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Spielname:
Sparkle

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
4,99 €

Publisher:
10tons

Developer:
10tons

Genre:
Sonstiges

Release:
11.09.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Sparkle

Lisa Spitzer, 30.09.2013

1876°

0

Test mögen: Weitersagen:

Es ist rätselhaft: Manchmal sitzt man stunden- oder sogar tagelang vor einem Mini-Spiel, wie man sie auf Facebook oder auf seinem Handy zuhauf finden kann. Es geht um nicht viel. Die Story – kaum vorhanden. Man muss nur ein paar Handgriffe machen, immer und immer wieder. Warum tut man so etwas? Weil diese Spiele einen fesseln können, wenn sie gut gemacht sind. Und so ein Spiel ist Sparkle von 10tons, das wir euch hier vorstellen möchten.

Spielprinzip
Wie schon erwähnt: Das Spielprinzip ist denkbar einfach und mit Facebook- und Handyspielen in etwa gleichauf, wobei Sparkle tatsächlich auch nur 31 MB groß ist. Es geht – nun, worum eigentlich? Während des Ladens wird ein Text eingeblendet, das war es erst einmal. Nun ja, der Spieler soll einen Wald vor den Mächten des Bösen beschützen. Dazu bestreitet man zahlreiche Level, in denen man vom Mittelpunkt der Fläche bunte Kugeln zu gleichfarbigen schießt, die in einer Art Zug in verschiedenen Bahnen um einen herum kreisen. Werden mindestens drei gleichfarbige Kugeln zusammengebracht, verschwinden sie. Das Ziel des Levels ist, alle Kugeln verschwinden zu lassen, ohne dass sie in das Loch am Ende ihrer Strecke fallen. Dabei machen besonders die Power-Ups die Levels interessant, die zum Beispiel mehrere Kugeln in einer bestimmten Farbe einfärben, oder einige Kugeln verschwinden lassen. Die Levels sind nicht allzu schwer, aber nach einer Weile wird es schon recht interessant, weil die Kugeln in den späteren Levels immer schneller werden und mehr Farben hinzukommen. Dabei sind auch die verschiedenen Amulette von Vorteil, die man sammeln kann. Eines beschleunigt zum Beispiel die geschossenen Kugeln, damit sie schneller ans Ziel kommen und dieses nicht verfehlen – was bei der Geschwindigkeit des Kugelzugs recht häufig passiert und den Schwierigkeitsgrad erhöht.

Der Haken bei der Sache
Damit ist für ein nettes, simples Spielsystem gesorgt, das andererseits so neu auch nicht mehr ist. Die Amulette und Power-Ups verleihen zusätzlich Spannung. Allerdings ist das Spiel teilweise sehr kompliziert aufgemacht. Wenn man zum Beispiel einen Modus auswählen will, werden sehr viele Informationen angezeigt, die man eigentlich nicht wirklich braucht. Dadurch ist Sparkle an einigen Teilen recht umständlich.

Steuerung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Level zu bestreiten. Zum einen kann man den rechten Joystick und die x-Taste benutzen, um die Richtung auszuwählen und zu schießen. Jedoch ist es einfacher, das Touchscreen zu nutzen. Hier muss einfach nur in die Richtung getippt werden, in die die Kugel fliegen soll. Da das Spiel an zahlreiche zuvor gespielte Handyspiele erinnert, ist es fast natürlich, letztere Möglichkeit zu verwenden, aber trotzdem ist auch die Joystick-Variante nicht zu verachten.

Grafik
Die Grafik ist wirklich nicht weltbewegend. Das ganze Spiel ist eher einfach gestaltet, was für derartige Titel auch völlig ausreicht. Dazu kommt das ziemlich dunkle Design. Dadurch wirkt Sparkle mysteriös und ist generell auch darauf ausgerichtet. So sieht man zum Beispiel auf dem Startbildschirm große lilafarbene Pilze, vor denen Glühwürmchen herumfliegen, beschienen vom Mondlicht. Werden Texte eingeblendet, stehen sie auf einer Art Schriftrolle. Die Karte, auf denen man die Level ansehen kann, ist voller dichter Baumreihen, und den verschiedenen Gebieten, wie zum Beispiel der Mühle, der Säule und einem beinahe anmutig leuchtenden kleinen See. Und generell ist in dem Spiel immer Nacht, was die Atmosphäre eines „magischen Waldes“ unterstützt. Die Level an sich sind ebenfalls von diesem Schema geprägt. Dadurch, dass der Hintergrund immer wie ein Boden, zum Beispiel aus Stein, aussieht, hat man das Gefühl, dass man tatsächlich auf den Boden schauen würde, über den die Kugeln in einer vorgegebenen Bahn laufen. Dabei sieht man wirklich die Rollbewegung der Kugeln, was dem ganzen mehr Dynamik verleiht. Sollte es dann einmal knapp werden und der Zug langsam das Loch erreichen, dann entsteigt diesem unheilvoller schwarzer Dampf, der noch stärker wird, wenn die Kugeln tatsächlich hineinfallen. Es stellt sich natürlich auch die Frage nach dem Titel Sparkle. Und tatsächlich funkeln die Kugeln, wenn sie verschwinden, was der Atmosphäre den letzten Schliff gibt.

