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Spielname:
Proteus

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
12,99 €

Publisher:
Curve Studios

Developer:
Curve Studios

Genre:
Sonstiges

Release:
30.10.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Kurztest: Proteus

Altin Bujupaj, 03.11.2013

3071°

5

Test mögen: Weitersagen:

In gewissen Zeiten stellt sich selbst der Otto-Normalspieler auch mal die Frage, was ihm ein Spiel eigentlich vermitteln will. Bei Spielen wie Pac Man oder Tetris ist dies meistens eine sehr schlichte und einfache Botschaft. Bei Spielen wie Limbo oder Braid ist die Botschaft meist noch tiefgründiger. Und dann bekommen wir ein Spiel wie Proteus. Als was kann man Proteus klassifizieren und lohnt sich der Kauf? Das und mehr erfahren wir weiter unten!

Im Lenze blühen Rosen nur und Lilien auf unsrer Flur*
Nach einem 95 MB kleinen Download kann es auch schon losgehen. Im Spiel eingestiegen, stolziert das Logo Proteus (lat. Meergott). Einmal auf X gedrückt, fängt das Spiel an und das Logo verblasst. Der Spieler findet sich im Meer wieder. Vor ihm, eine Insel. Der Spieler bemerkt aber eine Sache: Es gibt kein Menü, kein Steuerkreuz, keine Waffen oder 360°-NoScopes. Auch der Protagonist selbst ist nicht sichtbar. Mit dem Analogstick bewegt sich der Spieler gen Insel. Ehe er in den Gedanken schwebt, er sei in einen C64-Spiel gefangen, spaziert er weiter über die Insel. Blüten, verpixelte Blüten tanzen mit dem Wind und Bäume stolzieren über das grüne Gras. Der Spieler drückt auf X um sich hinsetzen zu können. Vielleicht braucht er eine Verschnaufpause. Hält man Kreis gedrückt, so schließt der Spieler die Augen und kehrt zum Hauptmenü zurück. Also wandert er weiter, ohne ein Ziel, in der Hoffnung eine Antwort auf die Frage zu finden: Was mache ich eigentlich hier?

Im Sommer dringt der Sonne Schein nur wärmend auf den Menschen ein*
Immer noch planlos wandernd bemerke ich etwas – die Sonne. Ein Blick auf sie und das Bild verblasst, wie als wäre es nicht empfehlenswert über 20 Sekunden auf die Sonne zu schauen. Sie bewegt sich. Langsam geht sie unter. Die Welt wird dunkel und die Sterne feiern ihren Auftritt. Ähnlich wie im anderen Leben sind sie hier weiß bepunktet und statt einem gelben Sonnenklecks strahlt nun ein weißer Mondklecks über dem schwarzen Himmel. In der Hoffnung, dass sich neben dem Wetter etwas verändert hat, irrte ich weiter über die Insel und wurde von fliegenden Fledermäusen und Glühwürmchen begrüßt. Vor Freude drücke ich die Tastenkombination für ein Screenshot und drücke dabei versehentlich auch die R-Taste. Diese hebt den Moment mit einer Postkarte auf, falls der Spieler eine Pause von diesem Erlebnis braucht. Nun wandert der Spieler weiter und bemerkt weiße Punkte, weiter entfernt von ihm. Erst wenige, dann mehr bis sie schließlich wie eine Spirale um das Gras wehten. Der Spieler betritt den Zirkel und urplötzlich bewegt sich die Welt um ihn. Der Mond verschwindet, die Sonne tritt ein und verschwindet nach wenigen Sekunden erneut. Wie als würde der Spieler im Zyklus der Zeit stehen, entsteht ein kleiner, weißer Ring um den Bereich und er betritt ihn. Seine Sicht fängt an zu verblassen.

