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Spielname:
OlliOlli

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
9,99 €

Publisher:
Roll7

Developer:
Roll7

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
22.01.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Ohne Alterseinstufung

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: OlliOlli

Lisa Spitzer, 21.01.2014

2713°

4

Test mögen: Weitersagen:

Man muss zugeben, die Idee ist nicht neu: Ein Skateboard-Fahrer in einer 2D-Welt, der sich von Trick zu Trick hangelt und möglichst nicht mit dem Boden kollidieren sollte. OlliOlli vom Entwickler Roll 7 setzt genau auf dieses Prinzip, doch ist es damit noch lange nicht nur ein weiteres Skater-Spiel. Aber – was ist neu an OlliOlli? Und kann dieses Skate-Spiel überzeugen?

Just don't slam on your face!
Schon beim Tutorial wird klar – um das Fallen kommt man nicht herum. Besonders zu Anfang ist das Spiel recht schwer, obwohl es prinzipiell ja simpel aufgemacht ist. So schlüpft man in die Rolle eines unbenannten Skaters. Eine Story sucht man vergebens. Stattdessen widmet man sich voll und ganz verschiedensten Tricks, die sich für den Nicht-Skater zunächst exotisch anhören, jedoch bald leicht von der Hand gehen, besonders da man selbst entscheiden kann, welchen Trick man gerade macht und nicht einer bestimmten Reihenfolge anhängen muss. Trotzdem – ich erwähnte schon, dass es nicht allzu einfach ist am Anfang. Das Spiel ist sehr schnell und deshalb landet man nur allzu oft unsanft auf dem Boden, oder man würde zwar gut landen, tut dies jedoch auf einem unebenen Boden oder auf Treppen. Und das tut fast wirklich weh, denn wären wir wirklich dieser Skater, hätten wir mindestens alle fünf Minuten einen Genickbruch. Da wir aber glücklicherweise im Spiel ewig leben, können wir uns statt auf das Überleben auf die 50 verschiedenen Levels konzentrieren. Diese sind in Fünfer-Gruppen zusammengefasst, die jeweils an verschiedenen Schauplätzen spielen und so Abwechslung bringen. Zu jedem Level gibt es fünf verschiedene Ziele, wie beispielsweise keine unsauberen Landungen zu machen. Dabei ist das wohl eher eine Sache für den zweiten Durchlauf, denn beim ersten Spielen geht es wirklich eher darum, das Level überhaupt zu schaffen, da diese immer schwieriger werden, was zum Beispiel das Zeitgefühl bei den Sprüngen und Landungen angeht.

Vom Amateur zum Profi
Natürlich fängt jeder erst einmal klein an. Im Tutorial lernt man die zunächst die grundlegenden Tricks, und für die restliche Zeit gibt es ein Trickbuch, in dem man sich anschauen kann, wie man welchen Trick zustande bringt. Auch generell sind die Level so aufgebaut, dass man zunächst einmal als Amateur spielt, den Profi-Bereich kann man erst später freischalten. So hangelt man sich also erst einmal durch die Levels, die mit der Zeit immer mehr Spaß machen. Natürlich muss man oft neu starten, aber durch die kurze Wartezeit macht das nicht viele Umstände. Nerviger ist da eher die häufige Anzeige, dass das Spiel mit dem PSN verbunden wird, denn diese taucht unerwartet auf und braucht dann erst einmal eine Weile, bis sie wieder verschwunden ist. Allgemein treten häufig Probleme mit der Verbindung auf.

Crashkurs: Skateboarden
Gesteuert wird das Ganze im Hauptmenü – welches übrigens ein paar Mal hängen geblieben war, sich aber nach kurzer Zeit wieder gefangen hatte – per Touchscreen und in den Levels vor allem mit der X-Taste sowie dem linken Analog-Stick. So muss man zum Springen den Stick nach oben halten, und kann durch verschiedene Verschiebungen ebenfalls verschiedene Tricks vollführen. Dabei geht es voranging aber nicht darum, welchen Trick man gerade macht, auch wenn es verschieden viele Punkte hierfür gibt, sondern eher darum, dass man zur richtigen Zeit in der Luft ist und gut wieder auf dem Boden landet. Andere Tasten, wie die L- und R-Tasten, werden für besondere Tricks gebraucht. Die X-Taste hat eine doppelte Belegung: zunächst einmal verwendet man sie zum Beschleunigen, aber gleichzeitig muss man sie auch drücken, wenn man in der Luft war und wieder auf dem Boden landet, da das Landen sonst unsanft und unsauber vonstatten geht. Das ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, weil man sonst die X-Tasten ja eher zum Springen, nicht zum Landen benutzt und man automatisch den Stick nach unten drückt anstatt auf X. Zumindest ging es mir so.

