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Spielname:
LEGO Marvel Super Heroes: Universum in Gefahr

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Warner Bros. Interactive

Developer:
TT Games

Genre:
Action Adventure

Release:
15.11.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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LEGO Marvel Super Heroes: Universum in Gefahr

Review: LEGO Marvel Super Heroes: Universum in Gefahr

Lisa Spitzer, 19.11.2013

8837°

1

Test mögen: Weitersagen:

Marvel ist beliebter denn je. Millionen sahen sich The Avengers , Thor, Iron Man und all die anderen Filmhits an. Der perfekte Zeitpunkt, das Spiel Lego Marvel Super Heroes: Universum in Gefahr herauszubringen! Ob es genau so genial ist wie die Filme, werden wir in diesem Test herausfinden.

Die Welt braucht euch!
Wie schon der Untertitel Univerum in Gefahr vermuten lässt, handelt es sich keineswegs um Lappalien. Die Welt steht auf dem Spiel und ihr müsst sie retten! So hat der böse Dr. Doom mithilfe von Loki einen Plan ausgeheckt, um – drei Mal dürft ihr raten – die Weltherrschaft an sich zu reißen! Genauer gesagt hat er Dr. Doom's Doom Ray of Doom (darauf muss man auch erst einmal kommen) gebaut, und braucht jetzt die sogenannten "kosmischen Steine" vom Surfbrett des Silver Surfers, um seine Maschine zum Laufen zu bringen. Um diese zu sammeln, hat er sämtliche Superschurken zusammengetrommelt. Und somit beginnt der Kampf zwischen Superhelden und Superschurken ...

Wie man die Welt rettet
Die Story zieht sich durch insgesamt 45 Levels. Diese sind in 15 Kapitel aufgeteilt, wobei jedes praktisch einen anderen Schauplatz darstellt, wie zum Beispiel das X-Mansion, den Stark Tower oder auch Asgard. In jedem Level schlüpft man zunächst in die Rolle eines bestimmten Helden, je nachdem wie die Story es verlangt. Zur Seite steht dem Spieler außerdem immer ein Partner, der ab und an mit Attacken aushelfen kann. Hat man ein Kapitel komplett durch, also die drei darin befindlichen Level beendet, wird das Freie Spiel freigeschaltet. Ab sofort kann man sich aussuchen, mit welchem Helden man das Level bestreitet, was besonders wichtig im Hinblick auf die Ziele eines jeden Abschnitts ist. So gibt es jeweils ganze zehn Ziele, die es zu erreichen gilt. Oft sind es Ähnliche: Zunächst einmal muss man natürlich das Level beenden, dann am besten in der vorgegebenen Zeit, mit einer 10x-Kombi, mit Supermoves und so weiter. Dann gibt es aber auch noch levelspezifische Aufgaben sowie bei jedem eine Mehrfachherausforderung. Diese ist besonders interessant, weil es des öfteren als Belohnung einen der Helden gibt, die man so erst nach und nach alle freischalten kann. Außerdem kann man so durch bestimmte Ziele Sammelkarten erhalten, die man sich später anschauen kann. Und letztendlich muss man die Ziele auch erreichen, weil man die so eingesammelten "Lego-Steine" braucht, um bestimmte weitere Kapitel freizuschalten. Das ist manchmal etwas nervig, wenn man noch 20 Ziele abschließen muss, nur um weiterspielen zu können, weil es lange dauert und so den Spielfluss sehr unterbricht. Aber dennoch sind die Ziele nicht nur wichtig, um besondere Features freizuschalten, sondern erhöhen den Wiederspielwert enorm. Und zwar nicht in Richtung: "In ein paar Wochen könnte ich noch einmal reinschauen…" Nein, man möchte die Ziele einfach erreichen, besonders die Mehrfachherausforderungen, um neue Helden freizuschalten. Und mit neuen Helden kann man dann weitere Ziele erreichen, denn manche kann man nur mit einem bestimmten Helden und seinen besonderen Fähigkeiten schaffen. Dadurch ist man zunächst aufmerksamer beim Spielen ("Ah, dahinten könnte Mister Fantastic durch das Gitter klettern!"), andererseits erhöht es jedoch auch einfach die Lust, mit verschiedenen Helden zu spielen und später noch einmal ins Level zu schauen. Teilweise wirken die Ziele zunächst auch unglaublich schwer oder kompliziert. Manchmal braucht man viele Anläufe, bis man sie geschafft hat. Nachdem man die Story abgeschlossen hat, oder sogar währenddessen, wird die Spielerfahrung also um einiges erweitert.

