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Spielname:
Batman: Arkham Origins Blackgate

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Warner Bros. Interactive

Developer:
Warner Bros. Games Montreal

Genre:
Action Adventure

Release:
25.10.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Batman: Arkham Origins Blackgate

Review: Batman: Arkham Origins Blackgate

Denis Wewetzer, 04.11.2013

4863°

9

Test mögen: Weitersagen:

Es gibt viele Theorien darüber, was Idole mit einem anstellen. Besonders als Kind ist man für solche Menschen besonders anfällig – sei es der Fußballstar aus der Lieblingsmannschaft, die Helden des Alltages wie Ärzte, Feuerwehrleute und Polizisten oder aber fiktionelle Figuren. Superhelden. Gerade diese faszinieren aber häufig nicht nur Kinder, sondern eben auch die älteren Generationen. Doch kann man als "normaler" Mensch solche Leute erreichen und wie sie werden? Gibt es Methoden um zu erleben, wie solche "Helden" denken? Videospiele wären ein Anfang, aber wir haben etwas wesentlich interessanteres gefunden! Ein Buch! ...Okay, das wird viele von euch vermutlich nicht unbedingt vom Hocker reißen, aber glaubt mir, mit How to: Batman, das sich mit der Lernsoftware Batman: Arkham Origins Blackgate erleben lässt, kann jeder Batman sein! Selbst Vollidioten! Aber zuerst brauchen wir etwas... Atmosphäre:

Prolog: Die Prämisse
Stellen wir uns also vor, wir wären ein muskelbepackter Mann in einem Kostüm, das einer Fledermaus zumindest in entferntester Art doch ein wenig ähnelt. Dazu eine düstere Stadt namens Gotham City, in der viele unglaublich verdrehte Menschen leben, die es geradezu lieben, die herrschende Ordnung auf den Kopf zu stellen. Jetzt kommt aber der Clue: Die Stadt lassen wir mal außen vor und nachdem ihr es bereits geschafft habt, eine agile Frau, die sich selbst den Namen Catwoman gibt, nach Blackgate zu verfrachten, begebt ihr euch ebenfalls in das besagte Gefängnis. Warum? Die Inhaftierten fanden es witzig einfach mal das Gefängnis zu übernehmen und Geiseln zu nehmen – als wahrer Streiter für die Gerechtigkeit können wir sowas nicht zulassen, also ab in die gefährlich Umgebung. Aber keine Sorge, das Buch führt euch Schritt für Schritt in das Dasein des dunklen Ritters. Nur um euch eigentlich nie zu verlassen, aber in den wichtigsten Momenten doch mal ins offene Messer springen zu lassen. Doch ich schweife ab...

How to: Batman. Kapitel 1: Der Kampf
Wie jedes gute Buch es tun sollte, fängt dieses wohl mit dem wichtigsten Teil überhaupt an, den wir für das Überleben in einem von Superschurken umkämpften Gefängnis brauchen: Die Selbstverteidigung. Hierfür ist es am besten, einen sauberen Fluss zwischen allen Techniken zu schaffen, seien es normale Angriffe, Kontern oder das gelegentliche Schwingen des hoffentlich schon gut sitzenden Umhangs, um eure Gegner zu betäuben. Komplizierte Techniken lässt ihr aber vorerst draußen, das Ausschalten am Boden geht zum Beispiel zu häufig schief und irgendwie kann ein Batman auch nicht immer daran denken, sowas sofort zu tun. Aber wir wollen euch auch nicht überfordern, konzentriert euch also auf diese drei Basics. Mit Glück könnt ihr euch aber auch anschleichen, um eure Kontrahenten auszuschalten, während die restlichen euch noch gar nicht bemerkt haben. Ist ohnehin schlauer – die inzwischen angeschaffte Rüstung ist nämlich nicht kugelsicher, sodass ein paar davon schnell den Tod bedeuten. Viel interessanter wird es mit "Bossen", also den Superschurken die ihr besiegen müsst, damit ihr euch richtig wie Batman fühlt! Um es gut aussehen zu lassen müsst ihr am besten immer nur auf die gegnerischen Attacken achten und kontern – bei sowas lassen wir euch Anfängern auch gerne immer wieder "einblenden", was genau ihr tun sollt. Wenn einer mal anders funktioniert.... Tja, das wird in diesem Buch leider nicht behandelt – sterbt ein paar Mal und findet es selbst heraus. Frustration ist kein Wort, das ein Superheld kennen sollte!