Sound
Der Sound des Spiels ist im Gegensatz zur sonst simplen Aufmachung sehr schön und unterstreicht die magische Aura, die schon durch die Grafik vermittelt wird. Bei manchen Spielen nervt das Lied im Hintergrund nach nur allzu kurzer Zeit – das ist hier nicht so. Die Musik passt zum Spielen und erweitert es sogar noch. Werden die Kugeln schneller, ist auch die Musik schnell und hektisch, was dem Spiel mehr Ausdruck verleiht. Dabei handelt es sich bei Musik um instrumentale, fast orchestral angehauchte Melodien, die zu einer unheilvollen wechseln, sobald sich die Kugeln dem Loch nähern. Die beinahe majestätische Musik wird unterstützt von den zusätzlichen Sounds, die die Kugeln machen, wenn sie verschwinden – eine Art Klirren – und den Power-Ups. Diese haben verschiedene Sound-Effekte, allerlei Zischen und manchmal auch recht merkwürdige Töne. Manchmal erklingt bei einem guten Zug Engelsgesang, genau wie wenn man ein Level abschließt. Das wirkt manchmal etwas übertrieben, als würde sich das Spiel selbst zu wichtig nehmen. Aber insgesamt passt es doch ganz gut zum Design, welches Sparkle ausgewählt hat.

Besondere Features
Neben dem regulären Quest-Modus, in dem man in vielen Levels immer mal wieder eine Rune sammelt, um das Ziel irgendwann zu erreichen, gibt es auch noch den Challenge- und den Survival-Modus. In ersterem ist es das Ziel, die verschiedenen Levels möglichst schnell zu schaffen, wobei man sich die verschiedenen "Strecken" aussuchen kann, beim Survival – wie der Name schon sagt – darum, generell "am Leben" zu bleiben. Während man gleichzeitig noch die Story durchspielt, sind diese Optionen relativ uninteressant, weil eigentlich genau das gleiche gefragt ist wie in den Levels. Aber wenn man erst einmal alle Haupt-Level durch hat, dann ist es eine gute Erweiterung. Trotzdem sind diese beiden Modi an dem Spiel das, was hauptsächlich unnötig kompliziert gehalten ist, deshalb muss man sich erst einmal Durchblick verschaffen. Was ebenfalls ein großer Nachteil bei der ganzen Sache ist, dass man zwar seine eigenen Erfolge aufgelistet ansehen kann, aber nicht mit anderen vergleichen – zumindest ist mir auch nach langer Suche keine solche Option aufgefallen. Man kann das Leaderboard zwar online abrufen, aber dass es in dem Spiel gänzlich fehlt (oder so versteckt ist, dass man es einfach nicht finden kann) vermindert den Wiederspielwert, weil der Anreiz des Erfolges fehlt. Ein positiver Gegenpunkt dagegen ist allerdings, dass es versteckte "Geheimnisse" im Spiel gibt, die man suchen kann, am besten, indem man einfach überall mal drüberklickt.

Neben diesen erweiterten Möglichkeiten ist es mir ebenfalls besonders positiv aufgefallen, dass die Entwickler umsichtigerweise eine Einstellung für Farbenblinde gemacht haben – meiner Meinung nach ein großes Plus für das Spiel an sich.



Fazit:
Sparkle ist also zusammenfassend eher ein kleines Spiel mit nicht allzu viel Abwechslung. Aber dennoch fesselt es und ist gleichzeitig ein unterhaltsamer Zeitvertreib für Busfahrten oder ähnliches. Es ist eigentlich eines der typischen Ballspiele, die man auch von unzähligen Spieleanfragen auf Facebook kennt, und dann doch wieder nicht. Denn es ist durch den "Kugelzug" wesentlich interessanter, als wenn die Kugeln nur von oben herabsinken. Natürlich sind 4,99 € für die Vollversion schon recht happig, besonders wenn man das gleiche Spiel fürs Handy für nur 1,99 € bekommt und die Zuma-Spiele von PopCap Games sogar auf einigen Plattformen umsonst. Letztere sind vom Spielprinzip her genau gleich. Deshalb ist es zwei Überlegungen wert, es sich wirklich für die Vita zu holen. Um es einmal auszuprobieren, rate ich, erst einmal eines dieser Zuma-Spiele zu spielen, an diesen kann man gut ausprobieren, ob einem das Spielprinzip zusagt.

Ballert seit Stunden kleine Kugeln ab: Lisa Spitzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an 10tons für die freundliche Bereitstellung des Rezensions-Codes!

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Nettes Spiel für Fans der Bouncing Balls-Reihe, das es aber auch günstiger gibt.

Wertung

simpel, aber doch fesselnd

interessanter als andere „Ballspiele“

guter, passender Soundtrack

wenig Abwechslung

Vita-Version ist teure

an manchen Stellen unnötig kompliziert

Leader-Board nirgendwo auffindbar außer im Internet

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