PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Stick it to the Man

Typ:
PSN Spiel

Publisher:
Ripstone

Developer:
Zoink

Genre:
Adventure

Release:
04.12.2013 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Kurztest: Stick it to the Man

Denis Wewetzer, 14.12.2013

3217°

1

Test mögen: Weitersagen:

Alles was wir manchmal im Leben brauchen, ist ein wenig Humor. Genau das ist ja auch der Grund, weshalb wir im Fernsehen heutzutage so schrecklich viel Schwachsinn sehen können, ich benenne es hier auch einfach mal als "Hartz IV-TV". Genau deshalb ist es doch manchmal auch schön, intelligenten Humor serviert zu bekommen, und eben einen solchen, wenn auch gleichzeitig sehr abgedrehten, haben wir bei der gamescom dieses Jahr versprochen bekommen – mit Stick It To The Man, das in der dort gezeigten Demo faszinieren konnte. Kann denn das vollwertige Produkt mit dem vorher Gezeigten mithalten, oder wurden nur die witzigsten Elemente des gesamten Spiels herausgezogen, um uns in ein wahnsinniges Netz des Schwindels zu bringen? Viele Köpfe wurden zur Beantwortung dieser Frage verdreht.

Ein... Spaghetti-Arm.... Echt?
Ray ist eigentlich ein ganz normaler Typ. Okay, wirklich sehr normal ist er auch nicht, schließlich hat er einen... interessanten Beruf gewählt: Tester für neuartige Sicherheitshelme. Als solcher bekommt er jeden Tag verschiedene auf den Kopf gesetzt und anschließend einen Hammer draufgedonnert um bewerten zu können, wie gut die Helme den Kopf schützen. Das ändert sich jedoch, als er keinen Hammer, sondern eine merkwürdige Fracht auf seine Schädeldecke bekommt, mit der sich ein Alien in seinem Kopf festsetzt – was einen pinkfarbenen Spaghetti-Arm auf seinem Kopf zur Folge hat. Als wäre das nicht verrückt genug, ist er mit diesem in der Lage, die Gedanken von anderen zu lesen und außerdem seine Umwelt auf nicht ganz unwesentliche Art und Weise zu beeinflussen. Wie man sich denken kann, führt dies zu witzigen und unglaublichen Situationen, die man bewältigen muss.

Sticker's N Stuff
Und wie schafft man es, sich aus diesen Situationen herauszufuchsen? Zum einen kann man natürlich rennen und springen, aber das Lesen verschiedener Gedanken ist wesentlich wichtiger – schließlich sind nicht alle Wege – vor allem der in die Freiheit – von Anfang an zugänglich. Die so gesammelten Informationen sind aber nur ein Teil zur Lösung des Rätsels. Der andere Teil sind Sticker. Gegenstände, um es einfacher zu sagen. Diese kann man mit Hilfe des neuen Armes aus der Umgebung holen. Manchmal aber auch aus der Gedankenwelt der Menschen und Tiere, die man trifft. Platziert man die richtigen Sticker an die richtigen Ortschaften oder in die Gedanken der richtigen Personen, geht es weiter.

Gameplay
Wer bis hierhin gelesen hat, wird bemerkt haben, dass es sich hierbei quasi um ein Standard-Adventure handelt. Rätsel müssen gelöst, mit Menschen geredet oder halt in ihren Gedanken gestöbert werden. Und man könnte sagen, dass eben auch genau dies erfüllt ist. Das soll aber nichts schlechtes heißen, da alles wunderbar so funktioniert, wie es das soll. Durch etwaige Verfolgungs-Einlagen kommt sogar ein wenig Schwung in die manchmal doch langweilig werdende Routine der Rätselei. Zwei kleine Probleme gibt es aber doch: Vor jedem Kapitel sind die Ladezeiten recht lang und die Auswahl der angepeilten Objekte mit dem Spaghetti-Arm mittels des rechten Sticks ist manchmal etwas unpräzise. In so einem Fall kann man aber auch auf den Touchscreen zurückgreifen, was dieses Problem sofort wieder aus der Welt schafft.

Technik
Wer das Spiel zum ersten Mal sieht, wird sich vielleicht etwas über den Stil wundern. Die gesamte Welt besteht nämlich quasi aus Papp-Aufstellern und Papier. Er passt allerdings wunderbar zum gesamten Stil des Spiels und zeigt mit vielen kleinen Details auch, wie viel Mühe sich die Entwickler gemacht haben. Zu meckern gibt es hier absolut gar nichts. Ähnlich sieht es mit der Musik aus, die zu jeder Situation sehr gut passt. Die Auswahl der Stücke ist zwar nicht die Allergrößte, allerdings schafft sie es, niemals wirklich nervig zu werden. Dazu kommt noch die Tatsache, dass alles gesprochene vertont wurde – wenn dies leider auch auf Englisch geblieben ist. Der Rest des Spiels ist aber auf Deutsch.



Fazit:
Wer mein das Hands On der gamescom noch präsent im Kopf hat, weiß wie fasziniert wir von Stick It To The Man nach dem Anspielen der Demo waren. Bleibt der anfängliche Eindruck? Im Grunde genommen ist hier ein klares "ja". Die Story ist fantastisch irre und wunderbar geschrieben, die Charaktere haben Humor und allgemein lassen sich überall witzige oder charmante Details finden. Auch die Steuerung funktioniert wunderbar und der Grafikstil sowie die Musik unterlegen alles so wie es sein soll. Es gibt aber ein paar Punkte die dieses schöne Gesamtbild ein wenig in den Dreck ziehen. So stoßen die langen Ladezeiten doch ein wenig unschön auf und einige kleinere Bugs können einem auch begegnen. Mit einer Spielzeit von ungefähr fünf Stunden ist es auch nicht gerade das längste Spiel. Nichtsdestotrotz hat man währenddessen verdammt viel Spaß und bevor man das Ende nicht gesehen hat, sollte man das Spiel nicht aufgeben. Wer ein wenig Sinn für Humor hat, sollte sich dieses wunderbare Spiel, trotz kleinerer Mankos, unbedingt ansehen!

Hält trotzdem nicht viel vom Gedankenlesen: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Ripstone für die freundliche Bereitstellung des Rezensioncodes!

Leserwertung:

*****

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Wer Humor versteht kommt trotz kleinerer Fehler nicht hieran vorbei!

Wertung

Sagenhafter Humor

Schöner Grafikstil

Stimmiger Soundtrack

Fantastischer Erzählstil

Alle Stimmen vertont

Recht kurz

Geringer Wiederspielwert

Lange Ladezeiten

Kommentare anzeigen

1 Kommentar