How to: Badman. Kapitel 2: Die Erkundung
Glaubt es oder nicht, das Leben eines Superhelden besteht nicht nur aus dem Kampf! Schade eigentlich, das wäre vermutlich spannender gewesen. Aber wie es nun mal so ist und um nochmal auf unsere Szenerie hinzuweisen, muss so ein Gefängnis ordentlich erkundet werden. Als Anfänger im Batmansein braucht ihr auch keine speziellen Aktionen wie das Springen oder so lernen. Alles über Schulterhöhe sollte bequem mit dem mitgelieferten Greifhaken erklommen werden – bloß keine Überanstrengung! Alles andere wird von jedem normalen Menschen ohnehin schon was "automatisch" überbrückt. Damit ihr mehr Spaß mit eurer Umgebung habt, sind in dieser übrigens diverse Extras versteckt. Einige davon sind wichtig um überhaupt an andere zu kommen, wie zum Beispiel die Batclaw. Mit dieser können nämlich auch Dinge an euch herangezogen werden! Wie, das wäre eigentlich auch mit dem Greifhaken möglich? Ach kommt, Kindchen. Wir wollen euch echt nicht überfordern, indem wir einem Gegenstand mehr als einen Zweck geben. Außer jedem anderen, den ihr sonst so finden werdet, dann solltet ihr aber damit umgehen können... oder?

Wisst ihr aber, was der größte Vorteil bei der Erkundung des Gefängnisses ist? Natürlich sind hier nur eine begrenzte Anzahl von Menschen zur Verfügung, weshalb jeder Raum, den ihr einmal von Bösewichten befreit habt, für den Rest eures Aufenthaltes so bleiben wird! Und glaubt mir, ihr kommt so häufig wieder an denselben Plätzen vorbei (und wenn es nur deswegen ist, weil ihr nun ein Upgrade bekommen habt, um endlich das "Puzzle", welches euch gleich am Anfang an den Kopf geworfen wurde, zu lösen), dass euch die ganzen freien Wege erfreuen werden! So wird es nie zu aufregend oder spannend – die Laufwege müsst ihr dennoch überbrücken. Um es hier spannender zu machen, werden diese mit dem Verlaufe eures Aufenthaltes gerne mal abgesperrt, sodass ihr neue Wege finden müsst. Längere Wege. Laufen gehört zu dem Alltag der Superhelden, also gewöhnt euch dran!

How to: Batman. Kapitel 3: Das Untersuchen
Ein Superheld hat auch immer etwas Markantes, mit dem er besonders wirkt. Natürlich besitzt ein Batman jede Menge Spielzeug, aber hier geht es um richtige Detektivarbeit. Diese hat einen eigenen "Modus" bekommen, durch die ihr alle wichtigen Gegenstände, mit denen ihr etwas anfangen könnt, eingeblendet bekommt. Oder auch nicht. Sollte dem mal nicht der Fall sein, wird gescannt. Das war woanders ja auch schon so beliebt, auch wenn spontan kein Name in den Kopf springt... Wie ihr das anstellt? Stellt euch vor, ihr haltet eure Hand vor euren Kopf und dann habt ihr einen super Durchblick – Das könnt ihr ungeprüft glauben! Damit haben wir euch aber auch schon den letzten Kniff erklärt, durch die jeder Idiot zum Batman werden kann! Keine Sorge, auch wenn ihr das Buch nun beiseite legt, unsere Erklärungen werden euch in den leichtesten Momenten gerne immer wieder und wieder in den Kopf gerufen – für alles, was schwerer ist, seid ihr leider auf euch selbst gestellt.

Dann mal zur Lernsoftware....
Drei Kapitel? Na, das wird doch ein Klacks sein, richtiger Batman zu werden! Dabei fällt auch gleich auf, dass die Selbstverteidigung schnell und sauber von der Hand geht. Ist auch nicht schwer, bei nur drei Gegnertypen. Es ist allerdings schon merkwürdig, selbst bei den letzten Angriffen noch immer alle Aktionen in den Kopf geballert zu bekommen – besonders bei ausgiebigem Erkunden wirkt das doch fehl am Platz. Und wo ich gerade dabei bin: Nur von A nach B zu laufen ist wirklich nicht das Wahre. Wenn dazwischen wenigstens irgendetwas passieren würde oder es die Möglichkeit für schnellere Transportmöglichkeiten gibt, hätte man wesentlich mehr davon... In jedem Fall, wirklich JEDEM Fall ist es sogar notwendig, seine eigenen Schritte nochmal zurück zu verfolgen, da einem doch irgendetwas fehlt. Auch wenn es wunderbar ist, so viele Kleinigkeiten auf den Wegen zu finden, nervt es doch nichts zu erleben, wenn man diese haben will. Irgendwann ist es auch eher frustrierend, wenn man andauernd an Objekten vorbei läuft, mit denen man nichts anfangen kann – noch nicht. So habe ich mir das Superheldendasein nicht vorgestellt...

