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Spielname:
Toukiden: The Age of Demons

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Tecmo Koei

Developer:
Omega Force

Genre:
Rollenspiel

Release:
14.02.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Review: Toukiden: The Age of Demons

Altin Bujupaj, 13.02.2014

8862°

7

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So lange ist es schon her, seitdem der erste Teaser zum Action-RPG namens Toukiden: The Age of Demons erschien. Und dann wird das Spiel von niemand geringeren als der Dynasty WarriorsOmega Force entwickelt! Der Trailer selbst zog mich direkt in seinen Bann und dann kamen die ersten Informationsbrocken: Man bekämpft Oni (Dämonen) mit einer Vielzahl von Waffen und das Setting setzt auf alte Japanischer Geschichte! Warum Toukiden einen guten Schussstrich unter das Jahr für die Vita setzt, erfahren wir weiter unten! Slash!!!

Nananananana…Mononofuuuu!
Ehe ich in die Materie des Spieles einsteige, muss ich es einfach rauslassen – die physische Kopie von Toukiden besitzt ein echtes Handbuch! Seitdem ich die Vita besitze, vermisse ich eines dieser Handbücher so sehr wie noch nie. Ist das Spiel gestartet, werden wir von einen schönen CG-Filmchen begrüßt und das es kann beginnen. Falls ihr schon die Demo gekostet habt, könnt ihr euren angefertigten Charakter mitsamt Items und Geld übertragen. Der hauseigene Charakter kann nach Belieben gestaltet werden. Zwar ist dieser nicht so vielfältig wie der von Phantasy Star Online 2, doch gibt es auch hier mehr als genug Möglichkeiten, den Charakter so individuell wie möglich zu gestalten. Meiner hatte demzufolge natürlich einen Samurai-Pferdeschwanz und einen feinen Dreitagebart. Euer Charakter findet nach einem wundersamen Traum, in welchem er gegen einen Riesendämon gekämpft hat in einen Dorf wieder - das Übliche also. Da werden uns auch die Basics des Spieles vorgestellt: Hier gibt es einen Schmied, dieses Schreinmädel verstärkt eure Mitama und dort drüben könnt ihr euch noch Materialien holen. Als Mitglied des Mononofu-Clans setzt ihr euch als Ziel, das Dorf vor den Oni zu beschützen und dabei selber auf Jagd zu gehen. Natürlich seid ihr bei dieser Unterhandlung nicht alleine, sondern werdet von zahlreichen Charakteren unterstützt.

Mit welcher Waffe metzle ich heute eine Horde an Dämonen nieder?
Das Gameplay von Toukiden ist sehr schlicht und spaßig: Ihr rüstet eure/n Held/in mit einer Waffe aus, sucht euch noch die passende Rüstung dazu und schon kann es losgehen. Bei den Waffen macht sich das Spiel besonders gut: So gibt es neben dem altbekannten 3-Meter-Schwert Waffen wie Doppelkurzschwerter, Fäustlinge, Langbogen, den Speer und ganz fein: die Kettensichel. Jede Waffe verfügt über ihr eigenes Moveset. So ist das Langschwert die perfekte Allrounderwaffe, die sowohl Geschwindigkeit als auch Schaden bietet, die Doppelkurzschwerter setzen auf schnelle Schwünge und Beweglichkeit und die Fäustlinge setzen ordentlichen Schaden zu. Die Waffen bringen frischen Wind in das Hunting-Genre und machen äußerst viel Spaß. Zwar liebe ich die Kettensichel aufgrund der Attacken und der Kombination von Nah- und Fernkampf, doch machte mir dann das Langschwert am meisten Spaß (Und ich habe meinen Charakter Kenshin genannt!). Beispielsweise versetzt sich der Spieler mit der Kreistaste in einen Fokus-Modus, in welchem er schneller zuschwingt und dabei verwundete Stellen des Gegners markiert. Ist die Ausdauer komplett erschöpft, steckt der Held das Schwert erneut in die Scheide und fügt dem Gegner an den verwundeten Stellen noch mehr Schaden zu. Mit der Viereckstaste haut man schnell zu und mit der Dreickstaste etwas langsamer, jedoch umso stärker. Beide Attacken kann man kombinieren, womit eine Angriffsreihe umso länger wird (max. 4-8). Drückt der Spieler X und Viereck, schwingt der Spieler besonders weit und kann von neuem zuschlagen. Zerschneidet man oft genug auf Dämonen mit der Waffe, kann der Spieler eine "Destroyer"-Attacke ausführen. Diese sieht nicht nur sehr knallig aus, sondern kann bei größeren Gegnern direkt ein Körperteil amputieren. Im Kampf gegen diese sollte man versuchen, so viele Körperteile wie möglich abzuschneiden. Nicht nur geben diese ganz besondere Materialen zum Herstellen neuer Waffen, sondern schwächen zudem die Angriffskraft des Oni. Aber wir haben noch nicht von den Mitama gesprochen!

