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Spielname:
Doki-Doki Universe

Typ:
PSN Spiel

Publisher:


Developer:
Foster City Studio, HumanNature Studio

Genre:
Action

Release:
TBA

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Doki-Doki Universe

Altin Bujupaj, 19.12.2013

1980°

0

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Erst auf der Gamescom angespielt, habe ich das Projekt von Sony und HumaNature Studios erleben können. Ein Spiel wie Doki Doki Universe sieht man nicht alle Tage. Nein, es werden keine Bösewichte gejagt oder die Welt gerettet. Hier wird das Spielkonzept simpel gehalten. Als Roboter bummelt ihr durch viele Planeten und interagiert dabei mit den Einwohnern. Ob das Spiel jedoch für jedermann ist, erfahren wir im folgenden Kurztest!

Die Geschichte eines Roboters auf der Suche nach Menschlichkeit!
Kaum ist das Spiel heruntergeladen, folgt ein kleines Intro. In einem sehr schlichten Zeichenstil bekommen wir einen Blick auf unseren Protagonisten - den Roboter QT3. Von seiner Besitzerin verlassen, wartet er mit einem roten Luftballon langersehnt auf ihre Rückkehr. Was wie kurze Tageszyklen wirkt, sind mehrere Jahrzehnte bis ihn ein Alien namens Jeff aus der Ferne sieht. Heimatplaneten zu retten, sondern um vielleicht auch ihre Besitzerin wiedersehen zu können. Dieser erklärt QT3, dass sie ihn verließ weil seine Baureihe generalüberholt ist. Es bestünde jedoch die Chance, dass er eventuell seine Besitzerin wiedersehen könnte. Die Bedingung? QT3 muss fremde Planeten besuchen und versuchen so vielen Einwohner wie nur möglich zu helfen. Dabei soll er auch noch mehr über Emotionen und Menschlichkeit erfahren. Neben den Planeten und diversen Quests gibt es auch für den Spieler selbst Persönlichkeitsfragen die wie eine Selbstanalyse fungieren.

Planeten wie Brr und Aminal werden dich erwarten!
Und schon wird der Spieler auf einen Tutorial-Planeten geschmissen. Hier lernen wir die möglichkeiten an Interaktion kennen und da kann ich die Hersteller getrost loben. QT3 kann winken, Küsse zuwerfen, sich verneigen, eine andere Person in die Luft heben, den Planeten beben lassen und vieles mehr! Besonders nett hierbei ist, dass der Touchscreen und Rückentouchpad dabei gut eingesetzt werden. Will man jemanden zuwinken wischt man mit einem Finger auf dem Rückentouchpad einfach hin und her. In Unterhaltungen erfahren wir beispielsweise, dass die Vogelscheuche gerne ein Tier besitzen würde. Über diverse Geschenke und Items, die der Spieler auf den Planeten findet, kann er somit Aufgaben wie "Kannst du mir ein buntes Tier schenken?" oder "Kannst du dich mit dem Schneemann unterhalten?" abschließen. Im späteren Verlauf können, wie bei vielen Rollenspielen auch, Dialogoptionen erscheinen. So kann der Spieler, wenn er möchte, eine nette, besorgte oder auch sehr zynische Antwort von sich geben. Und in einigen Fällen ist dies sogar notwendig, denn manche Charaktere geben dem Roboter nur ein Geschenk, wenn er sie ärgert oder nervt. Jeder der 12 Planeten in der Vollversion wirkt dabei sehr individuell und auch die Probleme der Einwohner sind in der Regel zwar recht banal, doch immer interessant und unterhaltsam. Auch der Protagonist kann mit verschiedenen Skins umgeändert werden. Sei es in dem Muster und Gesicht einer Katze oder eines Samurais – hier ist für jeden was dabei!