Im Herbste ist des Landmanns Preis die süße Frucht für Müh' und Fleiß*
Am gleichen Ort wiederfindend, schaut der Spieler sich um. Die Sonne ist nun eminenter und strahlt noch stärker. Die verpixelten Blüten spreizen sich über das grün befleckte Grasfeld und die Bäume ragten erneut empor. Wieder bis zur Nacht wartend, sucht der Spieler nach dem Kreis und findet ihn erneut. Wieder den kleinen Ring betretend verblasst das Bild und der Spieler sieht nun eine rötliche Natur. Blätter in Form von Vierecken liegen auf dem nun braunen Gras und die Bäume verlieren weiterhin Blätter. Auf den Bildschirm drückend, entsteht ein Kreis. Ein Zeichen von Interaktion? Sehr wahrscheinlich. Der Spieler sieht einen Grabstein und tippt diesen auf dem Frontbildschirm an. Ein Geräusch ertönt. Wieder Nacht, sucht der Spieler erneut den Kreis. Das Spiel verblasst erneut und nun findet sich der Spieler in einer anderen Landschaft wieder.

Im Winter, Wählerinn Natur, Umhüllst mit weißem Schnee die Flur*
Nun war es weiß. Für den Spieler nicht blendend weiß, doch der Boden färbte sich weiß. Es fielen Schneeflocken und mit den Flocken harmonierte eine Musik. Der Spieler achtete vorher nicht auf die Musik, doch nun realisiert er, wie selbst diese mit der Umgebung interagiert. Sie wirkt nicht nur harmonisch, sondern dynamisch zugleich. Weiter umherwandernd, fand der Spieler eine Holzhütte. Selbst nach mehrmaligem Tippen kommt es zu keiner Lösung und er lief weiter. Begeistert von der Natur um ihn herum, sieht er wie detailreich alles wirkt. Zwar ist die Grafik nicht mit tausend Shadern oder Lichteffekten überdeckt – sie ist schlicht, aber effektiv. Sie ist minimalistisch und für das Auge sättigend. Urplötzlich ertönte eine Melodie. Mit dem Spieler geschieht etwas. Er bewegt sich, aber diesmal anders als sonst. Nach jedem Moment wird die Melodie stärker bis sie dann erblasst. Der Spieler schließt seine Augen und das Logo Proteus erscheint wieder. Noch im Spiel vertieft, weckt ihn erst das Geräusch einer erlangten Trophäe wieder.



Fazit:
Es ist wirklich schwer zu definieren was Proteus eigentlich versucht zu sein. Es ist sicher kein Rollenspiel oder Actionspiel. Nahezu kein Genre kann erklären, was das Spiel eigentlich ist oder eher, was das Spiel von einem will. Setzt sich der Spieler mit der Umgebung in die er reingeworfen wird auseinander, fängt er jedoch an zu verstehen. Er sieht ein, dass Proteus mehr eine Erfahrung oder ein Trip ist, und kein Spiel per se. Die extrem pixelige Grafik ist einfach nur bezaubernd. Trotz des Handicaps, schafft es das Spiel so viel Detail in so einer kleinen Datenmenge zu füllen. Die Musik ist beruhigend und wandelt mit der Umgebung selbst. Auch der Spieler kann mit der Umgebung per Touch- und Rückseitenpad interagieren. Das einzige was das Spiel davon abhalten könnte perfekt zu sein, ist der Spieler selbst. Mit einem stolzen Preis von 12,99 Euro kann das viele abschrecken, doch wer nach diesem Review Interesse an Proteus hat, der wird es nicht bereuen! Für mich ist Proteus ein Unikat und ein Erlebnis was ich nicht so schnell vergessen werde!

D'rum, wahrlich, mir gilt's einerlei Ob Winter oder Sommer sei* – Altin Bujupaj für PlanetVITA.de
*Gedichtsabschnitte von Ignaz Friedrich Castelli's: Die Jahreszeiten

Vielen Dank an Curve Studios für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionscodes!

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Ein Spiel, wie man es sonst noch nicht gesehen hat.

Wertung

Inselumgebungen werden per Zufall/Online oder Lokal generiert

Visuell ein großer Augenschmaus, trotz veralteter Grafik

Beruhigende und dynamische Musik (Kopfhörerpflicht!)

Hoher Wiederspielwert und vieles zu entdecken

happiger Preis

Grafik kann eine Sorte von Spielern abschrecken

Spielkonzept kann als sehr kontrovers bezeichnet werden

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5 Kommentare