Moderne Grafik
Wie schon erwähnt, handelt es sich bei der Welt von OlliOlli um eine 2D-Version. Die Menüs sind an sich eher dunkel gehalten, aber mit zahlreichen Neon-Farben versetzt und sehen so sehr modern aus. Je nach Location verändert sich zudem der Hintergrund, in den Menüs wie auch in den Levels, außerdem verändern sich die Hindernisse. So muss man in einem Schnee-Gebiet darauf achten, nicht unbedingt auf dem weichen Weiß zu landen. Der Skater, dessen Rolle man spielt, ist ebenfalls sehr schlicht, man kann nichts an ihm verändern. Trotzdem passt er mit seiner Jeans, dem grünen Oberteil und seiner Cap perfekt in das Bild des Skaters. Dafür sind die verschiedenen Tricks, die er ausübt, nett zu beobachten, auch wenn man erst mit der Zeit die Unterschiede zwischen ihnen ausmachen kann. Allgemein kann man sagen, dass die Welt zwar nicht besonders detailliert ist, aber von Grund auf zur Stimmung des Spiels passt.

Die Klänge des Boards
Ähnlich wie die Grafik unterstützt auch die Musikuntermalung die moderne, lockere Stimmung des Spiels. Diese besteht nämlich aus relativ schnellen Rhythmen mit klarem Beat und wird unterstützt durch die gelegentliche Einbringung von Gesang sowie schauplatzspezifischen Klängen wie am Hafen dem Geräusch von Möwen. Dazu kommen die Sound-Effekte, zum Beispiel das Rollen des Skateboards sowie Sounds beim Springen und Co., das Jubeln der Fans, wenn man am Ende der Strecke angekommen ist, oder auch das schmerzhafte Aufkommen auf dem Boden. Dadurch gewinnt das Spiel an mehr Lebhaftigkeit. Durch die Dauerschleife der Musik könnte diese anfangen zu nerven, jedoch kann man durch Betätigen der Dreieck-Taste das Lied wechseln, was dem Spiel zugute kommt.

Besondere Features
Ein besonderes Plus ist natürlich die große Auswahl an über 100 Tricks. Durch allein diese wird schon eine gewisse Abwechslung erzeugt, die durch verschiedene Herausforderungen noch unterstützt wird. So schaltet man mit Vollendung eines Levels dessen Spot-Version frei, bei der man mit einer einzigen Kombo möglichst viele Punkte erzielen soll. Dazu kommt der tägliche Grind, der – wie schon der Name verrät – jeden Tag wechselt. Am jeweiligen Datum hat man unendlich viele Versuche, zu üben, aber nur einen, um wirklich am Wettbewerb mit anderen Spielern teilzunehmen. Bei den Levels sieht man zudem noch den eigenen Highscore, die beste eigene Kombo und die erfüllten Ziele sowie den eigenen Rang im weltweiten Vergleich und den Spieler, der momentan den Highscore innehat. Und wem das noch nicht reicht, der kann im späteren Verlauf den sogenannten RAD-Modus freischalten, bei dem nur perfekte Sprünge und Landungen erlaubt sind, oder sich auf das Ergattern der Trophäen konzentrieren. Da wird also einiges geboten!



Fazit:
Je mehr man spielt, desto klarer wird: so einfach und simpel aufgebaut wie OlliOlli zunächst erscheint, ist es gar nicht. Das Prinzip ist zwar nicht das Neueste, aber besonders die vielen verschiedenen Tricks und die zahlreichen Modi und Features ergänzen sich zu einem doch neuen Spielgenuss. Zunächst einmal muss man lernen, dass man nicht immer sofort gewinnen kann, man wird hinfallen. Doch mit der Zeit wird das Spiel immer flüssiger und geht leichter von der Hand, obwohl die Levels nicht automatisch zu einfach sind und doch immer Anstrengung und Konzentration erfordern. Ein Spiel, mit dem man vielleicht nicht gerechnet hat und das dennoch überzeugen kann!

Musste lernen, dass jeder, der hoch steigt, auch tief fallen kann: Lisa Spitzer für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Roll7 für die freundliche Bereitstellung des Review-Codes!

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Schnelles, spaßiges Skater-Spiel, das sich von Vorherigen durch viele Features abhebt.

Wertung

schnelles, flüssiges Gameplay

viele verschiedene Modi und besondere Features wie das Daily Grind

man kann die Lieder wechseln

Aufteilung in Amateur und Profi

längere Wartezeiten wegen Verbindung mit dem PSN

Steuerung erst gewöhnungsbedürftig

teilweise Gefrieren des Hauptmenüs

keine komplette Rangliste, sondern nur der eigene Platz plus den Highscore

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4 Kommentare