Lebst du lieber in einer Holzhütte oder in einem Designer-Haus?
Und dann gibt es natürlich noch die Persönlichkeitsfragen. Diese richten sich natürlich an dem Spieler und verschaffen dabei viel Einsicht auf das eigene Innenleben. In der Vollversion des Spieles sind auf gut 220 Fragen zurückzugreifen und diese wandeln auf der Ebene der Tiefgründigkeit und Banalität. Was mich aber auch schon auf der Gamescom faszinierte, waren die Deutungen, die dem Spieler gegeben wurden, wenn er beispielsweise ein grünes Lebewesen mit Antenne anstelle des Teufels oder dem Einhorns auf seiner Party einladen würde. Das Spiel deutete mir dabei auf die These, dass ich mutig bin und offen für Sachen sei, die unbekannt scheinen. Nach gut fünf Fragebögen kann der Spieler schließlich auf seinem Heimplaneten herausfinden, mit welcher Hirnhemisphäre er denkt, was seine Charakteristika sind und wie er auf andere wirken könnte. Eine echt feine Sache! Auch nett ist das Nachrichtenfeature des Spieles. Ist man “stolzer“ Besitzer eines Facebook-Accounts, so kann der Spieler eigene Nachrichten in der Zeichenmaniere des Spieles entwerfen. Nichts was die Welt bewegt, aber auf jeden Fall ein feines Extra!

Welche Ideen nach hinten losgegangen sind
Leider bleibt auch Doki Doki Universe nicht von Makeln befreit. Dem Spieler steht anfangs eine Demoversion zur Verfügung und beim Erwerb der Vollversion, welches mit 7,49 Euro auch nicht gerade geschenkt ist, hat man hier nicht notwendigerweise eine “Vollversion“ gekauft. Exemplarisch stehen zum Beispiel drei weitere Planeten für eine kleine Summe zur Verfügung und wem die Persönlichkeitsfragen gefielen, der darf für weniger als einen Euro noch mehr von diesen ausfüllen. Auch mehrere Emojis sind für eine Summe zu erwerben. Zwar sind die Preise nicht existenzbedrohend, doch wenn bedenkt wird, dass der Spieler für mehr als sieben Euro schon die Vollversion erworben hat, wirken diese kleinen Transaktionen eher wie ein Schuss ins Bein. Mehr überrascht hat mich auch der Tatsache, dass das Spiel nicht zwangsweise flüssig läuft. Bei Gesprächen mit Charakteren oder beim Bewegen von Objekten springt die Framerate tief in den Keller. Das gab mir ein wenig zu bedenken, denn grafisch gesehen ist das Spiel eher eine Zeichnung und ein Konzept von schlichter Kunst. Zu guter Letzt bleib vielleicht noch die Anmerkung, dass das Spiel über mittelmäßige Ladezeiten verfügt. Sei es beim Öffnen des Briefkastens oder beim Besuchen der Planeten.



Fazit:
Wer mehr als zwei Reviews von mir gelesen hat, der weiß, dass ich ein großer Fan von Spielen mit kleinem Budget bin. Triple-A oder Indie ist mir so Schnuppe wie Vollkorn- oder Roggenbrot. Doki-Doki Universe hat mir aufgrund des Spielekonzeptes und der Story angenehm gefallen. Der Eindruck, den ich mir auf der Gamescom verschaffen konnte blieb glücklicherweise gleich. Der Zeichenstil hat es mir schon seit dem ersten Anblick sehr angetan (erinnert mich leicht an meine eigene Comiczeit). Rational gesehen hat das Spiel jedoch seine Schönheitsfehler und auch die Mikrotransaktionen können einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Alles in allem jedoch kann ich es persönlich gerne weiterempfehlen, dennoch mit der Vorwarnung nicht mit hohen Erwartungen in das Spiel einzusteigen. Es wird definitiv niemanden vom Hocker werfen, allerdings ist die ruhige und etwas harmonischere Story ein guter Kaufgrund für die gemütliche Winterzeit!

Scheint wohl eher mit der linken Hemisphäre zu denken – Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Sony/HumaNature Studios für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionexemplares.

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Gemütliches, jedoch nicht makelloses Spiel für den Winterabend

Wertung

Abwechslungsreiches Storykonzept

Schlichter, aber harmonischer Zeichenstil

12 besuchbare Planeten, über 200 Persönlichkeitsfragen

Doki Doki Mail

zahlreiche Mikrotransaktionen

Touchsteuerung nicht immer zuverlässig

Slowdowns und Ruckler treten auf

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