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Spielname:
Final Fantasy X HD

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Square Enix

Developer:
Square Enix

Genre:
Rollenspiel

Release:
21.03.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Review: Final Fantasy X HD Remaster

Stefan Thiermann, 21.03.2014

9197°

12

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Mehr als eine Dekade ist es her, dass Final Fantasy X für die Playstation 2 erschien. Im Jahre 2002 schlug das japanische Rollenspiel sofort ein wie eine Bombe. Leser des bekannten Nippon’schen Magazins Famitsu wählten es 2006 sogar zum besten Spiel aller Zeiten. Ihr seht schon: Es gibt sicherlich Titel, an die man geringere Erwartungen haben könnte. Ob die HD-Neuauflage von Final Fantasy X deutlich macht, dass das Spiel den Test of Time bisher gut überstanden hat oder nicht, lest ihr in unserem Review.

Episch! Einfach episch!
Tidus ist der Star des örtlichen Blitzball-Teams. Und ähnlich wie wenn Poldi und Schweini auf den Rasen steigen, um einem Ball hinterher zu rennen, herrscht auch im futuristisch anmutenden Zanarkand Ausnahmezustand, wenn Tidus und seine Mannschaft genau das im Wasser machen. Natürlich hat man als populärer Leistungssportler jede Menge Fans, denen man sich zu Beginn des Spieles erstmal stellen muss. Hier gilt es, Hände zu schütteln und sich die Lobhudeleien des weiblichen Geschlechts und von Kindern anzuhören. Danach geht’s auf zum Spiel – dumm nur, dass genau das von der Zerstörung Zanarkands durch die böse Kreatur namens [Sin] unterbrochen wird. Dies wird in einer der filmreifen, auch heute noch absolut imposanten Rendersequenzen bombastisch inszeniert. Im Anschluss daran versucht man zwar, Schadensbegrenzung zu betreiben, doch es bringt nichts – Zanarkand liegt in Schutt und Asche. Zu allem Überfluss wird Tidus auch noch von [Sin] geschnappt und in eine Welt katapultiert, die ihm überhaupt nicht bekannt vorkommt. Kurze Zeit später erfährt er, dass er satte 1000 Jahre in die Zukunft katapultiert wurde. Gemeinsam mit seinen neuen Gefährten Wakka, Lulu und Kimahri macht er sich nun auf den Weg, um Yuna auf ihrer Pilgerreise zu begleiten. In sie werden große Hoffnungen gesetzt, eines Tages [Sin] besiegen zu können. Und so klappert ihr zunächst etliche Tempel ab, in denen ihr jeweils verschiedene Leuchtkristalle (Sphäroide) puzzleartig in die richtigen Öffnungen stecken müsst – eine nette Abwechslung zum sonstigen Gameplay. Mehr werde ich von der überaus interessanten und mitreißenden Story natürlich nicht verraten. Lediglich erwähnenswert ist nur noch, dass sich die Party serientypisch im Verlaufe der Handlung noch auf insgesamt sieben Charaktere erweitert.

Kämpfe und Charakterentwicklung
Auf eurer Reise müsst ihr selbstverständlich jede Menge Kämpfe bestreiten. Zahlreiche Gegnertypen warten darauf, von euch in die Tonne gekloppt zu werden, wobei nicht nur die Bosskämpfe ein gewisses Maß an Strategie erfordern. Das Ganze funktioniert nach dem für JRPG’s typischen Schere-Stein-Papier-Prinzip. Schwarzmagie markiert dabei Offensiv- und Weißmagie die Defensiv-Zauber. Neben den normalen Draufhau-Attacken gibt es auch Elementarzauber, die wie gewohnt in drei verschiedenen Stärken nach und nach erlernt werden. Daneben gibt es noch etliche Gemeinheiten, um die Widersacher zu schwächen. In Sachen Weißmagie könnt ihr neben den üblichen Heilzaubern auch verschiedene Immunitätssprüche anwenden, um den magischen Angriffen entgegen zu wirken. Jeder der Charaktere hat obendrein Spezialattacken, durch die ihr beispielsweise euren Gegnern Items klauen oder bestimmte Charaktere schützen könnt. Im Laufe des Kampfes lädt sich darüber hinaus eine Extase-Leiste auf. Ist sie voll, werden besonders starke charakterspezifische Attacken möglich, die euren Feinden das Fürchten lehren werden. Wenn es mal ganz brenzlig wird, kann die Weißmagierin Yuna auch Bestia beschwören, die sie in den oben angesprochenen Tempeln ergattert. Diese sind verdammt effektvoll inszeniert und können scheinbar auswegslose Situationen manchmal zum Positiven wenden. Besonders positiv ist, dass ihr im Kampf jederzeit zwischen den verschiedenen Charakteren wechseln könnt. Auf diese Art und Weise könnt ihr eure Strategie flexibel ändern. Am Ende ergattert ihr Items, Sphäroiden und AP.