Treffen sich die Seelen von Oda Nobunaga und Tokugawa Ieyasu in ein Schwert…
Was Toukiden: The Age of Demons wahrscheinlich so japanisch macht, sind die Mitama. Dies sind die Seelen verstorbener Ikonen der Japanischen Geschichte - und davon gibt es gut 200! Die Mitama fungieren kurz ausgedrückt als eure Charakterklasse. Es gibt daher solche, die sich auf das Heilen der Party konzentrieren, den Charakter mit Buffs verstärken, Fallen aufstellen oder auch Geschosse abfeuern. Insgesamt gibt es acht verschiedene Klassen, jede mit ihren eigenen Fertigkeiten. Des Weiteren verfügt jedes Mitama über passive Boosts wie z.B. erhöhtes Leben, mehr Schaden oder auch mehr Tempo. Die Mitama leveln demzufolge auf und erlernen neue Boosts, die der Spieler sich dann aussuchen kann. Am Anfang kann man nur ein Mitama mit seiner Primärwaffe verknüpfen, doch haben die späteren Waffen noch mehr Sockel, die noch mehr Komplexität beitragen. Und bei Gott, jedes Mitama kann die Spielweise des Protagonisten extrem verändern. Mit dem Helden Taira no Kiyomori verfüge ich beispielsweise über Buffs, die meine Angriffsgeschwindigkeit und Mobilität erhöhen. Die Fertigkeiten werden mit der R-und einer der vier Aktionstasten ausgewählt. Die Helden sind zudem sehr fein gezeichnet und auch die Dialoge mit den Mitama können sehr unterhaltsam sein!

Features
Neben der Storyline, die der Spieler nach Belieben erledigen kann, gibt es auch einen Online- und Ad-Hoc Modus. Hier kann man mit drei weiteren Kompagnons auf Dämonenjagd gehen. Die Verbindung ist zudem gut und es kommt sehr selten zu Rucklern. Auch mit dem Mikrofon kann sich der Spieler mit den anderen Jägern verständigen. Mit sieben Kapiteln verfügt das Spiel über mehr als 80 Missionen, die von leicht auf sehr schwer umspringen können. Im Online-Modus gibt es dann zehn weitere Kapitel, die auch über individuelle Missionen verfügen. Zwar kann der Spieler in vielen Missionen noch drei AI-Partner mitnehmen, doch alleine kämpft es sich tatsächlich am schwersten. Besonders reizvoll sind die Beschreibungen der Mitama: Jeder verfügt über eine kurze Zusammenfassung, welche seine Stellung und Einfluss in der echten japanischen Geschichte erklärt. Wer also schon immer was über die Geschichte des Landes der aufgehenden Sonne erfahren wollte, der wird hier definitiv fündig. Als Student der japanischen Sprache war ich schier von der Genauigkeit und der Menge an Information begeistert!

