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Spielname:
WRC 4: FIA World Rally Championship

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Bigben Interactive

Developer:
Milestone

Genre:
Racing

Release:
30.10.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1-6 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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WRC 4: FIA World Rally Championship

Review: WRC 4: FIA World Rally Championship

Altin Bujupaj, 19.11.2013

7816°

10

Test mögen: Weitersagen:

Ach, Rennspiele. Seitdem Wipeout 2048 erschien, ist dieses Genre für den Handheld schon fast ein Fremdwort. Natürlich gab es da noch ModNation Racers oder Need for Speed: Most Wanted, aber selbst diese konnten sich nicht wirklich behaupten. Und dann erscheint nach all der Zeit auch noch WRC 4: FIA World Rally Championship im Handel und PSN. Wenn ich Rallye höre, denke ich instinktiv an V-Rally oder DiRT. Kann sich bei diesen Vergleichen das offizielle Spiel zum Rennsport überhaupt behaupten? Finden wir es heraus!

Willkommen im Junior WRC – suchen Sie sich nun eines der dutzend Ford Fiestas aus!
Und schon kann der Spaß losgehen. Beim ersten Start des Spieles begrüßte mich eine adelig-britische Stimme und erklärte mir sowohl Menünavigation, als auch was ich wo finden könnte. Bereits WRC 3 erschien für die Vita, doch mangelte es dieser an vielen Spielemodi gegenüber der Konsole. Bei WRC 4 hat man dieses Problem gelöst und nun steht den Handheldfahrern der Karrieremodus zur Verfügung! Zuerst erstellt der Spieler ein Profil mit Namen, Geburtsdatum, Lieblingsessen und Schuhgröße. Auch der Co-Fahrer muss beschrieben werden und schlussendlich sucht sich der Spieler seinen Manager aus. Wer hier denkt einen Rallyefahrer zu finden, der aussieht wie er selbst, der täuscht: Jeweils zwölf Avatare stehen dem Fahrer, Co-Fahrer und Manager zur Verfügung. Hat man eine andere Haarfarbe als Schwarz oder Glatze, schaut man hier in die Röhre. Nach all dieser Bürokratie kann es auch losgehen: Als Fahrer fängt man in die WRC-Szene klein an. In der Junior WRC-Season stehen dem Spieler daher nicht viele verschiedene Autos zur Verfügung. Entscheidet man sich für das Ford Fiesta mit der schönsten Farbe, kann es endlich mit dem Rennfahren losgehen!

Erst Mitte links, dann scharf Rechts und zuletzt eine Pirouette!
Steigt der Spieler in die Season ein, sucht er sich ein Rallye-Event aus. Mir standen beim ersten Anlauf Spanien und Deutschland zur Verfügung. Auch ein Schwierigkeitsbalken war zu sehen, doch waren alle fünf Balken voll. Hieß das, Deutschland wäre extrem schwer? Ich ging aufs Ganze und wählte die ADAC Rallye Deutschland aus. Ein Ladebildschirm begrüßte mich und ein schwedischer Rennfahrschönling, der definitiv zu lange im Solarium war, wurde zu meinem Rivalen für diese Season. Er kürt sich mit dem protzigen Namen "Pontus Tidemand". Eine Season bestand aus sechs Strecken mit zwei Haltestellen. Auf diese komme ich gleich noch zu sprechen. Und dann fing das Rennen endlich an. Ich sehe, das Spiel sieht bezaubernd aus! Sehr viele Details an der Karosse und auch die Umgebung kann sich definitiv sehen lassen! Das Publikum leidet wie bei vielen Rallye-Spielen unter der Klonkrankheit. Ich sah in einer Abgrenzung fünf Burschen mit identischem Shirt! Und nach dem Countdown fuhr ich los. Der Co-Fahrer dichtete mir jede einzelne Kurve der ich begegnen würde und ich schlitterte durch den Schotter. Die Fahrphysik war definitiv nicht von schlechten Eltern: Die Reifen antworteten je nach Terrain unterschiedlich und dann kam es – ich knallte leicht gegen eine Mauer. In einer Anzeige rechts bemerkte ich, dass die Karosserie wohl nicht mehr so schön wie vorher aussah. Was jedoch schön war, war das Schadensmodell des Spieles. In einen kleinen Experiment versuchte ich später mein Auto so gut zu verschrotten wie es nur irgend möglich war. Die Auswirkungen konnten sich definitiv sehen lassen! Die Rennen werden wie bei Rallye-Spielen üblich alleine ausgetragen. Der Fahrer mit der besten Zeit gewinnt. Nach zwei Rennen kann der Spieler in einer Haltestelle sein Auto reparieren. In einem Zeitraster von 60 Minuten teilt sich der Spieler ein, was er zuerst reparieren möchte. Fährt man jedoch zwei Strecken ohne Schäden, kann der Spieler schauen ob er sein Auto etwas modifizieren will.