Leveln was das Zeug hält
Besonders die beiden letzteren sind nun interessant für die Charakterentwicklung: Habt ihr genügend AP, steigt euer Level und könnt ihr entsprechend viele Schritte auf dem so genannten Sphärobrett machen. Dies ist eine Art Spielbrett, auf dem ihr nun die Sphäroiden einsetzen könnt. Derer gibt es Exemplare für Zeit, Kraft, Wunder und Abilities. Mit ihnen könnt ihr nun bestimmte Statuswerte aufbessern, sowie neue Fähigkeiten lernen. Bemerkenswert ist, dass sich eure Charaktere dabei an verschiedenen Enden ein und desselben Sphärobretts befinden. Zunächst könnt ihr so Abilities die der Rolle des jeweiligen Protagonisten entsprechen erlernen. Im weiteren Spielverlauf ist es aber auch möglich, sie zu echten Allroundern werden zu lassen. Es ist unglaublich motivierend, das zunächst leere Spärobrett Stück für Stück auszufüllen. Dem kommt entgegen, dass ihr ständig AP-Level und Sphäroide dazuverdient und dadurch ein permanentes Gefühl des Fortschritts und Stärkerwerdens habt. So muss das!

Grafik
Kommen wir zur wichtigsten Existenzgrundlage von HD Remakes: der Grafik. Diese ist an vielen Ecken und Enden deutlich modernisiert worden. Vor allem die Hauptcharaktere sind, wenn schon nicht auf den neusten Stand der Technik, so doch sehr viel hübscher als im PS2-Original gemacht worden. Nicht so schön finde ich hingegen, dass sie nun puppenhafter aussehen. Die Umgebungen können sich ebenfalls sehen lassen. Man bereist einige wirklich malerische Gebiete und auch für Abwechslung ist hier gesorgt. Egal ob kleine Küstenstädtchen, ein magisch anzuschauender Wald oder eine karge Steppe – sie sehen alle super aus und verleihen der Welt Spira ein wunderschönes Artdesign. Unschön ist jedoch, dass die Nebencharaktere 1:1 aus dem Original übernommen wurden und deshalb wirklich sehr altbacken aussehen. Obendrein ist in Sachen Animationen alles beim Alten geblieben - die steifen Bewegungen sehen einfach nicht mehr zeitgemäß aus. Das Spiel läuft flüssig und kommt in nativer Auflösung der Vita daher.

So viel zur Optik. Muss man noch viel zur Musik von Nobuo Uematsu sagen? Hier gibt es selbst für die Verhältnisse des Meisters außergewöhnlich gute Kompositionen. Man höre sich allein die Titelmelodie an, die einen schon in eine andere Welt versetzt. Die Musik passt jederzeit zur Situation und vermag es sogar, einen in bestimmten Situationen richtig emotional werden zu lassen. Auch die englischen Sprecher machen ihre Sache sehr gut. Was allerdings gründlich misslungen ist, sind die deutschen Untertitel – komplett falsche Übersetzungen inklusive.

Features und Besonderheiten
Neben erneuerter Optik und Akustik gibt es noch die eine oder andere Veränderung. Mit Eternal Calm ist nun auch das im Original fehlende Verbindungsstück zwischen Final Fantasy X und X-2 mit an Bord. Hier darf man zwar nicht selbst ans Steuer, jedoch kann man so nachvollziehen, wie die Geschichte nach dem Kampf mit [Sin] weiterging – eine feine Sache! Leider bleiben die ebenfalls neuen Monsterlexika dem Nachfolger X-2 vorbehalten. Cross Save-Support mit der PS3-Version ist nebenbei gesagt auch an Bord!

Schon im Original war das eingangs bereits erwähnte Blitzball enthalten, das ihr auch selbst spielen könnt. Hier kann man eine komplette Liga des in Spira verbreiteten Volkssports bestreiten. Dafür kann man sich im ganzen Land Spieler ins Team holen, um am Ende den Cup zu ergattern.



Fazit:
Es ist unnötig, um den heißen Brei herumzureden - Final Fantasy X ist auch heute noch ein Must Have, das nichts von seiner Brillanz verloren hat. Man kann es drehen und wenden wie man will: Das abwechslungsreiche Gameplay (welches ich im Rahmen des Tests nur in den wesentlichen Grundzügen erfassen konnte) ist genauso genial wie Story, Charaktere und die bombastisch inszenierten Rendersequenzen. Dazu kommt ein großer Umfang, sodass ihr garantiert eine ganze Weile beschäftigt sein werdet. Auch die Neuerungen der HD-Version sind zu begrüßen, wenngleich sie auch nicht allzu zahlreich ausfallen. Fakt ist, das Final Fantasy X bis heute seinen Klassikerstatus zurecht trägt und wohl so bald auch nicht verlieren wird.

Würde gern in Spira Urlaub machen: Stefan Thiermann für PlanetVita.de

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Auch heute noch ein Must Have – Allein für Final Fantasy X lohnt sich die Anschaffung der HD Collection.

Wertung

STORY:

9.0

SPIELWELT:

8.0

GRAFIK:

8.0
9
von 10

schicke erneuerte Optik…

bewegende Musik

interessante Story und Charaktere

famose Rendersequenzen

abwechslungsreiches Gameplay

motivierende Charakterentwicklung

großer Umfang

Eternal Calm ist mit dabei

…mit Schwächen im Detail

Animationen nicht mehr zeitgemäß

Übersicht auf Sphärobrett zuweilen schwer

Deutsche Untertitel misslungen

Monsterlexikon aus X-2 nicht enthalten

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12 Kommentare