Grafik und Sound
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass Toukiden: The Age of Demons nicht das bis jetzt schönste Vita-Spiel des Jahres ist. Die Charaktermodelle sind sehr fein, die Bewegungen flüssig und die Umgebung sieht verdammt schön aus! Die Framerate bleibt größtenteils sehr stabil, doch kann es bei sehr vielen Effekten zu leichten Slowdowns kommen. Die Umgebungen wirken im Endeffekt leicht schwächer als die Modelle, doch sind die Waffen und Rüstungen mit so vielen Details versehen, dass man ohnehin so gut wie kaum auf etwas anderes schaut! Auch die Gegner sind sehr schön gestaltet und die größeren Oni prahlen mit unterschiedlichen Bewegungsschemen und Angriffseffekten. Die Sprachausgabe ist in Japanisch, während sämtliche Texte auf Englisch sind. Vom Verständnis her ist das Englisch zumal sehr schlicht gehalten. Die Musik ist auch nicht schlecht: Mit japanischer Flöte, Shamisen und Trommel versetzt die Musik den Spieler in das richtige Setting. Glücklicherweise hielt sich Omega Force hier zurück und hat nicht die übliche Dynasty Warriors-Musik benutzt, wobei die Überlegung selbst auch nicht so schlecht wäre. Wer nicht Fan dieses Genres ist, der kann getrost seine eigene Musik abspielen. Feine Sache!

Sie haben… ein Stück Schmutz eingesammelt!
Was wäre ein Spiel ohne Makel? Na gut, vielleicht eine 10/10 aber selbst diese haben auch ihre Fehler. Toukiden hat leider auch welche: Die Story, während sie zwar im Vergleich zu anderen Spielen dieses Kalibers vorhanden ist, ist nicht die beste die man erleben wird. Die Waffen sind zwar vielfältig, doch sind hier weitere Tweaks wie vielleicht eine Verfeinerung mit Edelsteinen die weitere Effekte bringen, nicht vorhanden. Hat der Spieler genug Gegner besiegt, kann er seine Waffe aufleveln. Diese wird etwas stärker, doch bleibt im Endeffekt immer gleich. Auch die Rüstungen verfolgen das gleiche Schema und die Anzahl ist auch vergleichsweise sehr klein. Hier wäre ein bisschen mehr drin gewesen. Die Maps sind zwar visuell schön und abwechslungsreich gestaltet, doch etwas kleiner und monotoner als Maps von anderen Spielen. Es gibt keine Sprungplattformen und Klettereinlagen. Im Spiel selbst sind zwölf große Oni zu bekämpfen, was auch etwas gering ist. Auch das Fehlen von deutschen Bildschirmtexten könnte Interessenten vom Spiel abhalten.



Fazit:
Was ist also Toukiden? Ein weiteres Monsterspiel, noch mehr Actionfutter aus Japan oder ein einfach gutes Game? Ein bisschen von allem, aber definitiv Letzteres! Ja, es hat seine kleinen Fehler und es könnte für Fans dieses Genres etwas dünn wirken, doch packt das Spiel so viel Neues in das Genre rein und gewinnt somit eine eigene Identität! Die Anzahl der Mitama ist unfassbar groß, die Waffen und Rüstungen sind trotz der geringen Menge immer noch ein Hingucker und das Setting selbst sorgt auch für frischen Wind. Wenn Tecmo Koei jetzt bei einem möglichen Nachfolger noch einen batzen mehr Oni, mehr Rüstungen und vielleicht noch ein paar Japanische Waffen wie die Naginata einfügt, wäre das Spiel nicht nur eine 10 sondern ein hundertprozentiger Pflichtkauf. Wegen der fehlenden Deutschen Textausgabe und dem etwas kurzen Singleplayer kann ich diesen nur Leuten empfehlen, die nicht vorhaben sich Spiele wie Ys: Memories of Celceta zu holen oder kein Fan von Multiplayer-Spielen sind. Andernfalls, ist Toukiden: The Age of Demons aber definitiv eines der Highlights dieses Jahres und ein nichtsdestotrotz brillianter Startschuss in das neue Spielejahr!

Wird für die nächsten Tage “Oni“giri frühstücken – Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Eigenständiges Action-RPG mit viel Japano-Flair!

Wertung

STORY:

6.0

SPIELWELT:

9.0

GAMEPLAY:

9.0
8
von 10

spaßiges und komplexes Gameplay…

Interessantes Setting

Wunderschöne Grafik und Musik

über 200 Mitama!

Waffen-, Rüstungs- und Monstervielfalt etwas gering

Etwas flache Story

Keine Deutsche Textausgabe

Maps wirken etwas monoton

Wie werten wir?

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7 Kommentare