Superhelden, versammelt euch!
So kann man also auch neue Helden freischalten und sammeln. Und wer da so alles auf der Matte steht, ist eigentlich unglaublich. Da treffen die Helden aus The Avengers auf die Mutanten aus X-Men. Dazu kommen Spiderman, Mister Fantastic und wie sie doch alle heißen. Únd wem das noch nicht reicht, der kann Nebenpersonen wie Tante May, Mary Jane, Gwen Stacy, oder auch die Superhelden in ihrer Normalo-Version wie Tony Stark oder Bruce Banner spielen. Die meisten kannte ich zumindest noch nicht, aber unter anderem diese Vielfalt macht das Spiel zu etwas ganz besonderes. Und auch bei den Superschurken sieht es nicht gerade schlecht aus. Ganz oben stehen natürlich Dr. Doom und Loki, aber sie werden unterstützt von sämtlichen Superschurken, die man sich vorstellen kann: Sandman, das Ding, Magneto, Sabretooth und und und.

Vom Fliegen zum Schießen
Ganz zu Beginn des Spiels wird die Steuerung per Touchscreen erklärt. Wer jedoch lieber per Tasten und Analog-Sticks steuert, der ist erst einmal auf sich selbst gestellt. Doch ein großes Manko ist das eigentlich nicht, denn schon nach einigen Levels weiß man genau, wo was liegt. Dabei wird der Touchscreen aber so oder so eingebunden, denn einige für das Spiel notwendige Features werden nur darüber gesteuert, was eine gesunde Mischung macht. Je nachdem, welchen Helden man spielt, gibt es unterschiedliche Attacken, die sich auf die verschiedenen Tasten verteilen oder über den Touchscreen verfügbar sind. So kann Wolverine zum Beispiel sehr schnell von einem Gegner zum anderen hetzen und sich seiner Klauen bedienen, während Mister Fantastic eine riesige Faust, Thor seinen Hammer oder Captain America sein Schild schwingt. Jeder hat seine Vor- und Nachteile, die auch jenseits des Kampfes zum Vorschein kommen. So können einige Charaktere fliegen, andere können per Telekinese große Gegenstände bewegen, andere tun dies mit purer Kraft. Dazu kommen die Supermoves, die ich eben schon erwähnt hatte. Diese müssen sich aufladen, bringen dann aber unter anderem viel Schaden auf einmal. In den Levels an sich geht es oftmals darum, ein bestimmtes Gebiet zu durchschreiten, dabei die Gegner niederzumetzeln, diverse herumliegende Teile zu zerstören, Rätsel zu lösen, um weiterzukommen, und Studs einzusammeln. Regelmäßig muss man sich dazu auch den Superschurken von Angesicht zu Angesicht stellen und viel Geschick aufbringen, um sie besiegen zu können. Oft sind die Level ziemlich schwer, und wenn man mittendrin stirbt, muss man wieder von vorne anfangen. So etwas wie einen Checkpoint gibt es nicht. Natürlich ist das manchmal deprimierend, wenn man kurz vor Ende plötzlich am Boden liegt und dann alles noch einmal machen muss. Aber gerade diese Schwierigkeit verlängert auch die Spielzeit und motiviert außerdem, sich besonders viel Mühe zu geben.

Von wunderschönen Superhelden ...
#Natürlich bleibt Lego sich treu. Alles ist im Lego-Stil aufgemacht, die Menüs, die Aufgaben, sogar die Geschichte, in der es ja um kosmische (Lego-)Steine geht. Auch die Charaktere sind natürlich kleine Lego-Figürchen, die stark individualisiert sind. So ist Hulk natürlich kein normales kleinen Männchen, sondern sieht typisch riesig aus und trotzdem erkennt man gut, dass er aus Legos gemacht ist. Ebenso steht es um die Umgebung, wobei der Hintergrund zwar nicht aus Lego-Steinen gemacht ist, sondern lediglich animiert, jedoch jegliche interaktiven Gegenstände, die man dadurch gut erkennen kann. Zerschlägt man zum Beispiel einen Tisch, so sieht man jedes Mal einzelne Lego-Steine, in die er zersplittert, was dem Design den letzten Schliff gibt. Es gibt unglaublich viele Details, die zum Beispiel in Asgard wunderschön aufgemacht sind. Der regenbogenfarbene Bifröst konkurriert da nur in Brillanz mit den Mosaiken im Thronsaal. An sich ist jedes Level besonders gestaltet und zeigt einen anderen Teil des Schauplatzes, der sich über das jeweilige Kapitel erstreckt. Dazu kommen die vielen Zwischensequenzen, in denen die Geschichte näher erläutert wird. Diese sind nicht nur sehr gut animiert, sondern zeigen die Charaktere so, wie man sie auch aus den Filmen kennt: Hulk möchte gerne alles niedermetzeln, Tony ist sich um keine Antwort zu schade und Loki ist böse wie immer. Zum Glück kann man sich diese Sequenzen immer wieder einzeln ansehen. Jedoch, auch wenn es auf den ersten Blick so alles super aussieht, beim Vergleich mit den großen Versionen fallen die Makel auf. So handelt es sich – wie immer – um eine abgespeckte Version. Während die Perspektive auf Xbox, PS3 und Co. zentral ist und lebendiger wirkt, ist sie bei der Vita isometrisch. Außerdem wurden Zwischensequenzen, die die Level verbinden, oftmals einfach weggekürzt, was den Spielfluss oftmals unterbricht und außerdem manchmal Begebenheiten aufwirft, die man nicht versteht: "Warum ist Spiderman denn jetzt auf einmal da?". Das ist schade, obwohl das Vita-Spiel an sich dennoch gut aussieht.