Nicht alles was glänzt ist auch… Aluminium?
Vorab sei gesagt: Bei WRC4 gibt es viel zu tun. Über vier Rennkategorien, mit 17 auswählbaren Fahrzeugen kann sich der Spieler auf gut 78 Strecken austoben! Noch schöner ist es dann, wenn auch das Wetter eingestellt werden kann. Auch die Fahrzeuge und das Fahrverhalten können stark unterscheiden: Das Getriebe kann auf Geschwindigkeit oder Effizienz getrimmt werden, die Federung kann hart oder weich eingestellt werden. Mit viel Rennfahr-Terminologie können sich hier Kenner der Serie austoben. Allerdings kommt das Spiel nicht ohne Probleme: In den Rennen selbst kann es ab und an zu Clipping kommen, doch bleibt die Framerate meistens sehr konstant. Zwar lässt sich auch das Wetter einstellen, doch mehr als morgens, mittags und Dämmerung gibt es leider nicht. Vor allem hier wären Nachtrennen die Kirsche auf dem Sahnehäubchen gewesen! Das Spiel verfügt über Musik, wenn man Intro, und Karrieremodus als Vielfalt definieren würde. Im Rennen selbst läuft keinerlei Musik. Hier hätte Milestone zumindest die Möglichkeit eigene Musik von der Vita abzuspielen, anbieten sollen. Den Multiplayer habe ich auch testen können und dieser gefiel mir sehr gut. Ähnlich wie im Single-Player, behauptet sich der Spieler gegen maximal sechs Kontrahenten auf einer Strecke, Season oder sogar der Championship. Hier hat Milestone auf jeden Fall vom Vorgänger gelernt. Natürlich verfügt das Spiel auch über Trophies die nur darauf warten gesammelt zu werden!



Fazit:
WRC4 hat mir ehrlich gesagt sehr gefallen! Die Autos fahren sich sehr geschmeidig, jedoch degeneriert das Spiel keinesfalls zu einem Arcade-Racer. Das Schadensmodell ist sehr detailliert und selbst auf der Vita kann sich die Grafik sehen lassen. Mit 78 Strecken überbietet WRC4 jedes andere Rennspiel auf dem Handheld. Geringes Clipping und die Armut an bestimmten Features wie Musikwiedergabe oder Nachtrennen lassen das Spiel nicht komplett perfekt aussehen. Der Karriere-Modus ist jedoch einer der besseren Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger und der Multiplayer sorgt für jede Menge Spaß, wenn sich viele Fahrer finden lassen. Wenn diese Fehler im nächsten WRC ausgemerzt werden, dann haben wir hier womöglich eines der größten Pflichtkäufe für Rennspielfans schlechthin!

Schwört Pontus Tidemand ewige Rivalität – Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Bigben für die freundliche Bereitstellung des Review-Codes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Qualitativ hochwertiges Rallye-Spiel mit wenigen Schönheitsfehlern!

Wertung

FAHRZEUGVERHALTEN:

8.0

MULTIPLAYER:

7.0

LANGZEITMOTIVATION:

8.0
8
von 10

große Autoauswahl

78 Strecken, Wetter einstellbar…

Karriere-Modus

grafisch auf gutem Niveau…

Musikwiedergabe komplett abwesend

…leider keine Nachtrennen möglich

Avatarauswahl sehr kleinlich

…bleibt mit Clipping jedoch nicht perfekt

Wie werten wir?

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10 Kommentare