den hervorragenden optischen Gesamteindruck nur unwesentlich schmälern. Schon in der ersten Mission springt ihr beispielsweise aus einem Hochhaus, um mit einem speziellen Anzug zum Nachbargebäude zu schweben. Diese Aussicht ist einfach fantastisch und erreicht ein Niveau, das ich auf einem Handheld nicht für möglich gehalten hätte. Hut ab! Killzone Mercenary ist also ein optisches Brett und muss sich nicht vor den Konsolenvorbildern verstecken, wenngleich es auch nicht ganz an die Pracht derselben (vor allem an Killzone 3) heranreicht.

Headshot!
Aber kommen wir doch zu den Dingen die wichtiger sind als die Grafik, denn was nützt uns eine vollbusige Blondine, wenn wir uns mit ihr bestenfalls über die Teletubbies unterhalten können, um sie nicht zu überfordern? Richtig: (fast) nichts! Aber auch hier kann Entwarnung gegeben werden: Der Shooter spielt sich absolut klasse. Die Steuerung geht einem sofort in Fleisch und Blut über, Kopfschüsse sind an der Tagesordnung und auch die Touch-Elemente wissen zu gefallen. Diese kommen beispielsweise beim Nahkampf zum Einsatz, wenn sich das Geschehen verlangsamt und ihr mit dem Finger in eine bestimmte Richtung streichen müsst. Ebenso braucht ihr die Patsche für das Hacken – in den Levels gibt es nämlich nicht nur Türen, die auf diese Weise geöffnet werden müssen, sondern es sind auch überall Terminals versteckt, die Details zur Story preisgeben, wenn ihr sie knackt. Das geschieht über ein kleines Minispiel, bei dem ihr eine Auswahl vorgefertiger Muster aus „Einzelteilen“ zusammenbauen müsst, wobei euch stets die Zeit im Nacken sitzt – sehr schön! Einziges Manko an der Steuerung ist die Doppelbelegung der Kreistaste sowohl für das Ducken bzw. In-Deckung-gehen und das Sprinten. Drückt ihr die Taste in Bewegung, rennt ihr plötzlich los, steht ihr hingegen dabei, geht ihr in Deckung. Hier wurde bei mir einige Male die falsche Aktion ausgeführt.

Mach mal ruhig!
Killzone Mercenary überrascht mit dem Ansatz, es bei Bedarf auch gemächlich angehen zu können. Immer wieder kommt ihr in Bereiche, in denen ihr schleichen und die Gegner auch von hinten abmurksen könnt. Erwischt ihr auf diese Weise einen Helghast-Offizier, kommt es zum Verhör und er verrät euch vor seinem Ableben noch ein paar Details zu eurem Einsatzziel. Egal ob ihr es nun ruhig angehen lasst, oder die Rambo-Nummer abzieht: Für jede eurer Aktionen bekommt ihr Geld – schließlich ist der Protagonist ein Söldner! Für Kopfschüsse gibt es mehr Geld, als wenn ihr die Gegner mit Körpertreffern über den Haufen ballert und Stealth-Kills bringen nochmal mehr. Auch Erkundung lohnt sich in den teils recht verwinkelten Levels, denn sogar für’s Hacken gibt es Kohle. Die könnt ihr dann bei den zahlreich platzierten Händlerkisten gegen neue Ausrüstung eintauschen. Diese reicht von neuen Kanonen, über Westen und Granaten, bis hin zu Vanguards – mobile Kampfeinheiten, die euch jeweils unterschiedliche Vorteile bringen. Auf dieses Inventar kann übrigens auch vom Multiplayer-Modus aus zugegriffen werden. Ein Manko gibt es allerdings noch an der Kampagne zu vermelden: Das Speichersystem. Es gibt zwar Checkpoints an denen ihr bei eventuellem Ableben wieder ansetzt, aber leider speichert das Spiel nur nach beendeten Missionen ab. Macht ihr die Vita also inmitten eines Auftrages aus, müsst ihr diesen beim nächsten Spielstart von vorn beginnen, anstatt vom letzten Checkpoint – Gerade angesichts der Tatsache, dass wir hier ein Handheldspiel vor uns haben, ist das ungünstig!

Spiel‘ mit mir, ich spiel‘ mit dir!
Okay, so viel mal zur Kampagne, aber was haben wir abseits dieser denn noch so? Hier fällt zunächst auf, dass der Mehrspieler-Modus mit drei Varianten recht schmal ausgefallen ist. Es gibt lediglich Deathmatch (Söldnerkrieg), Team Deathmatch (Guerillakrieg) und mit Kriegszone eine missionsbasierte Variante. Letztere ist zugleich die Interessanteste und konnte schon in der Beta-Version des Spiels angetestet werden. Hier treten zwei Teams mit wechselnden Zielen gegeneinander an. Mal punktet man mit Abschüssen, mal mit dem Einsammeln von Heldenkarten, die gefallene gegnerische Spieler hinterlassen und wieder ein anderes Mal müssen bestimmte Punkte auf der Karte erobert werden. Die Partien für bis zu acht Spieler finden dabei auf gut designten Maps statt und laufen lagfrei – so muss das sein! Leider kommt es vor Beginn der Spiele noch zu häufig zu Serverfehlern, wodurch Partien gar nicht erst zustande kommen.



Fazit:
Ist Killzone Mercenary nun der erhoffte Shooter-Hit? Die Antwort kann nur lauten: Ja, und wie! Die Kampagne weiß durch den Söldner-Ansatz und die freigestellte Vorgehensweise zu gefallen, die Optik ist trotz teilweise schwankender Texturqualität Referenz auf der Vita, die Spielbarkeit ist fast optimal und der Multiplayer zwar mit drei Varianten recht dürftig, dafür aber dank Kriegszone und freischaltbarer Ausrüstung umso motivierender! Lediglich die Verbindungsabbrüche sind wirklich unschöne Flecken auf der sonst so reinen Weste des bisher besten Vita-Shooters. Wenn ihr also noch skeptisch wart, ob Sony dieses Mal Wort halten würde, was diverse Versprechen bezüglich des Spiels betrifft, könnt ihr beruhigt sein, denn hier hat man auch abgeliefert. Killzone Mercenary ist ein Must-Have für Shooter-Freunde, wenngleich die Masse an unschönen Kleinigkeiten zusammen zwei Punkte Abzug rechtfertigen!

Hat in den letzten Tagen jede Menge Geld verdient: Stefan Thiermann für PlanetVita.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Wenn Wünsche wahr werden – Killzone Mercenary gehört in jede Vita-Sammlung!

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

7.0

WAFFENARSENAL:

8.0

GRAFIK:

9.0
8
von 10

auch langsames Vorgehen möglich

(fast) optimale Spielbarkeit

grandiose Optik…

motivierender Multiplayer…

nette Story…

Levels beinhalten Bonusziele

überzeugende Soundkulisse

bessere Ausrüstung kaufen

kurze Kampagne

nur drei Multiplayer-Varianten

…mit Schwächen im Texturdetail

…mit zu häufigen Verbindungsabbrüchen

…mit stummen Protagonisten

unglückliches Speichersystem

Wie werten wir?

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78 Kommentare