Ich glaube meine Augen haben einen Schaden.
#Das Leben als Superheld ist glamourös. Sauber. Anständig. Tja, denkste. Das einzige, dass sich hier gut ansehen lässt, ist man ja wohl selbst. Obwohl man nicht einmal den eigenen Mund in diesem komischen Anzug bewegen kann. Und was den Rest angeht? Von weitem kann die Umgebung ja schon beeindrucken, wenn man sich aber mal genauer umsieht, könnte man sich fast in einem Matschschloss befinden. Und ob man es glaubt oder nicht: Alle anderen Menschen hier sehen einfach nur schlecht aus. Vom Feuer oder den Explosionen möchte ich nun erst einmal schweigen. Um aber auch Lob auszusprechen: Obwohl man sich häufig nur auf einer "Linie" befindet, wurde die trotzdem dreidimensionale Welt noch nie so wunderbar in Szene gesetzt, auch wenn das die Karte wirklich, wirklich schwer zu lesen macht...

Spitze Ohren = Guter Sound?
Nun zwängt man sich in diesen merkwürdigen Aufzug mit besonders geformten Ohren und was bekommt man zu hören? Die meiste Zeit sogar absolut gar nichts. Ein Gefängnis mag nicht gerade der musikfreudigste Ort sein, aber so ein wenig was für die Ohren wäre schon nett gewesen. Das gelegentliche Dröhnen in bestimmten Situationen hilft einem da auch nicht. Wobei man sich da auch fragt, woher das nun kommt. Ob ich schon anfangen zu halluzinieren? Hoffentlich nicht...

Wie viel kann ein Superheld eigentlich tun?
#Man möchte meinen, ein Gefängnis gibt einem einen wirklich, wirklich großen Spielraum um viel zu tun und an sich ist es das auch. Es gibt wahnsinnig viel zu entdecken an allen möglichen Orten. Durch das Lösen einiger Detektivfälle werden einem sogar ein paar Blaupausen der Konstruktion in die Hände gespielt. Nur ist der Trip nach ungefähr fünf Stunden dennoch vorbei und obwohl es immer wieder andere Herangehensmöglichkeiten gibt ist die Motivation dafür nicht gerade groß, da dies jedes Mal mit denselben Laufwegen verbunden ist, die nicht kürzer und einfach nur langweilig werden. Eine wirkliche Belohnung gibt es dafür auch nicht...



Fazit:
Es fällt vermutlich auf, aber wenn ihr die ganzen Zeilen über den jetzigen gelesen habt, wird euch eines ins Auge stechen: Es macht doch irgendwie Spaß ein Superheld der Marke Batman zu sein. An allen Ecken und Enden lassen sich wunderbare Ansätze finden, die eine fantastische Erfahrung hätten werden können. Und was ist? Irgendwie wird einem jeder einzelne Teil vermiest. Die Kämpfe sind spaßig, aber eintönig. Es sieht recht schön aus, aber vom Nahen möchte man es einfach nicht sehen. Es gibt den Eindruck, alles in beliebiger Reihenfolge zu tun, und doch wird man wieder denselben Weg zurück geschickt, weil einem irgendetwas fehlt, das sich ganz woanders befindet. Dazu kommt die merkwürdige Wahl des Einblendens bestimmter Aktionen, die man andauernd macht und deshalb eigentlich nicht vergisst. Wird dann aber Hilfe benötigt, bekommt man sie nicht. Wer sich also mal damit auseinandersetzen möchte, wie viele, ausgesprochen gute Ansätze aufeinander kommen und am Ende doch vermiest werden durch zu viele Fehler und den gelegentlichen Bug, darf sich Batman: Arkham Origins Blackgate gerne anschauen. Jeder andere sollte darauf warten, bis das Konzept "Batman" endlich "fertig" ist.

Verfolgt lieber seine eigenen Ideale, als die eines Superhelden: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Warner Bros. für die freundliche Bereitstellung des Rezensionexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Ein an sich spaßiges Spiel mit zu viel "wenn" und "aber"!

Wertung

SPIELWELT:

6.0

ABWECHSLUNG:

6.0

SYMPATHIE-FAKTOR:

8.0
5
von 10

Gutes Kampfsystem...

Viel zu entdecken...

Vom Weiten ganz schick...

"Freie Wahl"...

Wundbare 2.5D Welt...

...das nicht ausgereizt wird

...mit zu langen Laufwegen

...vom Nahen nur Matsch

...mit viel backtracking

...die die 2D Karte schwer lesbar macht

Ambivalenter Schwierigkeitsgrad

Schlechter Einsatz der Vita-Features

"Zwang" zum Scannen

Wie werten wir?

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9 Kommentare