… zur fast noch schöneren Musik
Schon beim ersten Öffnen des Spiels wird allein schon durch die Musik klar, dass man etwas Großes vor sich hat. Das Hauptthema könnte genau so gut das eines der Marvel-Filme sein und ähnlich steht es auch mit der Musik in den Levels. Zwar hält sich diese hinter den Sound-Effekten zurück, vermittelt aber gerade deswegen unaufdringlich eine bestimmte Atmosphäre. Die Sound-Effekte an sich sind sehr gut und wie schon die Attacken ebenfalls auf jeden Charakter einzeln zugeschnitten. So stapft Iron Man metallisch klingend durchs Land, während Spiderman sich leise fortbewegt oder sich von Faden zu Faden schwingt. Zusammenfassend ist in den Levels alles stimmig. Die Synchronisation passt größtenteils, ist jedoch bei weitem nicht perfekt. Die Original-Stimmen aus den Filmen wären das i-Tüpfelchen gewesen.

Zusätzliches und leider Fehlendes
Im Spiel gibt es einen Store, in dem man sich mit seinen gesammelten Studs die Figuren kaufen kann, die man zuvor freigeschaltet hat. So oder so hat man eigentlich immer mehr als genug Studs zur Verfügung, und kommt nicht in Bredouille. Neben den Charakteren kann man sich auch noch neue Supermoves kaufen und ganz exklusiv mit roten Steinen, die sehr versteckt und schwer zu finden sind, besondere Features. So zum Beispiel die Fähigkeit, Platz für zwei zusätzliche Supermoves zu haben. Ein weiteres besonderes Feature sind die Sammelkarten. Diese haben einen extra Bereich, in dem man sie in Ruhe anschauen kann. Zwei Wermutstropfen gibt es aber auch an dieser Stelle: zum einen den fehlenden Multiplayer-Modus und zum anderen die fehlende Open World, die es in den großen Versionen noch gibt. Da fehlt natürlich ein großer Teil des Spiels, der es nur interessanter gemacht hätte. Wie gerne würde ich als Iron Man durch Manhatten fliegen… aber man kann ja nicht alles haben.



Fazit:
Besonders wegen der vielen verfügbaren Superhelden und -schurken und bekannten Schauplätze wird dieses Spiel besonders Marvel-Fans begeistern können. Die Details, was Design und Sound angeht, tun ihr Übriges. So macht das Spiel besonders am Anfang sehr viel Spaß, erst mit der Zeit bemerkt man einige Makel wie den teilweise stockenden Spielfluss oder die fehlende Open World. Dennoch – auch nach Stunden macht Lego: Marvel Super Heroes noch Spaß und motiviert durch die anspruchsvollen Levels. Deswegen kann ich das Spiel nur empfehlen.

Betet weiterhin Loki an, obwohl er der Böse ist: Lisa Spitzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Warner Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Leserwertung:

Schlecht
Deine Wertung:

-
Auch auf Dauer ein lustiges und unterhaltsames Spiel besonders für Marvel-Fans, das sich jedoch nicht mit der Konsolen-Version messen kann.

Wertung

SPIELWELT:

9.0

ABWECHSLUNG:

8.0

STORY:

7.0
8
von 10

viele (anspruchsvolle) Levels

Level-Ziele erhöhen den Wiederspielwert

schöne Details und Zwischen-Sequenzen

eindrucksvoller Sound

viele verfügbaren Charakere, dabei Superhelden wie auch Schurken

abgespeckte Version im Vergleich zum Konsolen-Spiel (kein Open-World)

fehlende Zwischen-Sequenzen unterbrechen den Spielfluss

teilweise Unterbrechung des Spielflusses durch den Zwang, vorher Level-Ziele zu erreichen

kein Multiplayer

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